1

Pancakes mit Hüttenkäse und Haferflocken

Nein nein, ihr habt euch nicht verirrt. Solche Rezepte kursieren ja normalerweise eher auf Fitnessblogs – das ist dieser hier definitiv nicht. Aber ich ernähre mich nicht jeden Tag nur von Kuchen und Nudeln. Na gut, jeden zweiten vielleicht. Und ab und zu treibe ich sogar Sport. Das führt bei mir vor allem meistens zu einem unglaublichen Heißhunger auf Protein in Fleisch- und Eiform. Als durch und durch süß orientierte Frühstückerin stellt mich das am Morgen nach dem Sport vor Probleme, und so entdeckte ich dieses Rezept.

pancakes-hüttenkäse-02

Ich hatte schon befürchtet, dass hier jede Menge Kompromisse zu Lasten des Geschmacks eingegangen werden müssen – von wegen! Die Pancakes sind sehr fluffig und saftig, haben eine leicht erfrischende Säure vom Hüttenkäse und sind noch dazu unglaublich schnell hergestellt. Und ein weiterer entscheidender Vorteil, auch für alle Nicht-Sportler – dieses Frühstück hält richtig lange satt. Wenn ihr also wisst, dass die Mittagspause heute besonders spät womöglich mit einem kleinen Snack am Schreibtisch verbracht werden muss: fünf Minuten früher aufstehen, die Zutaten in den Mixer halten und ab in die Pfanne damit. Das hier ist nämlich eins der kürzesten Rezepte, die ich je verbloggt habe. Ein wenig Obst und Puderzucker dazu und ihr habt die richtige Grundlage für den Tag.

für eine Person

zwei Eiweiß

40 g kernige Haferflocken

75 g Hüttenkäse

1 TL Bourbonvanillezucker

1/4 TL Zimt

01-grün  Alle Zucker in einen Standmixer oder einen hohen Rührbecher für den Standmixer geben und etwa eine Minute mixen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Eine beschichtete Pfanne mit etwas Butter fetten (zwischen jedem Backvorgang nachfetten!) und auf niedriger Stufe erhitzen. Etwa 1,5 EL Teig pro Pancake in die Pfanne geben und goldbraun ausbacken. Mit Obst und Puderzucker servieren. eat it. love it.

pancakes-hüttenkäse-01

Freundschaft ist, wenn zwei zur selben Zeit auf dieselbe Idee kommen. In unserem Fall, den Sonntagnachmittag gemeinsam mit was Süßem und Kaffee zu verbringen. Ich wollte Michi anrufen, und da sah ich schon den verpassten Anruf von ihm. “Komm doch vorbei und wir backen Scones!”, hieß der Vorschlag, und so haben wir schließlich zu dritt mit einem weiteren Liebhaber der Backkunst und des Britischen per se Scones gebacken. Für die beiden Herren gab es natürlich Schwarztee dazu, ich blieb dann doch beim ursprünglichen Kaffeeplan.

scones06

Apropos Plan. Wir haben uns vertrauensvoll an die BBC-Website Good Food gewandt und uns dort dieses sehr gut bewertetes Rezept als Grundlage gesucht. Abgewandelt haben wir es mit meinen bisherigen Erfahrungen des Scones-Backens, die ich mir vor allem aus den Cynthia Barcomi-Büchern abgeguckt habe. Soll heißen: je kälter die Zutaten sind, desto besser.

scones02

scones03

An dieser Stelle sei außerdem einmal unser Ärger über das bayerische Ladenschlussgesetz erwähnt. Denn genau dieses hat uns vor das Problem gestellt, dass wir zu wenig Standardmehl Type 405 hatten. Aber da der oben erwähnte anonyme Liebhaber der Backkunst im Moment vor allem ein großer Brotbäcker ist, hatte er natürlich gefühlt alle anderen erdenklichen Mehlsorten im Schrank stehen. Also haben wir einfach mal mit Weizenvollkornmehl aufgefüllt, was das 405er nicht mehr hergab. Eine super Idee, wie wir im Nachhinein feststellten. Denn die kleinen buttrigen Scones gewinnen dadurch einen tollen Biss. Ab sofort machen wir das immer so!

scones04

für acht große oder 12-16 kleine Scones

260 g Weizenmehl Type 405

80 g Weizenvollkornmehl

1 TL Backpulver

85 g kalte Butter

3 EL Zucker

175 ml kalte Milch

1 Spritzer Zitronensaft

1 TL Vanilleextrakt, alternativ: 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker

01-grün  Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Salz und Backpulver in einer Rührschüssel mischen. Die Butter in kleinen Würfel dazugeben und mit den Fingern schnell unterbröseln. Dafür die Butterstücken jeweils zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger mit dem Mehl verkrümeln bis keine größeren Stücke mehr in der Mehlmischung zu sehen sind, danach den Zucker (falls ihr Vanillezucker verwendet, dann auch diesen hier verwenden) zugeben und mit einem Löffel unterrühren.

02-grün  Milch, Zitronensaft und Vanilleextrakt verrühren und zur Mehlmischung gießen. Mit dem Löffel zügig einrühren, bis alles gerade so miteinander vermischt ist. Den Teig kurz mit den Händen zusammendrücken. Ein Blatt Backpapier auf die Arbeitsfläche legen, den Teig darauf geben und mit den Fingern sanft zu einer etwa 2 cm hohen Teigplatte formen. Dann die Teigplatte zweimal übereinander falten und wieder flach drücken, dieses mal auf etwa vier cm Höhe.

03-grün  Einen Ausstecher oder den Rand eines Glas mit dem gewünschten Durchmesser für die Scones kurz in Mehl tauchen, danach aus der Teigplatte die Scones ausstechen und auf dem Backpapier verteilen. Ein Backblech darunterschieben und die Scones im Ofen (je nach Größe und Ofen) 10 bis 18 Minuten backen. Die Scones sind fertig, wenn sie oben leicht gebräunt sind und auf Fingerdruck noch leicht nachgeben. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und lauwarm mit Clotted Cream (alternativ: Crème double) und Marmelade essen. eat it. love it.

scones05

1

Kokos-Ananas-Granola

Kokos-Ananas-Granola

Jaja Leute, ich weiß schon, die Kombination “Kokos-Ananas” ist ja nun wirklich nicht neu. Aber wie Niki Segnit in ihrem Geschmacksthesaurus so schön geschrieben hat: lasst mir einfach meinen Pina Colada! Und genau so sehe ich das auch. Dieses Granola ist deutlich weniger süß als das Schoko-Knusper-Granola und eignet sich deshalb meiner Meinung nach besser als Frühstücksmüsli, in das man ein paar frische Früchte schneidet, ohne gleich einen Zuckerschock zu erleiden.

Kokos-Ananas-Granola

 

Da ich ehrlich gesagt zu faul bin, jedes Mal ein neues Klebeetikett von meinem “Granolaglas” zu fummeln, wenn ich eine andere Granolasorte gebacken habe, binde ich ab sofort nur noch kleine Schildchen an das Glas. Sieht meiner Ansicht nach auch hübscher aus. Als Give-Away findet ihr weiter unten meinen Anhänger als Druckvorlage – füllt einfach etwas Granola in ein Zellophantütchen, bindet den Anhänger mit einer hübschen Schnur darum und schon habt ihr ein schönes Mitbringsel!

360 g Haferflocken

100 g Kokosraspeln

50 g Reiswaffeln

100 g Mandeln

100 g weiße Schokolade

200 ml Kokosmilch

20 g brauner Rohrzucker

2 EL weißer Rum

1 EL neutrales Öl

150 g Ananas aus der Dose (abgetropft)

3 EL Ananassaft (aufgefangen)

2 TL Vanillezucker

  Weiße Schokolade fein hacken, Mandeln grob hacken. Reiswaffeln in einer sehr großen Schüssel mit den Händen zerbröseln. Ananas in einem Sieb abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. Ofen auf 160°C vorheizen. Haferflocken, Kokosraspeln und die Mandeln zu den zerbröselten Reiswaffeln geben und gut vermischen.

  Die Ananasstücke mit dem Saft mit einem Mixen sehr kurz zu einem groben Mus pürieren. Kokosmilch in einem kleinen Topf erwärmen, Vanillezucker und braunen Zucker darin auflösen. Die gehackte Schokolade dazugeben und schmelzen lassen, schließlich Öl, Rum und das Ananasmus unterrühren. Die Mischung warm in die große Schüssel zu den trockenen Zutaten geben und sehr gut untermischen. Die Hälfte der Mischung auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und etwa 30 Minuten im Ofen hell backen, dabei alle 10 Minuten die Mischung umrühren. Danach mit der zweiten Hälfte des Granolas genauso verfahren. Flach ausgebreitet auf dem Backblech oder einem großen Brett vollständig auskühlen lassen, danach in luftdicht verschließbare Behälter umfüllen. Schmeckt ausgezeichnet mit etwas Naturjoghurt und frischen Ananas. eat it. love it.

Kokos-Ananas-Granola

Kokos-Ananas-Granola

Den Geschenkanhänger gibt’s hier zum Download, viel Spaß damit!Und wenn ihr gleich mehrere Granolas verschenken wollt, findet ihr hier einen DIN A4-Bogen mit neun Labels zum Ausdrucken:

1

Blaubeer-Mehrkorn-Pancakes

Pancakes sind so eine Sache, daran kann man sich dumm und dämlich essen. Die süßen Teilchen fallen einem nämlich normalerweise schon während des Essens im Magen wieder zusammen und machen Platz für Nachschub. Für jeden Tag sind Pancakes sowieso kein geeignetes Frühstück, aber da wir ja mal wieder Sonntag haben und es Zeit für die Initiative Sonntagssüß ist, habe ich mich auf die Suche nach “gesünderen” (sollte es so etwas überhaupt geben…) Pancakes gemacht. Bei smitten kitchen bin ich fündig geworden: Deb hat ihre bisherigen Blaubeerpancakes mit Vollkorn- und Roggenmehl gemacht und die Buttermilch durch Joghurt und Milch ersetzt. Klingt zumindest gesünder und ich versichere euch eines: nach zwei Pancakes war ich pappsatt und bin es immer noch.

für 6 große Pancakes

1 Ei, Größe L

150 g Naturjoghurt

70 ml Buttermilch

1 1/2 EL geschmolzene Butter

etwas gemahlene Vanille (alternativ: Bourbon-Vanillezucker)

50 g Weizenvollkornmehl

45 g Mehl, Type 405

25 g Roggenmehl, Type 1150

1 EL Zucker (weniger, wenn zuvor Vanillezucker verwendet)

1 1/2 TL Backpulver

1 Msp. Natron

1 Prise Salz

70 g Blaubeeren

Blaubeeren abbrausen, vorsichtig trockentupfen und beiseite stellen. TK-Blaubeeren einfach zu Beginn aus der Tiefkühltruhe holen und in einer Schüssel bereitstellen. Butter schmelzen. Ei mit Joghurt und Buttermilch in einer Rührschüssel verrühren, die leicht abgekühlte Butter und Vanille dazugeben. In einer weiteren Schüssel Mehl mit Zucker, Backpulver, Natron und Salz verrühren. Die trockenen Zutaten in die größere Schüssel mit dem Ei und dem Joghurt rühren. Deb betont, dass ein paar Klumpen im Teig sogar förderlich seien, damit die Pancakes später fluffiger werden. Den Ofen auf 100°C vorheizen und einen Teller oder eine Platte bereitstellen.

Eine beschichtete Pfanne dünn mit Butter einfetten und auf niedriger bis mittlerer Hitze heiß werden lassen. Zwei Esslöffel Teig für einen Pancake in die Pfanne geben und mit dem Löffel noch leicht verstreichen, damit eine gleichmäßige Form entsteht. Ein paar Blaubeeren leicht in den Teig drücken. Je nach Größe der Pfanne passen zwei bis drei Pancakes nebeneinander. Etwa zwei bis drei Minuten von der unteren Seite goldbraun braten, dann wenden und nochmals etwa zwei bis drei Minuten braten. Den bereitgestellten Teller in den Ofen stellen und die fertigen Pancakes daraufschichten und im Ofen warmhalten, bis alle fertig sind. Mit Puderzucker oder Ahornsirup servieren. eat it. love it.

3

Selbstgebackenes Schoko-Crunch-Granola

Vor wenigen Tagen bin ich auf meinem Lieblings-Foodblog auf ein neues Rezept gestoßen: ein Schokoladen-Crunch-Granola, von Bloggerin Nicky gelabelt als „for the Non-Breakfaster“. Ich liebe zwar Frühstück, dennoch fühlte ich mich angesprochen und wollte das sofort selbst ausprobieren. In meiner Freude habe ich sogleich meiner Familie davon erzählt und musste im gleichen Atemzug erklären, was ein Granola überhaupt ist. Dabei habe ich einfach immer „eine Art Müsli“ gesagt und lag damit offensichtlich gar nicht weit daneben. Es ist tatsächlich ein gebackenes Müsli, das eher knusprig als weich ist. Laut Wikipedia besteht es aus Haferflocken, Nüssen, Honig und manchmal auch Reis.

Das Rezept von Nicky basiert ebenfalls hauptsächlich auf Haferflocken, hinzu kommen Puffreis, Kokosraspeln und Mandel- oder Haselnussblättchen als Knusperkomponenten. Da meine Mutter Allergikerin ist und ich selbst auch nicht weiß, wie es mein Körper mit der Haselnuss so hält, entschied ich mich für die Variante mit Mandeln. Außerdem konnte ich keinen simplen Puffreis auftreiben. Deshalb habe ich lieber zu ungesalzenen Reiswaffeln gegriffen und diese selbst mit der Hand zerkleinert. Das vollständige Rezept findet ihr bei deliciousdays, eine übersetzte Variante gibt es bei Valentinas Kochbuch.

Zunächst also rührt man eine Art Sirup aus geschmolzener Schokolade, Rohrzucker, Wasser und Öl an, der schneller fertig war, als ich erwartet hatte. Panik machte sich breit, letztendlich war die Aufregung aber umsonst: wer bereits im Vorfeld alle seine Zutaten sauber abwiegt und bereit stellt (Trick 17!), hat alles schnell verrührt und kann den flüssigen Schokosirup hinzugeben. Danach muss man die Masse nur noch auf einem Backblech mit Rand ausbreiten und in den Ofen schieben. Ich habe stattdessen zwei Ladungen auf normalen, flachen Blechen gemacht, das hat ebenso gut funktioniert. Die angegebene Zubereitungszeit von 15 Minuten stimmt also tatsächlich.

Alle 10 Minuten sollte man das Blech aus dem Ofen nehmen und die Granolamasse ordentlich umrühren. Da wir einen Backwagen haben, habe ich die Masse mit einem Pfannenwender im Ofen herumgeschoben, das hat ebenso gut funktioniert und ich durfte dabei andauernd den herrlichen Schokoladenduft einatmen. Das ganze Haus roch bereits nach der Hälfte der Backzeit nach der Mischung und meine Haare dufteten sogar heute morgen noch danach.

Nach 30 Minuten war das Granola fertig, ich habe jedes Blech etwa 1 ½ Stunden auskühlen lassen, ehe ich das Granola umgefüllt habe. Auf dem Bild seht ihr das Einmachglas, das ich für die Aufbewahrung von „ergibt etwa 750 Gramm“ vorgesehen hatte – ich habe mich vollkommen verschätzt und hätte gut und gerne noch zwei von den Gläsern kaufen können. Denn etwas weniger als die Hälfte der Gesamtmenge hat in das Vorratsglas gepasst.

Nun jedoch zum wichtigsten Teil – dem Geschmack. Der Geruch hat meine Familie und mich bereits hingerissen, geschmacklich empfanden wir jedoch den ersten Bissen des warmen Granola als eine Offenbarung. Auch, wenn es noch nicht ganz crunchy war (erst beim Abkühlen wird die Masse vollkommen knusprig), sollte man sich ein paar warme, schokoladige Mandelblättchen vom heißen Blech klauen und das probieren. Wir hielten uns an Nickys Empfehlung, das Granola klassisch mit Milch oder Joghurt zu essen, außerdem ist ihr zufolge die Kombination mit Eis möglich. Als Nachmittagssnack gab es deshalb heute Naturjoghurt mit frischen Erdbeeren und – Granola.