Da denke ich mir nichts Böses und sitze wenige Tage vor Weihnachten vor einem großen und schweren Paket mit einer roten Schleife drumherum. Ich öffne das Paket und es haut mich wahrlich vom Hocker: ich blicke in eine Kiste voll italienischer Bio-Feinkost aus der Toskana! Mir geht das Herz auf – als echter Pasta-Fan bin ich für so etwas immer zu begeistern.

Natürlich möchte ich euch berichten, was ich so alles aus der Kiste von der Fattoria La Vialla gezogen habe und wie mein Eindruck davon ist, aber zunächst:

Liebe Edith, herzlichen Dank für dieses wundervolle Geschenk! :D

Die Übersicht über die Produkte. Die schicke Schriftart im Stil einer Handschrift verziert jedes einzelne von ihnen und vermittelt sofort den Eindruck, dass man etwas Besonderes vor sich hat. Dass es sich  dabei auch noch um Produkte aus biologischer Landwirtschaft handelt, bestätigt das nur. Außerdem ungewöhnlich: eine negative CO2-Bilanz – die Fattoria “speichert” damit über 4000 Tonnen CO2 im Jahr.

Der Rosé – bis ich ihn probiert habe, muss ich mich darauf verlassen, dass ein Bauernhof mit so stilvoll gestalteten Etiketten echte gute Produkte machen muss. ;) Gespannt bin ich auch auf den Rotwein: ein Chianti mit 13,5 Umdrehungen.

Pesto alla genovese ist ein Klassiker der italienischen Küche. Natürlich ist es praktisch, es im Glas kaufen zu können, aber wie wir wissen, wird dabei ganz gerne mal aus Kostengründen das Olivenöl durch ein günstigeres Öl und die Pinienkerne durch Cashewnüsse ersetzt. Nicht so bei La Vialla: der Zutatenliste nach sind nur Olivenöl, Basilikum, Pinienkerne, Parmiggiano, Pecorino, Walnüsse, Salz, Weinessig, Knoblauch, Milchsäure und Fructose enthalten. Klingt sehr gut!

Beim Sugo Bombolino macht schon der Name Hunger – es ist eine Sauce aus süß-fruchtigen Bombolini-Tomaten, geschärft mit etwas Peperoncino.

Die Spaghetti würden bei mir definitiv Spaghettoni heißen – sie sind recht dick und haben eine Kochzeit von 10-12 Minuten. Aber wer bin ich, um über den Sprachgebrauch von Italienern zu urteilen? ;) Ich freue mich jedenfalls auf eine besondere Pasta, an der die Sauce perfekt haften bleiben wird. Schaut euch nur die raue Oberfläche an!  So muss es sein.

Das gleiche gilt natürlich auch für die Fusilli. Die schicken dreiflügeligen Spiralnudeln bestehen wie die Spaghetti nur aus Hartweizengrieß und Wasser.

Schließlich ist da noch ein Laib Pecorino in der Kiste, der auch durch die Verpackung verführerisch duftet. Ich stelle ihn mir hervorragend zu tomatigen Pasta-Saucen vor und werde genau das ausprobieren!

Und zu guter Letzt finde ich noch ein Kochbuch in dem Paket: “Le Ricette di Giuliana n.2″. Das zweite Rezeptbuch von Oma Giuliana für ihre Enkel.

Darin beschreibt die Großmutter klassisch italienische Rezepte mit typisch italienischer Gelassenheit. Das Buch liest sich wie eine komplette Menüfolge: vom Aperitif bis zu den Desserts ist an alles gedacht. Was mir auf jeden Fall schon ins Auge gefallen ist und nachgekocht werden will: Pici con “l’aglione” (Pici mit Knoblauchcreme) mit 30 Stangen Frühlingsknoblauch oder 20 Knoblauchzehen!

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Macadamia-Cranberry-Schokoladentafeln

In diesem Jahr nehme ich gleich an zwei Wichtelrunden teil: alle Namen der Teilnehmenden werden dabei auf Lose geschrieben und in einen Topf geworfen, aus dem jeder dann einen Anderen zieht. Derjenige wird nun anonym mit einer Kleinigkeit beschenkt. Das Praktische ist, dass so für ganze Cliquen nicht jeder jedem etwas kaufen muss und man trotzdem lieben Freunden eine kleine Anerkennung zu Weihnachten schenken kann. Denn beim Wichteln bekommt ja jeder etwas! Ich habe mich dazu entschlossen, als kleines Extra zu den Geschenken (die hier nicht verraten werden! Es reicht, dass womöglich die beiden beschenkten Damen hier mitlesen…) noch etwas in der Küche zu fabrizieren.

Ursprünglich wollte ich Stephs weiße Schokoriegel abwandeln und die Pistazien durch Macadamias ersetzen. Dann wollte ich die Erdbeeren durch Cranberries ersetzen. Dann hat mir ein Freund von Rice Crispies bei gleichzeitiger Zugabe von Nüssen abgeraten. Und dann wollte ich auf einmal dunkle Schokolade. Als ich dann auch noch in der Buchhandlung das Buch “Kleine Tafeln Schokolade” mit Gießform sah, wusste ich, dass aus den Riegeln nun auch noch Tafeln werden sollen. Ihr seht: das hier hat jetzt leider nicht mehr viel mit dem Original zu tun. Dennoch möchte ich euch dies Entdeckung vom Kuriositätenladen tunlichst ans Herz legen!

für 5 kleine Tafeln

250 g Zartbitterschokolade

40 g Macadamianüsse

40 g getrocknete Cranberries

Macadamianüsse und Cranberries grob hacken. Ein paar größere Stücke jeweils beiseite legen. Schokolade fein hacken und über einem Wasserbad schmelzen. Den Großteil der gehackten Nüsse und Cranberries unterrühren. Eine entsprechende Gießform oder eine mit Backpapier ausgelegte, kleine Auflaufform bereithalten. Schokolade warm einfüllen und die beiseitegelegten Cranberries und Macadamias darüberstreuen. Für 15 Minuten im Kühlschrank ankühlen lassen, danach mindestens zwei Stunden bei Zimmertemperatur festwerden lassen. In Aluminiumfolie verpacken und kühl lagern. eat it. love it.


Eine Erfahrung muss ich noch mit euch teilen: lasst die Tafeln in eurer Gießform (es sei denn, sie ist aus Silikon) bloß nicht im Kühlschrank auskühlen und versucht sie dann aus der Form zu bekommen. Das führt lediglich zum Bruch der Plastikform und die Schokolade kommt trotzdem nicht heraus…bei Zimmertemperatur hat alles jedoch einwandfrei bei mir geklappt. Natürlich könnt ihr das Rezept je nach eigenem Geschmack abwandeln. Ihr solltet nur daran denken, dass weiße Schokolade immer etwas süßer ist als Zartbitterschokolade, damit ihr eure Extras in den Tafeln daran anpasst.

Neulich hatte ich spontan die Idee, einen einfachen Salat aus Mango, Ananas, Paprika und Rucola zu machen – dazu gab es ein Sweet-Chili-Dressing. Schwupps war die Idee geboren, diese Zutaten zwischen zwei Bagelhälften zu bringen. Gar nicht so leicht, wie ich gemerkt habe: wenn die Zutaten nicht gerade sehr dünn sind, wird es schwierig und nimmt fast Burger-Gestalt an! Daher wäre mein Ansatz für das nächste Mal: alles dünner schneiden und ungefähr auf die Größe des Bagels bringen, dann hält er sich besser in der Hand. ;)

Für zwei Bagels:

1 Handvoll Rucola

1 Mango

1 kleine rote Paprika

2 Scheiben Ananas (aus der Dose)

1 kleines Putenfilet oder Hähnchenbrustfilet

Für das Dressing:

4 EL Chili Sauce for Chicken

je einige Tropfen Öl, Essig und Saft aus der Ananasdose

Salz, Pfeffer

In einer Pfanne das Filet goldbraun anbraten, herausnehmen und dünne Scheiben abschneiden. Die Mango schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Die Paprika entkernen und waschen, Ringe abschneiden. Ananasscheiben abtropfen lassen.

Bagels im Backofen aufbacken. Unterdessen Rucola waschen, abtropfen lasssen und das Dressing anrühren. Die Bagels herausnehmen, kurz abkühlen lassen und halbieren. Auf jede Hälfte ein kleines Nest aus Rucola setzen und dieses mit den vorbereiteten Zutaten belegen und mit Dressing beträufeln. Deckel drauf und fertig. eat it. love it.