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Zum Dank: ein Brunch

Ich bin vor einigen Wochen umgezogen, und erst jetzt würde ich so langsam behaupten, dass die Wohnung fertig ist. Klar, an manchen Stellen fehlen noch Kleinigkeiten. Aber insgesamt ist die Wohnung nun nicht nur bewohn-, sondern auch vorzeigbar. Höchste Zeit also, ein paar Leute einzuladen. Die besten Premierengäste: Natürlich die Freunde, die beim Umzug geholfen haben.

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Die kannten die Wohnung bisher größtenteils nur im IKEA-Baumarkt-Holzstaub-Schrauben-Modus, haben die Arbeitsplatte für meinen neuen Herd ausgesägt, haben mit mir Schränke fluchend aufgebaut und mit dem Schlagbohrer erkundet, wie viele unterschiedliche Wandmaterialien eine fünf Meter lange Wand so zu bieten hat. (Viele.) Von diesen ganzen Ärgereien ist in der Wohnung nun glücklicherweise nichts mehr zu sehen. Stattdessen stand eine fertig gedeckte Tafel bereit, Kaffee war gekocht und im Ofen stockte die Frittata, als die Gäste kamen.

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Zum Einzug habe ich, ganz klassisch, selbstgebackenes Weißbrot (die Scheiben, die obenauf im Brotkorb liegen) und Blütensalz bekommen, dazu noch ein paar orientalische Gewürze und Hibiskusblüten in Sirup. Mit denen wollte ich schon immer einen Aperitiv ausprobieren. Für den Brunch gab es jedoch erst einmal Pfirsich-Thymian-Bellini. Auf dem Tisch standen Ziegenkäse-Tomaten-Scones, Quiche Lorraine, versunkener Zwetschgenkuchen und selbstgebackenes Quinoa-Knusper-Müsli mit Obst und Sahnejoghurt bereit. Die Zucchini-Feta-Frittata habe ich in den Ofen geschoben, als die ersten Gäste unten geklingelt haben. Und zum Brot gab es Forellencreme, selbstgemachte Birnen-Schokoladen-Marmelade, Himbeermarmelade und Honig. Das erste Großprojekt hat die kleine Küche hinter sich – nur ‘ne Spülmaschine wäre noch ganz nett. Aber für die gibt’s nun echt keinen Platz mehr…

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Freundschaft ist, wenn zwei zur selben Zeit auf dieselbe Idee kommen. In unserem Fall, den Sonntagnachmittag gemeinsam mit was Süßem und Kaffee zu verbringen. Ich wollte Michi anrufen, und da sah ich schon den verpassten Anruf von ihm. “Komm doch vorbei und wir backen Scones!”, hieß der Vorschlag, und so haben wir schließlich zu dritt mit einem weiteren Liebhaber der Backkunst und des Britischen per se Scones gebacken. Für die beiden Herren gab es natürlich Schwarztee dazu, ich blieb dann doch beim ursprünglichen Kaffeeplan.

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Apropos Plan. Wir haben uns vertrauensvoll an die BBC-Website Good Food gewandt und uns dort dieses sehr gut bewertetes Rezept als Grundlage gesucht. Abgewandelt haben wir es mit meinen bisherigen Erfahrungen des Scones-Backens, die ich mir vor allem aus den Cynthia Barcomi-Büchern abgeguckt habe. Soll heißen: je kälter die Zutaten sind, desto besser.

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An dieser Stelle sei außerdem einmal unser Ärger über das bayerische Ladenschlussgesetz erwähnt. Denn genau dieses hat uns vor das Problem gestellt, dass wir zu wenig Standardmehl Type 405 hatten. Aber da der oben erwähnte anonyme Liebhaber der Backkunst im Moment vor allem ein großer Brotbäcker ist, hatte er natürlich gefühlt alle anderen erdenklichen Mehlsorten im Schrank stehen. Also haben wir einfach mal mit Weizenvollkornmehl aufgefüllt, was das 405er nicht mehr hergab. Eine super Idee, wie wir im Nachhinein feststellten. Denn die kleinen buttrigen Scones gewinnen dadurch einen tollen Biss. Ab sofort machen wir das immer so!

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für acht große oder 12-16 kleine Scones

260 g Weizenmehl Type 405

80 g Weizenvollkornmehl

1 TL Backpulver

85 g kalte Butter

3 EL Zucker

175 ml kalte Milch

1 Spritzer Zitronensaft

1 TL Vanilleextrakt, alternativ: 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker

01-grün  Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mehl, Salz und Backpulver in einer Rührschüssel mischen. Die Butter in kleinen Würfel dazugeben und mit den Fingern schnell unterbröseln. Dafür die Butterstücken jeweils zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger mit dem Mehl verkrümeln bis keine größeren Stücke mehr in der Mehlmischung zu sehen sind, danach den Zucker (falls ihr Vanillezucker verwendet, dann auch diesen hier verwenden) zugeben und mit einem Löffel unterrühren.

02-grün  Milch, Zitronensaft und Vanilleextrakt verrühren und zur Mehlmischung gießen. Mit dem Löffel zügig einrühren, bis alles gerade so miteinander vermischt ist. Den Teig kurz mit den Händen zusammendrücken. Ein Blatt Backpapier auf die Arbeitsfläche legen, den Teig darauf geben und mit den Fingern sanft zu einer etwa 2 cm hohen Teigplatte formen. Dann die Teigplatte zweimal übereinander falten und wieder flach drücken, dieses mal auf etwa vier cm Höhe.

03-grün  Einen Ausstecher oder den Rand eines Glas mit dem gewünschten Durchmesser für die Scones kurz in Mehl tauchen, danach aus der Teigplatte die Scones ausstechen und auf dem Backpapier verteilen. Ein Backblech darunterschieben und die Scones im Ofen (je nach Größe und Ofen) 10 bis 18 Minuten backen. Die Scones sind fertig, wenn sie oben leicht gebräunt sind und auf Fingerdruck noch leicht nachgeben. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und lauwarm mit Clotted Cream (alternativ: Crème double) und Marmelade essen. eat it. love it.

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Zucchini-Feta-Tarte mit doppelt Parmesan

Im Februar zögerte ich noch, mir das Tartebuch von Catherine Kluge zuzulegen. Ich habe mich ja noch nicht einmal durch mein anderes Lieblingstartebuch, “Raffinierte Tartes” von Alfons Schuhbeck und Annik Wecker, durchgebacken. Der Geist war also stark, das Tarteherz wurde im Buchladen letztens dann aber doch schwach. Und so ist Klugers “Tartes & Tartelettes” inzwischen Teil meiner Kochbuchsammlung. Zu meiner Geburtstagsfeier habe ich die Tarte mit Zucchini und Feta bereits ohne die im Buch vorgesehenen Parmesanstreusel serviert. Gab aber noch genug anderes zur Feier (sonst wäre ich wohl auch noch zum Streuselmachen gekommen), keine Bange…

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Die Tarte ging weg wie geschnitten Brot Tarte eben. Bereits damals habe ich daran gedacht, dass zu diesem Rezept sicherlich auch der Parmesan-Oregano-Mürbteig aus dem erwähnten Schuhbeck-Buch passen würde. Quasi Parmesan von oben und unten. Also ausprobiert und festgestellt: Es passt ganz hervorragend. Catherine Kluger verwendet für ihre Rezepte eine Form mit 20-22cm Durchmesser und 4 cm Höhe. Ich besitze so etwas nicht und ohnehin bevorzuge ich flache Tartes. Deshalb habe ist die Menge der Eiermilch in meiner Variante an eine flache Tarteform mit 28er-Durchmesser angepasst.

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Das Rezept sieht aufgrund der unterschiedlichen Komponenten nach mehr aus, als es tatsächlich ist. Den Teig könnt ihr, wie immer, auch problemlos am Vortag herstellen oder auf Vorrat einfrieren und am Backtag auftauen lassen. Die Füllung ist dafür umso schneller zubereitet und auch die Parmesanstreusel machen nur wenig Arbeit, wenn ihr genug Zeit habt, um sie zu backen und etwas auskühlen zu lassen. Dieses knusprige Topping macht die Tarte meiner Ansicht nach zu einem echten Hingucker – falls ihr aber in Eile seid, ist es auch kein Drama, sie wegzulassen.

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Teig für eine Form von 28 cm Durchmesser

200 g Mehl

100 g eiskalte Butter

2 EL geriebener Parmesan

2 TL getrockneter Oregano

70 ml eiskaltes Wasser

1 TL Salz

1 EL Essig

01-grün  Mehl in eine Schüssel sieben, mit Salz, Parmesan und Oregano vermischen. Butter in Flocken untermischen, und mit den Fingern gründlich unterkrümeln. Wasser und Essig langsam hinzugeben und mit einem Esslöffel alles verrühren. Mit den Händen schnell zu einem glatten Mürbeteig verkneten. In eine Frischhaltefolie einwickeln und für etwa eine Stunde im Kühlschrank kühlen.

für die Füllung

50 g Feta

150 g Zucchini

1 unbehandelte Zitrone

1 Knoblauchzehe

1 EL Olivenöl

70 ml Sahne

210 ml Vollmilch

3 kleine oder 2 große Eier

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Feta abtropfen lassen und mit einer Gabel zerkrümeln. Zucchini waschen und auf einer groben Reibe raspeln, danach auf einem Teller mit Küchenkrepp auslegen und etwas trocknen lassen. Zitrone heiß abwaschen und reiben. Knoblauchzehe schälen und halbieren. In einer kleinen Pfanne das Olivenöl erhitzen, die Knoblauchhälften und die Zitronenschale etwa eine Minute anschwitzen, bis sie intensiv duften. Zucchiniraspeln hinzugeben und zwei Minuten anschwitzen. Wenig salzen (denkt daran, es gibt noch Feta und zweimal Parmesan…) und pfeffern, auf einem Teller abkühlen lassen. Danach den Knoblauch entfernen.

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Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig aus dem Kühlschrank holen und etwas größer als die Tarteform ausrollen. Die Form gründlich fetten und mit dem Teig auslegen. Dafür einen Kreis im Durchmesser der Form aus der Teigplatte schneiden und in die Form legen, danach aus den übrigen Teigresten rund um einen Rand legen und diesen mit den Fingern am Boden festdrücken. Kontrollieren, ob sich der Teig überall miteinander verbunden hat, damit später keine Risse entstehen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Für 30 Minuten im Gefrierschrank kaltstellen.

für die Parmesanstreusel

50 g Mehl

50 g geriebener Parmesan

50 g eiskalte Butter in Flocken

04-grün  Alle Zutaten für die Streusel in einer kleinen Schüssel miteinander zerkrümeln. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und 10-12 Minuten im vorgeizten Ofen guldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Ofen auf 200°C vorheizen. Die Tarteform aus dem Gefrierschrank holen, mit Backpapier auslegen und mit Hülsenfrüchten oder Blindbackkugeln beschweren. 15 Minuten blindbacken.

05-grün  Währenddessen die Sahne, Vollmilch und die Eier in einem hohen Rührbecher miteinander verquirlen. Auf dem vorgebackenen Teig zuerst die gebratenen Zucchini, danach den Feta verteilen. In den Ofen stellen, dann die Eiermilch hinzugießen. Temperatur auf 180°C reduzieren und 30-35 Minuten backen. Vor dem Servieren mit den Parmesanstreuseln bestreuen. eat it. love it.

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Karotten-Kokos-Kuchen

Kuchen aus Gemüse klingt irgendwie immer wahnsinnig gesund, findet ihr nicht? Aber wie komme ich auch darauf, die Worte „Kuchen“ und „gesund“ in einen Satz zu packen…dieser Karottenkuchen wirkt zunächst wie ein echter Öko-Kuchen für Kalorienbewusste. Aber glaubt mir, sobald ihr die (noch) geheime Spezialzutat über den Teig gegossen habt, vergeht euch dieser Gedanke ganz schnell wieder.

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Vorurteile geschürt? Gut, dann kann ich ja mit dem Schwärmen anfangen. Wie ihr euch denken könnt, handelt es sich hier um einen äußerst leckeren Kuchen. Warum sonst sollte ich ihn euch auch vorstellen…Als ich ihn vor einigen Wochen gebacken habe, ging er auf jeden Fall weg wie warme Semmeln, und die Prädikate der Beschenkten reichten von ganz viel „Mhhhm“ bis hin zu „Boah ist der saftig!“ und „Der klebt ja total!“. Die beiden letzteren Eigenschaften liegen vor allem an der Masse an gezuckerter Kondensmilch, die man nach der Hälfte der Backzeit auf dem Kuchen verstreicht – ein Teil versickert zwischen Karotten und Kokosflocken, der andere karamellisiert auf der Oberfläche und wird zu einer Decke aus echter Dulce de Leche. Klingt nicht nur köstlich, schmeckt auch so!

Das Rezept für diesen Karotten-Kokos-Kuchen stammt aus der letzten „Lecker Bakery“. Dort verwenden die Autoren zusätzlich 50 g Kokoschips als Deko (ich fand, dass der Kokosgeschmack bereits so gereicht hat) noch etwas mehr von der Kondensmilch. Nachdem ich bereits zwei Tuben leergedrückt hatte, betrachtete ich jedoch das Werk und habe mich dazu entschlossen, dass das wirklich genug des Guten war. Stimmte auch, der Kuchen hatte so genau die richtige Süße. Gezuckerte Kondensmilch findet ihr übrigens in besser sortierten Supermärkten unter dem Markennamen „Milchmädchen“ von Nestlé. Wenn ihr den Kuchen in einer luftdichten Box aufhebt, ist der Kuchen dank dieser Zutat auch noch ein bis zwei Tage später saftig und schmeckt richtig gut zum Nachmittagskaffee!

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für eine Springform mit 26cm Durchmesser

250 g Karotten

3 Eier

100 g Zucker

175 g Mehl

100 g Kokosraspel

2 gestrichene Teelöffel Backpulver

340 g gezuckerte Kondensmilch

01-grün  Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, die Karotten putzen und fein reiben. Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eier trennen. Das Eiweiß in einer größeren Schüssel mit einer Prise Salz halbfest schlagen, ab dann den Zucker einrieseln lassen und mit dem Handmixer steif schlagen. Danach zunächst zwei Esslöffel kaltes Wasser und dann das Eigelb unterheben.

02-grün  Drei Viertel der Kokosraspel mit dem Mehl und dem Backpulver gut verrühren. Mit einem Holzkochlöffel mit Loch in der Mitte die geriebenen Karotten und die Kokos-Mehl-Mischung unter die Eiermasse heben. Den Teig in die Form füllen und die restlichen Kokosraspeln darauf verteilen. Auf mittlerer Schiene etwa 20 Minuten backen.

03-grün  Den Kuchen aus dem Ofen holen und die Kondensmilch gleichmäßig über den Kuchen verteilen. Noch einmal 15 bis 20 Minuten weiterbacken. Mit einem Stäbchen testen, ob der Kuchen gar ist – wenn auch die Kondensmilch auf der Oberfläche schön karamellisiert ist, ist der Kuchen fertig. Vor dem Essen leicht abkühlen lassen. eat it. love it.

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Blaubeer-Scones à la Barcomi

Neues aus der Reihe Ugly Food – irgendwas mit tiefgefrorenen Blaubeeren oder Heidelbeeren, die man nicht lange genug abgetropft hat. Die färben einem das Gebäck dann in allen Farbfacetten eines frischen Boxerveilchens nach dem Aufeinandertreffen mit Wladimir oder Vitali K. – lasst euch deshalb bitte bloß nicht vom Aussehen dieser Scones abhalten, sie schmecken sagenhaft! In Cynthia Barcomis zweitem Backbuch, aus dem ich das Rezept habe, sehen sie allerdings weitaus schöner aus. Mag daran liegen, dass Cynthia wahrscheinlich frische Beeren oder zumindest ausreichend abgetropfte verwendet hat.

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Inzwischen habe ich das Rezept dreimal gebacken und kam jeweils zu unterschiedlichen Ergebnissen: die erste Ladung mit TK-Heidelbeeren, groß und rund, die ich nach dem Auftauen eine Stunde habe abtropfen lassen, haben geschmacklich überzeugt und waren auch nicht übermäßig verfärbt. Ein paar Wochen später, eine zweite Ladung, dieses mal mit TK-Waldheidelbeeren vom Discounter. Klang gut, nur sind die viel kleiner und vor allem viel empfindlicher als die großen Beeren vom Backversuch davor. Der Teig war nicht nur verfärbt, er war eigentlich komplett gefärbt. Und nach dem Backen habe ich festgestellt: die Beeren waren überhaupt nicht süß und den Scones hat definitiv Zucker gefehlt.

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Also eine dritte Runde, wieder mit kleinen TK-Heidelbeeren. Die habe ich jedoch im Voraus probiert und wusste, dass der Zuckergehalt passen müsste. Probiert also auf jeden Fall eure Beeren vorher, wenn ihr tiefgefrorene verwendet. Natürlich sind Geschmäcker unterschiedlich, aber sie sollten auf jeden Fall auch pur ohne Zuckerzusatz leicht süß schmecken. Außerdem habe ich dieses Mal auch die Beerenmenge im dritten Anlauf etwas reduziert, da die Scones mit kleinen Beeren aus dem zweiten Versuch viel länger gebraucht haben und nicht ganz so locker geworden sind.

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Nun die abschließende Einschätzung: diese Scones gehen ratzfatz, wenn man denn die richtigen Beeren zur Hand hat und tiefgefrorene Beeren auch davor lange genug hat abtropfen lassen. Am besten dürfte es wohl mit großen Kulturheidelbeeren funktionieren, da könnt ihr guten Gewissens auch 200 g verwenden, wie im Originalrezept angegeben. Bei kleineren Exemplaren (wie auf dem Foto zu sehen) haben 170-180 g bei mir besser funktioniert. In memoriam heute wieder für die Initiative Sonntagssüß!

8 große oder 16 kleine Scones

60 ml kalte Buttermilch

2 Eier

100 g Zucker

325 g Mehl

1 TL Natron

1 TL Backpulver

1/2 TL Salz

90 g eiskalte Butter

170-200 g (TK-)Blaubeeren (s.o.)

1/2 TL Zimt

2 TL Zucker

optional: Abrieb einer halben Bio-Zitrone

01-grün  Tiefgekühlte Beeren in ein kleines Sieb geben und bei Zimmertemperatur auftauen und abtropfen lassen. Buttermilch und Zitronenschale in eine kleine Rührschüssel geben, Eier dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Wenn es draußen warm ist: vorübergehend in den Kühlschrank stellen. Ofen auf 200°C vorheizen.

02-grün  In einer größeren, separaten Schüssel die trockenen Zutaten Zucker, Mehl, Natron, Backpulver und Salz mischen. Die Butter in kleinen Würfeln oder Streifen dazugeben. Dann schnell mit den Fingern die Butter mit den trockenen Zutaten zerkrümeln – wenn die Butter weich wird und anfängt zu kleben, einfach die Schüssel samt Zutaten für einige Minuten im Kühlschrank noch einmal durchkühlen lassen. Die kalte Buttermilchmischung dazugießen und mit einem Kochlöffel durchrühren. Die Zutaten sollten sich gerade so vermischen, je mehr ihr rührt, desto zäher werden die Scones später. Beeren vorsichtig unterheben.

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Die Arbeitsfläche großzügig bemehlen und den Teig darauf geben. Vorsichtig zu einer etwa 2cm dicken Scheibe drücken, die Beeren sollten möglichst nicht zerplatzen. Ein scharfes Kochmesser mit Mehl bestäuben und den Teig in 8 große oder 16 kleine Dreiecke teilen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Zimt und Zucker miteinander verrühren und die Scones damit bestreuen. Auf mittlerer Schiene etwa 18 Minuten backen. Die Scones sollten nicht allzu dunkel sein sondern nur leicht bräunen. Auf ein Kuchengitter heben und einige Minuten auskühlen lassen. eat it. love it.

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Irgendwo in den unendlichen Weiten dieses Internets habe ich mal gelesen, mal solle Scones möglichst nicht am nächsten Tag essen, weil sie dann hart und zäh seien – Blödsinn. Ich habe die paar, die doch übriggeblieben sind, in eine luftdicht verschließbare Plastikbox gegeben und bei Zimmertemperatur aufgehoben. Sie waren auch noch einen Tag später ganz wunderbar. :)

 

Es gibt so Gerichte, die schmecken einfach göttlich – bei dem Aufwand ist das aber dann auch gerechtfertigt. Andersrum geht das natürlich auch, minimaler Aufwand, wenig oder zumindest unspektakulärer Geschmack. Aber die echten Bringer sind doch eigentlich die Rezepte, die mit dem kleinstmöglichen Aufwand das maximale Geschmacksergebnis erzielen, oder wie seht ihr das? Momentan habe ich wirklich nicht viel Zeit, aber das muss ja nicht heißen, dass ich deshalb zwangsläufig mich nur noch von Take Away-Gerichten oder Schinkenbrot ernähren muss…ich präsentiere euch, die perfekte Vorspeise, die “Aaaahs!” und “Oooohs!” und vor allem ganz viel “Mmmmhmmm…” hervorrufen wird, und euch weder beim Menükochen noch als Snack zwischendurch ins Schwitzen bringt:

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Diese Crostini sehen nicht nur fabelhaft aus, sie schmecken auch unfassbar gut. Ich war nach dem ersten Bissen sprachlos, und glaubt mir, das heißt etwas. Dabei waren die Crostini, leicht abgewandelt nach einem Ottolenghi-Rezept, im Nu aus lauter Sachen gemacht, die ich sowieso gerade im Kühlschrank/Vorratsschrank/Obstkorb liegen hatte. Ciabatta vom Vortag, im Ofen mit Pinienkernpaste knusprig gebacken, oben drauf karamellisierte Birnen sowie etwas Ziegenweichkäse, der im Ofen noch einmal leicht anschmilzt – fertig!

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für 2 Personen als große Vorspeise oder Snack

1 große, reife Birne

15 g Pinienkerne

1/2 Knoblauchzehe

2 EL Olivenöl

2 große Scheiben Ciabatta

1 TL Zitronensaft

1 TL Zucker

60 g Ziegenweichkäse

01-grün  Ofen auf 200°C vorheizen. Pinienkerne mit Knoblauch und 1 EL Öl im Mörser oder Mixer zu einer feinen Paste mahlen, gut salzen und pfeffern. Die Ciabattascheiben mit der damit bestreichen und auf mittlerer Schiene im Ofen etwa 10 Minuten backen. Birne waschen und mit der Schale in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. Das Kerngehäuse mit der Messerspitze herausschneiden. Die Birnenscheiben mit Zitronensaft, Zucker, dem restlichen Öl und einer weiteren Prise Salz in einer Schüssel mischen. Den Ziegenkäse in hauchdünne Scheiben schneiden.

02-grün  Eine Pfanne (im Original: Grillpfanne – ich habe meine unbeschichtete Pfanne verwendet) mit etwas Olivenöl ausstreichen und sehr heiß werden lassen. Die Birnenscheiben hineingeben und von jeder Seite eine Minute anbraten, bis die Scheiben leicht bräunen. Nun Birnen- und Käsescheiben abwechselnd auf das geröstete Brot legen und die Crostini nochmals für drei Minuten im Ofen backen, bis der Käse leicht anschmilzt. Noch warm servieren. eat it. love it.

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Endlich wieder Zeit für Nudeln! Nach Weihnachten, Neujahr und ein paar Tagen Verschnaufpause gab es gestern “Sizilianischen Nudelschneckenauflauf” aus der aktuellen Ausgabe der “essen & trinken”. Die besagten Nudelschnecken bestehen aus frischem Nudelteig, in den eine feste Hackfleischsauce eingerollt wurde. Über die Schnecken kommt in der Auflaufform schließlich noch Tomatensauce und kurz vor Schluss etwas Mozzarella – klingt fantastisch, oder? Im Original wäre noch Petersilie dabeigewesen, aber die braucht’s meiner Ansicht nach wirklich nicht. Nicht, dass ich je irgendwo Petersilie vermisst hätte…

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Dafür sind Rosmarin, Thymian und ein Lorbeerblatt in der Hackfleischsauce, die im Voraus erst einmal im Ofen gegart wird. Da sie danach laut Originalrezept mindestens vier Stunden durchkühlen soll (ich habe sie gut abkühlen lassen und danach für eine Stunde ins Gefrierfach gegeben), gab der e&t-Koch den Tipp, die Sauce einfach einen Tag vorher zuzubereiten. Dann ist der Auflauf tatsächlich im Nu gemacht, ansonsten rate ich euch, einfach morgens die Hackfleischsauce in den Ofen zu schieben, sie den Tag über gut durchkühlen zu lassen und am Abend die restliche Arbeit zu machen.

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Der Nudelteig aus dem Rezept hat mir sehr gut gefallen und sieht nach einem absolut gelingsicheren Teig für die Zukunft aus. Ich werde ihn demnächst für herkömmliche Pasta mit meiner Nudelmaschine ausprobieren und euch berichten! Meine Tomatensauce ist im Vergleich zum Bild aus der Zeitschrift offensichtlich etwas zu dick gewesen, tatsächlich waren dadurch auch in der Mitte der Auflaufform ein paar Nudellagen nicht ganz durchgegart. Ich habe das Rezept deshalb in der Hinsicht (und bezüglich der Verwendung von Zitronenschale und Petersilie in meiner Hackfleischsauce) etwas angepasst.

für 6 Portionen (eine Auflaufform mit den Maßen 30x20x5cm)

250 g Zwiebeln

1 Knoblauchzehe

150 g Karotten

100 g Knollensellerie

4 EL Olivenöl

800 g gemischtes Hackfleisch

1 EL Tomatenmark

400 ml trockener Rotwein

500 ml Rinderfond

2 große Zweige Rosmarin

5 Zweige Thymian

1 Lorbeerblatt

1 Dose geschälte Tomaten

1 Kugel Mozzarella

01-grün  Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Karotten und Sellerie putzen und in Würfel mit etwa 5 mm Kantenlänge schneiden, Zwiebeln und Knoblauch in feine Würfel schneiden. In einem großen, feuerfesten Topf oder Bräter das Hackfleisch im Olivenöl etwa 5 Minuten anbraten, das Tomatenmark zugeben und etwa eine Minute mitbraten lassen. Danach die Zwiebeln und den Knoblauch hinzufügen und weitere 4 Minuten braten, dann erst Karotten und Sellerie zugeben und nochmals 4 Minuten braten. Schließlich mit dem Rotwein ablöschen und bei mittlerer bis starker Hitze etwa 5 Minuten einköcheln lassen. Den Rinderfond zugeben, mit etwas Salz und Pfeffer würzen und den Topf mit geschlossenem Deckel in den Ofen stellen. Eine Stunde garen lassen.

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Währenddessen Thymian und Rosmarin fein hacken. Nach der Garzeit zur Sauce geben, gut durchrühren und diese ohne Deckel nochmals für 30 Minuten im Ofen garen. Danach die Sauce aus dem Ofen holen und abkühlen lassen. Mindestens vier Stunden im Kühlschrank (oder eine Stunde im Gefrierschrank) kaltstellen.

für den Nudelteig

360 g Semola di grano duro (extrafeiner Hartweizengrieß)

1 TL Salz

1 Eigelb

2 EL Olivenöl

180 ml kaltes Wasser

03-grünGrieß mit Salz in einer Schale mischen und eine Mulde hineindrücken. Eigelb, Olivenöl und Wasser in die Mulde geben und mit einer Gabel umrühren, dabei immer wieder etwas Grieß vom Schüsselrand und -boden dazuarbeiten, bis die Mischung knetbar wird. Etwa 3 Minuten mit den Händen kräftig durchkneten, bis der Teig sich samtig anfühlt und eine glatte Oberfläche aufweist. Eine Kugel formen und diese in Frischhaltefolie wickeln, eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Den Mozzarella in einem Sieb abtropfen lassen und danach in dünne Scheiben schneiden.

04-grün  Dosentomaten in einen kleinen Topf oder eine Pfanne geben und aufkochen lassen. Bei mittlerer Hitze etwa 5-10 Minuten auf 3/4 der Menge einkochen, dabei die Tomaten mit einem Holzkochlöffel zerdrücken. Mit Salz (ja, hier schmeckt man einen Unterschied zwischen Meersalz und Steinsalz! Nehmt das aus dem Meer!) und Pfeffer würzen. Backofen auf 190°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

05-grün  Die Auflaufform einfetten, ein großes Holzbrett oder die saubere Arbeitsfläche mit etwas Hartweizengrieß bestreuen. Den Nudelteig mit einem Nudelholz etwa auf die Maße 50x40cm ausrollen. Nun die Hackfleischsauce gleichmäßig darauf verstreichen und die Nudelplatte von der langen Seite her einrollen. Mit einem sehr scharfen Messer etwa 4cm breite Scheiben abschneiden und diese Schnecken mit der Schnittfläche nach unten in die Auflaufform schlichten. Sie sollten sehr eng aneinander sitzen. Danach die Tomatensauce auf den Schnecken verteilen und die Auflaufform für 40 Minuten in den Backofen geben. Die Mozzarellascheiben auf dem Auflauf verteilen und diesen für weitere 10 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten ruhen lassen, dann servieren. eat it. love it.

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Nun, das ist ein echter Mammutpost geworden, und ich will gar nicht leugnen: ein wenig Aufwand war’s schon. Nächstes Mal möchte ich deshalb gerne mal versuchen, die Hackfleischfüllung in Canneloni zu füllen und diese mit der Tomatensauce und dem Mozzarella zu überbacken. Außerdem kann ich mir genauso gut eine Lasagne mit einer abwechselnden Schichtung der beiden Saucen vorstellen. Die Schnecken sind allerdings ein echter Hingucker und sind relativ einfach einzeln aus der Auflaufform zu holen – deshalb kann ich mir sie auch sehr gut als Partyfood oder auf einem gemischten Pastateller vorstellen.

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Kirschkuchen mit Schokostreuseln

Nach genau so einem Kuchen habe ich schon lange gesucht, als Juliane ihn eines Tages bei sich im Blog präsentierte: ein einfacher Rührkuchen mit Schokostreuseln und jeder Menge Kirschen. Genau das Richtige für die Kaffeetafel am Wochenende, in Erinnerung an die Initiative Sonntagssüß!

Ich habe den Kuchen inzwischen schon zweimal nachgebacken und einige Veränderungen am Originalrezept von Juliane vorgenommen. Etwa weiß ich nach wie vor nicht, wie Juliane so viele Kirschen in einer 26cm-Form unterbringt, deshalb benutze ich fortan nur noch ein großes Glas Kirschen. Dass man Weinsteinbackpulver durch normales Backpulver ersetzen kann, das wusste ich schon – dennoch habe ich meinen ersten Versuch gleich genutzt, um das vermeintliche Wunderzeug zu benutzen. Im direkten Vergleich wurde der Kuchen dadurch tatsächlich fluffiger. Er ging zwar nicht deutlich mehr auf, aber er fühlte sich beim Hineinbeissen viel lockerer an. Dafür war jedoch ein etwas komischer Beigeschmack mit dabei, fast, als hätte ich Süßstoff verwendet. Das mag jedoch auch an der damals verwendeten Raspelschokolade gelegen haben…beim zweiten Versuch mit normalem Backpulver war der Geschmack weg, dafür auch ein wenig von der Fluffigkeit. Eigentlich muss nun also ein dritter Versuch mit Weinsteinbackpulver und guter Schokolade her. Ich halte euch auf dem Laufenden, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt und bin froh um jeden Weinsteinbackpulvererfahrenen Bäcker, der mir hierzu Näheres erzählen möchte!

 für eine 26cm-Springform

125 g weiche Butter

250 g Zucker

4 Eier

100 g gemahlene Mandeln

100 g Zartbitter-Schokoraspeln

125 g Mehl

2 TL Backpulver

3 EL Rum

1 großes Glas Kirschen (Abtropfgewicht ca. 350 g)

  Die Kirschen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Die Butter mit den Eigelben und dem Zucker schaumig rühren, dann das Mehl, die gemahlenen Mandeln, die Schokoraspeln und den Rum dazugeben und noch einmal gut durchrrühren. Das steif geschlagene Eiweiß vorsichtig unterziehen

  Die Backform gut fetten und mehlen und den Teig hineingeben und glatt streichen. Nun die abgetropften Kirschen darauf verteilen und den Kuchen in den Ofen geben. In meiner Silikonform habe ich die Backzeit nach einer halben Stunde auf 160°C verringert und nach gewünschter Bräunung zusätzlich die Oberfläche des Kuchens mit Alufolie bedeckt, insgesamt war mein Kuchen nach 50 Minuten fertig, im Originalrezept von Juliane braucht er 70 Minuten. Behaltet ihn also gut im Auge und testet mit einem Holzstäbchen, ob der Kuchen fertig ist.

  Den Kuchen in der Form kurz auskühlen lassen und dann den Rand der Springform lösen oder den Kuchen mit Hilfe eines Tortenretters aus der Silikonform holen. Vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und je nach Geschmack mit Puderzucker oder Schlagsahne servieren. eat it. love it.

Kindergeburtstage waren schon immer was Tolles. Man kam zum Geburtstagskind ins Haus, spielte einen ganzen Tag, sang und lachte und ging am Schluss oft noch mit einer kleinen Tüte Süßigkeiten für die Gäste wieder nach Hause. Und nicht zu vergessen: es gab jedes Mal Kuchen, quietschbunt mit Smarties oder Gummibärchen. Nun sind wir nicht mehr ganz so klein, doch das Kind im Erwachsenen muss manchmal einfach auch bedient werden. Und so ergab es sich, dass eine normalen Geburtstagsparty mit Grillen letztens zu einer Mini-Variante eines Kindergeburtstags mit Bobby Car-Rennen und Topfschlagen wurde, auf der der Gastgeber um sein Geschenk spielen musste. Passend dazu habe ich diesen Kuchen fürs Buffet beigesteuert.

Es handelt sich um den meiner Ansicht nach besten Marmorkuchen überhaupt, Friedas Marmorkuchen von chefkoch.de, der bei uns schon etliche Male gebacken wurde. Ihr könnt natürlich jeden Kastenkuchen nehmen, den ihr mögt. Dazu noch eine furchteinflößende Besatzung aus Gummibärchen, Bullaugen aus Schokolinsen sowie Reling und Kanonen aus Waffelgebäck. Zu guter Letzt muss natürlich noch das Segel gehisst werden und schon kann’s losgehen. Für einen Piratenschiffkuchen braucht ihr:

1 Kastenkuchen eurer Wahl

150 g Zartbitter-Kuvertüre

bunte Schokolinsen

Gummibärchen

Waffelgebäckmischung

einen Schaschlikspieß aus Holz, ein Blatt mit Segeln (siehe unten)

  Den abgekühlten Kastenkuchen aus der Form holen. Der Kuchen soll anstelle der natürlichen Wölbung oben drei flache Flächen als Schiffsdecks haben. Dafür den Kuchen gedanklich quer dritteln und leicht einschneiden. Die beiden äußeren Drittel von der Seite flach einschneiden, sodass auf Höhe der Außenkanten zwei flache Flächen entstehen. Das mittlere Drittel etwa einen Zentimeter (je nach Backtrieb und entsprechender Wölbung) höher ansetzen und ebenfalls quer einschneiden, sodass man insgesamt drei flache Decks hat (ähnlich einer Siegertreppe, nur mit zwei gleich hohen Flächen an den Außenseiten).

  Kuvertüre fein hacken. Von der Waffelmischung schmale längliche und runde Waffeln heraussuchen, gegebenenfalls die Waffelröllchen halbieren, damit diese später kurze Kanonen darstellen. Die Schokolinsen und Gummibärchen auf Tellern bereitlegen. Zwei Drittel der Kuvertüre über einem Wasserbad vollständig schmelzen, die restliche Kuvertüre dazu geben und schnell unterrühren und schmelzen lassen. Die Schüssel vom Wasserbad entfernen und mit einem Pinsel den Kuchen mit der Kuvertüre dick bepinseln.

  Die Seiten des Kuchens mit je einer Reihe Schokolinsen als Bullaugen verzieren. Sollte die Kuvertüre bereits zu sehr angetrocknet sein, einfach eine weitere Schicht auf Höhe der Schokolinsenreihe aufpinseln. Aus den länglichen Waffeln die Ränder auf der Oberseite des Kuchens als Reling auslegen, in den Lücken zwischen den länglichen Waffeln die gekürzten Waffelröllchen quer als hervorstehende Kanonen andrücken. Auch hier gilt: ist die Kuvertüre zu fest, einfach noch eine Schicht draufpinseln und dann erst die Waffeln darauf festdrücken. Schließlich zwischen den Waffeln, “an Deck”, die Gummibärchen aufrecht verteilen und festdrücken. In der Mitte des Kuchens Platz für das Segel lassen.

Die Vorlage für das Segel (siehe unten) ausdrucken und nach Lust und Laune verzieren. Ich habe jeweils 2,5cm breite Streifen mit roter Wassermalfarbe auf die Segel aufgemalt. Mit einem langen Schaschlikspieß die Laschen durchstechen, zuerst die des kleineren Segels, dann die des größeren. Denkt daran, dass ihr die Spitze des Masts unten haben müsst, um diese später fest in den Kuchen zu stecken. Nun die Segel leicht nach außen biegen, als ob der Wind sie wölben würde, und die Laschen auf der Rückseite entlang des Schaschlickspießes mit Hilfe von Tesafilm befestigen. Nun den Mast auf den Kuchen stecken. eat it. enjoy it. love it.

Meine Kastenkuchen war 28 cm lang, die Maße der beiden Segel haben dafür genau gepasst. Natürlich könnt ihr euch auch selbst Segelformen überlegen oder noch eine kleine Piratenflagge basteln. Der Einfachheit halber habe ich euch eine PDF-Vorlage mit meinen Segelgrößen zum Ausschneiden gebastelt – und somit gibt’s zum ersten Mal auf We Love Pasta ein Goodie zum Download :) Ich bin gespannt, wie eure Piratenschiffe aussehen – Kommentare, Erfahrungen und natürlich auch Fotos sind gerne gesehen!

 

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Italienischer Nudelsalat

Nudelsalat geht immer. Als Snack zu Mittag, als Abendessen mit ein wenig Ciabatta, zum Grillen, im Biergarten, beim Picknick und vor allem dann, wenn es so heiß ist, dass man keine Lust auf warmes Essen hat. “Italienischen Nudelsalat” gibt es sicherlich schon 1000 Mal im Netz, meine Variante geht so: Rucola, Mozzarella, Tomaten, ein paar Pinienkerne und ein leichtes Dressing aus Balsamico und Gewürzen. Ich verwende für diesen Nudelsalat sehr gerne Vollkornnudeln, weil sie einen wunderbar kernigen Geschmack von sich aus mitbringen und dadurch dem Nudelsalat noch einmal etwas Pep geben. Natürlich könnt ihr stattdessen auch “weiße” Nudeln eurer Wahl verwenden.

200 g kurze Vollkornnudeln

1 Schöpfkelle Nudelwasser

1/2 TL mittelscharfer Senf

2 EL Tomatenmark

2 EL Balsamicoessig

1 EL Tomatenöl

5-6 getrocknete Tomaten in Öl

1 Kugel Mozzarella

1 Hand voll Rucola

150 g Kirschtomaten

2 EL Pinienkerne

6-8 Basilikumblätter

Salz, Pfeffer, Kräuter, Knoblauch

  Nudelwasser aufsetzen, Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen. Währenddessen Rucola waschen und gut trocknen lassen, ggf. mit einem Küchentuch trockentupfen. Mozzarella abtropfen lassen und würfeln. Kirschtomaten waschen und halbieren, getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden. Kurz vor Ende der Kochzeit eine große Kelle Nudelwasser abschöpfen und in einer Schüssel beiseite stellen. Nudeln abgießen und ausnahmsweise abschrecken.

  Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, mit den geschnittenen Tomaten, dem Rucola und dem Mozzarella in eine große Schüssel geben und dort mit den Nudeln verrühren. Aus Senf, Tomatenmark, Balsamico und etwas Öl von den getrockneten Tomaten (alternativ: Olivenöl) ein Dressing anrühren und nach für nach das Nudelwasser unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, etwas angedrücktem Knoblauch und Kräutern nach Geschmack, z.B. Oregano, Thymian oder Rosmarin, abschmecken und damit den Nudelsalat kurz vor dem Servieren marinieren. eat it. love it.