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Insalata Caprese mit Pfirsich

Eigentlich kann ich Tomate-Mozzarella-Salat echt nicht mehr sehen. Zu oft wurde ich schon enttäuscht, zu oft gab es mehlige Gewächshaustomatenscheiben mit gummiartigem Mozzarella, ertränkt in saurem Balsamico. Umso mehr wundere ich mich eigentlich jetzt noch, welche Eingebung mich an einem der heißen Tage in den letzten Wochen da so traf. Nämlich: Du willst Tomaten-Mozzarella-Salat. Und: Du willst ihn mit Pfirsich.

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Geht so etwas überhaupt? Und wie das geht. Sehr gut sogar. Besser, als die Küchenmuse, die mich da geküsst hat, es mir je hätte erzählen können! Gerade bei Rezepten mit so wenigen Zutaten kommt es natürlich umso mehr auf die Qualität dieser an. Deshalb: Investiert ein paar Cent mehr in guten Büffelmozzarella, kauft frische und aromatische Pfirsiche und Tomaten und träufelt so ein bisschen von eurem besten Balsamico oben drüber.

Bei mir gab es außerdem ein wenig von dem tollen Olivenöl, das mein Taufpate aus Zakynthos geschickt hat – nicht jedermanns Sache, weil es sehr intensiv nach Olivenöl schmeckt, aber für diesen Zweck genau richtig. Ahja, und vergesst den Basilikum nicht. Und ordentlich Salz und Pfeffer, das verträgt der Pfirsich nämlich sehr gut. Geschehen ist das alles schneller, als ihr es essen könnt – vor lauter “Mhmhmhmmmm…” zwischendurch.

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für zwei Portionen

zwei große oder vier kleine Tomaten

zwei gelbe Pfirsiche

1 Kugel Büffelmozzarella

Basilikum

Salz, Pfeffer

alter Balsamico, Olivenöl

01-grün  Tomaten und Pfirsiche waschen und in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Büffelmozzarella halbieren, abtropfen lassen und danach ebenfalls in Scheiben schneiden. Auf einem Teller abwechselnd anrichten, großzügig salzen und pfeffern und mit etwas Balsamico und Olivenöl beträufeln. Mit Basilikumblättern garnieren und servieren. eat it. love it.

Im “Trattoria”-Heft von LECKER habe ich einen Rezeptvorschlag gefunden, der mich sofort angelacht hat: Tomatensauce in einer “Bellini”-Variante mit Pfirsichen und Weißwein. Das klingt nach einem absoluten Sommeressen, und hat mich für eine eigene Variante von Penne all’Arrabiata inspiriert: voller Inspiration nenne ich dieses Gericht also “Pescarrabiata”, eine scharfe Tomatensauce mit Pfirsich und Weißwein. Mangels Auswahl im Supermarkt habe ich gelbe Pfirsiche verwendet, noch aromatischer finde ich persönlich die weiße Variante. Vergesst auf keinen Fall, euch ein paar Stücke rohen Pfirsich beiseite zu legen und am Schluss auf eurer Pasta zu drapieren, das macht gemeinsam mit ein paar Blättern Basilikum das Gericht erst perfekt!

für 2 Portionen

1 reifer Pfirsich

1 kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 rote Chilischote oder 2 TL Chiliflocken

1/2 EL Puderzucker

400g stückige Tomaten

1 EL Tomatenmark

50 ml trockener Weißwein

4 Blätter Basilikum

200 g Pasta

  Zwiebeln und Knoblauchzehe fein würfeln, Chilischote waschen, aufschneiden, entkernen und in feine Streifen schneiden. Den Pfirsich häuten (einschneiden, mit heißem Wasser übergießen und nach etwa 30 Sekunden eiskalt abschrecken) und 1/4 davon in dünne Scheiben schneiden und beiseite stellen. Bei der Verwendung von frischen Tomaten diese ebenfalls häuten und in Würfel schneiden, außerhalb der Saison einfach hochwertige Tomaten aus der Dose verwenden.

  Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten, kurz vor Schluss den Knoblauch und die Chilischote dazugeben und mitanbraten. Den Puderzucker darübergeben und karamellisieren lassen, dann das Tomatenmark hinzugeben, kurz anbraten lassen und schließlich die stückigen Tomaten hinzugeben und aufkochen. Etwa 20 Minuten leise köcheln lassen, gegebenenfalls zwischendurch Wasser hinzugeben und wieder verkochen lassen. Nach den 20 Minuten den Weißwein hinzugeben und einkochen lassen. Währenddessen die restlichen drei Viertel des Pfirsichs pürieren. Basilikumblätter abbrausen, trocken tupfen und fein hacken. Das Pfirsichpüree zur Tomatensauce geben und noch einmal etwa 3 Minuten köcheln lassen (je nach Wässrigkeit des Pfirsichpürees). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Basilikum unterrühren. Nudeln kochen und sehr al dente mit einer Schaumkelle aus dem Nudeltopf in die Tomatensauce geben und darin zwei Minuten fertig garen, gegebenenfalls unter Zugabe von etwas Nudelwasser. Mit Pfirsichscheiben und Basilikum garnieren. eat it. love it.

Auf jede Vorspeise kann ich verzichten − auf Desserts jedoch kaum. Dabei ist es gerade zur heißen Jahreszeit schwer, ein leichtes und trotzdem köstliches Dessert auf den Tisch zu bringen. Für mich ist eigentlich der Winter die beste Dessertzeit. Dieses Rezept jedoch vereint alle Vorteile für die perfekte Sommer-Nachspeise: sie ist fruchtig, relativ fettarm, leicht vorzubereiten und nach einem ausgiebigem Barbecue mit Freunden schnell gezaubert. Das Original stammt von Alexander Herrmann, hier meine Version mit ein paar leichten Abwandlungen.

für vier Portionen

4 reife Pfirsiche

200 Gramm Ricotta

100 Gramm Mandelblättchen

klarer Honig

evtl. Zucker

Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldgelb anrösten. Noch warm in ein Schüsselchen füllen, mit sechs bis sieben Esslöffeln Honig mischen und beiseite stellen. Den Ricotta mit Zucker oder Honig nach Geschmack süßen.

Pfirsiche waschen, halbieren und entsteinen (am leichtesten bekommt man den Stein mit einem Teelöffel aus der Pfirsichhälfte gehoben). Den Grill auf einer Seite gut abwischen oder bereits beim Grillen von Fleisch, Gemüse und Fisch einen sauberen Platz für die Pfirsiche zum Dessert lassen. Pfirsichhälften mit dem Fruchtfleisch nach unten auf den Grill legen. Alternativ Tischgrill verwenden, ich denke, dass die Pfirsiche auch auf dem Rost im Ofen gelingen sollten Je nach Hitze, circa fünf Minuten hat es bei mir auf dem Tischgrill gedauert, die Pfirsiche auf einen Teller legen. Die Grillspuren des Rosts sollten auf den Pfirsichen dunkel sichtbar und das Fleisch weich sein.

Pfirsiche auf Tellern anrichten, jeweils einen Klecks Ricotta auf die Hälften geben und mit reichlich Honigmandeln garnieren. Noch lauwarm servieren. eat it. love it.