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Orecchiette Masala – Italien trifft Indien

Orecchiette_Masala1 Wie steht ihr zu indischem Essen? Ich muss ja zugeben, dass ich da immer ein bisschen skeptisch war (und wohl immer noch bin), weil ich nicht so ganz nachvollziehen kann, warum man getrocknete Gewürze in Form von Gewürzmischungen den frischen Produkten vorzieht. So bin ich das aus der thailändischen Küche gewohnt und das finde ich auch nach wie vor die schickere Version (süd)asiatischen Essens. Aber wer wird schon Äpfel mit Birnen vergleichen… ;) Vermutlich hat also auch die Verwendung der diversen Pulver ihre Vorteile, zumindest ist die Haltbarkeit kaum ein Problem. Da ich noch von einer Geburtstagsfeier für einen Indien-affinen Freund eine Unmenge Garam Masala im Schrank hatte, ließ ich mich für dieses Rezept einfach mal von der Experimentierfreude packen. Mit dem Ergebnis bin ich echt zufrieden! Was mögt ihr an indischem Essen? Schreibts in die Kommentare, ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Für vier Portionen

250 g Pasta

1 Süßkartoffel (ca. 350 g)

1 Paprika

1 Karotte

1 kleine Zwiebel

3 kl. grüne Chilischoten

1,5 TL Garam Masala

1,5 TL Currypulver

0,5 TL Korianderpulver

300 g Joghurt

1 EL Zucker

01-gelb Süßkartoffel schälen und in ca. einen Zentimeter große Würfel schneiden. Paprika waschen und in Stücke schneiden, Karotte schälen und stifteln. Zwiebel schälen und fein hacken. Chilischoten in Ringe schneiden.

02-gelb Im Wok die Zwiebel in etwas Öl anschwitzen, Süßkartoffelwürfel dazu geben und bei großer Hitze einige Minuten anbraten. Wenn sie zu bräunen beginnt, auf mittlere Hitze herunterschalten, einen Schluck Wasser zugeben und mit geschlossenem Deckel garen. Das dauert ungefähr 15 Minuten. Währenddessen die Pasta kochen.

03-gelb Die Chilischoten und Karottenstifte mit in den Wok geben, ungefähr sechs Minuten bevor die Pasta fertig ist. Nach zwei Minuten auch die Paprika zugeben. Nun die Gewürzpulver dazu geben und alles gemeinsam mit dem Joghurt gut verrühren. Mit Salz und Zucker abschmecken und die fertige Pasta unterrühren und servieren. eat it. love it. Orecchiette_Masala2

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Zum Dank: ein Brunch

Ich bin vor einigen Wochen umgezogen, und erst jetzt würde ich so langsam behaupten, dass die Wohnung fertig ist. Klar, an manchen Stellen fehlen noch Kleinigkeiten. Aber insgesamt ist die Wohnung nun nicht nur bewohn-, sondern auch vorzeigbar. Höchste Zeit also, ein paar Leute einzuladen. Die besten Premierengäste: Natürlich die Freunde, die beim Umzug geholfen haben.

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Die kannten die Wohnung bisher größtenteils nur im IKEA-Baumarkt-Holzstaub-Schrauben-Modus, haben die Arbeitsplatte für meinen neuen Herd ausgesägt, haben mit mir Schränke fluchend aufgebaut und mit dem Schlagbohrer erkundet, wie viele unterschiedliche Wandmaterialien eine fünf Meter lange Wand so zu bieten hat. (Viele.) Von diesen ganzen Ärgereien ist in der Wohnung nun glücklicherweise nichts mehr zu sehen. Stattdessen stand eine fertig gedeckte Tafel bereit, Kaffee war gekocht und im Ofen stockte die Frittata, als die Gäste kamen.

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Zum Einzug habe ich, ganz klassisch, selbstgebackenes Weißbrot (die Scheiben, die obenauf im Brotkorb liegen) und Blütensalz bekommen, dazu noch ein paar orientalische Gewürze und Hibiskusblüten in Sirup. Mit denen wollte ich schon immer einen Aperitiv ausprobieren. Für den Brunch gab es jedoch erst einmal Pfirsich-Thymian-Bellini. Auf dem Tisch standen Ziegenkäse-Tomaten-Scones, Quiche Lorraine, versunkener Zwetschgenkuchen und selbstgebackenes Quinoa-Knusper-Müsli mit Obst und Sahnejoghurt bereit. Die Zucchini-Feta-Frittata habe ich in den Ofen geschoben, als die ersten Gäste unten geklingelt haben. Und zum Brot gab es Forellencreme, selbstgemachte Birnen-Schokoladen-Marmelade, Himbeermarmelade und Honig. Das erste Großprojekt hat die kleine Küche hinter sich – nur ‘ne Spülmaschine wäre noch ganz nett. Aber für die gibt’s nun echt keinen Platz mehr…

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Insalata Caprese mit Pfirsich

Eigentlich kann ich Tomate-Mozzarella-Salat echt nicht mehr sehen. Zu oft wurde ich schon enttäuscht, zu oft gab es mehlige Gewächshaustomatenscheiben mit gummiartigem Mozzarella, ertränkt in saurem Balsamico. Umso mehr wundere ich mich eigentlich jetzt noch, welche Eingebung mich an einem der heißen Tage in den letzten Wochen da so traf. Nämlich: Du willst Tomaten-Mozzarella-Salat. Und: Du willst ihn mit Pfirsich.

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Geht so etwas überhaupt? Und wie das geht. Sehr gut sogar. Besser, als die Küchenmuse, die mich da geküsst hat, es mir je hätte erzählen können! Gerade bei Rezepten mit so wenigen Zutaten kommt es natürlich umso mehr auf die Qualität dieser an. Deshalb: Investiert ein paar Cent mehr in guten Büffelmozzarella, kauft frische und aromatische Pfirsiche und Tomaten und träufelt so ein bisschen von eurem besten Balsamico oben drüber.

Bei mir gab es außerdem ein wenig von dem tollen Olivenöl, das mein Taufpate aus Zakynthos geschickt hat – nicht jedermanns Sache, weil es sehr intensiv nach Olivenöl schmeckt, aber für diesen Zweck genau richtig. Ahja, und vergesst den Basilikum nicht. Und ordentlich Salz und Pfeffer, das verträgt der Pfirsich nämlich sehr gut. Geschehen ist das alles schneller, als ihr es essen könnt – vor lauter “Mhmhmhmmmm…” zwischendurch.

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für zwei Portionen

zwei große oder vier kleine Tomaten

zwei gelbe Pfirsiche

1 Kugel Büffelmozzarella

Basilikum

Salz, Pfeffer

alter Balsamico, Olivenöl

01-grün  Tomaten und Pfirsiche waschen und in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Büffelmozzarella halbieren, abtropfen lassen und danach ebenfalls in Scheiben schneiden. Auf einem Teller abwechselnd anrichten, großzügig salzen und pfeffern und mit etwas Balsamico und Olivenöl beträufeln. Mit Basilikumblättern garnieren und servieren. eat it. love it.

Es gibt Urlaube, die vergisst man nie. Und Gerichte, die man im Urlaub isst, die sich sofort von der Zunge direkt ins Hirn (vielleicht noch mit einem Umweg, der einen freudig “Boah ist das gut!” sagen lässt) schieben und die man nicht mehr vergisst. Bei manchen mag das Sterneküche sein, bei mir waren das bisher meistens echt simple, aber unfassbar gut gemachte Gerichte. So wie dieses hier.

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Vor fünf Jahren war ich in Berlin. Meine Begleitung und ich waren ausgehungert, es war Juli und heiß, wir wollten Nudeln, wir hatten keinen Ahnung, wohin wir gehen sollen. (Es war noch eine smartphonefreie Zeit, heute unvorstellbar!) Also liefen wir hungrig und planlos durch Berlin-Mitte. Am Friedrichstadtpalast entdeckten wir einen kleinen Laden, Giotto, der uns mit einer einfachen, guten Karte und schickem schwarz-weißen Design überzeugte. Außer uns war der Laden fast leer. Eigentlich ein schlechtes Indiz, aber wir hatten Hunger. Der Service war außerordentlich gut, wir bekamen als Vorspeise sensationelle Crostini, von denen ich heute noch träume, und als Hauptgang stellte uns der Koch Tris di Pasta, also dreierlei Nudelgerichte, zusammen.

Eines der Gerichte auf meinem Teller war eine wunderbar frische Tomatensauce, simpel und aromatisch. Dazu ein wenig Basilikum und Mozzarella, fertig. Das Tolle daran war aber, dass der Käse nicht kleingeschnitten oder gar geschmolzen war – eine halbe Kugel thronte kalt auf den heißen Nudeln und schmolz durch deren Wärme von außen leicht an. Dadurch ist das Gericht wunderbar frisch, trotzdem hat man immer wieder Stücke von geschmolzenem Käse auf der Gabel.

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Jedes Mal, wenn ich seitdem in Berlin war, habe ich zumindest einen kurzen Blick riskiert, ob es das Giotto noch gibt – und es existiert noch. Gegessen habe ich darin seitdem nicht mehr (gibt ja noch einige Berlin-Tipps, die ich abzuarbeiten habe), aber vergessen hab ich die Nudeln seit fünf Jahren nicht. Diese Variante ist für mich seitdem die Lieblingsmöglichkeit, wenn es um Nudeln mit Tomaten und Mozzarella geht.

für zwei Portionen

200 g Nudeln

500 g frische Fleischtomaten

1 kleine Zwiebel

2 Knoblauchzehen

3 EL Olivenöl

1 Kugel Büffelmozzarella

Basilikum

Meersalz, schwarzer Pfeffer

01-grün  Tomaten waschen und mit einem scharfen Messer die Haut kreuzförmig einritzen. Mit heißem Wasser übergießen und darin etwa eine Minute schwimmen lassen, danach abseihen und eiskalt abschrecken. Die Haut abziehen, Fleischtomaten halbieren, den Saft und die Kerne in eine Schüssel geben und das Fruchtfleisch grob würfeln.

02-grün  Zwiebel fein hacken, Knoblauchzehen schälen und halbieren. In einer beschichteten Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebeln darin auf niedriger Temperatur etwa zehn Minuten glasig dünsten, nach sieben Minuten die Knoblauchzehen hinzugeben. Danach die Tomatenwürfel dazugeben. Den Tomatensaft durch ein feines Sieb geben und so die Kerne abseihen, danach den Saft zur Sauce geben und diese 30-50 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Dabei immer wieder mit einem Holzkochlöffel die Tomatenstücke zerdrücken.

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Die Sauce mit Meersalz, Pfeffer und gegebenenfalls einer Prise Zucker abschmecken. Büffelmozzarella abtropfen lassen und halbieren. Nudeln sehr bissfest kochen, zwei Schöpfkellen Nudelwasser zur Tomatensauce geben und die Nudeln darin fertig garen. Basilikumblätter in grobe Stücke zupfen und kurz vor dem Servieren unter die Nudeln geben. Auf Tellern anrichten und den kalten Mozzarella obenauf geben. eat it. love it.

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PS:  Das Zeit Magazin hat online in der Rubrik “Sonntagsessen” über uns berichtet! An dieser Stelle also ein “Salut!” an alle neuen Leser, wir freuen uns sehr über euch!

PPS: Die Fotosituation ist bei mir gerade etwas kritisch. Warum genau, darüber informiere ich euch demnächst (Leser meiner Kolumne werden es sich denken können), es sei euch nur so viel verraten: Ich improvisiere viel und ich habe im Moment weder meine hübschen Tellerchen noch meine Dekoutensilien dort, wo ich koche. Aber immerhin, ich koche, und darum geht’s ja…

Spätfrühling, Frühsommer, Spargelschwemme, Grillzeit, egal, eigentlich könnte ich zu dieser Jahreszeit jeden Tag irgendetwas anderes kochen, auf das ich mich schon den ganzen Winter über gefreut habe. In meiner Evernote-Notiz “To Cook” liegen inzwischen so viele Ideen, Links und Rezepte herum, dass ich damit wohl ein ganzes Jahr auskäme. Tatsächlich koche ich dann viel zu selten etwas daraus und ärgere mich, wenn die Saison schon wieder vorbei ist.

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Dieses Jahr kommt mir die Spargel-Erdbeer-Kombination aber nicht aus, dachte ich mir. Endlich mal ein Vorsatz, mit dem es funktioniert hat – und der auf Anhieb ein Erfolg war! Gebratenen grünen Spargel kann ich ohnehin direkt aus der Pfanne naschen, dazu ein paar frische Beeren und Blattsalat, mehr ist da nicht dabei. Schmeckt trotzdem überragend und hat mich vollends von der mehrfach gehypten Kombination überzeugt.

Als Dressing habe ich mich für eine Abwandlung vom Balsamico-Honig-Dressing entschieden – nur eben frühlingshaft mit Holunderblütensirup und einem Schuss Apfelessig, damit die Süße nicht überwiegt. Ein rundum gelungenes Essen zur Spargelschwemme (ha, so nenne ich das jetzt!), das sich als Vorspeise fürs Spargelmenü genauso gut eignet wie als Beilage zum Grillen oder einfach so als Hauptspeise. Dann vielleicht noch ein wenig Halloumi dazu? Okay, hiermit ist der nächste Vorsatz schon gefasst. Ihr seht: Geht schnell bei mir.

als Vorspeise oder Beilage für vier Personen

Blattsalate nach Wahl

400 g grüner Spargel

2 EL Butter

100 g Erdbeeren

3 EL Pinienkerne

1 TL Dijonsenf

2 EL Holunderblütensirup

2 EL Apfelessig

4 EL weißer Balsamicoessig

3 EL Olivenöl

01-grün  Blattsalate putzen und schleudern. Grünen Spargel waschen, an den Enden schälen und ggf. holzige Enden abschneiden. Erdbeeren waschen und trocken tupfen. Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Öl anrösten und zur Seite stellen. Dijonsenf mit Holundersirup und Salz verrühren, danach den Essig hinzugeben und schließlich das Olivenöl unterrühren.

02-grün  In einer beschichteten Pfanne Butter erhitzen. Sobald sie zu Schäumen beginnt, den Spargel hineingeben und mit geschlossenem Deckel (je nach Dicke der Spargelstangen) sechs bis acht Minuten bissfest braten, zwischendurch schwenken und den Spargel wenden. Gebratenen Spargel in Stücke schneiden und mit dem Salat und den Erdbeeren anrichten. Mit dem Dressing beträufeln und mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen. eat it. love it.

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Das ging dann plötzlich auch ganz schnell – im vergangenen Monat haben wir die 100-Post-Marke auf Instagram geknackt. Dementsprechend werden die RoundUp-Beiträge nach dieser Ausgabe wohl eher ein Best Of werden, da wir sonst die Seite sprengen. Für den vollen Überblick: Folgt uns auf Instagram, unter we_love_pasta findet ihr alle unsere Bilder.

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Tina kocht Jamie: Die Pasta mit Pilzen und Spinatsalat war zwar sehr lecker… // …konnte aber optisch natürlich trotzdem nicht mit Michis Kreationen mithalten: Parmigiana aus dem Ofen… // …und Salat mit gebratener Zucchini und Knoblauch-Mais vor dem ESC-Abend.

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Der White Rabbit’s Room in München ist ein zauberhafter kleiner Fuchsbau am Wiener Platz, in dem man auch noch die leckeren Kuchen von der Zimtschneckenfabrik bekommt. Hier im Bild: Beeren-Butterkuchen // Abendessen für den Fußballabend: Steak mit Kartoffeln, gebratenem Spargel und Bozner Sauce (Rezept für die Sauce findet ihr in Tinas Kolumne auf Süddeutsche.de). Dass der FC Bayern verloren hat, war leider nur mit dieser Grundlage auszuhalten // Scharfes Abendessen bei Michi: gebratener Tofu mit Pak Choi und Pfifferlingen

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Launchevent bei Dallmayr: In der neuen Barista Academy in der Münchner Innenstadt bleiben diese hübschen Teile heute leider ausgeschaltet // Anlass des Events: die neuen “Capsa”-Kaffeekapseln, die Dallmayr ab Juli/August für Nespresso-Maschinen anbietet. Hier im Bild gut zu sehen: Dallmayr will pro Kapsel 85% weniger Aluminum verarbeiten als Nespresso. Dennoch sagt man auch hier, dass Kaffeekapseln nichts sind, wenn man auf Müllvermeidung achten möchte // Tina hat für euch natürlich verkostet. Zum Start gab es den Espresso “Barista”…

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Fazit zum “Barista”: bessere Crema als Nespresso, geschmacklich kann er auch gut mithalten // Danach ein “Lungo Velluto”, der sehr mild und samtig auf der Zunge liegt. Leckerer Kaffee mit angenehmer Vanillenote // Und noch einer. Espresso “Indian Sundara”, der zunächst sehr ungewohnt und fruchtig schmeckt. Insgesamt besser als der “Barista”. Und der heimliche Star auf dem Foto ist natürlich das Schokoladenmacaron, das Macaronverweigerin Tina zum Macaronfan gemacht hat.

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Sommer in München: FroYo mit dreierlei Beeren an der Leopoldstraße // Zum Vatertag und Familiengeburtstag hat Tina mal wieder einen Versuch in der Reihe “Die Suche nach dem perfekten Käsekuchen” gewagt. Den perfekten Teig hat sie nun, fehlt nur noch die perfekte Füllung. Diese hier war zumindest ein guter Geschmackskompromiss für jeden und sehr gut.

Clotted Cream

Scones sind für mich nicht nur ein himmlischer Hochgenuss (im Bild übrigens Cranberry-Cashew-Scones), sondern auch Ausdruck des englischen Lebensgefühls, das ich doch hin und wieder sehr vermisse – ein echter Cream Tea im Königreich ist einfach durch fast nichts zu toppen!

Seit unserer letzten Scones-Aktion ging mir das Thema der Clotted Cream nicht aus dem Kopf… das kleine, völlig überteuerte Gläschen original Devonshire Clotted Cream war leer und ich dachte mir: es kann doch nicht so schwer sein, das selber zu machen! Also habe ich wie wahnsinnig recherchiert und diverse Auskünfte zusammengetragen, die sich oft genug widersprochen haben. Na super? Ich berichte mal, was ich so rausgefunden habe:

Die Milch
Die original Clotted Cream wird aus Rohmilch, also vollkommen unbehandelter Milch, hergestellt. Sie wird „in flachen Pfannen erhitzt und für mehrere Stunden stehen gelassen.“ (Wikipedia) Oben sammelt sich langsam der Rahmanteil und das ist die Clotted Cream. Klingt erst mal so, als könne man das gut auch zuhause machen…
Rohmilch bekommt man beim Milchbauern, aber eben nicht in jedem Supermarkt – wie sieht es also mit einem Ersatz aus?

Die Tatsache, dass Milch im Supermarkt immer pasteurisiert ist, ist denke ich für die Herstellung von Clotted Cream irrelevant – wichtiger ist die Frage, ob sie auch homogenisiert ist, also so behandelt ist, dass sie praktisch nicht mehr aufrahmt. Genau das soll aber beim Erwärmen der Milch passieren. :) Ein Ersatz könnte also unhomogenisierte Milch sein, etwa aus dem Bioladen. Und sonst? An diversen Stellen (zum Beispiel hier oder hier) heißt es, man könne Vollmilch und Sahne mischen – das Ergebnis soll dasselbe sein. Und schließlich soll auch ganz einfache Schlagsahne funktionieren.

Die Herstellung
Auf vielen Blogs findet man den Hinweis auf die Verwendung von Pfannen, in denen man die Flüssigkeit auf dem Herd erhitzt. Ich habe das ausprobiert; es war eine einzige Katastrophe. Vielleicht ist meine Edelstahlpfanne zu gut (ich glaub fest daran) oder mein Herd zu heiß (das weiß ich sicher) – jedenfalls hat es nicht funktioniert. Die Mischung aus Milch und Sahne, die ich verwendet habe hat für einen ganz kurzen Moment gekocht und das Ergebnis war für die Tonne – beim Kochen beginnt offenbar ein Prozess, durch den die einzelnen Bestandteile der Milch sich trennen. Das ist nicht nur unansehnlich, sondern schmeckt auch noch seltsam klumpig und nach Kondensmilch (wie das dann aussieht, sieht man hier).

An anderer Stelle heißt es, man soll die Pfanne oder einen Topf im Ofen mehrere Stunden erwärmen oder das ganze mit einem Wasserbad versuchen.

Schließlich gibt es noch diverse Hinweise darauf, wann und wie lange man das Gefäß vor oder nach dem Erwärmen kühl stellen soll. Nigella zum Beispiel stellt vorher und nachher kühl und verbietet vehement den Kühlschrank – warum verrät sie nicht.

Clotted Cream

Nach dem Abschöpfen noch flüssig – das ändert sich im Kühlschrank.

Und wie funktionierts nun tatsächlich?
Aus den diversen Quellen hab ich folgende Schlüsse gezogen:

  • Rohmilch, Milch-Sahne-Gemisch oder Schlagsahne – geht wahrscheinlich alles ganz gut, das einzig Sinnvolle ist aber die Schlagsahne. Die hat den höchsten Fettgehalt und entsprechend ist die Ausbeute hier am höchsten.
  • Pfanne und Herd gehen gar nicht – die Kombi aus Wasserbad und Ofen geht gut.
  • Nach dem Erwärmen ordentlich kühlen lassen scheint wichtig zu sein, vorher setzen lassen muss wohl (zumindest bei Sahne) nicht sein.

Für ca. 150 g Clotted Cream (reicht für Cream Tea für vier):

400 g frische Schlagsahne

01-gelb Eine größere Auflaufform für das Wasserbad wählen und eine kleinere für die Sahne. Im Wasserkocher Wasser auf ca. 80 Grad erhitzen und in die große Form gießen, so dass es zwei bis drei Zentimeter hoch steht. Die Sahne in die kleine Auflaufform geben, in die große stellen und alles ab in den Ofen.
02-gelb Bei ca. 70 Grad im Ofen acht bis zwölf Stunden erwärmen – bei mir waren es acht Stunden und das Ergebnis war Klasse!
03-gelb Es sollte sich auf der Oberfläche eine etwas faltige Haut gebildet haben, die nicht mehr weiß ist – gelb sollte sie aber nicht unbedingt sein. Die Form vorsichtig aus dem Wasserbad heben und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Mit Frischhaltefolie bedecken und an einem kühlen Ort zwölf Stunden setzen lassen.
04-gelb Die obere, festere Schicht mit einer Schaumkelle vorsichtig herausheben und in eine Schüssel geben. Den unteren flüssigen Teil kann man anderweitig verwenden. Die Clotted Cream ist noch recht flüssig, wird aber im Kühlschrank streichfest. eat it. love it. 

Clotted Cream

Gut gekühlt ist die Clotted Cream streichfest – so soll sie sein und so kommt sie auf die Scones.

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Pancakes mit Hüttenkäse und Haferflocken

Nein nein, ihr habt euch nicht verirrt. Solche Rezepte kursieren ja normalerweise eher auf Fitnessblogs – das ist dieser hier definitiv nicht. Aber ich ernähre mich nicht jeden Tag nur von Kuchen und Nudeln. Na gut, jeden zweiten vielleicht. Und ab und zu treibe ich sogar Sport. Das führt bei mir vor allem meistens zu einem unglaublichen Heißhunger auf Protein in Fleisch- und Eiform. Als durch und durch süß orientierte Frühstückerin stellt mich das am Morgen nach dem Sport vor Probleme, und so entdeckte ich dieses Rezept.

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Ich hatte schon befürchtet, dass hier jede Menge Kompromisse zu Lasten des Geschmacks eingegangen werden müssen – von wegen! Die Pancakes sind sehr fluffig und saftig, haben eine leicht erfrischende Säure vom Hüttenkäse und sind noch dazu unglaublich schnell hergestellt. Und ein weiterer entscheidender Vorteil, auch für alle Nicht-Sportler – dieses Frühstück hält richtig lange satt. Wenn ihr also wisst, dass die Mittagspause heute besonders spät womöglich mit einem kleinen Snack am Schreibtisch verbracht werden muss: fünf Minuten früher aufstehen, die Zutaten in den Mixer halten und ab in die Pfanne damit. Das hier ist nämlich eins der kürzesten Rezepte, die ich je verbloggt habe. Ein wenig Obst und Puderzucker dazu und ihr habt die richtige Grundlage für den Tag.

für eine Person

zwei Eiweiß

40 g kernige Haferflocken

75 g Hüttenkäse

1 TL Bourbonvanillezucker

1/4 TL Zimt

01-grün  Alle Zucker in einen Standmixer oder einen hohen Rührbecher für den Standmixer geben und etwa eine Minute mixen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Eine beschichtete Pfanne mit etwas Butter fetten (zwischen jedem Backvorgang nachfetten!) und auf niedriger Stufe erhitzen. Etwa 1,5 EL Teig pro Pancake in die Pfanne geben und goldbraun ausbacken. Mit Obst und Puderzucker servieren. eat it. love it.

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Es wird mal wieder Zeit für einen kleinen Rückblick auf unseren letzten Monat – im April waren wir auf Instagram besonders fleißig. Allerdings gab es auch mehrere Anlässe, die wir für euch natürlich gerne fotografisch festgehalten haben. Wer uns noch nicht folgt: Ihr findet uns unter dem Nutzernamen we_love_pasta und könnt dort immer live mitzubekommen, was bei uns und auf dem Teller so los ist.

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Event im Münchner Marriott Hotel mit Fleisch soweit das Auge des Steakfans reicht // Vor der großen Action aber erst einmal Aperitif in der Autofahrervariante // Viererlei Rinderfilet für den Start des Events, die große Blindverkostung. Qual der Wahl zwischen USDA Prime Beef, Dry Aged und bayerischem Rind, einmal tiefgefroren und wieder aufgetaut und einmal frisch. Luxusprobleme, ihr seht schon. (Tina fand übrigens das US-Beef am leckersten!)

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Steffen in Bloggeraction: Wer braucht schon Promis, wenn es Fleisch zu knipsen gibt? Und während Souschef Martin Gruß das Fleisch vorbereitet… // …steht Chef David Seidel schon am Posten, um unsere “Vorspeise” (nach der Filetverkostung) vorzubereiten… // …nämlich dieses köstliche Kunstwerk: Dry Aged Beef, Balsamico-Schalotten, Rucola und Pinienkerne

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Jetzt wird’s aber Zeit für den Hauptgang: Rib-Eye im Ganzen aus dem Ofen .h… // …dazu Wurzelgemüse und junge Kartoffeln mit selbstgemachtem Rote-Beete-Relish und Sweet Chili Sauce – Tina im Steakhimmel // Hier noch einmal das Dry Aged Beef im Ganzen. Welche Tipps wir bei den beiden Köchen im Marriott gelernt haben und mein Versuch, diese tolle Vorspeise naczukochen, kommen demnächst als eigener Blogpost.

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Michi deckt sich bei Dunkin’ Donuts ein… // …und Tina ist am Abend nach dem Steakevent schon auf der nächsten Veranstaltung. Diesmal hat die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft zum Foodstyling-Event eingeladen. Dort hat uns ein Profi gezeigt, wie man Essen richtig professionell inszeniert. Nur, dass es dann eben nicht mehr essbar ist… ///.. bzw. trinkbar. So wie dieser Latte Macchiatto. Mit Schaum. Fragt aber nicht, mit was für Schaum ;)

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Großes Thema in München an dem Tag: Eröffnung der ersten Dunkin Donuts-Filiale der Stadt am Ostbahnhof. Die Schlage war lang und die Leute im Zucker-Fett-Rausch, deshalb hat Tina auf Probeexemplare verzichtet // Kaffeebecherweisheit von “Fräulein Grüneis” im Englischen Garten // Michis Eröffnung der Spargelsaison, natürlich mit self-made Hollandaise

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Jedes Mal beim Gang durch die Theatinerstraße bleibt Tina vor der Auslage von Maelu stehen, jetzt hat sie sich endlich für stolze sieben Euro ein Törtchen gegönnt: ein Traum von Cassis-Törtchen mit Schokoladenkern // Angeschmolzener Ziegenkäse mit Rosmarin und Honig, dazu Salatbett und dunkles Baguette // Wir haben gemeinsam angegrillt. Tinas Teller: Hühnerbrust, Salat, gegrillte Kartoffel, Michis Honey-Mustard- und Barbecuesauce und italienischer Nudelsalat.

Freundschaft ist, wenn zwei zur selben Zeit auf dieselbe Idee kommen. In unserem Fall, den Sonntagnachmittag gemeinsam mit was Süßem und Kaffee zu verbringen. Ich wollte Michi anrufen, und da sah ich schon den verpassten Anruf von ihm. “Komm doch vorbei und wir backen Scones!”, hieß der Vorschlag, und so haben wir schließlich zu dritt mit einem weiteren Liebhaber der Backkunst und des Britischen per se Scones gebacken. Für die beiden Herren gab es natürlich Schwarztee dazu, ich blieb dann doch beim ursprünglichen Kaffeeplan.

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Apropos Plan. Wir haben uns vertrauensvoll an die BBC-Website Good Food gewandt und uns dort dieses sehr gut bewertetes Rezept als Grundlage gesucht. Abgewandelt haben wir es mit meinen bisherigen Erfahrungen des Scones-Backens, die ich mir vor allem aus den Cynthia Barcomi-Büchern abgeguckt habe. Soll heißen: je kälter die Zutaten sind, desto besser.

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An dieser Stelle sei außerdem einmal unser Ärger über das bayerische Ladenschlussgesetz erwähnt. Denn genau dieses hat uns vor das Problem gestellt, dass wir zu wenig Standardmehl Type 405 hatten. Aber da der oben erwähnte anonyme Liebhaber der Backkunst im Moment vor allem ein großer Brotbäcker ist, hatte er natürlich gefühlt alle anderen erdenklichen Mehlsorten im Schrank stehen. Also haben wir einfach mal mit Weizenvollkornmehl aufgefüllt, was das 405er nicht mehr hergab. Eine super Idee, wie wir im Nachhinein feststellten. Denn die kleinen buttrigen Scones gewinnen dadurch einen tollen Biss. Ab sofort machen wir das immer so!

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für acht große oder 12-16 kleine Scones

260 g Weizenmehl Type 405

80 g Weizenvollkornmehl

1 TL Backpulver

85 g kalte Butter

3 EL Zucker

175 ml kalte Milch

1 Spritzer Zitronensaft

1 TL Vanilleextrakt, alternativ: 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker

01-grün  Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Salz und Backpulver in einer Rührschüssel mischen. Die Butter in kleinen Würfel dazugeben und mit den Fingern schnell unterbröseln. Dafür die Butterstücken jeweils zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger mit dem Mehl verkrümeln bis keine größeren Stücke mehr in der Mehlmischung zu sehen sind, danach den Zucker (falls ihr Vanillezucker verwendet, dann auch diesen hier verwenden) zugeben und mit einem Löffel unterrühren.

02-grün  Milch, Zitronensaft und Vanilleextrakt verrühren und zur Mehlmischung gießen. Mit dem Löffel zügig einrühren, bis alles gerade so miteinander vermischt ist. Den Teig kurz mit den Händen zusammendrücken. Ein Blatt Backpapier auf die Arbeitsfläche legen, den Teig darauf geben und mit den Fingern sanft zu einer etwa 2 cm hohen Teigplatte formen. Dann die Teigplatte zweimal übereinander falten und wieder flach drücken, dieses mal auf etwa vier cm Höhe.

03-grün  Einen Ausstecher oder den Rand eines Glas mit dem gewünschten Durchmesser für die Scones kurz in Mehl tauchen, danach aus der Teigplatte die Scones ausstechen und auf dem Backpapier verteilen. Ein Backblech darunterschieben und die Scones im Ofen (je nach Größe und Ofen) 10 bis 18 Minuten backen. Die Scones sind fertig, wenn sie oben leicht gebräunt sind und auf Fingerdruck noch leicht nachgeben. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und lauwarm mit Clotted Cream (alternativ: Crème double) und Marmelade essen. eat it. love it.

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