Letzte Woche gab es für mich eine große Premiere – ich durfte zum ersten Mal überhaupt ein Blogevent besuchen und auch noch bei Vapiano hinter die Kulissen gucken. Das Marketing Team um Jana und Kathrin hat nämlich zum Vapiano Blogger-Kochen in die Münchner Filiale am Bahnhof Pasing eingeladen. Ich war die einzige Foodbloggerin, mit dabei waren dafür drei herzallerliebste Damen aus der Fashionsparte, die nicht minder koch- und foodbegeistert am Wok und am Pizzacounter standen.

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Noch bevor die Filiale regulär öffnet, waren wir schon da – um neun Uhr morgens hat uns Jana aus der Bonner Vapianozentrale erwartet, währenddessen waren die Vapianisten schon voll in der Vorbereitung für den Tag. Nach für nach trudelten die anderen Bloggerinnen, Alice, Anne und Conny, sowie Kathrin vom  “Achtung” PR-Team ein. Die Völlerei konnte beginnen, und ich frage mich immer noch, wie ich ernsthaft auf die Idee kam, etwas zu frühstücken…schon zur Besprechung gab es erst einmal frische Croissants und eine Antipastiplatte. Danach haben wir unsere eigenen roten Vapiano-Schürzen bekommen und durften gleich an den Wok. Dabei gab’s ein wenig Hilfe von Koch und Restaurantleiter Matthias.

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Hiermit möchte ich mich aufrichtig bei allen Vapianisti entschuldigen, denen ich bei meinen Specialreviews je angekreidet habe, etwas vergessen zu haben oder die ich mit knurrendem Magen verwünscht habe, weil sie nicht schneller gemacht haben. Die Arbeit hinter dem Wok ist gar nicht einfach. Jeder Schritt ist für jedes Gericht genau vorgetaktet. Wir haben erst einmal alle Pasta Salvia Piccante gekocht und dafür auch eine Rezeptversion für Mitarbeiter bekommen. 150 Sekunden hat ein Vapianist normalerweise Zeit für das Gericht, Anne und ich haben mit Sicherheit mindestens doppelt so lang gebraucht. Die Zucchini wären mir fast angebrannt und zwischendurch ist meine Sauce zu kalt geworden, weil ich die Gemüsebrühe nicht kreisförmig in den Wok gegossen habe, sondern in einem Schwall in die Mitte. Bisher habe ich das immer für Effekthascherei gehalten, Matthias sei Dank weiß ich nun: beim Herunterlaufen werden Brühe und Öl schon heiß und der Garprozess wird so nicht unterbrochen. Als er das Gericht später noch einmal für uns alle gekocht hat, hat das trotz gleicher Zutaten und Vorgehensweise einfach viel besser geschmeckt. Im Vergleich zu meiner Version ist mir nun klar: mehr Mut zu Salz und Pfeffer!

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Im Anschluss daran haben wir einen Ausflug an den Pizzabereich gemacht. Dort hat uns Matthias gezeigt, wie man richtig Pizzateig auseinanderzieht. Nämlich: Teiglinge flach drücken, mit viel Mehl dazwischen aufeinanderlegen und als Stapel auseinanderziehen. Das Feintuning gibt’s danach beim Ziehen über den Rand der Arbeitsfläche (wie bei Strudelteig) und vor allem in der Disziplin des KunstvolldurchdieLuftwirbelns, an der ich mich mal lieber nicht versucht habe.

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Bei der Gelegenheit gab’s natürlich ganz viele Blicke hinter die Kulissen – bis auf das Brot wird alles frisch in den Filialen zubereitet, sogar die Eier für den Nizza-Salat kocht das Team am morgen in einem großen Wok. Leider hat sich der Akku meiner Kamera (den man ja nur alle Jubeljahre mal aufladen muss…) während des Events verabschiedet, deshalb habe ich dann mit meinem iPhone weiterfotografiert. Weitere Fotos findet ihr natürlich auf den anderen drei Blogs. Vielen Dank auch an Jana, von ihr stammen die Fotos, auf denen ihr mich auch mal zu Gesicht bekommt :)

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Als kleines Geschenk gab’s noch einen Home Cup, einen Nachschub an Vapiano-Gewürzen und die rote Schürze zum Mitnehmen. Vielen Dank nochmal an das Vapiano-Team für den tollen Tag bei euch in Pasing! Und für euch hat Jana vom Vapiano-Team mir netterweise unsere Rezepte für den Tag, Pasta Salvia Piccante und Pasta Estiva, als PDF zur Verfügung gestellt. Einfach downloaden und selbst einmal probieren!

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Ein Gruß von Vapiano: der Home Cup

Vapiano hatte Geburtstag – und wir sollten mitfeiern! Haben wir aber nicht. In einer “Blogparade” sollten Blogger darüber berichten, wie sie zum ersten Mal bei Vapiano waren. Nette Idee, doch weder hatten wir zu dem Zeitpunkt Zeit für einen solchen Blogeintrag, noch (und das ist wichtiger) konnten wir uns an unser erstes Mal bei Vapiano erinnern. So viel sei gesagt: es war noch zu Zeiten, an denen man im Münchner Vapiano in den Fünf Höfen am Samstagabend nicht fast eine Stunde für Pasta anstehen musste und auch kein Problem hätte, danach noch einen Sitzplatz zu finden. Dennoch ist letzte Woche Post bei uns eingetrudelt – als Belohnung für den Blogpost sollte es für jeden von uns einen der neuen “Home Cups” geben, und die haben wir nun trotzdem erhalten.

Vapiano Home Cup

Die Idee, in unterschiedlichen Städten unterschiedliche Tassen mit eigenem Städtedesign zu verkaufen, ist ja nun wirklich nicht neu. Es gibt da noch so eine amerikanische Kaffeehauskette – ach, wie hieß sie gleich nochmal…ahja, genau die, die diese komischen Küchlein am Stiel verkaufen – die das seit sehr langer Zeit weltweit erfolgreich betreiben. Die Variante für uns Münchner ist dunkelgrün und mit einem Löwen bedruckt, der gerade eine Spaghetti schlürft. Tina hasst eigentlich die Farbe dunkelgrün und sie ist von Geburt an Fan des FC Bayern München. Sie fühlt sich mit diesen Tassen also nicht getroffen, aber das ist ja nun wirklich ihr Problem :D

Vapiano Home Cup

Hier könnt ihr euch durch die Städtedesigns durchklicken (unsere Favoriten: New York und Nürnberg!), es gibt Städte, die es deutlich besser, aber welche auch, die es unserer Ansicht nach schlechter getroffen haben, als wir mit unserem Löwen. Ein Wolpertinger wäre ein echter Insider für alle Bayern gewesen, aber zumindest aus offizieller Sicht war der Löwe sicherlich die bessere Wahl. Die Tassen haben keine Henkel sind und sind deshalb eher Keramikbecher, wir finden das aber eigentlich ganz schick. Laut Verpackung passen 250ml hinein und sie sollen spülmaschinenfest sein – das wird unser automatischer Langzeittest ergeben. Zu haben sind sie bei Vapiano für 8,50€

Vapiano Home Cup

Mit dabei im Paket waren außerdem ein sehr netter Brief vom Vapiano-Team, ein paar Luftschlangen zum Geburtstag und noch zwei Mal Schokolade am Stiel für heiße Schokolade. Tina hat beim Anblick der Stiele zunächst entsetzt Cake Pops befürchtet und dann erleichtert aufgeatmet. In diesem Sinne, unser Fazit: wer noch keine Ahnung hat, was er sammeln soll und noch viele Tassen braucht, der könnte seine Freude an den Home Cups haben – allerdings ist Vapiano bisher nicht so verbreitet wie Starbucks, sodass dieser Plan nicht für jedes Reiseziel aufgehen dürfte. Wir hätten uns statt der Tassen lieber etwas mit Bezug zum “Kerngeschäft”, also Pizza oder Pasta, gewünscht. Dennoch: alles Gute nachträglich zum Geburtstag!

Anmerkung: falls aus diesem Blogeintrag nicht genügend hervorgegangen: Vapiano hat uns die Home Cups kosten- und bedingungslos zukommen lassen.

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, sind unsere Special-Reviews rar geworden. Die Gründe sind ganz Einfache: a) haben wir nicht mehr ganz so viel Zeit, zu Beginn jeder Specialrunde sofort im Vapiano für euch alle Specials durchzuprobieren, b) ist uns aufgrund von Vorkommnissen in einer bestimmten Münchner Filiale zumindest an dieser die Lust vergangen und c) haben wir festgestellt, dass die Preise einfach ordentlich angezogen haben und für uns nach vielen Enttäuschungen in keiner Relation mehr zu den Specials standen.

Da jedoch einmal im Jahr eine Specialrunde mit Mitarbeiterspecials ist, und wir diese im letzten Jahr zur besten Specialrunde aller Zeiten auserkoren haben, haben wir es kurz vor Ende der aktuellen Runde doch noch ins Vapiano Fünf Höfe in München geschafft und wollen euch zumindest eine kurze Einschätzung einiger Gerichte präsentieren. Bis Mittwoch habt ihr noch Zeit, euch selbst von den Kreationen zu überzeugen. Vorab: es ist immer wieder schön zu sehen, dass die Vapianisti selbst mit den kreativsten Ideen des Jahres aufwarten – wir zumindest konnten uns gar nicht entscheiden, was wir denn nun essen sollen.

Die Pasta Cervo con Salsa al Vino Rosso ließ Tinas Herz höherschlagen: es ist Zeit für Hirsch! In der Beschreibung klang das Gericht  nach ganz viel Aroma, und man bekommt tatsächlich eine wunderbar herbstliche, herzhafte Pasta serviert. Der Hirschrücken war butterweich, das Gemüse und vor allem die Pilze haben wunderbar dazu gepasst. Fast schon stilecht gehörten die Preiselbeeren dazu, das war es jedoch schon mit den Aromen eines typischen Wildgerichts: eine Spur Wacholderbeere, Nelke oder Piment hätten den Hirsch sicher gestützt, so war nicht ganz klar, welchen Mehrwert das Fleisch allein für das gesamte Gericht liefern sollte – Rind hätte es in dieser Kombination wohl ebenso getan. Auch etwas mehr Wein und weniger Verwässerung durch Sahne und Brühe hätten der Sauce gut getan. Dennoch: ein würdiger Nachfolger für Tinas Liebling vom letzten Jahr, Pasta Autunno Colorato!

PASTA CERVO CON SALSA AL VINO ROSSO
von Jörg Kauböck aus dem Vapiano Duisburg
Hirschrücken mit frischem Rosmarin angebraten, Zucchini, Karotten, frische Pilze und weiße Zwiebeln in einer cremigen Sauce mit einem Hauch Tomate, Rotwein, Preiselbeeren und auf Wunsch mit unserem hausgemachten Knoblauchöl. Mich gibt’s auch vegetarisch.

Wieso ist noch niemand früher auf die Idee gekommen, eine Art Pizza Hawaii mit Curry zu machen? Die Kombination ist einfach sagenhaft! Wir haben uns für die vegetarische Variante ohne Huhn entschieden und können euch versichern: die Pizza hat auch so geschmeckt. Die Zwiebeln geben einen herzhaften Konterpart zum frisch-fruchtigen der Ananas-Curry-Connection. Leider geriet unsere Pizza, wie es weiße Pizzen ohne Tomatensaucen gerne mal tun, etwas trocken (oder auch besonders knusprig, je nachdem…) , geschmacklich wäre das ansonsten vielleicht sogar eine Kreuzung aus Curry, Pizza und Flammkuchen geworden. Dennoch: auf jeden Fall zu empfehlen!

PIZZA POLLO CON CURRY
von Katharina König aus dem Vapiano Heilbronn
Unsere hausgemachte Pizza mit Currysauce, Mozzarella, roten Zwiebeln, frischer Ananas und Hähnchenwürfeln, vollendet mit Currypulver.

Hach, ein Klassiker unter den Vapiano-Specials: man nehme Pasta mit halbgetrockneten Tomaten, dazu Zucchini, ein paar typische Pastazutaten und Kräuter, die den Ton angeben sollen, fertig ist ein neues Special. Wie gut, dass wir die Beschreibung vor der Bestellung nicht so genau gelesen haben, wir hätten uns wohl aufgeregt. Optisch sieht Pasta Pollo Nell’Orto wunderbar herbstlich aus, geschmacklich jedoch war sie leider ziemlich enttäuschend. Vom Salbei hat man nichts geschmeckt, die Sauce war eine ungebundene Mischung aus Gemüsebrühe und Öl, in der vom Weißwein (mit dem sichtbar abgelöscht wurde) jedoch ebenso nichts zu schmecken war. Feurige Chili? Leider auch hier Fehlanzeige. Selbst nach ordentlichem Nachwürzen ist auch die Schärfe auf der Strecke geblieben. Sehr schade, denn in der Beschreibung klingt das Special im Nachhinein ganz wunderbar.

PASTA POLLO NELL’ORTO
von Lukas Wiede aus dem Vapiano Braunschweig
Unsere frische Pasta mit Hähnchenwürfeln, frischen Pilzen, Zucchini, weißen Zwiebeln, knackigen Pinienkernen, feurigem Chili, halbgetrockneten Tomaten und Salbeiblättern in einer leichten Sauce, abgelöscht mit Weißwein. Passt besonders gut zu unseren hausgemachten Campanelle.

 

 

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Nachgekocht: Pasta Tacchino Piccante

Süß und scharf ist eine Kombination, die ich ohnehin sehr sehr gerne mag. Beim Thai Curry ohne Palmzucker fehlt für meine Geschmacksknospen einfach etwas. Noch besser wird’s für mich, wenn fruchtige Aromen im Spiel sind – ihr könnt euch also vorstellen, wie gerne ich bei Vapiano Pasta Tacchino Piccante mit Huhn, Gemüse und Chili-Orangen-Sauce esse. Schon beim ersten Mal hat die Sauce mich direkt an die bekannte Sweet Chili-Saucen als Dip zu Frühlingsrollen erinnert, dazu fruchtige Orangenaromen.

Beim Experimentieren habe ich es anfangs besonders gut gemeint und den Orangensaft für die Sauce aus frischen Orangen selbst gepresst – großer Fehler! Die Orange war dabei viel zu vorherrschend, noch dazu hatte ich ein paar eher saure Exemplare erwischt. Deshalb: nehmt guten Gewissens Orangensaft aus dem Tetra Pak und schmeckt damit eure Sauce ab, sie wird’s euch danken und ist immer noch fruchtig genug. Bei meinen Recherchen bin ich auf allerlei Versionen gestoßen, die erfolgversprechendste war die, die ein ominöser englischsprachiger User im Forum von chefkoch.de gepostet hat. Ich habe sie leicht abgewandelt und finde, dass sie dem Original ziemlich nah kommt.

für zwei Personen:

200 g Nudeln

100 g Sweet Chili Sauce

100 ml Orangensaft

1/2 TL geriebener Ingwer

1 TL Speisestärke

75 ml Gemüsebrühe

1 kleine Karotte

1 kleine rote Paprikaschote

1 Baby Pak Choi oder 1/2 Pak Choi

200 g Hühnerbrustfilet

  Hühnerbrustfilet waschen und trockentupfen, in Würfel mit etwa 1,5cm Seitenlänge schneiden. Gemüse putzen, Karotten und Paprika in dünne Streifen schneiden. Pak Choi-Blätter vom Strunk lösen, welke Stellen abschneiden, mit kaltem Wasser abbrausen und ebenfalls quer in Streifen schneiden.

Ein etwa drei Zentimeter langes Stück Ingwerwurzel schälen und fein reiben. Sweet Chili Sauce in einem kleinen Topf aufkochen, derweil die Speisestärke mit etwas Orangensaft anrühren. Wenn die Chilisauce kocht, Stärke und Orangensaft dazugeben und auf niedriger Hitze drei Minuten köcheln lassen. Den geriebenen Ingwer dazugeben und nach eigenem Geschmack mit noch mehr Chilisauce oder Orangensaft abschmecken. Sollte sie euch danach wieder zu flüssig werden, einfach nochmal etwas Stärke anrühren und die Sauce damit nochmals aufkochen. Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln bissfest kochen.

  Währenddessen Hühnerbrustwürfel im Wok mit etwas Öl etwa vier bis fünf Minuten braten, nach der Hälfte der Zeit wenden. Das Fleisch herausnehmen und salzen, Karotten im Wok andünsten. Nach zwei Minuten die Paprika und den Pak Choi hinzufügen und zwei Minuten mitdünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen lassen und nach einer weiteren Minute die gebratene Hühnerbrust sowie die Orangen-Chili-Sauce dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die leicht abgetropften Nudeln unterrühren. eat it. love it.

Pak Choi gibt’s in sehr gut sortierten Supermärkten oder an der Frischetheke im Asia-Laden. Oftmals liest man, dass man ihn “gut” durch Mangold ersetzen könne, ich finde das überhaupt nicht. Sie sehen sich zwar sehr ähnlich, schmecken jedoch unterschiedlich – und laut Wikipedia ist Mangold eine Rübe und Pak Choi ein Kohl, wo soll da schon ein ähnlicher Geschmack herkommen? Ich habe Pak Choi deshalb lieber weggelassen, wenn ich ihn nirgendwo auftreiben konnte.

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Frisch vom Kiosk: “LECKER Trattoria”

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich euch eine Kaufempfehlung für das Italien-Spezial der essen&trinken gegeben – am Donnerstag hat LECKER nachgezogen und ein Spezialheft “Trattoria” an den Kiosk gebracht. Ursprünglich wollte ich mir das Heft nicht kaufen, bisher konnte ich einfach noch nicht allzu viel mit der LECKER anfangen. Aber dann hat mich ein ganz eindeutiger Hinweis auf dem Cover doch zum euphorischen Kauf bewegt: in der Ausgabe sind mehrere Originalrezepte von Vapiano, genauergesagt: ehemalige Specials, enthalten! Beim Durchblättern daheim habe ich den Kauf gleich noch weniger bereut, denn fast jedes Rezept im Heft möchte ich jetzt sofort nachkochen. Sofort!

Das Layout wirkt auf vielen Seiten sehr liebenswert im Vintage-Style, das gefällt mir absolut. Manche Seiten sind mir persönlich leider etwas zu wirr und chaotisch aufgebaut, da weiß man gar nicht, wo der Blick zuerst hingehen soll. Die Rezepte wirken beim ersten Durchlesen nicht allzu schwer, vor allem aber praktikabel und auf gute Geschmacksträger ausgerichtet. Ich bin sicher, dass sich viele Rezepte auch noch nach einem mittelschweren Arbeitstag noch zaubern lassen.

Dem Feiertag sei Dank habe ich mich dann für ein Rezept entschieden, das ich auch mit meinen heimischen Vorräten kochen konnte – ein Ex-Vapiano-Special, Pasta Salvia piccante mit Marsala, Salbei, rohem Schinken und Tomaten. (Einwurf von Michi: warum eigentlich schon wieder “piccante”?!) Der Salbei in meinem Balkonkasten wartet nun ohnehin schon zwei Wochen auf seinen ersten Einsatz Und statt der obligatorischen “halbgetrockneten Tomaten” habe ich einfach mal wieder ofengetrocknete Tomaten gemacht. Die Anweisungen im Rezept haben gepasst und ich habe die angegebene Zubereitungszeit von 20 Minuten sogar noch unterboten – bis die Casarecce al dente waren, war die Sauce in der Pfanne daneben auch schon fertig. Geschmeckt hat es ganz großartig, deshalb gibt es jetzt schon einmal eine Kaufempfehlung von mir.

Daneben sind noch unter Anderem “Pasta Salmone del Sole” und “Pasta Estiva” im Heft vertreten, die ja beide bei unseren Special-Verkostungen gut abgeschnitten haben. Doch auch das Canneloni-Rezept vom Cover sieht einfach zum Dahinschmelzen aus, und zum Dessert kann ich mich eigentlich kaum zwischen Cantuccini-Tiramisu mit Erdbeeren und den Rezepten für Eiscreme entscheiden…

Ganz Ungeduldige finden das Rezept für Salvia Piccante auch bei Stylebloggerin anna frOst, die in Hamburg bei einer kleinen Vapianista-Schulung mitmachen durfte. Und weitere Vorschaubilder aus dem Heft findet ihr hier: http://www.lecker.de/rezepte/artikel-2535746-rezepte/LECKER-Trattoria-Cucina-alla-Mama.html?i=8&icid=2535104&scroll=912

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Vapiano: Specials im März und April 2012

Neue Runde, neues Glück! Nachdem die letzte Specialrunde bei uns leider nicht so gut abgeschnitten hat, haben wir Nachschub in Form besserer Specials sehnsüchtig erwartet. Dennoch hat uns eine ordentliche Portion Skepsis ins Münchner Vapiano in den Fünf Höfen begleitet – zu oft waren wir einfach schon enttäuscht oder es wurden Zutaten vergessen. Dieses Mal ging jedoch alles glatt und das verdanken wir vor allem Vapianista (oder Vapianistin? Der Duden weiß da natürlich auch nicht weiter…) Miriam, der wir an dieser Stelle herzlich für die hervorragende Zubereitung aller drei Pasta-Specials danken wollen.

Das ist also das Gewinnerspecial der Vapiano Fan-Pasta Aktion: Pasta Salmone e Aneto. Nun, die Kombination aus Crème fraîche und Lachs kennen wir – das hatten wir schon bei Pasta Salmone del Sole im letzten Sommer (ein Rezept dafür gibt es übrigens hier). Da hat das gut funktioniert, vor allem auf Grund der frischen Komponente Zitronenmelisse. Leider können wir dem “Aneto”, also dem Dill nicht viel abgewinnen, aber das müssen wir auch nicht. Ein kleines Sträußchen liegt obenauf und kann herzlich gerne weggelassen werden. Da stellt sich nur die Frage: wo ist die kreative Leistung? Das Fan-Pasta Special finden wir kurzum leider uninspiriert.

Das Gericht ist sehr mild oder, wenn man es negativer sagt, fad – es bietet sich an, mit Pfeffer nachzuwürzen. Die Crème fraîche darf nicht recht zum Zug kommen, denn sie wird von der restlichen Sahnesauce überdeckt und die feine Säure verschwindet. Da bieten der nussige Rucola und die frischen Kirschtomaten eine willkommene Abwechslung. Nichtsdestotrotz funktioniert die sahnige Lachs-Pasta insgesamt natürlich gut. Nur finden wir 10,50 € für ein ein derart unaufgeregtes Gericht deutlich zuviel.

Pasta Salmone e Aneto, 10,50 €, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe

“Aromatischer Rucola, knackige Kirschtomaten und feinster Lachs
in einer cremigen Weißweinsauce, verfeinert mit Crème Fraîche und
Dill. Liebt unsere hausgemachten Conchiglie.”

Mein persönlicher Abräumer für die aktuelle Specialrunde: Pasta Prosciutto Tartufato. Hier findet sich eine absolut gelungene und spannende Kombination aus Blauschimmelkäse, Senf und Trüffelschinken in der Pastaschale, von der ich nicht erwartet hätte, dass sie dermaßen gut funktioniert. Für den intensiven Geruch ist hauptsächlich der Senf verantwortlich, der sich aber geschmacklich vornehm anpasst: mit einer leichten Schärfe macht er aus den restlichen Zutaten genau das, was ein perfektes Pasta-Gericht haben muss. Auf der Zunge gibt unterdessen der Blauschimmelkäse den Ton an, aber auch er tut das nicht aufdringlich. Dann sind da noch die Trüffelschinkenwürfel – ich kann zwar nicht behaupten, dass ich sie als Trüffelschinken erkannt hätte, aber aromatisch sind sie allemal. Die Penne passen gut zu diesem Gericht und der Baby-Blattspinat rundet das Bild auch optisch sehr schön ab. Für dieses Special gibt es von mir eine klare Genussempfehlung: eat it. love it.

Pasta Prosciutto Tartufato, 9,00 €, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe

“Unsere frische Pasta an einer sahnigen Sauce mit feinem, sehr cremigem französischem Blauschimmelkäse, einem Hauch
Knoblauch, Senf, frischem Babyspinat und gebratenem
Trüffelschinken. Liebt unsere hausgemachten Penne.”

Ich bin ja nicht so der Fleischfan. Insofern leide ich schon mit den Vegetariern mit, wenn es für sie bei den Specials nur die Möglichkeit gibt, ein fleischhaltiges Special ohne Fleisch zu bestellen. Mit Pasta al Ragù Vegetariano hat Vapiano dafür endlich mal wieder ein rein vegetarisches Gericht konzipiert. Auch wenn man es bei dem ersten Bissen kaum glauben möchte – nein, da scheint tatsächlich kein Fleisch drin zu sein. Die dunkelbraune, stückige Sauce erinnert optisch sehr an eine Bolognese, geschmacklich ist sie sehr herzhaft, aber gleichzeitig irgendwie undefinierbar. Ich glaube, so stelle ich mir ab sofort die Geschmacksrichtung Umami vor. Laut Beschreibung müsste das Ragù ja vorrangig aus Pilzen bestehen, die schmecke ich allerdings nicht raus.

Dafür jedoch umso mehr die Kirschtomaten, die eine schöne Fruchtigkeit beisteuern, und die Zitronenmelisse, die gleich noch eine ordentliche Portion Frische dazugibt. Dadurch wird die Sauce erst richtig frühlingstauglich! Als Gemüseeinlage kommen außerdem noch Zucchini und Karotten hinzu. Die Mandeln passen als Finish hervorragend dazu und unterstreichen mit ihrer nussigen Note den Geschmack der Sauce. Nur auf die Spinat-Linguine habe ich verzichtet und mir stattdessen normale Campanelle bestellt. Hat hervorragend gepasst, jedoch würde die Sauce von der Konsistenz sicher auch gut an Linguine kleben bleiben. Ein wirklich leckeres Special, mit dem Vegetarier und Fleischfresser glücklich werden können.

//Nachtrag vom 18.3.: Ich habe das Gericht nochmal im Vapiano in Berlin Mitte gegessen und war mehr oder minder entsetzt: mein Vapianist hat anstelle der Zitronenmelisse leider Unmengen an Petersilie und etwas Basilikum ins Gericht gegeben. Petersilie mag ich ohnehin nicht, war aber auch für meine Mitesser deutlich zu dominant, und der Basilikum ist ziemlich untergegangen. Ich würde euch deshalb auf jeden Fall empfehlen, nach Zitronenmelisse zu fragen!

Pasta al Ragù Vegetariano, 7,00 €, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe

“Ein vegetarisches Ragout aus Zwiebeln, Champignons und Austernpilzen, Karotten und Kirschtomaten in einer leichten
Sauce mit Knoblauch und einem Hauch Chili, abgelöscht mit Marsala.
Dazu frische Kräuter und Mandeln. Mag besonders gerne unsere hausgemachten Spinat-Linguine.”

Mit einer Pizza bei Vapiano kann man eigentlich nichts falsch machen. Das gilt auch für das aktuelle Special Pizza Calabria. Eine leicht scharfe Pizza mit Ähnlichkeit zur Diavolo: Die weiche Salami Nduja ist nur in wenigen Klecksen auf die Pizza aufgebracht, was aber als Schärfegeber vollkommen ausreicht. Die grobe kalabresische Salami wirkt rustikal und gehaltvoll, geschmacklich ist sie ebenfalls leicht scharf. Der Caciocavallo ist mild – zu mild vielleicht, denn er hat große Ähnlichkeit mit Mozzarella und unterscheidet sich von diesem hauptsächlich durch die Textur. Insgesamt ist die Pizza Calabria ein interessantes Special mit unbekannten, aber spannenden Zutaten. Probieren!

Pizza Calabria, 8,00 €, gegessen im Vapiano München Bogenhausen

“Unsere Pizza aus dem Steinofen mit Caciocavallo, einem
herben süditalienischen Käse, Salame Calabria und N’Duja,
einer würzigen und weichen italienischen Salami.”

Im Vapiano in den Fünf Höfen sah die Mousse leider etwas blass aus, in Bogenhausen habe ich jedoch zugeschlagen: die Mousse au chocolat hatte dort die hellbraune, satte Farbe, die man sich für das Dessert so vorstellt. Sie war stichfest (wobei ich von der Mousse au chocolat noisette noch weiß, dass die Konsistenz je nach Besuch reichlich schwankte…), hatte viele kleine Luftlöcher und war trotzdem sehr cremig, von der Konsistenz in etwa mit aufgeschlagenem Mascarpone vergleichbar.

Der Geschmack erinnert an Zartbitterschokolade: nicht zu süß, sondern eher fein-herb. Nach der Enttäuschung über den Schokosirup auf dem Yogurt al Greco der letzten Runde kann ich dieses Schokoladendessert jedem Schokoholic nur wärmstens empfehlen. Die Mousse au chocolat könnte so von mir aus auch sehr gerne auf die Standardkarte wandern, lecker!

Mousse au chocolat, 3,75 €, gegessen im Vapiano München Bogenhausen

“Richtig schokoladig! Eine cremige hausgemachte Mousse au Chocolat.”

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Vapiano: Specials im Januar und Februar 2012

Der Winter hat sich lange Zeit gelassen, jetzt kann man ihn nicht mehr wirklich ignorieren. Also werfen wir einen freudigen Blick auf die neue Specialkarte und fragen uns: passen die Gerichte zur Jahreszeit? Sind die Aromen “klassisch” mit dem Winter verbunden? Und wenn nicht: müssen wir uns damit anfreunden, herbstliche Aromen, die die Österreicher in Form dieser Specials bereits im November und Dezember bekommen haben, erst im Winter zu bekommen?

Was uns als Münchner besonders interessiert, ist der preisliche Unterschied zu Österreich. Wir bräuchten nur geschätzte zwei Stunden nach Österreich… Also informieren wir uns gerne vorher über die Preise der letzten zwei Monate im Nachbarland, nur um uns dann zu ärgern, dass in München grundsätzlich 50 Cent mehr verlangt werden, weshalb wir schon mehrfach bei Pasta-Gerichten die 10-Euro-Marke geknackt haben. Welche Erfahrungen habt ihr mit Preisunterschieden bei Vapiano gemacht? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

Auf ein Gericht mit Auberginen habe ich schon lange gewartet: ich liebe die dunkel glänzenden Früchte und weiß ihnen auch sehr feine Aromen zu entlocken. Nun stellt jedoch Pasta Melanzane leider nicht die leckeren Auberginen in den Mittelpunkt des Geschmackseindrucks, denn eigentlich handelt es sich um Pasta Pomodoro e Mozzarella mit ein paar zu großen Auberginenstücken. Pecorino oben drauf (leider erst auf Nachfrage und nach Ablehnung von Parmesan?!) macht diese Kombination zwar interessanter, aber der Namensgeber der Pasta hat zu wenig zu melden. Das liegt zum einen an der Größe der Stücke, zum anderen daran, dass sie nicht frisch mit Zwiebel und Knoblauch angebraten werden, sondern wässrig vollgesogen, aber eben nicht weich, in den Wok kommen. Wenn man Auberginen in Salzwasser gibt, um die Bitterstoffe zu entziehen, heißt das nicht, dass man die Früchte gleich weiterverwenden kann…
Pasta Pomodoro e Mozzarella ist schon ein feines Gericht, aber wenn man daraus Pasta Melanzane machen möchte, muss noch mehr passieren: kleine Stücke mit anbraten, Röstaromen herauskitzeln und dann schmiegt sich das Ganze auch besser an die Spaghetti.

Pasta Melanzane, 8,00 €, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe

“Unsere hausgemachte Tomatensauce mit weißen Zwiebeln und Knoblauch trifft auf frische Auberginen 
und Mozzarella.
Abgerundet mit würzigem Pecorino-Käse. Passt besonders gut zu unseren hausgemachten Spaghetti.”

Nach dem Kreislaufdesaster beim letzten Zusammentreffen mit frischem Knoblauch war für mich schnell klar, dass der bei mir überhaupt nicht mehr in den Pasta-Wok kommt. Insofern bewerte ich Pasta Cognac ohne Knoblauch – allerdings denke ich nicht, dass dieser überhaupt groß etwas hätte verbessern können. Richtig deftig geht es nämlich zu, Speck, zweierlei Zwiebeln und Erbsen sind am Start und dominieren das Gericht vollkommen. Dabei geht leider die “zarte” Hühnerbrust unter und noch viel schlimmer: auch die Sauce! Vom Cognac schmecke ich rein gar nichts und auch die Tomaten scheinen nur zur Farbgebung dabeigewesen zu sein. Noch dazu hat mein Vapianist sich gedacht, mir eine komplett salzfreie Version von Pasta Cognac zu kredenzen. Absicht? Vielleicht, denn natürlich haben die Speckwürfel ordentlich Power und Salz. Dennoch reicht die Kombination Speck-Erbse-Zwiebel allein nicht, um einen ausgewogenen Geschmack hinzubekommen. Auch mit der Pastaempfehlung, den Fusilli, bin ich leider baden gegangen: viele Erbsen bleiben daran so gar nicht haften und bleiben am Schluss mit ein paar Speckwürfeln unten im Teller zurück.

Dafür, dass ich von der wohl teuren Zutat, dem Cognac, nichts geschmeckt habe und auch das Huhn im Vergleich zu den Speckwürfeln vollkommen untergeht, halte ich auch das Preis-Leistungsverhältnis für nicht gelungen. Immerhin befinden wir uns hier in der Preiskategorie D, in der sich sonst Scampis, Flusskrebse, Rinderfiletstreifen und vor allem Curry All’Anatra tummeln.

Pasta Cognac, 9,00 €, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe

“Aromatische Speckwürfel, weiße Zwiebeln, frischer Knoblauch und Frühlingszwiebeln treffen auf unsere hausgemachte Tomatensauce,
die mit Cognac und Sahne verfeinert wird. Hinzu kommen zarte Hähnchenbrust und Erbsen. Passt perfekt zu unseren frischen Fusilli.”

Pasta al cacciatore ist das Gericht, bei dem alle Leute, die ich kenne, sich an den Kopf fassen und deutlich ablehnen, dass sie das essen würden. Ich bin da anders: ich lasse mich gerne auf Neues ein und außerdem möchtest du, geneigte/r Leser/in, sicher wissen, was hinter der Kaninchen-Pasta steckt. ;)
Da ist zunächst mal der herbe Geschmackseindruck von Kapern, jeder Menge Kapern. Die muss man mögen und auch zu meinen Favoriten zählen sie nicht, weshalb ich auf eine eher geringe Menge gehofft hatte. Weit gefehlt: selbst am Ende, nachdem ich einen guten Teil zur Seite geschoben hatte, verblieb ein gehäufter Esslöffel (!) davon in meiner Schale. Kaninchen mit Pasta ist interessant und das Tier würde sich sicher freuen, wenn man es mit dem Weißwein und anderen erlesenen Zutaten kombinierte. Aber die heftige Mischung mit solch aromatischen und mediterranen Schwergewichten wie Artischocken, Oliven und eben jenen Kapern lässt da wenig Raum. Da freut man sich direkt, dass es auch noch Möhrenjulienne und Kirschtomaten dazu gibt, die das alles etwas abfedern. Zumindest passen die empfohlenen Fusilli gut zu der auch sonst recht stückigen Mischung. Was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht, halte ich den alten österreichischen Preis von 8,50 € für deutlich passender.
Insgesamt bleibt das Gericht also hinter meinen Erwartungen zurück: Die Kombination aus Kaninchen (Wild!) und mediterranen Geschmacksgebern ist leider unausgewogen und die Verwendung von so vielen Kapern lässt mich doch am Sinn für aromatisch geplante Gerichte zweifeln. Mein Sinn verrät mir: ein Teelöffel gehackte Kapern wäre völlig ausreichend!

Pasta al cacciatore, 10,00 €, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe

“Kaninchenrückenfilet, Zwiebelwürfel und frischer Knoblauch mit Karotten, Artischocken, Oliven und Kapern in einer leichten Weißwein-Sauce. Hinzu kommen frische Kirschtomaten und Petersilie.
Liebt unsere handgemachten Fusilli.”

Das ist also das einzige Special, das uns die Österreicher nicht voraus hatten: Pizza Brie e pere. Eine klassische Kombination aus Birne und Käse, dazu knuspriger Bacon und Grana Padano. Der erste optische Eindruck ist so ganz anders als meine Vorstellung: ich hatte damit gerechnet, dass die „frischen Birnen“ auch frisch auf die Pizza kommen. Im Gegenteil:  sie werden mitgebacken und erinnern dadurch ein wenig an Kartoffelstücke. A propos: sowohl die Birnen, der Speck als auch der Brie kommen in relativ großen Stücken auf die Pizza, was es schwer macht, alles zusammen auf eine Gabel zu bekommen. Da wäre es unter Umständen besser, andere Formen zu wählen, sodass man sich die Zutaten nicht auf der Pizza zusammen sammeln muss. Ich könnte mir zum Beispiel die Birne auch sehr gut roh und in dünnen Scheiben vorstellen. Insgesamt beherrscht ein starker Kontrast das Geschmackserlebnis: auf der einen Seite sind die trockenen und sehr intensiven Geschmäcker von Parmesan und Bacon auf einer knusprigen Pizzabasis – auf der anderen Seite die feucht-weichen und eher milden Geschmäcker von Birne und Brie. Damit das Ganze im Mund funktioniert und ein rundes Geschmackserlebnis bringt, darf aber meiner Meinung nach die Pizza nicht zu trocken sein – ich habe mir mit etwas nachträglichem Olivenöl geholfen. Mein spontaner Einfall: ich mache daraus eine Calzone mit einer Art Birnen-Chutney. :)
Mein Fazit: eine gute Pizza, die wirklich lecker ist, wenn sie nicht allzu lange im Ofen bleibt.

Pizza Brie e Pere, 9,00 €, gegessen im Vapiano München Bogenhausen

“Unsere typische Pizza aus dem Steinofen mit unserer hausgemachten Tomatensauce, cremigem Brie, frischen Birnen, Speck, Grana Padano und würzigem Basilikum.”

Da schlug mein halbgriechisches Herz gleich höher: griechischer Joghurt in der klassischen Kombination mit Honig, als Nussersatz knusprige Amarettini und dazu etwas Schokoladensauce. Als ich in der Vitrine das Glas sah, war ich gleich noch glücklicher: endlich wieder eine kleinere Dessertportion wie einst die Mousse au chocolat noisette. Lediglich etwas höher, ansonsten so groß wie die kleinen Trinkgläser im Restaurant. Unten die weiße Masse, durchzogen von einem hauchdünnen Streifen zerbröselter Amarettini, dann wieder Joghurtmasse und obendrauf ganze zwei Finger breit Schokoladensauce. Das sieht nicht nur nach viel aus, das schmeckte leider auch nach viel. Genauer gesagt handelte es sich eher um einen sehr süßen Schokoladensirup, meiner Einschätzung nach aus Kakaopulver, Zucker und Wasser gekocht. Bei jedem Löffelstich ins Glas ronn die Sauce nach unten und breitete sich wie ein Erdölteppich über die eigentlich leckere Joghurtmasse aus. Dass es sich dabei jedoch um echt griechischen Sahnejoghurt mit 10 Prozent Fett handeln soll, bezweifle ich nach wie vor. Dafür war die Masse nicht stichfest genug und auch der typisch cremige Geschmack hat gefehlt. Leider hat sich der Amarettinistreifen als sehr karg herausgestellt und noch dazu war der Honig nur an den Keksbröseln zu finden – der Rest der Masse war eine honigfreie Zone. Insgesamt wurde das Dessert zu sehr vom Schokoladensirup dominiert, der leider die tolle Idee sehr verdorben hat. Auch die Physalis hat’s da nicht mehr retten können: die war nämlich so sauer, dass Michi und ich erst einmal ordentlich das Gesicht verziehen mussten.

Yoghurt al greco, 2,75€, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe

“Griechischer Joghurt mit Sahne, Honig und Vanille verfeinert trifft auf Amarettini und auf unsere hausgemachte Schokoladensauce.
Obendrauf gibt’s eine fruchtige Physalis.”

Pasta al cacciatore ist das Gericht, bei dem alle Leute, die ich kenne, sich an den Kopf fassen und deutlich ablehnen, dass sie das essen würden. Ich bin da anders: ich lasse mich gerne auf Neues ein und außerdem möchtest du, geneigte/r Leser/in, sicher wissen, was hinter der Kaninchen-Pasta steckt. ;)
Da ist zunächst mal der Geschmackseindruck von Kapern, jeder Menge Kapern. Die muss man mögen und auch zu meinen Favoriten zählen sie nicht, weshalb ich auf eine eher geringe Menge gehofft hatte. Weit gefehlt: selbst am Ende, nachdem ich einen guten Teil zur Seite geschoben hatte, verblieb ein gehäufter Esslöffel davon in meinem Teller. Kaninchen mit Pasta ist interessant und das Tier würde sich sicher freuen, wenn man es mit dem Weißwein und anderen erlesenen Zutaten kombinierte. Aber die heftige Mischung mit solch aromatischen Schwergewichten wie Artischocken, Oliven und eben jenen Kapern lässt da wenig Raum. Da freut man sich direkt, dass es auch noch Möhrenjulienne und Kirschtomaten dazu gibt, die das alles etwas abfedern. Zumindest passen die empfohlenen Fusilli gut zu der auch sonst recht stückigen Mischung.
Insgesamt bleibt das Gericht hinter meinen Erwartungen zurück: Die Kombination aus Kaninchen (Wild!) und mediterranen Geschmacksgebern ist leider unausgewogen und die Verwendung von so vielen Kapern lässt mich doch am Sinn für aromatisch geplante Gerichte zweifeln. Mein Sinn verrät mir: ein Teelöffel gehackte Kapern wäre völlig ausreichend!

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Vapiano: Specials im November und Dezember

Zugegeben: wir waren schon ein bisschen enttäuscht als wir gesehen haben, dass die aktuellen Specials gar nicht so aktuell sind: unsere österreichischen Nachbarn hatten sie immerhin schon im September und Oktober. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf spannende Kreationen und vielleicht können wir mit dem Blick auf die österreichische Karte sogar einen Blick in die Zukunft werfen? ;)

Oh, da ist mal wieder ein Gericht, das wir uns so gar nicht vorstellen können: weiße Bohnen, Lauch, Sellerie? Alles keine Zutaten, die wir unbedingt mit Pasta zusammenbringen. Kurzum: wir trauen uns nicht dran, aber vielleicht hat es ja von euch schon jemand probiert und mag uns in einem Kommentar etwas dazu schreiben? Wir würden uns freuen!

Pasta Faggioli, 6,25 €

“Weiße Bohnen, Karotten und Lauch in einer leichten Weißweinsauce
mit Selleriekraut. Dekoriert mit Rosmarin und Lauchzwiebeln. Mag besonders gern unsere hausgemachten Penne.”

Schokolade mit Pesto und Knoblauch an Nudeln – na „lecker“, dachte ich mir und habe mir wagemutig „Pesto e Cioccolata“ bestellt. Gleich zu Beginn quiekte ich entsetzt auf: mein Vapianist hat da nicht gerade ernsthaft eine gestückelte Knoblauchzehe in den Wok geschmissen? Oh.mein.Gott. Ich forderte ihn entsetzt dazu auf, doch bitte gleich wieder etwas davon herauszuholen. Der Rest brutzelte munter mit Kochschinkenwürfeln im Wok vor sich hin, wurde schließlich mit grünem Pesto verrührt und mit Sahne aufgegossen. Dazu die obligatorischen halbgetrockneten Tomaten und als Abschluss Schokochips in der Größe von 5-Cent-Stücken. Na „lecker“, dachte ich mir da gleich nochmal.

Doch siehe da: ich wurde überrascht. Am Anfang erwischt man hier und da noch eine ordentliche herbe Portion Schokolade, die erstaunlicherweise unheimlich gut zum Pesto passt. Gegen Ende jedoch schmeckt man sie leider kaum noch heraus, weil sie komplett schmilzt und so in der Sauce untergeht. Ebenso der Kochschinken, von dem man faktisch kaum etwas schmeckt. Vom Knoblauch dagegen  war leider immer noch mehr als genug drin, so dass ich alle paar Bissen entsetzt zusammenzuckte, weil ich schon wieder direkt auf einem der Stücke herumkaute. Zwei Stunden später bekam ich die Quittung dafür: mein Kreislauf machte schlapp und ich lag den Rest des Abends im Knoblauchdelirium auf der Couch.

Insgesamt aber ein ganz gelungenes Special, das ich aber nicht unbedingt noch einmal essen muss. Der Kochschinken ist in meinen Augen vollkommen überflüssig, stattdessen hätte ich eher noch Lust auf ein paar Pinienkerne als knusprige Komponente gehabt. So blieb doch alles ein eher weiches Einheitsgericht.

Update vom 22.11.2011: Ich finde die Idee grundsätzlich sehr spannend und hab auch unbedingt probieren müssen. Als die Pasta schließlich auf meinem Teller war, hab ich mich angeschickt, sie mit Pfeffer und ein paar Spritzern Balsamico aufzupeppen – die feine Säure gibt einen schönen Kontrast zum breiten, vollen Geschmack der Schokolade.

Pasta Pesto e Cioccolata, 8,25 €, gegessen im Vapiano München Bogenhausen

“Halbgetrocknete Tomaten, frischer Knoblauch und gewürfelter Kochschinken treffen auf eine cremige Pesto-Sahnesauce – überraschend vollendet mit dunklen Schokoladenchips.
Passt besonders gut zu unseren hausgemachten Conchiglie.”

Das klingt doch mal wieder nach einer interessanten Kombination: Lachs, Mango, Thai-Curry. Wie für mich gemacht: ich liebe Thai-Currys und in Kombination mit Pasta ist das – zumindest gedanklich – ein absoluter Traum. Aber: in Bezug auf Thai-Currys kann man mir einfach nicht viel erzählen und muss nötigenfalls mit meiner Kritik rechnen.

Da ist zunächst mal der marinierte Lachs – was ist überhaupt marinierter Lachs? Für mich schmeckt er wie Räucherlachs: klassisch bodenständig, ölig und kräftig im Geschmack. Ein guter Partner für Pasta eben. Der gibt also auch hier aromatisch den Ton an, so sehr leider, dass die anderen Zutaten untergehen: die weiche und süße Mango kommt nur dann zum Vorschein, wenn man sie bewusst herauspickt und… Moment, habe ich gerade geschrieben “andere Zutaten”? Welche anderen Zutaten? Da ist ja nicht mehr viel. Vom versprochenen Ingwer schmecke ich nichts: wenn er in der Sauce untergebracht ist, ist er zu schwach, ansonsten wurde er vielleicht vergessen.  :( Die Limette liegt in Form einer halben Scheibe oben auf und kann so eigentlich nichts beitragen (schon mal versucht, eine Limettenscheibe auszupressen?), Lauchzwiebeln und schwarzer Sesam haben einen netten optischen Wert, aber das war es dann schon. Was bleibt also?

Ein scharfes Pasta-Gericht, das deutlich nach Lachs schmeckt, aber ich könnte jetzt nicht behaupten, dass die Schärfe eindeutig vom Curry kommt. Das hätten auch einfach Chili-Schoten sein können. Wo ist der feine Kokosgeschmack, der das Thai-Curry so unverwechselbar macht? Während des Essens überlege ich noch, was fehlt, um dem Gericht den richtigen Kick zu verleihen und dann fällt es mir erst auf: an sich ist der Plan super, aber die Zutaten müssen im richtigen Verhältnis zueinander stehen! Stellt euch das mal auf der Zunge vor: ein kräftiger Lachs, der von Limettensaft perfekt ausgeglichen wird + ein scharfes Curry, das mit süßer Mango einen interessanten Gegenspieler bekommt. Was will man mehr?

Mein Vorschlag: probiert es aus, es ist interessant, aber seid nicht enttäuscht, wenn euch das Gefühl, dass etwas fehlt, nicht mehr loslässt.

Pasta Thaitaly, 10,00 €, gegessen im Vapiano München Bogenhausen

“Eine exotische Kreation mit mariniertem Lachs, frischer Mango und Lauchzwiebeln in einer roten Thai-Currysauce mit frischem Ingwer. Schwarzer Sesam und Limette vollenden das Gericht.
Liebt unsere frischen Linguine.”

Zu dieser einfachen Pizza, die schon durch ihren vergleichsweise geringen Preis positiv auffällt, gibt es nicht allzu viel zu sagen. Der Vergleich mit dem Flammkuchen ist durchaus treffend – lediglich der hefige Teig erinnert beim Essen daran, dass es tatsächlich eine Pizza ist. Reichlich Speck und rote Paprikawürfel geben eine harmonische Mischung ab und schmecken gut mit der weißen Sauce – das einzige was einfach gar nicht geht, ist der Busch glatte Petersilie oben auf: für Michi ist Petersilie kein Gewürz und er lehnt sie strikt ab. ;) So oder so: die Menge würde reichen, um zehn Teller mit dem altmodischen grünen Farbtupfer zu versehen – zu viel!

Insgesamt eine gute Pizza zu einem guten Preis – und eine schöne Abwechslung auf der Karte.

Pizza Arlecchino, 7,25 €, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe & Bogenhausen

“Unsere Pizza „à la Flammkuchen“ belegt. Mit Salsa Bianca, Speckwürfeln, roter Paprika und Grana Padano.”

Kuchen im Glas: das ist mal was anderes. Aber leider scheint es schwer zu sein, den Kuchen auf den Punkt zu backen – saftig war meiner zumindest nicht, am Rand schon etwas zu trocken. Dennoch: die Konsistenz ist fein, der Geschmack deutlich schokoladig und nussig. Wer auf Erdnussbutter steht, wird dieses kleine Küchlein gerne essen. Das einzige was zu fehlen scheint, sowohl geschmacklich als auch optisch: die Bananen. Sogar Tina, die Bananen hasst wie die Pest (!), hat sich getraut zu probieren und kommt zu dem Schluss: es muss so wenig Banane drin sein, dass sogar sie es isst. Und das will was heißen. ;)

Tortina Americana, 3,50€, gegessen im Vapiano München Bogenhausen

“Ein saftiges Schokoladentörtchen mit Erdnussbutter, Macadamia-Nüssen und Bananen – im Glas gebacken.”

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Nachgekocht: Pasta Peperoncini Piccante

Aus der letzten Specialrunde bei Vapiano war ja “Autunno Colorato” mein heimlicher Favorit. Seit Wochen feile ich an dem Rezept und habe es lange Zeit nicht so hinbekommen, wie ich das wollte. Eine kleine Info für euch: inzwischen bin ich mit meiner Version von “Autunno Colorato” durchaus zufrieden, bald könnt ihr sie hier bestaunen! Dennoch habe ich zwischzeiting das Projekt  frustriert beiseite gelegt und mich an ein anderes Pasta-Special gemacht: Pasta Peperoncini Piccante, das im Original folgendermaßen klingt:

PASTA PEPERONCINI PICCANTE
VON TORSTEN AVENARIUS, WIEN, THEOBALDGASSE
Erst braten wir Pilze und Paprika an, bevor halbgetrocknete
Tomaten, Flusskrebse, Chili und Knoblauch hinzukommen.
Eine cremige Sauce mit dem bekannten »Licor Cuarenta y Tres«
und Safran rundet das Gericht ab, bevor sich Mandeln und
Rucola hinzugesellen. Passt besonders gut zu unseren
hausgemachten Campanelle.

Michis Review dazu findet ihr hier. Auch ich war schwer begeistert von der Komposition. Also habe ich mich an den Wok gestellt und kann euch nun voller Stolz meine Version der leckeren Safranpasta vorführen. Da ich jedoch so ziemlich jedes Meeresvieh nicht mag, blieben bei mir die Flusskrebse draußen.

für 2 Portionen

200 g Nudeln

30 g Champignons

30 g Austernpilze

1 rote oder gelbe Paprika

50 g milder Rucola

2 EL Mandelblättchen

1 rote Chilischote

1 Knoblauchzehe

300 g Kirschtomaten

4 cl Licor 43

125 ml Sahne

1 Messerspitze Safran

50 ml Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren.  Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden. Rucola putzen und gut abtropfen lassen.

Pilze putzen und in dünne Scheiben schneiden, Paprika waschen und in Streifen schneiden. Chilischote halbieren und ein paar Ringe (je nach persönlicher Schärfetoleranz) herunterschneiden. Knoblauch schälen und halbieren. Pilze und Paprika mit etwas Olivenöl etwa zwei Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, Chili und Knoblauch zugeben und kurz darauf mit dem Likör ablöschen. Aufkochen lassen, Sahne und Gemüsebrühe dazugießen. Etwa fünf Minuten einköcheln lassen, dann den Safran und die ofengetrockneten Tomaten hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln kochen, abgießen, kurz abtropfen und sofort (ohne Abschrecken!) zur Sauce hinzugeben. Etwa eine Minute gut verrühren, danach auf die Teller verteilen. Rucola und Mandeln obenauf geben. eat it. love it.

Vom Licor 43 hatte ich zuvor noch nie etwas gehört und war umso erstaunter, dass ich eine Flasche davon im Supermarkt um die Ecke für 15 € aufgetrieben habe. Tatsächlich lässt sich dieses spezielle Aroma nur schwer ersetzen. Die Vanille schmeckt man ziemlich eindeutig, doch der Rest ist sehr würzig und zugleich süßlich. Ich würde euch deshalb tatsächlich empfehlen, einmal etwas in diesen Likör zu investieren. Er schmeckt nämlich auch pur sehr gut und ich überlege bereits, in welchen anderen Gerichten ich ihn einsetzen könnte. In Desserts macht er sich sicherlich auch gut…

Gerne hätte ich die halbgetrockneten Tomaten nach Nigella Lawson gemacht, die Claudia von Fool for Food gebloggt hat – leider entstand diese Kochidee zu spontan, als dass mir dafür die Zeit blieb. Deshalb habe ich es nach Gefühl, wie oben beschrieben, gemacht. Die Tomaten haben danach bereits sehr aromatisch geschmeckt, demnächst werde ich aber auf jeden Fall die Version von Claudia ausprobieren.

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Nachgekocht: Pasta Afrika

Pasta Afrika

Letztes Jahr gab es im Herbst bei Vapiano das Mitarbeiter-Special Pasta Afrika – eine geniale Mischung aus Pasta mit Springbockfleisch, Zuckerschoten, Feigen und Johannisbeeren an einer Tomaten-Orangen-Chili Sauce. Absolut lecker und deswegen schon lange auf der Liste der nachzukochenden Gerichte.
Da Springbockfleisch in normalen Supermärkten eher schwer zu bekommen ist, verwendet dieses Rezept Rindfleisch – was zwar etwas anders schmeckt, aber auch sehr gut passt.

Für die Tomaten-Orangen-Chili-Sauce

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

500 ml Orangensaft

4 EL Tomatenmark

5 EL Sweet Chili Sauce

Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Schalotte klein schneiden, Knoblauch grob hacken und mit etwas neutralem Öl in einem kleinen Topf glasig anschwitzen. Mit Orangensaft ablöschen, Tomatenmark unterrühren und bei geringer Hitze ungefähr um die Hälfte reduzieren. Sauce durch ein Sieb streichen und mit der Chili-Sauce verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Für vier:

500 g Pasta

300 g Rindfleisch (Filet)

neutrales Öl zum Braten

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

200 g Zuckerschoten

100 ml Rotwein

6 Feigen

Salz, Pfeffer

Johannisbeeren

Rindfleisch abwaschen, trockentupfen und in etwa drei Zentimeter große Stücke schneiden, Zuckerschoten waschen und schräg halbieren. Feigen ebenfalls vorsichtig waschen und achteln, Schalotte und Knoblauchzehe klein schneiden. Nudelwasser zum Kochen bringen, salzen und Pasta hineingeben, al dente garen. Ofen auf 70 Grad vorheizen und Teller darin anwärmen.

Rinderfiletstücke in einer sehr heißen Pfanne von beiden Seiten ca. 20 Sekunden scharf anbraten und auf einen Teller geben, im Ofen ziehen lassen.

Unterdessen in der Pfanne mit wenig Öl Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, Zuckerschoten hinzugeben und für einige Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Mit Rotwein ablöschen und herunterschalten. Tomaten-Orangen-Chili-Sauce zugeben, verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertige Pasta abgießen und mit den übrigen Zutaten vermengen. Auf angewärmte Teller geben und mit Johannisbeeren dekorieren. eat it. love it.

Pasta Afrika Zutaten

Feigen – Zuckerschoten – Rindfleisch