Ein Vapiano-Special, das mir gut in Erinnerung geblieben ist, war Pasta Pesto e Cioccolata . Ich erinnere mich noch, wie skeptisch ich war, ob denn dunkle Schokolade und Basilikumsauce überhaupt zusammenpassen würden. Im Nachhinein kann ich nur sagen: auf jeden Fall, aber man muss sich drauf einlassen können!

Ich habe das Gericht relativ bald nach der Specialrunde nachgekocht und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, seitdem schlummerte die Zutatenliste als Entwurf in meinem Adminbereich des Blogs. Wie so oft kam ich einfach nicht dazu, das Gericht einmal tagsüber bei Tageslicht zu kochen und zu fotografieren. Als mir jedoch eine Leserin eine äußerst liebe Mail schickte und darin um das Rezept bat, wusste ich: jetzt wird’s Zeit! Also Leute, hier meine Variante von “Pasta Pesto e Cioccolata” aka “Aromen, die sonst nix miteinander zu tun haben, tummeln sich auf meiner Zunge-Pasta”:
für 2 Personen
200g Nudeln
50 g Kochschinken
300 g Kirschtomaten
100 ml Sahne
75 ml Gemüsebrühe
20 g Schokolade (80% Kakaoanteil)
1 1/2 gehäufte EL Basilikumpesto
etwas Knoblauchöl, alternativ: 1/4 Knoblauchzehe und Olivenöl
Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren. Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden.
Schinken in Quadrate mit etwa 1cm Kantenlänge schneiden. Schokolade in grobe Stücke hacken. Nudelwasser aufsetzen. Knoblauchöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen (alternativ den Knoblauch in etwas Olivenöl andünsten und später im Ganzen aus dem fertigen Gericht herausholen), Schinken daran anbraten. Nach etwa drei Minuten Ofentomaten dazugeben, kurz anschwitzen und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen. Währenddessen die Nudeln bissfest garen. Die Sahnesauce etwa 2 Minuten einköcheln lassen, danach das Pesto unterrühren.
Gekochte Nudeln in die Pfanne geben und gut mit der Sauce vermischen. Auf tiefen Pastatellern servieren und unmittelbar vor dem Essen mit der gehackten Schokolade bestreuen. eat it. love it.

Endlich wieder Zeit für Nudeln! Nach Weihnachten, Neujahr und ein paar Tagen Verschnaufpause gab es gestern “Sizilianischen Nudelschneckenauflauf” aus der aktuellen Ausgabe der “essen & trinken”. Die besagten Nudelschnecken bestehen aus frischem Nudelteig, in den eine feste Hackfleischsauce eingerollt wurde. Über die Schnecken kommt in der Auflaufform schließlich noch Tomatensauce und kurz vor Schluss etwas Mozzarella – klingt fantastisch, oder? Im Original wäre noch Petersilie dabeigewesen, aber die braucht’s meiner Ansicht nach wirklich nicht. Nicht, dass ich je irgendwo Petersilie vermisst hätte…

Dafür sind Rosmarin, Thymian und ein Lorbeerblatt in der Hackfleischsauce, die im Voraus erst einmal im Ofen gegart wird. Da sie danach laut Originalrezept mindestens vier Stunden durchkühlen soll (ich habe sie gut abkühlen lassen und danach für eine Stunde ins Gefrierfach gegeben), gab der e&t-Koch den Tipp, die Sauce einfach einen Tag vorher zuzubereiten. Dann ist der Auflauf tatsächlich im Nu gemacht, ansonsten rate ich euch, einfach morgens die Hackfleischsauce in den Ofen zu schieben, sie den Tag über gut durchkühlen zu lassen und am Abend die restliche Arbeit zu machen.

Der Nudelteig aus dem Rezept hat mir sehr gut gefallen und sieht nach einem absolut gelingsicheren Teig für die Zukunft aus. Ich werde ihn demnächst für herkömmliche Pasta mit meiner Nudelmaschine ausprobieren und euch berichten! Meine Tomatensauce ist im Vergleich zum Bild aus der Zeitschrift offensichtlich etwas zu dick gewesen, tatsächlich waren dadurch auch in der Mitte der Auflaufform ein paar Nudellagen nicht ganz durchgegart. Ich habe das Rezept deshalb in der Hinsicht (und bezüglich der Verwendung von Zitronenschale und Petersilie in meiner Hackfleischsauce) etwas angepasst.
für 6 Portionen (eine Auflaufform mit den Maßen 30x20x5cm)
250 g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
150 g Karotten
100 g Knollensellerie
4 EL Olivenöl
800 g gemischtes Hackfleisch
1 EL Tomatenmark
400 ml trockener Rotwein
500 ml Rinderfond
2 große Zweige Rosmarin
5 Zweige Thymian
1 Lorbeerblatt
1 Dose geschälte Tomaten
1 Kugel Mozzarella
Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Karotten und Sellerie putzen und in Würfel mit etwa 5 mm Kantenlänge schneiden, Zwiebeln und Knoblauch in feine Würfel schneiden. In einem großen, feuerfesten Topf oder Bräter das Hackfleisch im Olivenöl etwa 5 Minuten anbraten, das Tomatenmark zugeben und etwa eine Minute mitbraten lassen. Danach die Zwiebeln und den Knoblauch hinzufügen und weitere 4 Minuten braten, dann erst Karotten und Sellerie zugeben und nochmals 4 Minuten braten. Schließlich mit dem Rotwein ablöschen und bei mittlerer bis starker Hitze etwa 5 Minuten einköcheln lassen. Den Rinderfond zugeben, mit etwas Salz und Pfeffer würzen und den Topf mit geschlossenem Deckel in den Ofen stellen. Eine Stunde garen lassen.
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Währenddessen Thymian und Rosmarin fein hacken. Nach der Garzeit zur Sauce geben, gut durchrühren und diese ohne Deckel nochmals für 30 Minuten im Ofen garen. Danach die Sauce aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Mindestens vier Stunden im Kühlschrank (oder eine Stunde im Gefrierschrank) kaltstellen.
für den Nudelteig
360 g Semola di grano duro (extrafeiner Hartweizengrieß)
1 TL Salz
1 Eigelb
2 EL Olivenöl
180 ml kaltes Wasser
Grieß mit Salz in einer Schale mischen und eine Mulde hineindrücken. Eigelb, Olivenöl und Wasser in die Mulde geben und mit einer Gabel umrühren, dabei immer wieder etwas Grieß vom Schüsselrand und -boden dazuarbeiten, bis die Mischung knetbar wird. Etwa 3 Minuten mit den Händen kräftig durchkneten, bis der Teig sich samtig anfühlt und eine glatte Oberfläche aufweist. Eine Kugel formen und diese in Frischhaltefolie wickeln, eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Den Mozzarella in einem Sieb abtropfen lassen und danach in dünne Scheiben schneiden.
Dosentomaten in einen kleinen Topf oder eine Pfanne geben und aufkochen lassen. Bei mittlerer Hitze etwa 5-10 Minuten auf 3/4 der Menge einkochen, dabei die Tomaten mit einem Holzkochlöffel zerdrücken. Mit Salz (ja, hier schmeckt man einen Unterschied zwischen Meersalz und Steinsalz! Nehmt das aus dem Meer!) und Pfeffer würzen. Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Auflaufform einfetten, ein großes Holzbrett oder die saubere Arbeitsfläche mit etwas Hartweizengrieß bestreuen. Den Nudelteig mit einem Nudelholz etwa auf die Maße 50x40cm ausrollen. Nun die Hackfleischsauce gleichmäßig darauf verstreichen und die Nudelplatte von der langen Seite her einrollen. Mit einem sehr scharfen Messer etwa 4cm breite Scheiben abschneiden und diese Schnecken mit der Schnittfläche nach unten in die Auflaufform schlichten. Sie sollten sehr eng aneinander sitzen. Danach die Tomatensauce auf den Schnecken verteilen und die Auflaufform für 40 Minuten in den Backofen geben. Die Mozzarellascheiben auf dem Auflauf verteilen und diesen für weitere 10 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten ruhen lassen, dann servieren. eat it. love it.

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Nun, das ist ein echter Mammutpost geworden, und ich will gar nicht leugnen: ein wenig Aufwand war’s schon. Nächstes Mal möchte ich deshalb gerne mal versuchen, die Hackfleischfüllung in Canneloni zu füllen und diese mit der Tomatensauce und dem Mozzarella zu überbacken. Außerdem kann ich mir genauso gut eine Lasagne mit einer abwechselnden Schichtung der beiden Saucen vorstellen. Die Schnecken sind allerdings ein echter Hingucker und sind relativ einfach einzeln aus der Auflaufform zu holen – deshalb kann ich mir sie auch sehr gut als Partyfood oder auf einem gemischten Pastateller vorstellen.


Es gibt Kochbücher. Gute, schlechte, dünne, dickere. Aber dann gibt es noch regelrechte Enzyklopädien unter denen der Küchentisch erst einmal am liebsten nachgeben möchte, wenn man einen dieser Wälzer darauflegt, um nach neuen Rezepten zu suchen. Wie soll es anders sein, zum Start unserer neuen Rubrik „Drei am Dritten“, in der wir euch fortan immer wieder Kurzkritiken zu drei Produkten geben wollen, beginnen wir natürlich mit einer Vorstellung von drei Enzyklopädien rund um die Nudel. Gerade solche Bücher sind nicht gerade billig, sodass ein Fehlkauf ganz besonders weh tut.
Pasta!
Das Buch wurde uns vom Edel-Verlag kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Im übergroßen Maxiformat (Amazon gibt die Maße 35,2 cm Höhe und 24×2 cm Breite an) kommt dieses Buch aus dem Haus Barilla daher – schnörkellos werden die Rezepte darin präsentiert, die meisten Bilder sind Nahaufnahmen und ein Teller auf dem immerzu gleich eingedeckten Tisch mit weißer Tischdecke und Weißweinglas vor dunklem Hintergrund. Neben Rezepten gibt es einen ausführlichen Teil über die Geschichte der Pasta unter Berücksichtigung der Firma Barilla, was man im Übrigen auch an den Bezeichnungen für Nudelsorten in den Rezepten erkennen kann – die orientieren sich nämlich ausschließlich am Sortiment des Herstellers. Viele Rezepte bestehen hauptsächlich aus Nudeln mit Zutaten ohne eine Sauce, komplexere Rezepte greifen leider sehr oft auf eigens vorgekochtes ragú zurück, sodass der Aufwand dadurch um ein Vielfaches steigt. Beim Durchblättern stößt Tina, die bekanntlich eine Abneigung gegen Fisch hegt, auf ein Problem: sehr viele Rezepte enthalten Fisch als Zutat, und bei Rezepten ohne Fisch werden sehr oft eingelegte Anchovis als Würzmittel verwendet. Gepaart mit einer Abneigung gegen Oliven blieb leider nicht mehr viel, was da für ein Probekochen noch infrage kam.
- Trofie alle Noci: kaltgerührte Sauce aus gemahlenen Mandeln mit etwas Butter und Sahne – klingt unglaublich simpel, so schmeckt’s leider auch. Ist selbst mit ziemlich viel Salz und Pfeffer leider immer noch sehr fad.
- Pesto Trapanese: war ebenso mehr eine kaltgerührte Sauce als ein Pesto, da die gehackten Mandeln eigentlich keinerlei Bindung gegeben haben. Dafür schmeckte sie umso frischer, das in Olivenöl angebratene, knusprige Paniermehl gab erstaunlicherweise eine schönen Kick dazu. Lecker!
- Vermicelli alla Bersagliera: ein wunderbar herzhaftes Rezept mit Salami, Tomaten und Provolone – letzteren habe ich nur leider im Supermarkt nicht auftreiben können und deshalb notgedrungen grob gehobelten Parmesan als Ersatz genommen. Hat dennoch sehr gut und würzig geschmeckt.
Auf der Rückseite ist ein Preis von 24,95€ aufgedruckt, für den Preis hätte sich Tina das Buch wohl nicht gekauft. Aktuell ist es auf Amazon.de jedoch für 14,95€ zu haben, was deutlich gerechtfertigter ist. Und wer ein Fan von Fisch ist, der kommt bei “Pasta!” sicher eher auf seine Kosten.
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Alles über Pasta

Der Wälzer mit guten 280 Seiten steht seit längerem bei Michi im Regal und überzeugt mit ungefähr hundert Rezepten in allen erdenklichen Richtungen: von einfachen Klassikern wie Tagliatelle (!) Bolognese bis zu ausgefallenen Kreationen wie Fazzoletti mit Krebsfleisch in Sahnesauce ist sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei. Dazu gelungene Anleitungen für Pasta fresca, gefüllte Pasta und auch für Gnocchi, die Lust aufs Ausprobieren machen.
Die informativ-anekdotischen Texte und der Blick auf die verschiedenen Gerichte machen große Lust auf Pasta, während die (teilweise ganzseitigen) Fotografien ganz unverhohlen und charmant Werbung für italienische Lebensart machen.
- Stringhetti mit Safran: eine wahnsinnig simple Idee: eine leichte Weißwein-Sahnesauce, die mit Safran schön gelb gefärbt wird – hat Ähnlichkeit mit Spaghetti Carbonara, ist aber bei weitem nicht so deftig.
- Spaghetti alla puttanesca: einer von Michis großen Favoriten – mit viel Knoblauch, Oliven, Kapern und Sardellen. Eine geschmacksintensive Pasta, die „nach Meer“ schmeckt.
Das Buch ist leider mittlerweile vergriffen – der Preis lag bei 29,95 Euro. Wenn ihr es noch irgendwo gebraucht finden könnt – holt es euch. Es ist wie eine Schatzkiste, die man immer gerne mal wieder öffnet. Vom Christian Verlag, wo “Alles über Pasta” erschienen ist, haben wir erfahren, dass Ende März ein Buch mit dem Titel “Pasta&Sauce” erscheinen wird. Wir halten jedenfalls für euch die Augen offen!
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The Silver Spoon: Pasta
Der „Silberlöffel“ ist ja bereits ein Klassiker unter den italienischen Kochbüchern, bei Tina ist die Extraausgabe rein mit Pastarezepten ins Buchregal eingezogen. Diese Ausgabe gibt es leider nur auf Englisch, ein paar Zutaten muss man also vielleicht im Wörterbuch nachschlagen, dennoch sind die Rezepte problemlos zu verstehen. Für aktuell 32,99€ (Amazon) bekommt man über 300 Seiten voller Nudelrezepte, manche mit Fotos, manche ohne. Insgesamt kommen Pasta-Fans hier voll auf ihre Kosten, frische Nudeln, gefüllte Nudeln und Nudeln aus dem Ofen finden hier ebenso Platz wie Klassiker der Pastaküche oder Blitzrezepte für die Pfanne. Konkret ausprobiert haben wir folgende Rezepte:
- Penne all’Arrabiata: Unglaublich einfach, ohne unnötigen Schnickschnack, richtig schnell gekocht und dabei noch sehr lecker! Leider war die Sauce nicht scharf genug, was allerdings auch an dem Schärfegrad der Chilischote gelegen haben mag.
- Spaghetti Carbonara: eine echte Carbonara ohne Sahne, die trotzdem zum Hineinlegen gut schmeckt. Ab sofort wird Carbonara nur noch so gekocht!
Tipp: Tina hat über Amazon Marketplace ihr Exemplar (mit minimalen Kratzspuren) für 13€ inklusive Versand bekommen – schaut euch also am besten erst einmal online nach Sonderangeboten um!

So. Das war’s. Den Weltuntergang haben wir überstanden, Weihnachten nun auch und wir blicken volle Kraft voraus ins Jahr 2013, von dem wir beide nicht so recht wissen, was es bringen wird. Auch wenn ihr es nicht mehr sehen und hören können solltet, das Jahresende halten wir für einen ganz wunderbaren Anlass, einmal durchzuatmen und auf das zurückzublicken, was man in den letzten 12 Monaten so erlebt hat.
Wir haben unseren ersten Bloggeburtstag gefeiert…und im März steht schon der zweite bevor.![]()
Tina hat ihren Traum von einer KitchenAid dank eurer Hilfe und dank Zorra erfüllt bekommen.
Michi hat nun seine ganz eigene Küche in seiner eigenen Wohnung.
Tina tastet sich in die wunderbare Gemüsewelt vor und mag inzwischen ziemlich viel, was sie vor einem Jahr noch nicht mochte.
Tina hat vor genau einem Jahr ihre Sauerteigkultur angesetzt. Diese lebt immer noch in ihrem Kühlschrank und erfreut sich bester Gesundheit.
Wir beide haben unser Studium beendet und beginnen etwas Neues.
Was ihr so im vergangenen Jahr auf We Love Pasta gemacht habt, das können wir in unserem kleinen Adminpanel natürlich auch sehen. Die häufigsten Suchbegriffe, über die sich Leser via Google zu uns verirrt haben, waren „Arizona Iced Tea“, „Fattoria la Vialla“ und „We Love Pasta“. Daraus resultiert dann wohl auch, dass auf die ersten beiden Beiträge am meisten Klicks entfielen…die Top 3 der angeklickten Rezepte waren für euch Michis Version von „Pasta Salami e Ricotta con Rucola“, Tinas „Pasta Tacchino Piccante“ und der Beitrag vom Zwetschgenwochenende 2011 mit Marmelade, Röster und Tarte. Insgesamt 127 Kommentare habt ihr uns hinterlassen, hinzu kamen noch Mails und Facebook-Kommentare. Und last but not least: im Jahr 2012 wurde unser Blog 119.919mal von euch aufgerufen!

Und was kommt? Wir wissen es nicht so recht. Auf jeden Fall könnt ihr euch auf eine neue Rubrik freuen, auf hoffentlich besser werdende Fotos, auf neue Rezepte, auf ganz viel Freude über immer mehr Leser, die sich hierher zu uns verirren. Ahja, und wir basteln bereits seit Monaten fleißig an einem Mini-Relaunch unseres Layouts. Auch wenn wir die Postfrequenz nicht konstant hoch halten können, so seid euch sicher: wir denken an euch und kommen immer wieder.
Kommt gut ins neue Jahr!
Michi und Tina

So, das war’s! Ich bin platt und lasse Bilder für euch sprechen, hier die Erklärungen dazu (von oben links nach unten rechts):
1: Wichtelpaket vom ForumsWeihnachtsWichteln der Hüttenhilfe, wurde mit Feigenessig, Brownie-Mix, Provence-Risotto-Mischung, Hibiskussalz und Vanillezucker reich beschenkt, nun müssen die Gaben nur noch ausprobiert werden!
2: 1. Weihnachtsfeiertag: Mamas Hirschgulasch mit selbstgemachten Spätzle, Preiselbeeren und Cranberry-Blaukraut
3: aus Spaß Servietten gefaltet, diese Variante heißt “französische Lilie” und geht so.
4: 1. Weihnachtsfeiertag, Dessert: Birne Helene, die Schokoladensauce ist mir leider etwas zu flüssig geraten. Dem Schwelgen in Kindheitserinnerungen hat das jedoch keinerlei Abbruch getan.
5: 2. Weihnachtsfeiertag: DIE Ente.
6: 2. Weihnachtsfeiertag: DIE Ente angerichtet, mit aufgeschnittenem Serviettenknödel und noch mehr Cranberry-Blaukraut, das am zweiten Tag noch besser geschmeckt hat.

Geschenke sind gekauft und eingepackt, Plätzchen gebacken, der Baum wird gerade aufgestellt und heute Nachmittag noch geschmückt. Einmal durchatmen bitte, jetzt geht’s in Tage voller Völlerei, Familie und vor allem ganz viel Ruhe. Wir wünschen euch schöne Festtage, die ihr hoffentlich gemeinsam mit euch wichtigen und lieben Menschen verbringen werdet. Bloggen werden wir von unseren Festmahlzeiten wohl nichts, vielleicht bekommt ihr eine kleine Fotoschau zu sehen. Wie ihr auf dem Foto von Tinas Plätzchenteller unschwer erkennt, ist sie mit dem Vorsatz, in diesem Jahr weniger Sorten Plätzchen zu scheitern, vollends gescheitert. Mit auf dem Teller sind nun Vanillekipferl, die Schokoladen-Kokos-Makronen, Buttergebäck mit Streuseln, mit Kuvertüre und Streuseln, mit Knusperperlen und dann noch mit Rotweinguss und gehackten Cranberries, schwedische Gewürzkekse in Form der Rentiere mit roter Liebesperle als Nase sowie Spitzbuben und Terrassentaler mit Glühweingelee…
Habt ein frohes Fest, stresst euch nicht und bis die Tage. Macht es gut!

Weihnachtliches Heißgetränk mit neun Buchstaben? Anderes Wort für ‘vergriffen’ mit elf Buchstaben?
Gestern war ich in drei Geschäften auf der Suche nach Glühwein. Beim Discounter gabs keinen mehr, beim Vollsortimenter nur noch Bio-Glühwein für 4 Euro. Wahrscheinlich wird bereits Platz geschafft für neue Ware, immerhin ist bald Ostern…
Nach unserer gestrigen Glühweindegustation (mit drei roten und einem weißen Glühwein, davon zwei selbstgemachte!) kommen wir zu der Erkenntnis, dass der selbstgemachte rote am besten geschmeckt hat. Hier kommt ein schnelles und leckeres Rezept:

1 Liter trockener Rotwein
3 Orangenscheiben, Schale unbehandelt
3 EL Vanillepuderzucker
1 Zimtstange
2 Sternanis
5 Nelken
6-8 EL Zucker nach Geschmack
Orangensaft
Vanillezucker im Topf mit etwas Wasser verrühren und bei starker Hitze karamellisieren lassen. Orangenscheiben dazu geben, einmal wenden. Topf vom Herd nehmen, schnell eine halbe Tasse lauwarmes Wasser angießen und sofort mit Deckel verschließen.
Wenn die Flüssigkeit etwas herunter gekühlt ist, Gewürze zugeben und auf kleiner Flamme fünf Minuten köcheln lassen. Wein dazu geben und mit Zucker und Orangensaft abschmecken. Erhitzen ohne zu kochen. drink it. love it.
Variante: funktioniert auch mit Weißwein. Dazu Apfelscheiben karamellisieren und mit Apfelsaft ablöschen. Ebenfalls mit Zucker und Orangensaft abschmecken.

Das Karamellisieren und das Erhitzen der Gewürze gibt ein besonderes Aroma.
Hier herrscht Unlust auf Weihnachten. Eine Situation, die ich selbst verstehe, nun jedoch aktiv bekämpfen möchte. Weihnachten soll schön werden und Weihnachten soll Zeit zum Durchatmen sein. Und zum Durchfuttern. Ich meine, wir sind hier immerhin auf einem Foodblog…Die erste Tat in Richtung Weihnachtsstimmung war deshalb ein großer Plätzchenbacktag, an dem ich zum allerersten Mal einfach eine eigene Plätzchenidee umgesetzt habe. Als T. mich nämlich vor einigen Wochen von seinem ersten selbstgebackenen Kuchen – Schoko-Kokos-Guglhupf – schwebten mir schon Kokosmakronen mit Schokolade vor. Quasi Stracciatellamakronen!

Das Praktische ist, dass sie unheimlich schnell gehen und man beim Backen von Mürbeteigplätzchüen eigentlich immer irgendwo Eiweiß überhat, das man so perfekt weiterverwerten kann. Wer Lust hat, kann sich danach noch mit einer Extraportion Kuvertüre als Verzierung austoben und die Makronen entweder damit glasieren oder einfach mit einer Gabel schnell ein paar Linien darauf malen.

für etwa 30-40 Stück
4 Eiweiß
200 g Zucker
100 g Zartbitterschokolade
200 g feine Kokosraspeln
1 TL Zitronensaft
50-100 g Zartbitterkuvertüre
Backoblaten
Zartbitterschokolade fein reiben (geht am besten, wenn die Schokolade gut gekühlt ist!). Den Ofen auf 130°C vorheizen. Eiweiß sehr steif schlagen, eine Prise Salz und Zitronensaft hinzugeben, mit dem Mixer weiterrühren und dabei den Zucker einrieseln lassen. Mit einem Schneebesen oder Kochlöffel mit Loch in der Mitte die Kokosraspeln und die geriebene Schokolade unterheben.
Backoblaten mit einem spitzen Messer quer teilen und mit der glatten Seite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit zwei Teelöffeln kleine Nocken von der Eiweißmasse abstechen und auf den Oblaten platzieren. Achtung: die Makronen gehen auf. Für kleinere Makronen nur etwa 1/2 TL Eiweißmasse pro Oblate nehmen, für normalgroße 1 TL volll. Die kleinere Variante 15-20 Minuten, die normalgroße 20-25 Minuten im Ofen backen. Die Makronen sollten nur sehr wenig gebräunt sein und innen einen weichen Kern haben. Auskühlen lassen. eat it. love it. or decorate it!
Die Kokosmakronen auf einem Kuchengitter platzieren und abkühlen lassen, am besten etwas Zeitungspapier unter das Gitter legen. Kuvertüre fein hacken und über einem Wasserbad schmelzen. Nun entweder eine Gabel in die geschmolzene Kuvertüre tauchen und damit Linienmuster auf den Makronen malen oder diese in die Kuvertüre eintauchen. Auf dem Gitter festwerden lassen und danach in Plätzchendosen bis Weihnachten lagern.


Im Rezept zur Rustikalen Kaiserschmarrntorte hatte ich es schon angekündigt: es muss Varianten davon geben! Hier kommt eine italienische Variante mit Tomate, Basilikum und natürlich Mozzarella. Auf dem Bild ist noch italienischer Schinken zu sehen – der ist aber natürlich sehr dominant und darf auch getrost weggelassen werden. Die vegetarische Variante schmeckt milder und gerade der Basilikum kommt dabei besser hervor.
3 EL geröstete Pinienkerne
100 g getrocknete Tomaten in Öl
etwas Öl von den Tomaten
2 Esslöffel fein gehackte Zwiebeln
100 g geriebener Mozzarella
1/2 Kugel Mozzarella
(3 Scheiben ital. Schinken)
Salz, Pfeffer
Für den Kaiserschmarrn:
2-3 Handvoll Basilikum, fein gehackt
3 Eier
140 g Mehl
150 ml Milch
1 TL Zucker
1 Prise Salz
1/2 TL Meersalz, Pfeffer
Eier trennen, Eiweiß anschlagen, eine Prise Salz zugeben und weiter schlagen, Zucker dazu und schlagen bis das Eiweiß sehr steif ist, beiseite stellen. Eigelb mit Milch verquirlen, salzen und pfeffern. Nach und nach Mehl zugeben, so dass ein glatter Teig entsteht. Gehackten Basilikum und geriebenes Meersalz unterschlagen. Den Eischnee vorsichtig unter die Teigmasse schlagen, bis sie schön luftig ist. Ofen auf 170 Grad vorheizen.
Die getrockneten Tomaten in einen Zentimeter große Stücke schneiden. Gehackte Zwiebeln in einer beschichteten Pfanne, die in den Ofen passt, bei mittlerer Hitze mit etwas Tomatenöl anbraten und kurz dünsten. Tomaten hinzugeben und zwei Minuten zusammen anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und alles in der Pfanne gleichmäßig verteilen. Mit der Kaiserschmarrnmasse bedecken und zwei Minuten auf dem Herd stocken lassen. Geriebenen Mozzarella darauf verteilen und die Pfanne in den Ofen stellen. 12 bis 15 Minuten backen.
Unterdessen von der Mozzarellakugel einige Scheiben abschneiden und (falls gewünscht) den italienischen Schinken etwas kleinschneiden. Die fertige Kaiserschmarrntorte auf einen Teller oder ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen und mit Mozzarella, Schinken und Pinienkernen belegen. Mit Basilikum dekorieren, in Stücke schneiden und servieren. eat it. love it.


Auf dem warmen Kaiserschmarrn zerläuft der Mozzarella noch ein wenig.
Nach genau so einem Kuchen habe ich schon lange gesucht, als Juliane ihn eines Tages bei sich im Blog präsentierte: ein einfacher Rührkuchen mit Schokostreuseln und jeder Menge Kirschen. Genau das Richtige für die Kaffeetafel am Wochenende, in Erinnerung an die Initiative Sonntagssüß!

Ich habe den Kuchen inzwischen schon zweimal nachgebacken und einige Veränderungen am Originalrezept von Juliane vorgenommen. Etwa weiß ich nach wie vor nicht, wie Juliane so viele Kirschen in einer 26cm-Form unterbringt, deshalb benutze ich fortan nur noch ein großes Glas Kirschen. Dass man Weinsteinbackpulver durch normales Backpulver ersetzen kann, das wusste ich schon – dennoch habe ich meinen ersten Versuch gleich genutzt, um das vermeintliche Wunderzeug zu benutzen. Im direkten Vergleich wurde der Kuchen dadurch tatsächlich fluffiger. Er ging zwar nicht deutlich mehr auf, aber er fühlte sich beim Hineinbeissen viel lockerer an. Dafür war jedoch ein etwas komischer Beigeschmack mit dabei, fast, als hätte ich Süßstoff verwendet. Das mag jedoch auch an der damals verwendeten Raspelschokolade gelegen haben…beim zweiten Versuch mit normalem Backpulver war der Geschmack weg, dafür auch ein wenig von der Fluffigkeit. Eigentlich muss nun also ein dritter Versuch mit Weinsteinbackpulver und guter Schokolade her. Ich halte euch auf dem Laufenden, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt und bin froh um jeden Weinsteinbackpulvererfahrenen Bäcker, der mir hierzu Näheres erzählen möchte!

für eine 26cm-Springform
125 g weiche Butter
250 g Zucker
4 Eier
100 g gemahlene Mandeln
100 g Zartbitter-Schokoraspeln
125 g Mehl
2 TL Backpulver
3 EL Rum
1 großes Glas Kirschen (Abtropfgewicht ca. 350 g)
Die Kirschen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Die Butter mit den Eigelben und dem Zucker schaumig rühren, dann das Mehl, die gemahlenen Mandeln, die Schokoraspeln und den Rum dazugeben und noch einmal gut durchrrühren. Das steif geschlagene Eiweiß vorsichtig unterziehen
Die Backform gut fetten und mehlen und den Teig hineingeben und glatt streichen. Nun die abgetropften Kirschen darauf verteilen und den Kuchen in den Ofen geben. In meiner Silikonform habe ich die Backzeit nach einer halben Stunde auf 160°C verringert und nach gewünschter Bräunung zusätzlich die Oberfläche des Kuchens mit Alufolie bedeckt, insgesamt war mein Kuchen nach 50 Minuten fertig, im Originalrezept von Juliane braucht er 70 Minuten. Behaltet ihn also gut im Auge und testet mit einem Holzstäbchen, ob der Kuchen fertig ist.
Den Kuchen in der Form kurz auskühlen lassen und dann den Rand der Springform lösen oder den Kuchen mit Hilfe eines Tortenretters aus der Silikonform holen. Vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und je nach Geschmack mit Puderzucker oder Schlagsahne servieren. eat it. love it.





