Brotsalat aus gegrillter Wassermelone und Feta

Noch einmal Sonnenbrand, noch einmal nachts in Shorts Eis essen gehen, noch einmal quietschende Kinder am Badesee, noch einmal mit Sonnenbrille lesen, noch einmal Wassermelonen-Overkill.

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Der Sommer gönnt uns noch einmal einen letzten Endspurt. Und der besagte Wassermelonen-Overkill ist schon wieder überwunden, denn den hatten wir ja schon zu Beginn des Sommers. Irgendwo so zwischen Griechenland-Urlaub im Juni und dann deutschem Sommer im Juli, oder waren das doch diese paar Tage im Mai? Egal. Jetzt ist es nochmal schön. Und deshalb gibt es noch einmal Wassermelone-Feta-Salat – in anders.

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Den Klassiker kennen ja mittlerweile dank Ottolenghi, Grilleinladungen und Schulfesten alle, oder? Wenn nicht, dann bitte hier entlang und dann wieder kommen. Ich schreibe da ja schon, wie wär’s mal mit ner gegrillten Variante – und möchte euch das hier kurz noch mehr ans Herz legen als da.

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Die Melone karamellisiert dabei durch ihren eigenen Fruchtzucker, die Oberfläche wird samtig und schmeckt fast, als hätte man die Melone in Honig ertränkt eingelegt. Köstlich! Und weil mir letztens so vom aktuellen Brotsalat in der Ballabeni Tagesbar vorgeschwärmt wurde, wurde da eben eine Art Panzanella draus.

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Achtet darauf, nicht irgendein wischi-waschi-Weißbrot zu nehmen – sondern eines mit Eigengeschmack. Ein kräftiges Bauerbrot, knusprige Kruste, alles außer lätschigem Baguette aus dem Supermarkt. Und mit echtem Schafskäsefeta aus Griechenland habt ihr das richtige Gegengewicht zur süßen Melone.

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für zwei Personen

ca. 300 g Weißbrot (z.B. Ciabatta)

1/2 Mini-Wassermelone, ca. 500 g Fruchtfleisch

1 Salatgurke

200 g Feta

3 Zweige Minze, 2 Zweige Basilikum

100 g Rucola

Salz, Pfeffer, Olivenöl, Weißweinessig

01-grün Ofen auf 200°C vorheizen. Das Weißbrot (am besten nicht ganz frisch, also vom Vortag oder morgens beim Bäcker gebacken) in Würfel mit etwa einem Zentimeter Kantenlänge schneiden. Mit Olivenöl beträufeln, salzen und gut vermischen. Im Ofen etwa zehn Minuten bei Ober-/Unterhitze goldbraun rösten.

02-grün Wassermelone vierteln und dann in Scheiben, etwa einen Zentimeter dick, schneiden. Entweder einen Grill anheizen oder eine Grillpfanne, zur Not tut es auch eine normale Pfanne. Melonenscheiben mit etwas Olivenöl einpinseln und bei hoher Hitze etwa drei Minuten grillen, bis die Oberfläche Grillspuren zeigt und leicht karamellisiert. Vom Grill nehmen, Schale abschneiden und danach das Fruchtfleisch würfeln.

03-grün Salatgurke  in Scheiben schneiden. Kräuter putzen und kleinzupfen. Feta in grobe Würfel zerkrümeln. Gegrillte Melonenscheiben, Feta, Gurke, Rucola und Kräuter mischen. Etwa eine halbe Stunde durchziehen lassen. Kurz vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer, Öl und Essig abschmecken und die Brotwürfel untermischen sodass diese teilweise aufweichen und teilweise noch knuspern. eat it. love it.

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Münchens beste Brezen

Auch nach ner guten Weile Nachdenken muss ich gestehen: Ich kenne niemanden, wirklich niemanden, der Brezen nicht mag. Liegt vielleicht auch an der Münchner Heimat, aber hey, Brezen sind die ultimative Allzweckwaffe.

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Kleiner Hunger? Breze. Quengelndes Kind? Breze. Beimbäckergibtsnursemmelnmitkomischembelagdrauf? Breze! Seit Jahren suche ich die besten Exemplare von ganz München – und hab für euch den Zwischenstand einer Recherche, die wohl niemals aufhören wird.

Karnoll’s – München Viktualienmarkt

breze-karnolls01Mehr München geht eigentlich nicht: Viktualienmarkt, ein kleines Standl, hinter der kleinen Glastheke voller Brot und Semmeln steht der Verkäufer und begrüßt einen erstmal mit: Griaß di!

Karnoll’s wirbt damit, die besten Brezen Münchens zu haben. Und beim ersten Schnuppern weiß man: Wenn man ein Brezenparfüm kreieren müsste, dann würde es so riechen. Außen sind sie resch, innen weich und wenn man sie auseinanderreißt, strömt einem ein leichter Geruch von Hefe entgegen.

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Die Brezen schmecken so wie ich Brezen aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Allerdings sind sie auch salziger als die anderen im Test. Das macht sie zum perfekten Begleiter zur Brotzeit oder zur Weißwurst.

Karnoll’s Backstandl, Viktualienmarkt, München-Altstadt

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Bäckerei Stadler – München-Haidhausen

Auf den Stadler bin ich durch das ZEITMagazin gekommen, genauer gesagt durch die Karte mit empfehlenswerten Bäckern. Eine kleine, feine Bäckerei an der Einsteinstraße, die morgens um 5 Uhr öffnet, nachmittags um 16 Uhr zu macht und am Sonntag gleich gar nicht offen hat. Für Berufstätige, ich sag mal: schlecht. Fürs Frühstück am Samstag reicht es aber, und die Brezen sind neben dem leckeren Chiabrot und Kornspitz meiner Ansicht nach das Beste.

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Die Kruste ist dünn, knuspert und blättert leicht, ihr seht auf dem Foto schon feine Risse, auch die Innenstränge der Breze knacken richtig, wenn man reinbeißt. Das Brezeninnere ist weich, zart und hat schon von sich aus einen leichten Geschmack nach Butter – das verführt dazu, auch mal einen Klecks süße Marmelade draufzustreichen.

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Wer nach einem durchfeierten Freitag frühmorgens vorbeiläuft, sieht schon das Licht in der Backstube. Das einzige Manko: Morgens kaufen und abends essen ist mit den Brezen nicht, sie werden vergleichsweise schnell trocken, finde ich. Frisch dafür immer ganz vorne dabei!

Bäckerei Stadler, Einsteinstraße 86, München-Haidhausen

Bäckerei Balletshofer – München-Laim & Augsburg

Ich muss ein Geständnis machen: Richtig gute Brezen gibt’s nicht nur aus München. Sondern auch aus Augsburg. Ist zwar schon Schwaben, aber die Bäckerei Balletshofer hat eine Filiale auch in München. In Laim. In einem Baumarkt. Baumarkt-Brezen sozusagen, die es aber drauf haben.

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Der Geschmack ist straight: Breze, sonst nix. Die Kruste: resch. Das Innere: saftig und fein-fluffig. Die Brezen wirken auf den ersten Blick fast schon leicht gräulich, ich vermute mal von der Lauge. Dafür brauchen sie aber nicht mehr viel Salz, um gut zu schmecken.

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Auch noch nach Stunden sind die Brezen von Balletshofer lecker und ziehen kein Wasser. Stichwort: Wenig Salz. Wunderbar also auch als Proviant. Einziges Manko: Der Baumarkt hat sonntags geschlossen. Und damit auch der Bäcker darin.

Balletshofer, Landsberger Straße 175, München-Laim

Rote-Bete-Salat mit Feta und Rucola

Rote Bete ist unpraktisch. Aus Angst vor tagelang gefärbten Fingern schneide ich sie nur mit Gummihandschuhen, gegessen wird dann mit Schürze über’m Pulli und danach panisch das benutzte Geschirr direkt gespült, auf dass es nirgendwo einen pinken Fleck hinterlasse. Dennoch: Dieser Salat ist den ganzen Terz wert!

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Mit roter Bete (aka rote Rüben, aber weil hier später auch noch gelbe Rüben aka Karotten zur Sprache kommen, bleibe ich heute mal beim Hochdeutschen) konnte ich bis vor Kurzem gar nix anfangen – kein Wunder, denn zwischen den wabbeligen, vakuumierten Knödeln und frischer Bete liegen Welten. Nur, dass die Saison für die frischen Exemplare bald vorbei ist…also schnell zum Gemüsehändler!

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Der Salat wird einfach nur grob gerieben, außer der roten Bete habe ich ohnehin fast immer Äpfel und Karotten daheim. Eine Portion Ingwer dazu gibt noch ordentlich Schärfe, dazu noch junger Feta (zu lang gereifter macht die fruchtigen Aromen im Salat platt) und würziger Rucola – tadaa!

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für zwei Portionen

zwei große Karotten

zwei kleine Knollen rote Bete

ein säuerlicher Apfel (z.B. Braeburn)

ein 2 cm langes Stück Ingwer

50 g Rucola

75 g Feta

4 EL Olivenöl

3 EL Weißweinessig

Salz, Pfeffer

01-grün Karotten und rote Bete schälen, gemeinsam mit dem Apfel grob reiben. Ingwer schälen und fein reiben oder in kleine Würfel schneiden. In einer Salatschüssel leicht vermischen und auf zwei Suppentellern anrichten.

02-grün Rucola waschen und abtropfen. Feta mit einer Gabel in Stücke brechen und beides auf dem Salat anrichten. Mit Öl, Essig, Salz und Pfeffer anmachen und mit etwas Brot servieren. eat it. love it.

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One Pot Pasta mit Salami und Tomatensauce

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Meine Kolumne für süddeutsche.de schreibe ich ja schon seit einer Weile nicht mehr, trotzdem gibt’s immer mal wieder noch Feedback darauf, was ich da damals in die Welt gesetzt habe. Nachgekocht und gelobt wurde in meinem Bekanntenkreis vor allem ein Rezept: One Pot Pasta, frei nach Martha Stewart.

Am Anfang war ich ja skeptisch, ob dieses Prinzip funktionieren kann. Ehrlich gesagt: Ich bin es immer noch! Deshalb bin ich etwas nervös an einen neuen Versuch herangegangen. Aus der Not heraus – wie genau bekomme ich um 22.30 Uhr jemanden satt, der gerade in der U-Bahn sitzt und in zehn Minuten mit knurrendem Magen vor der Haustür steht? So!

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Kühlschrank auf, ahja, da liegt noch die gute Salami, frische Tomaten nicht da, dafür gute Dosentomaten. Salz, Pfeffer, Parmesan – läuft. Ich bin froh, dass ich keine frischen Tomaten da hatte, sondern mit den gehackten aus der Dose klarkommen musste. Denn so gab es eine herrlich cremige, fruchtige Tomatensauce. Klar, die austretende Stärke der Nudeln verschwindet nicht, so wie sonst, mit dem Nudelwasser im Ausguss, sondern fließt direkt in die Sauce – und bindet sie an die Nudeln. Die Salami verleiht der ganzen Sache Schärfe und Herzhaftigkeit, aber Vorsicht: Lieber etwas zurückhaltender mit extra Salz sein, je nachdem, welche Salamisorte ihr nehmt.

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Der Topf war übrigens im Nu leer. Und die Skepsis gegenüber One Pot Pasta verschwindet langsam – hab schon wieder ein paar neue Ideen. Die werden dann aber erst wieder unter Druck nachts in der Küche ausprobiert. Scheint ja gut zu klappen.

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für zwei Personen

300 g ungekochte Linguine

750-800 ml Wasser

180 g fein gehackte Tomaten aus der Dose

100 g Salami am Stück

1/4 TL gemahlener, schwarzer Pfeffer

1 TL feines Meersalz

1/4 TL getrockneter Oregano

1/2 TL getrockneter Thymian

01-grün Salami einschneiden und Pelle abziehen. Der Länge nach halbieren und in Scheiben mit 2-3 mm Dicke schneiden. Alle Zutaten in einen flachen, breiten Topf geben und auf höchster Stufe aufkochen lassen.

02-grün Bei starker Hitze etwa 15 Minuten kochen, dabei regelmäßig umrühren, damit die Nudeln gleichmäßig garen. Wenn die Flüssigkeit komplett verkocht ist, sollten die Nudeln fertig sind. Wenn nicht, etwas Wasser nachgießen und weiter einkochen lassen und abschmecken. eat it. love it.

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Noodle Bowl mit Gemüse und cremiger Currysauce

Noodle Bowl, mit was kommt sie denn jetzt schon wieder an…nennt es Suppenschüssel, nennt es Teller, wie auch immer, Hauptsache: Man nehme ein großes Gefäß, schaufle hinein und futtere. Und werde glücklich.

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Das Tolle daran: Diese Reisnudeln sind schneller fertig, als so manch ein Asia-Lieferdienst am Abend braucht, um euch irgendwas mit Glutamat in Alupackung zu überreichen. Das Ursprungsrezept habe ich bei Pinch of Yum gefunden, seit einigen Wochen ist die Noodle Bowl mein Retter bei wütend knurrendem Magen direkt nach der Arbeit und bei innerer Kälte, wenn die Heizung tagelang nicht geht. Sie macht mich satt, wenn ich keine Ahnung hab, was ich kochen soll und sie ist der Grund, warum ich mir zum ersten Mal in meinem Leben einen ganzen Kopf Blaukraut gekauft und damit den halben Kühlschrank blockiert habe.

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Ihr seht es schon: Orange, Rot, Grün und Lila sind von der Gemüsefraktion dabei, dazu noch gelbe Currysauce, ein knallbuntes Essen also. Und wenn man zwei Teller davon verdrückt hat denkt man sich: Egal, ist doch so g’sund!

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Im Original wird vorgeschlagen, die dicke Kokossauce mit Brühe zu strecken. Mir wird das Ganze dann aber zu suppig. Denn sobald man die Sauce, so wie sie ist, zu den gebratenen Reisnudeln gießt, schmiegt sie sich ganz samtig und cremig an die langen Bandnudeln.

für vier Portionen

400 g breite Reisbandnudeln (z.B. 5 mm Breite)

400 ml Kokosmilch

3 EL rote Currypaste

1 Chilischote

2 EL gehackter Ingwer

2 Schalotten

3 EL Sojasauce

3 EL Zucker

1 Broccoli

200 g Blaukraut (aka Rotkohl)

4 Karotten

2 rote Paprikaschoten

2 kleine Zucchini

Sesam, Salz, Pfeffer, Öl

01-grün Reisnudeln in kaltem Wasser einweichen, etwa 20 Minuten lang bis sie bissfest, aber weich sind. Zwischendurch mit einer Gabel umrühren, damit sie nicht aneinanderkleben. Schalotten, Ingwer und Chilischote fein würfeln. In einem kleinen Saucentopf 2 EL neutrales Öl erhitzen, Schalotten, Chili und Ingwer darin vier Minuten andünsten. Die Currypaste dazugeben und noch einmal etwa eine Minute anschwitzen, danach mit Kokosmilch und Sojasauce aufgießen und den Zucker unterrühren. Offen etwa 15 Minuten köcheln lassen.

02-grün Gemüse putzen. Broccoli in kleine Röschen zerteilen, vom Blaukraut Spalten abteilen und diese in feine Streifen schneiden oder hobeln. Karotten und Zucchini in dünne Scheiben schneiden, Paprika in Streifen. In einem Wok 2 EL neutrales Öl auf mittlerer Hitze erhitzen und dann das Broccoli, Paprika und Karotten darin etwa 7 Minuten braten, dabei immer wieder mit einem Pfannenwender umrühren.

03-grün Nudeln abgießen und tropfnass zum Gemüse in den Wok geben. Eine weitere Minute anbraten, danach die Currysauce dazugeben und gut verrühren. Die frischen Blaukrautstreifen darauf verteilen. Im Teller mit Sesamkörnern bestreuen und servieren. eat it. love it.

Wildreissalat mit Cranberries und Kräutern

wildreissalat05Mittagessen heißt für mich Kantinenessen, weil ich meistens einfach nicht dazu komme, mir etwas Selbstgekochtes mitzunehmen. Denn der Vorsatz,  “abends mehr kochen und Reste mitnehmen”, der funktioniert bei mir einfach nicht. Schmeckt nämlich meisten so gut, dass ich dann eben noch am Abend die doppelte Portion verdrücke, ähem…

In diesem Jahr soll das aber anders werden! Dunkle, regnerische Sonntage sind da gerade recht, um für die Woche kulinarisch vorzuarbeiten. Als ich am 25. Dezember Ottolenghis  “Vegetarische Köstlichkeiten” neben dem Weihnachtsbaum durchgeblättert habe, bin ich auf dieses Rezept gestoßen und wusste sofort: Dieser Salat ist was für die Lunchbox.

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Quinoa und Reis machen satt, ein grüner Strauß aus frischen Kräutern sorgt für Frische – wenn ihr nicht drei Sorten Kräuter kaufen wollt, verzichtet eher noch auf die Petersilie. Der Estragon macht sich hier einfach zu gut. Eingelegte Cranberries (im Original getrocknete Sauerkirschen) geben einem sofort Zucker fürs ausgelaugte Hirn am Mittag. Ein paar Nüsse noch, fertig ist der Powersalat.

Statt getrennt Wild- und Basmatireis habe ich eine aufeinander abgestimmte Mischung aus dem Asia-laden genommen. Immerhin braucht man auch noch eine Kochplatte für den Quinoa und am besten auch noch eine parallel für die Zwiebeln…wer das alles aber gleichzeitig in der Küche zubereiten kann, der ist in nicht einmal einer Stunde Arbeit fertig .

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Das Originalrezept geht sofort von sechs bis acht Portionen aus, ich habe es hier einmal halbiert. Wäre ja auch zu schade, die ganze Woche nur ein Rezept aus dem Buch zu essen (auch wenn man es mit z.B. Avocado oder Feta bestens abwandeln kann). Ottolenghis Wälzer ist tatsächlich großartig, dieser Salat ist da nur ein Beispiel von vielen tollen Rezepten aus dem Buch, die ich seit Weihnachten nachgekocht habe.

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für drei bis vier Portionen

175 g Wildreis-Basmati-Mischung

50 g Quinoa

30 g gehackte, getrocknete Cranberries

Saft und Schale von 1/2 Bio-Zitrone

30 g ungeschälte Mandeln

20 g Pinienkerne

20 g Rucola

drei Zweige Estragon

fünf Zweige glatte Petersilie

drei Zweige Basilikum

1 mittelgroße Zwiebel

1 TL Dijonsenf

Olivenöl, Weißweinessig, Salz, Pfeffer

01-grün  In einem kleinen Topf die Wildreismischung mit 1/2 TL Salz und Wasser nach Packungsanweisung garen (dauert normalerweise etwa 30 Minuten), parallel dazu in einem zweiten, kleinen Topf den Quinoa nach Packungsanweisung zubereiten. Den fertigen Reis und den fertigen Quinoa mit einer Gabel auflockern und auf großen Tellern flach verteilen, dort auskühlen lassen.

02-grün Cranberries mit der Hälfte des Zitronensafts in einer Tasse mischen und durchziehen lassen. Zwiebel schälen, halbieren und in hauchdünne Streifen schneiden. In einer kleinen Pfanne mit 1 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze fünf bis zehn Minuten braten, sie sollten weich sein, an manchen Stellen gerne auch etwas knuspriger. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller auskühlen lassen.

03-grün Mandeln grob hacken und gemeinsam mit den Pinienkernen in der Pfanne rösten, bis die Pinienkerne leicht gebräunt sind. Ebenfalls auf einem Teller abkühlen lassen. Die Kräuter waschen und trockentupfen oder -schleudern, dann grob hacken. Den Rucola waschen und ebenfalls trocknen.

04-grün Den Dijonsenf mit Zitronenschale, dem restlichen Zitronensaft, 5 EL Weißweinessig und 7 EL Olivenöl zu einem Dressing anrühren. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Alle Zutaten in einer großen Schüssel miteinander mischen, das Dressing hinzugeben und mindestens zehn Minuten durchziehen lassen. Hält sich im Kühlschrank mindestens einen Tag, rechtzeitig herausholen, bei Zimmertemperatur schmeckt er am besten!

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Fünf Dinge, die ich auf Sizilien gelernt habe

Ist es ein Kochblog oder doch schon ein Reiseblog? Uuuups, der letzte Blogpost ist schon ziemlich lange her und ging über meine letzte Reise – die aber nur ein kurzer Städtetrip nach London war. Erholung? Hat man da wenig. Ganz anders aber diesmal: In den letzten Wochen war ich, wie ihr vielleicht auf Instagram mitbekommen habt, auf Sizilien.

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Mit einem kleinen schwarzen Mietauto ging es einmal rundum die ganze Insel, zweieinhalb Wochen lang. Jede Menge Zeit und vor allem: jede Menge Mahlzeiten, die die Reisebegleitung und ich an vielen, vielen Tischen in Sizilien bekommen haben. Wir waren in Touri-Restaurants am Strand, haben uns in Catania Minipizzen auf die Hand gekauft, waren zu Gast auf einer Zitronenfarm und wurden Stammgäste bei einem schwäbelnden Italiener mit Holzofenpizza.

1. Ohne Fett geht nix…

Die sizilianische Küche ist deftig, das wussten wir schon im Voraus, doch welche Massen an Fett dort verkocht und verarbeitet werden, konnten wir uns nicht vorstellen. An meinem ersten Abend lagen knappe zwei Kugeln Mozzarella auf meiner Bresaola-Pizza, darauf standen etliche Pfützen aus Olivenöl.

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Frittiertes Essen gehört als Vorspeise fast immer dazu – und in den meisten Fällen haben die Einheimischen um uns herum etwas nicht allzu Sizilianisches vorab bestellt: Pommes frites.

2. …ohne Auberginen geht aber noch viel weniger!

Am liebsten hätte ich meinen Koffer vollgepackt mit großen und kleinen, ovalen und runden, dunkellilanen und hellgestreiften Auberginen vom Markt. Auberginen sind Grundnahrungsmittel auf Sizilien, und selten habe ich so gute und perfekt weich geschmorte Exemplare auf dem Teller liegen gehabt wie dort. Die Aubergine darf in Caponata nicht fehlen, und natürlich nicht in Pasta alla norma – wenn es so etwas wie ein “Nationalgericht” Siziliens geben sollte (dazu gleich mehr), dann dieses Nudelgericht.

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Eine eigentlich simple Angelegenheit, Tomatensauce mit Auberginen und geriebenem Ricotta Salata drüber. Wenn aber die Sauce fruchtig und gleichzeitig hellcremig ist und sich an frische Pasta schmiegt und die Auberginen butterzart fast schon auf der Zunge zergehen und darüber noch frische Kräuter aus dem Garten kommen – dann ist man endgültig im Pastahimmel angekommen. Kein Wunder, dass die Hälfte meiner Abendessen aus Pasta alla norma bestanden. Besonders gut: Auf der Zitronenfarm “Il Pozzo Antico” und im “Buatta” in Palermo.

3. Die eine sizilianische Küche? Gibt’s nicht.

Wie groß Sizilien tatsächlich ist, stand zwar schon im Reiseführer (fast ein Zehntel von Italien, größte Insel des Mittelmeers), aber erst dort haben wir das so richtig verstanden. Mit dem Mietwagen ging es recht fix, 1400 Kilometer Strecke während des Urlaubs zurückzulegen. Für die Küche dort bedeutet das aber – selbst innerhalb von Sizilien gibt’s Unterschiede! Die genannte Pasta alla norma bekommt man eigentlich überall (obwohl sie aus Catania stammt), das war’s dann aber schon.

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Vor allem der Nordwesten um Trapani geht’s sehr fischlastig zu. Fischlastiger als Sizilien ohnehin schon, war für mich dort also etwas schwierig, aber machbar, denn von dort stammt auch das Tomaten-Mandel-Pesto namens Trapanese. Ansonsten waren lange Zeit Araber auf Sizilien, vor allem um San Vito Lo Capo (im Norden zwischen Palermo und Trapani) ist Couscous deshalb auch sehr verbreitet und beliebt, später haben wir davon auf der Karte nicht mehr so viel gesehen.

Die Gegend um Avola ist für ihre Mandeln bekannt, in Bronte am Ätna wachsen Pistazien noch und nöcher – und so landen die beiden Nusssorten auch einmal als Pesto an der Pasta oder sogar mit Sahne als Grundlage auf der Pizza. Wer’s ausprobieren will: ab in die Pizzeria “Fuori Binario” in Avola, und grüßt den schwäbelnden Kellner von uns.

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4. Süß heißt: süßsüßsüß.

Egal ob Cannoli mit Cremefüllung, ob Ricotta-Käsekuchen, oder ob Mandelgebäck und Pralinen: Naschkatzen kommen auf Sizilien nicht zu kurz, können sich aber auf einen ordentlichen Zuckerschub gefasst machen. Mein Fall ist das eigentlich nicht, wenn man aber bei richtigen Zuckerbäckerkönnern gelandet ist, dann wird auch das plötzlich Nebensache.

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Die süßesten Hotspots unserer Reise: Maria Grammatico in Erice, das Caffe Sicilia in Noto, Eis beim Caffe Bruna in Avola.

5. Restaurant okay, Mamma ole!

Wer irgendwie die Möglichkeit und Zeit hat, sollte sich von Restaurants und der Nacht im Hotel zumindest zwischendurch verabschieden – und auf einen Agriturismo ziehen, also auf den Bauernhof. Hier wird oft noch selbst Gemüse und Obst angebaut, das es dann im hauseigenen Restaurant oder zumindest zum Frühstück gibt. Wir waren zu Gast auf einer Farm in Mascali, am Fuß des Ätna – “Il Pozzo Antico”. Der Weg zum Hof führt über eine Schotterpiste, mitten durch Zitronenbäume durch, am Ende steht ein gigantisches Gewächshaus voller Tomaten und im Restaurant kochte für uns die Mamma. Egal welches Nudelgericht, egal welche Pizza, alles war endlich so, wie wir es uns erträumt hatten. Wir blieben an vier von vier Abenden zum Essen dort und ließen es uns gutgehen. Dass die Mamma kein Englisch und wir kaum Italienisch konnten, war egal – Essen verbindet eben.

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Grundsätzliche Tipps noch: Wir sind Ende September gestartet und waren bis Mitte Oktober auf Sizilien unterwegs, eine angenehme Reisezeit – wir hatten zeitweise 30 Grad, aber auch Tage mit 24, an denen man bequem umherfahren und besichtigen konnte. Ein Mietwagen erleichtert, wie überall, vieles, am besten von zu Hause aus buchen. In Bed & Breakfasts kommt man eigentlich überall günstig und gut unter, wir haben meist vor Ort nach einer kurzen Internetrecherche ein bis zwei Nächte im Voraus gebucht. Unsere Route: Palermo – San Vito Lo Capo – Trapani – Agrigent – Avola – Noto – Catania – Ätnaregion – Cefalu – Palermo.

Eine Reise nach London: Tipps für Foodies

Wer uns auf Instagram folgt, weiß schon Bescheid: Ich war vor gut einem Monat in London. Gemeinsam mit Michi war ich 2010 schon einmal dort, damals habe ich den Großteil der Touri-Must-haves schon abgearbeitet. Diesmal lief also alles ganz ohne Stress, ohne lange Warteschlangen vor Sehenswürdigkeiten, ohne Programm, dass es abzuarbeiten ging.

Und wie es also so läuft, wenn eine Foodbloggerin mal Zeit hat, artet eine Reise schnell aus. Nämlich zu einer kulinarischen Entdeckungstour. Meine Begleitung erwies sich als ähnlich getaktet in Sachen Koffeinbedarf, Spazierkondition und Heißhunger – perfekte Voraussetzungen also, um sich wie die Raupe Nimmersatt einmal durch die britische Hauptstadt zu futtern.

Frühstück bei Pret a Manger

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Wir haben in der Wohnung einer Freundin gewohnt und hätten uns zwar auch dort morgens Frühstück machen können. Gratis WLAN und akute Wanderlust trieben uns aber eigentlich immer recht früh nach draußen – direkt an die Tische dieser großen Coffeeshopkette. Die hat dafür aber auch passables Frühstück, das für Londoner Verhältnisse auch noch bezahlbar ist. Für eine Ladung Porridge, frischen Obstsalat und einen großen Kaffee zahlt man umgerechnet knapp zehn Euro – ein Schnäppchen. Die Filiale an der Tube-Station South Kensington wurde so zu unserem Frühstücksraum, einen Platz bekommt man da eigentlich immer – und kann ganz nebenbei durchs große Schaufenster all die schicken Londoner im noblen Viertel beobachten.

Pret a Manger // überall in London, z.B. 15 Old Brompton Road, South Kensington

Mittagessen bei Leon

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Wieder so ne Kette, ja hat die Frau nur Fast Food gegessen? Naja, nicht ganz. Leon kennt man vor allem von den diversen Kochbüchern, die unter dem Slogan “Natural Fast Food” vollgepackt mit gesunden Alternativen sind. Zum Beispiel gibt’s darin das Rezept für Salat mit Quinoa und Avocado, mittlerweile eines meiner Lieblingsgerichte im Sommer. Ich bereite mir den bestimmt alle ein bis zwei Wochen einmal zu. Und jetzt wollte ich natürlich wissen: Wie schmeckt der “Superfood Salad” im Original? Würze ich überhaupt richtig?

Ja, ich würze richtig, und ups: Meine Portionen sind deutlich größer als die im Laden. Dafür gibt’s in den diversen Leon Filialen gesundes Mittagessen, das aber leider nicht allzu lange vorhält, wenn man auf den verspäteten Flieger in Heathrow wartet – oder den ganzen Tag auf Städtetour ist. Macht nix – so bleibt genug Platz im Magen für was Süßes…

LEON // mehrere Standorte, z.B. 275 Regent Street, Marylebone

Kuchen in der Hummingbird Bakery

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…zum Beispiel für Cupcakes! Die Filiale in South Kensington ist quietschpink und schokobraun, genau wie die Backbücher. Hinter der Vitrine stapeln sich die Cupcakes, daneben gibt es noch mehrlagige Buttercremetorten. Am meisten gekauft und bestellt: Red Velvet Cake. Sagte uns zumindest die Verkäuferin. Und während wir so unseren Kuchen aßen, kamen etliche Leute, die üppig verzierte, vorbestellte Red Velvet Cakes für Geburtstage abholten.

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Uns war das Stück dann doch zu krass, ich habe mich stattdessen für einen “Cookies & Cream Cupcake” entschieden. Dank des Oreo Cookie Cheesecakes weiß ich, dass die Kombi eigentlich immer funktioniert – und ja, das tat sie auch. Eine echte Zuckerbombe!

The Hummingbird Bakery // mehrere Standorte, z.B. 47 Old Brompton Road, South Kensington

The Good Life Eatery

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In der Sloane Street haben wir beim Sonntagsspaziergang dieses kleine Café entdeckt, das mit jeder Menge veganen Frühstücksvarianten uns wie magisch hineingezogen hat. Am nächsten Morgen hatten wir richtig britisches Regenwetter, irgendwie war mir von innen heraus richtig kalt und es war alles trüb und grau und überhaupt – Zeit für Soulfood. Das Quinoa Porridge der Good Life Eatery war da genau richtig, hat von innen warm gemacht und vor allem satt. Das Porridge war mit Mandelmilch gemacht und absolut köstlich – für die Begleitung gab es griechischen Joghurt mit hausgemachtem Granola, das ebenfalls überzeugt hat.

The Good Life Eatery // 59 Sloane Avenue, Chelsea

Honest Burgers

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Bis auf den Kuchen habt ihr bisher vor allem die gesunde Seite unseres London-Trips gesehen, jetzt kommt die ganze Wahrheit. Wir sind ja tatsächlich ziemlich viel gelaufen, mehr als 60 Kilometer in vier Tagen. Das bedeutete: Abends waren wir komplett ausgehungert. Da kamen Burger gerade recht, zum Beispiel von Honest Burgers, einem der besten Läden dafür in London. Mitten in Soho, in einer kleinen Seitenstraße, werden dort köstliche, simple Burger serviert, dazu feines rotes Coleslaw mit Apfel und göttlich gute Pommes. Lange Sitzenbleiben darf und kann man allerdings nicht, sobald man mit dem Essen fertig ist, kommt auch schon die Rechnung – denn die nächsten Ausgehungerten warten schon auf den Platz.

Honest Burgers // 4A Meard Street, Soho

The Star of Bethnal Green

Echte Pub-Kultur muss natürlich auch sein, wir sind dafür raus aus dem schicken Westen ins hippe East London gefahren – dort ist London weniger posh, ein bisschen mehr Berlin als München und deutlich multikultureller. Eine andere Welt irgendwie, in der ein ziemlich cooler Pub steht: The Star of Bethnal Green. Der Laden ist wohl für seine Karaoke-Abende bekannt, den haben wir verpasst. Stattdessen gab’s gute Musik und Crossover-Kitchen. Denn als wir dort waren, hat gerade das Team der Pop-Up-Küche “White Men Can’t Jerk” die Küche übernommen und eine Mischung aus Pub Food und Karibik serviert. Auf meinem Teller landete so ein Jerk Chicken Burger mit fruchtig-scharfer Salsa, der sehr gut war – über das Essen im “Star” lässt sich so ansonsten natürlich nichts sagen. Immerhin: Das Barteam war cool drauf, die Drinks haben gepasst, die Stimmung auch.

The Star of Bethnal Green // 359 Bethnal Green Road, Bethnal Green

Muriel’s Kitchen

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Am Tag nach dem Besuch im “Star of Bethnal Green” brauchten wir Frühstück. Richtiges Frühstück. Ohne Kaffee aus Pappbechern, nein, wir wollten was Anständiges – und sind in South Kensington einfach mal gegenüber von Pret a Manger eingekehrt, in “Muriel’s Kitchen”. Der Laden sieht aus wie die Küche in einem alten Landhaus, Shabby Chic pur, rustikale Möbel, bunt glasiertes Porzellan. Wir wurden vom Kellner außerordentlich freundlich begrüßt und sofort an einen Zweiertisch direkt am großen Schaufenster verfrachtet. Bestellt haben wir uns dann ein “Champions-Frühstück”, bestehend aus pochierten Eiern auf Avocado und Honig-Chili-Vinaigrette auf geröstetem Sauerteigbrot. Dazu noch ein Brotkorb – nein, eher einen Brotblumentopf – mit roter Marmelade. Köstlich köstlich, das erste pochierte Ei meines Lebens, zum ersten Mal die vielgelobte Avocado-Ei-Kombi ausprobiert – und eine echte Inspiration fürs nächste Katerfrühstück daheim!

Muriel’s Kitchen // mehrere Standorte, u.A. 1-3 Pelham St, South Kensington

Bagels mit Mango und Räucherlachs

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Lust auf Bagels? Hier kommt was Neues.

Die Kombination von Mango und Räucherlachs ist bei mir seit einigen Monaten der absolute Renner – wer‘s nicht glaubt, darf es ruhig ausprobieren! Normalerweise gibt es den Lachs als Carpaccio mit Mangoscheiben und einer Senf-Orangen-Sauce. Ich sage euch: das ist die ideale Bereicherung für ein sonntägliches Frühstück oder einen Brunch. Neulich hatte ich spontan die Idee, daraus noch eine „rundere“ Sachen zu machen: daher die Bagels. Und so geht’s:

Mangoscheiben

Für 4-5 Bagels

200 g Räucherlachs

½ Mango

100 g Frischkäse

2-3 TL Senf, nach Geschmack mehr

etwas Zitronensaft

Salz, Pfeffer

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Bagels halbieren und die Hälften toasten, etwas abkühlen lassen. Aus dem Frischkäse und dem Senf eine Creme rühren, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Von der Mango eine Hälfte seitlich am Stein vorbei abschneiden und schälen, ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden.

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Je beide Bagelhälften mit der Frischkäsecreme bestreichen. Lachs- und Mangoscheiben auflegen und Bagel zusammensetzen. Tipp: vor dem Servieren einmal längs durchschneiden, so lässt er sich leichter essen. eat it. love it.

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Müsli Orphée oder: Frühstück für die Beerenzeit

Ich gebe es ja zu: Eigentlich plane ich ja gerade, wann ich denn die Saison noch in die Berge zum Skifahren komme. Auch wenn wir diese Woche so etwas wie Frühlingsluft schnuppern konnten – es ist erst Mitte März. Gerade noch Winter. Und etwas früh für Erdbeeren, zugegeben. Trotzdem hatte ich dieses Jahr schon zweimal Glück mit Erdbeeren aus Spanien, nicht wässrig, vollreif, einfach richtig gut. Und deshalb eröffne ich hiermit vorzeitig die Erdbeersaison – nur für dieses Müsli hier.

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Stellt euch Birchermüsli vor, cremig, schlotzig, süß, fruchtig. Das Ganze noch mit frischem Erdbeerpüree – und ihr könnt in etwa ahnen, wie das “Müsli Orphée” so schmeckt. Entdeckt habe ich es bereits vor einiger Zeit in Nicole Stichs Kochbuch “Sweets”, darin schreibt sie, dass es das Müsli immer in einem Café in Regensburg gab. Wie so oft kam ein Lesezeichen auf die Seite, aber nachgemacht habe ich das Müsli nie. Als ich dann letztens mit Amelie beim Frühstücken im Café Lollo Rosso (nicht in Regensburg, sondern in München-Haidhausen) war, stand da auf der Karte: Müsli Orphée. Wir haben bestellt, und was soll ich sagen – es war Liebe.

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Sobald ich reife Erdbeeren im Supermarkt entdecke, gibt es seitdem bei mir Müsli Orphée als Luxus-Frühstück. Im “Lollo Rosso” hatte ich auch schon eine Variante mit Himbeeren, beim letzten Mal lagen ein paar Blaubeeren mit in der Schüssel. Die Beerensaison könnt ihr also komplett für Orphée satt nutzen. Wer es morgens eilig hat: Einfach am Abend vorher zubereiten, im Kühlschrank Bircher-like durchziehen lassen – und sich morgens im Müslihimmel wiederfinden.

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für zwei Portionen

80 g Haferflocken

160 ml Vollmilch (alternativ: Mandelmilch probieren!)

40 ml Sahne

10 Erdbeeren (ca. 160 g)

1 süß-saurer Apfel (z.B. Braeburn, Granny Smith)

gehackte Mandeln

Honig zum Süßen

01-grün Haferflocken mit Milch und Sahne mischen und quellen lassen. Erdbeeren putzen, etwa drei Viertel davon mit einem Mixer fein pürieren. Das Püree unter die Haferflocken mischen. Apfel waschen und die Hälfte davon grob reiben, die andere Hälfte in feine Stifte schneiden. Beides unter das Müsli rühren und mindestens zehn Minuten quellen lassen.

02-grün Restliche Erdbeeren kleinschneiden. Das Müsli mit Honig abschmecken. Auf Müslischälchen verteilen und mit den Erdbeeren und Mandeln garnieren. eat it. love it.

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