Review: Starbucks Cake Pops

Kleine Kuchenknödel am Stiel mit einer Hülle aus Streuseln: das sind Cake Pops, der letzte Schrei  im angloamerikanischen Raum. Und fast alles was da herkommt, landet bekanntlich irgendwann bei uns. Wir haben die Cake Pops von Starbucks für euch getestet und sind dabei mehrfach fast vom Stuhl gefallen.

Die Fakten
Ein Cake Pop bei Starbucks wiegt genau 44 Gramm. Es gibt ihn in den Sorten Mandel, Kokos und Himbeere. Die ziemlich genau golfballgroßen Bällchen sind auf einen Papierspieß gesteckt, wie man ihn vielleicht noch von kleinen Lutschern kennt. Sechs Stück finden in einer kleinen Faltschachtel Platz, bei der oben die Stiele durch einen Schlitz herausschauen.

Oh, und da ist ja schon die erste Gelegenheit für uns, vom Stuhl zu fallen: der Preis. Ein Cake Pop kostet einzeln 1,85 Euro. Etwas günstiger wird es beim Kauf von zwei oder sechs Stück, sodass ein Stück “nur noch” 1,70 bzw. 1,49 Euro kostet. Ganz schön viel für so ein kleines Bällchen am Spieß. Das sind halt doch zwischen drei und vier Euro pro 100 Gramm. Was kostet noch so viel? Richtig, Rinderfilet.

Beim Brennwert geht’s weiter. Kaum wieder auf dem Stuhl, schon gerät der wieder ins Wanken.  Auf der Website von Starbucks Deutschland gibt es zu Nährwerten zwar leider nichts zu erfahren, aber eine kurze Suche auf der internationalen Seite bringt Gewissheit: der Knödel ist eine Mini-Kalorienbombe. Wir rechnen mit 180 bis 200 Kilokalorien. Ein kleiner Vergleich: 100 Gramm der Schokosahnetorte von Coppenrath und Wiese haben 298 Kilokalorien – 100 Gramm Cake Pop über 400. Dass die Dinger klein sind, heißt also nicht, dass sie auch als leichter Snack durchgehen.

Der Geschmack
Das Himbeerbällchen sieht eigentlich echt drollig aus – es ist ein wenig kleiner als die anderen, was auf eine höhere Dichte schließen lässt, außen ist es von quietschpinkem Kristallzucker umhüllt. Klingt stark nach einem Produkt für Mädchen mit Prinzessinnen-Komplettoutfit. Ein Biss hinein, und: Enttäuschung. Was ist das? Der Knödel ist primär pappsüß und wirkt aromatisch sehr künstlich. Der Teig ist batzig, sieht nicht fertig aus und hat selbst keinen nennenswerten Geschmack. Die Zuckerkörnchen knirschen zwischen den Zähnen, was vielleicht erst mal ganz nett ist, aber dann extrem lästig (Kommentar Michi: ich mag ja auch gezuckerten Milchschaum, aber das ist ‘too much’.) Tinas Meinung fasst unseren Geschmackseindruck zusammen: “total bäh.” Die Kombination aus enttäuschendem Geschmack und der Tatsache, dass der Knödel Prinzessinnenoutfits schnell zu klein werden lässt, veranlasst uns zum Fazit:

Der Cake Pop mit Mandeln schaut absolut lecker aus: er ist umhüllt von grobem Mandelschrot und hat eine schöne Farbe. Beim ersten Zubeißen fällt er leider vom Stiel, was damit zusammenhängen könnte, dass zwischen Kauf und Verzehr ungefähr eine Stunde vergangen ist. Geschmacklich ist er jedoch hervorragend: das Mandelaroma ist natürlich und kräftig, der Teig ist fluffig und mit weiteren Nussstückchen durchsetzt. Dieser Cake Pop isst sich tatsächlich wie ein kleiner Kuchen, der auch noch gut zum Kaffee passt. Nach der Enttäuschung über den Himbeer-Cake-Pop sind wir begeistert und vergeben:
bis

Schließlich der Kokos-Knödel. Er ist gleich groß wie die Mandel-Variante, aber von Kokosflocken bedeckt . Tina stellt folgerichtig fest, dass er aussieht wie Raffaello. Er schmeckt nur ganz anders: das Aroma kommt ausschließlich von den Kokosflocken und wird durch eine ordentliche Portion Zucker gestützt. Der Geschmack erinnert Michi an das Innere von Bounty-Schokoriegeln. Wir stellen fest: eigentlich zu süß, um noch angenehm sein zu können. Der Teig ist aber auch hier fluffig und auch hier fällt das Bällchen wieder vom Stiel. Wir finden schade, dass diese Sorte so süß ist, dass man sie eigentlich gar nicht genießen kann, daher:

Der Teig ist fluffig, aber vom Stiel gefallen.

Das Fazit
Die Idee kleine Kuchen am Stiel anzubieten ist grundsätzlich super – der hohe Brennwert der Cake Pops macht aber den Wunsch nach einer kleinen Portion zum Kaffee zunichte. Geschmacklich kann nur eine der drei Sorten überzeugen und macht den hohen Preis nur umso erstaunlicher.

Kommentare
2 Kommentare to “Review: Starbucks Cake Pops”
  1. Isabel sagt:

    Hallo ihr Cake pops Tester:))))wollte mich kurz zu wort melden und sagen das ich es sehr schade finde das ihr so enttaeuscht wurdet,von eurem ersten cake pop erlebnis.das der erste cake pop innen zu weich war liegt sicher nicht daran das der teig nicht genug gebacken war sondern vielmehr das man unter den kuchenteig zuviel frosting gemischt wurde,welches man benutzt um die dinger formbar zu machen:)))

    das die dinger vom stiel fallen darueber hat man sich bei mir auch gott sei dank noch nicht beschwert und auch geschmacklich kommen meine popys immer super an.

    vielleicht haettet ihr ein paar mit ganz viel liebe gemachte aus ibiza essen sollen ,dann waere euch eine enttaeuschung erspart geblieben.

    kalorien>>naja das lassen wir mal im raum stehen,ich habe selber die kalorien noch nicht errechnet,wer davon an einer party etc ein bis zwei isst wird am naechsten tag nicht gleich 5 kilo mehr auf den hueften haben,von daher…who cares:)))

    In dem sinne,suesse gruesse,

    Isabel.

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Was andere darber sagen...
  1. [...] Cake Pops sieht man hierzulande erst selten, in den USA sind sie in den trendigen Food Blogs allgegenwärtig und sogar Starbucks hat sie inzwischen ins Programm genommen – zum stolzen Preis von umgerechnet 1,85 Euro pro Stück und mit eher bescheidenem Geschmackserlebnis. [...]



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