Vor noch gar nicht allzu langer Zeit fand ich Avocado doof. Gar nicht lecker, muffig und vor allem viel zu schmierig und zu fettig. Guacamole? Wie Babybrei mit Butter. Dachte ich. Aber irgendwie finden im Moment so richtig viele Foodblogs Avocado so richtig gut. Und BuzzFeed erst! Gefühlt wird man als Foodie den ganzen Tag mit Avocadorezepten zugeschüttet. Und so keimten in mir Zweifel auf. War nicht etwa die Avocado falsch – sondern ich? Also gab ich, Opfer des Avocadofangruppenzwangs, der Frucht noch eine Chance. Und wie das so ist mit neuen Dingen, schmecken sie am Anfang vielleicht noch solala, dann irgendwann gar nicht so schlecht, plötzlich gut und dann so richtig gut. Und jetzt fahre ich auf Avocado ab.

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Die Sache mit der Vorratshaltung habe ich leider noch nicht so ganz heraus. Die Teile werden einfach zu schnell überreif und sind dann ungenießbar. Als ich mal wieder ein angeschnittenes Exemplar im Kühlschrank liegen hatte, wusste ich: Diesmal nicht, Freundchen! Und so entschied ich mich, meine abendliche Pasta zum Avocadoresteessen zu machen. Das Pesto war so schnell zusammengemixt, bis dahin schaffen es höchstens sehr dünne Spaghetti, al dente zu werden.

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Viele Zutaten sind es gar nicht: Ein wenig Basilikum und Parmesan dazu, Zitronensaft für den gewissen Frischekick und dazu noch ein paar Streifen rote Paprika. Ich habe sowohl eingelegte Paprika aus dem Glas als auch frische, rote Spitzpaprikastreifen versucht. Beide Varianten waren sehr lecker, die eingelegten waren eher säuerlich, die frischen fruchtig: Insofern: Geschmackssache, probiert es einfach aus. Für die richtige Schärfe sorgt ein wenig rosa Pfeffer als Topping – wer den nicht zur Hand hat, sollte mit etwas Chili oder Cayennepfeffer nachhelfen.

für zwei Portionen

200 g Vollkornnudeln

1 reife Avocado

4 eingelegte rote Paprika

oder 1 rote Spitzpaprika

Saft von 1/2 Zitrone

25 g Basilikumblätter

3 EL geriebener Parmesan

Salz, Pfeffer, rosa Pfefferbeeren

01-grün  Nudeln bissfest kochen. Währenddessen die Avocado schälen, Basilikumblätter waschen und tropfentupfen. Blätter mit dem Avocadofruchtfleisch in einen hohen Mixbecher geben und pürieren. Den Zitronensaft und den Parmesan unterrühren, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.

02-grün  Eingelegte Paprika auf Küchenpapier abtropfen lassen, frische Paprika waschen und entkernen. Egal welche Paprikasorte, diese in feine Streifen schneiden. Eine Schöpfkelle Nudelwasser abschöpfen und Nudeln abgießen, kurz abtropfen lassen und im Topf mit dem Avocadopesto vermischen. Bei Bedarf etwas vom Nudelwasser hinzufügen, sodass alle Nudeln gleichmäßig mit dem Pesto vermischt sind. Auf Tellern verteilen, mit Paprikastreifen und rosa Pfefferbeeren garnieren. eat it. love it.

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Nachgekocht: Pasta Pesto e Cioccolata

Ein Vapiano-Special, das mir gut in Erinnerung geblieben ist, war Pasta Pesto e Cioccolata . Ich erinnere mich noch, wie skeptisch ich war, ob denn dunkle Schokolade und Basilikumsauce überhaupt zusammenpassen würden. Im Nachhinein kann ich nur sagen: auf jeden Fall, aber man muss sich drauf einlassen können!

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Ich habe das Gericht relativ bald nach der Specialrunde nachgekocht und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, seitdem schlummerte die Zutatenliste als Entwurf in meinem Adminbereich des Blogs. Wie so oft kam ich einfach nicht dazu, das Gericht einmal tagsüber bei Tageslicht zu kochen und zu fotografieren. Als mir jedoch eine Leserin eine äußerst liebe Mail schickte und darin um das Rezept bat, wusste ich: jetzt wird’s Zeit! Also Leute, hier meine Variante von “Pasta Pesto e Cioccolata” aka “Aromen, die sonst nix miteinander zu tun haben, tummeln sich auf meiner Zunge-Pasta”:

für 2 Personen

200g Nudeln

50 g Kochschinken

300 g Kirschtomaten

100 ml Sahne

75 ml Gemüsebrühe

20 g Schokolade (80% Kakaoanteil)

1 1/2 gehäufte EL Basilikumpesto

etwas Knoblauchöl, alternativ: 1/4 Knoblauchzehe und Olivenöl

01-grün  Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren.  Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden.

02-grün  Schinken in Quadrate mit etwa 1cm Kantenlänge schneiden. Schokolade in grobe Stücke hacken. Nudelwasser aufsetzen. Knoblauchöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen (alternativ den Knoblauch in etwas Olivenöl andünsten und später im Ganzen aus dem fertigen Gericht herausholen), Schinken daran anbraten. Nach etwa drei Minuten Ofentomaten dazugeben, kurz anschwitzen und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen. Währenddessen die Nudeln bissfest garen. Die Sahnesauce etwa 2 Minuten einköcheln lassen, danach das Pesto unterrühren.

03-grün  Gekochte Nudeln in die Pfanne geben und gut mit der Sauce vermischen. Auf tiefen Pastatellern servieren und unmittelbar vor dem Essen mit der gehackten Schokolade bestreuen. eat it. love it.

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Pesto Rosso

Das Prädikat “to die for” zu erlangen, das schaffen nur ganz wenige Gerichte. Der Witz ist ja, dass diese meist eigentlich simpel sind und dabei so gut ausgearbeitet wurden, dass das Rezept perfekt ist. So etwa der berühmt-berüchtigte Flammkuchen von delicious days, der Marmorkuchen von Oma Frieda auf chefkoch, und nicht zu vergessen: Mamas Hirschgulasch. Und für mich gehört, den Stolz kann ich mir nicht ganz verkneifen, dieses rote Tomatenpesto ab sofort auch dazu.

Ich wollte ein Pesto Rosso, das mich bei Hunger auf Tomatenpesto glücklich macht, ohne großen Schnickschnack und mit sattem Tomatengeschmack. Bei meinen langwierigen Recherchen bin ich allerdings hauptsächlich auf Rezepte gestoßen, in denen getrocknete Tomaten mit Knoblauch, Olivenöl und Parmesan in den Mixer geschmissen wurden und danach auf heißen Nudeln landeten.

Dabei kann man so viel Aroma dazupacken, wie mir schließlich dieses Rezept gezeigt hat. Die Idee, die getrockneten Tomaten kurz vorzukochen, kannte ich ja bereits von hier. Das Kochwasser aber als aromatischen Ersatz für Olivenöl zu verwenden, das war mir völlig neu. Ich habe das Rezept immer wieder variiert, bis ich vollends glücklich damit war. So sind beispielsweise die Pinienkerne aus dem Pesto geflogen – frisch geröstet auf den dampfenden Nudeln gefallen sie mir viel besser und kommen auch als Co-Stars bestens zur Geltung.

für 2 Portionen

1 TL getrockneter Thymian

60 g getrocknete Tomaten (abgetropft)

150 ml Wasser

2 EL gehackte Mandeln

1 EL Tomatenmark

2 EL frisch geriebener Parmesan

1 1/2 EL Olivenöl

Salz, Pfeffer

2 EL Pinienkerne

  Wasser salzen und in einem kleinen Topf aufkochen, getrockneten Thymiam und getrocknete Tomaten hinzugeben und fünf Minuten köcheln lassen.Die Tomaten abgießen und abkühlen lassen, den Sud auffangen und 50 ml davon abmessen. Parmesan reiben, die Mandeln in einer Pfanne ohne Öl anrösten. Die abgekühlten, getrockneten Tomaten in grobe Stücke schneiden und gemeinsam mit dem Tomatenmark, den Mandeln, einem Schuss vom Sud und dem Olivenöl pürieren. Den Parmesan unterrühren und danach den restlichen Sud zugeben, bis eine cremig-feste Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und beiseite stellen. 200 g Nudeln in reichlich Salzwasser al dente kochen, kurz vor Schluss einen Schöpfer Nudelwasser in eine Tasse füllen. Die Nudeln abgießen, auf keinen Fall abschrecken und auch nicht trocken schütteln. In den Kochtopf das Pesto geben und mit etwas vom abgeschöpften Nudelwasser flüssig anrühren, die gekochten Nudeln dazugeben und gut vermischen. Mit den gerösteten Pinienkernen und Parmesan anrichten. eat it. love it.

Das Pesto ist einfach ein Alleskönner – ihr könnt es als Basis für andere Pastasaucen verwenden oder das Gericht mit ein paar ofengetrockneten oder frischen Tomaten aufpeppen. Oder ihr gebt einfach noch ein paar aromatische und vollreife Tomaten (so ihr diese denn in Deutschland auftreibt) statt des Tomatenmarks mit ins Pesto. Sollte davon tatsächlich etwas übrig bleiben, dann verwendet die Reste einfach am nächsten Tag als Brotaufstrich! Achja, und die mit dem Löffel nicht mehr rauskratzbaren Reste im Stabmixer lassen sich mit Hilfe von ein paar Grissini ganz einfach entfernen… ;)

 

Normalerweise ist Pesto für mich das typische Essen, wenn’s schnell gehen muss: Zutaten in den Rührbecher, Stabmixer reinhalten, draufdrücken und nach 10 Sekunden hat man schon die Basis für ein wunderbares Pastagericht nach einem langen Tag. An solchen Tagen macht das dann auch glücklich. Doch ich hatte nun wirklich Lust auf Basilikum-Pesto und war nicht mehr ganz zufrieden mit dieser Basilikum-Creme, die ich unter dem Namen “Pesto” sonst immer aus dem Rührbecher gekratzt und auf meine Nudeln gegeben habe.

Bei Heidi habe ich schließlich einen ganz neuen Ansatz des Pestomachens entdeckt: sie schreibt, echtes Pesto bekäme man nur durch das Hacken, nicht Pürieren, der Zutaten. Mit “mal eben schnell Pesto machen” hat das zwar nicht mehr allzu viel zu tun, wirklich länger als eine andere Pastasauce dauert jedoch auch diese Variante nicht. Also schnappte ich mir ein Wiegemesser, einen Topf Basilikum und hackte drauf los. Wenn man mit dem Basilikum fertig ist, kommen die Pinienkerne dazu, dann der Parmesan, und so hackt man immer weiter munter auf seinem Brett herum. Ich kann euch sagen, das hat schon fast wieder etwas Meditatives!

Ich empfehle euch hierfür wirklich die Verwendung eines Wiegemessers, ansonsten wird euch vom Festhalten der Messerspitze nach einiger Zeit wohl ziemlich die Hand schmerzen. Mit dem Wiegemesser geht man also auf seine Zutaten auf einem Holzbrett los, zwischendurch schiebt man das Gehackte wieder zusammen, hackt weiter und so weiter. Nach knapp 20 Minuten ist das Pesto fertig und schön sämig. Mit etwas Olivenöl bedeckt könnt ihr es guten Gewissens einige Stunden vor der Verwendung noch in der Küche stehen lassen oder gut verpackt einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Das Tolle an der Hackmethode: es sind immer noch einzelne Blattteilchen der Basilikumblätter enthalten, die Pinienkerne schmecken nicht nussig vor und übertünchen somit nicht den feinen Basilikumgeschmack. Auch waren meine Pestonudeln noch nie so grün wie jetzt, ich habe den Eindruck, dass dieses Pesto sich irgendwie besser mit den Nudeln verbindet als mein Basilikumpüree von früher. Und weil kaum etwas so simpel und so grün ist wie ein echtes Pesto alla Genovese, wird es Zeit, dass ich noch schnell und endlich einmal bei Uwes Aktion “Cookbook of Colors” teilnehme – dort wird nämlich diesen Monat nach grünen Rezepten gesucht!

für 2 Portionen

30 g Basilikumblätter und feine -stiele

1-2 Knoblauchzehen

3 EL Pinienkerne

20 g frisch geriebener Parmesan

Olivenöl

Salz, Pfeffer

  Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Basilikum waschen und trockentupfen. Auf ein Holzbrett geben und zuerst ein Drittel des Basilikums mit dem Knoblauch fein hacken, dann ein weiteres Drittel vom Basilikum dazugeben,weiter hacken und schließlich den restlichen Basilikum dazugeben und ebenfalls fein hacken. Die Hälfte der Pinienkerne hinzufügen und weiter feinhacken, danach die restlichen Pinienkerne dazugeben und ebenfalls gemeinsam mit den anderen Zutaten feinhacken. Die Hälfte des Parmesans darüberstreuen und darunterhacken, schließlich den restlichen Parmesan hinzufügen und so lange hacken, bis ein feines, sämiges Pesto entstanden ist.

  Gegebenenfalls Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken (mir hat die Salzigkeit des Parmesans gereicht). Pesto in eine kleine Schüssel geben und dünn mit Olivenöl begießen. Beiseite stellen, bis es benötigt wird, danach gegebenenfalls nochmals mit etwas Olivenöl verrühren. Zum Servieren mit einem kleinen Schuss vom stärkehaltigen Nudelwasser in einer Pfanne anrühren und darin mit den frisch gekochten, tropfnassen Nudeln vermischen. eat it. love it.

 

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Da denke ich mir nichts Böses und sitze wenige Tage vor Weihnachten vor einem großen und schweren Paket mit einer roten Schleife drumherum. Ich öffne das Paket und es haut mich wahrlich vom Hocker: ich blicke in eine Kiste voll italienischer Bio-Feinkost aus der Toskana! Mir geht das Herz auf – als echter Pasta-Fan bin ich für so etwas immer zu begeistern.

Natürlich möchte ich euch berichten, was ich so alles aus der Kiste von der Fattoria La Vialla gezogen habe und wie mein Eindruck davon ist, aber zunächst:

Liebe Edith, herzlichen Dank für dieses wundervolle Geschenk! :D

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Die Übersicht über die Produkte. Die schicke Schriftart im Stil einer Handschrift verziert jedes einzelne von ihnen und vermittelt sofort den Eindruck, dass man etwas Besonderes vor sich hat. Dass es sich  dabei auch noch um Produkte aus biologischer Landwirtschaft handelt, bestätigt das nur. Außerdem ungewöhnlich: eine negative CO2-Bilanz – die Fattoria “speichert” damit über 4000 Tonnen CO2 im Jahr.

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Der Rosé – bis ich ihn probiert habe, muss ich mich darauf verlassen, dass ein Bauernhof mit so stilvoll gestalteten Etiketten echte gute Produkte machen muss. ;) Gespannt bin ich auch auf den Rotwein: ein Chianti mit 13,5 Umdrehungen.

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Pesto alla genovese ist ein Klassiker der italienischen Küche. Natürlich ist es praktisch, es im Glas kaufen zu können, aber wie wir wissen, wird dabei ganz gerne mal aus Kostengründen das Olivenöl durch ein günstigeres Öl und die Pinienkerne durch Cashewnüsse ersetzt. Nicht so bei La Vialla: der Zutatenliste nach sind nur Olivenöl, Basilikum, Pinienkerne, Parmiggiano, Pecorino, Walnüsse, Salz, Weinessig, Knoblauch, Milchsäure und Fructose enthalten. Klingt sehr gut!

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Beim Sugo Bombolino macht schon der Name Hunger – es ist eine Sauce aus süß-fruchtigen Bombolini-Tomaten, geschärft mit etwas Peperoncino.

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Die Spaghetti würden bei mir definitiv Spaghettoni heißen – sie sind recht dick und haben eine Kochzeit von 10-12 Minuten. Aber wer bin ich, um über den Sprachgebrauch von Italienern zu urteilen? ;) Ich freue mich jedenfalls auf eine besondere Pasta, an der die Sauce perfekt haften bleiben wird. Schaut euch nur die raue Oberfläche an!  So muss es sein.

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Das gleiche gilt natürlich auch für die Fusilli. Die schicken dreiflügeligen Spiralnudeln bestehen wie die Spaghetti nur aus Hartweizengrieß und Wasser.

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Schließlich ist da noch ein Laib Pecorino in der Kiste, der auch durch die Verpackung verführerisch duftet. Ich stelle ihn mir hervorragend zu tomatigen Pasta-Saucen vor und werde genau das ausprobieren!

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Und zu guter Letzt finde ich noch ein Kochbuch in dem Paket: “Le Ricette di Giuliana n.2″. Das zweite Rezeptbuch von Oma Giuliana für ihre Enkel.

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Darin beschreibt die Großmutter klassisch italienische Rezepte mit typisch italienischer Gelassenheit. Das Buch liest sich wie eine komplette Menüfolge: vom Aperitif bis zu den Desserts ist an alles gedacht. Was mir auf jeden Fall schon ins Auge gefallen ist und nachgekocht werden will: Pici con “l’aglione” (Pici mit Knoblauchcreme) mit 30 Stangen Frühlingsknoblauch oder 20 Knoblauchzehen!

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Vapiano Specials zum Olivenfest Viva Oliva 2011: Pasta Pesto d’Oliva, 6,00 Euro, gegessen im Vapiano München Bogenhausen und Pasta Rustica, 9,00 Euro, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe

Zwei Wochen dauert das Olivenfest bei Vapiano – bis zum 8. Mai habt ihr noch Zeit, die Specials zu testen, die ich hier für euch reviewt habe.

Zum Olivenfest erwartet den Gast mit Pasta Pesto d’Oliva ein simples Gericht, an dem sich die Geister scheiden werden: jene, die Oliven mögen, werden es lieben. Die anderen dürfen einen großen Bogen herum machen (zum Beispiel Tina :) ). Das Olivenpesto ist mit Minze gewürzt, eine interessante Kombination. Leider verfliegt dieser Neuheitswert mit jedem Bissen und nach einiger Zeit schmeckt man die Minze nicht mehr sehr deutlich heraus. Was diesen Nudeln auf jeden Fall gut tut ist eine große Portion geriebener Käse, ebenso wie frisch gemahlener Pfeffer. Und wenn ich so an die Minze zurückdenke, wäre wohl auch etwas Zitronensaft nicht schlecht gewesen, um dem ganzen noch etwas mehr Pepp zu verleihen. Übrigens: Olivenpesto macht sich auch auf Brot als Bruschetta ganz hervorragend: mit geriebenem Käse bestreuen und kurz überbacken – feine Sache.

“PASTA PESTO D’OLIVA
Hausgemachtes Olivenpesto mit knackigen Kirschtomaten und
grünen Oliven trifft auf unsere frische Pasta. So lecker, dass sich
gleich noch italienischer Hartkäse und frische Minze hinzugesellen.
Passt besonders gut zu unseren hausgemachten Fusilli.”

Um den Review zu komplettieren, hab ich für euch natürlich auch das zweite Pasta-Special getestet: Am Freitag hab ich mich mit meiner lieben Freundin Anna zum Essen in den Fünf Höfen getroffen (ich durfte dann noch ihre Spaghetti Pomodoro Mozzarella aufessen, ein Traum!). Pasta Rustica verrät schon im Namen, worum es hier geht: große Stücke, deftiger Geschmack – ein rustikales Bauerngericht im weitesten Sinne. Dazu wird gepellte Salsiccia Siciliana stückchenweise in den Wok gegeben und angebraten, was die recht fettige Saucengrundlage herstellt. Hinzu kommen halbgetrocknete Tomaten und Kartoffelwürfel und schließlich etwas Olivenpesto. Wenn die Nudeln fertig sind, wird noch etwas fein gehobelter Provolone untergemischt und auf Wunsch über das Gericht gegeben. Empfohlen werden dazu Fusilli – das passt zu den großen Stücken in der Sauce. Da steht dann also eine Schale ölig ummantelter Nudeln vor einem; der erste und letzte Geschmackseindruck ist wirklich deftig und etwas scharf: die Wurst ist es, die hier den Ton angibt. Das Olivenpesto kann man eigentlich gar nicht herausschmecken, es hält sich dezent im Hintergrund. Die Tomatenstücke sind für meinen Geschmack zu groß – die Kartoffeln dienen primär als dezente Ergänzung der Sauce. Ist es denn eine Sauce? Wie bei Aglio e olio ist es eigentlich Öl, das die Nudeln zusammenbringt. Hier ist es das Fett der Salsiccia und des italienischen Käses, sowie das Öl des Olivenpestos – eine heftige Kombination. Heißt: viel trinken und Brot dazu.

“PASTA RUSTICA
Salsiccia Siciliana und Kartoffelwürfel mit halbgetrockneten Tomaten
an frischem Olivenpesto und Provolone, einem italienischen Hartkäse.
Freut sich besonders auf unsere frischen Fusilli.”