…oder auch: Käsespätzle auf Italienisch. Auf der Website der “Essen & Trinken” habe ich dieses Rezept für italienische Käsespätzle entdeckt und war sofort ziemlich angetan von der Idee. Doch irgendwie hat mir bei dem Rezept noch der gewisse Kick gefehlt. Nudeln mit getrockneten Tomaten, Basilikum und Mozzarella habe ich irgendwie schon ziemlich oft gesehen. Nach einigem Grübeln kam ich darauf, wie ich das Rezept verändern könnte: Kräuterspätzle habe ich bereits in einigen Restaurants gegessen, warum also nicht einfach eine Variation des klassischen Spätzleteigs mit frischem Basilikum wagen? Die Idee der Basilikumspätzle war geboren, und ich darf voller Stolz sagen: ich hatte den Kick!

für 4 Personen:

375 g Spätzlemehl

4 Eier

100 ml Wasser

20 g frische Basilikumblätter

Salz

6 große, getrocknete Tomaten in Öl

75 g Kirschtomaten

2 EL Pinienkerne

4 EL Knoblauchöl

200 g Mozzarella

Basilikumblätter waschen, trockentopfen und mit einem Stabmixer pürieren. Spätzlemehl in eine Rührschüssel geben, Salz und Eier hinzufügen und mit dem Knethaken einer Rührmaschine zu einem festen Teig kneten. Nach und nach das Wasser hinzugeben und so lange schlagen, bis der Teig “Blasen wirft” – tatsächlich blubbt es irgendwann in der Schüssel und während des Knetens bilden sich große Blasen im Teig, die durch das Weiterkneten platzen. Das Basilikumpüree unterrühren und die Spätzle portionsweise mit einem speziellen Hobel, Sieb, Spätzledrücker oder vom Brett in kochendes Wasser geben. Etwa zwei Minuten kochen, danach mit einem Schaumlöffel herausholen und in einem Seiher abtropfen lassen, zwischendurch die Spätzle kalt abschrecken.

Ofen auf 150°C vorheizen. Getrocknete Tomaten aus dem Öl nehmen und in heißem Wasser fünf Minuten sieden lassen. Kirschtomaten waschen und halbieren, getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden. Knoblauchöl (oder alternativ: eine Knoblauchzehe und Olivenöl) in einer Pfanne erhitzen und Pinienkerne darin anrösten. Mozzarella abtropfen lassen und fein würfeln.

Spätzle in einer großen Schüssel mit den Tomaten, dem Mozzarella und den Pinienkernen samt Knoblauchöl gut vermischen, salzen und pfeffern. In eine Auflaufform umfüllen und 12 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen backen. eat it. love it.

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Vapiano: Specials im Juli und August

Vom Hochsommer haben wir noch nicht so wirklich viel gehabt. Vapiano gibt sich trotzdem Mühe, sommerliche Gerichte auf die Karte zu schreiben, die uns den Juli und August verschönern sollen. Für uns ist es jetzt schon die dritte Specials-Runde, die wir für euch reviewen. Unsere Eindrücke sind dabei ganz unterschiedlich, sogar kontrovers. Lest selbst:

Wir müssen ein Geständnis machen: wir finden beide Mortadella ganz schrecklich! Und irgendwie trauen wir uns nicht, uns überzeugen zu lassen, dass die Würfel in Pasta Goia della Vita ganz hervorragend schmecken. Aber: Vielleicht hat von euch jemand das Gericht probiert und möchte uns einen Kommentar dazu da lassen? :)

“PASTA GIOIA DELLA VITA
Halbgetrocknete Tomaten und Radicchio mit Mortadellawürfeln in
einer leichten Weißweinsauce, vollendet mit Gruyère-Käse.
Passt besonders gut zu unseren hausgemachten Campanelle.”

Pasta Estiva klingt schön italienisch und bedeutet schlichtweg: Sommer-Pasta. Was man bei den aktuellen Temperaturen nicht möchte, sind Nudeln, die so schwer schmecken, dass man nach dem Essen so sehr mit Verdauen beschäftigt ist, dass man nur noch schneller schwitzt. Das sollte bei Pasta Estiva nicht zutreffen: die Kombination aus Minze und Ingwer klingt vielversprechend.

Und tatsächlich: der erste Geruchseindruck ist umwerfend: frisch-minzig und leicht anregend. Dann die erste Gabel, die ganz andere Impressionen zulässt. Hier vermischt sich eine leichte Schärfe von genau einem Chiliring mit den ätherischen Ölen aus frisch geriebenem Ingwer und zerpflückter Minze. Dazu gesellen sich Hähnchenbrust, halbgetrocknete Tomaten in Öl, Kirschtomatenstücke und Rucola. Insgesamt also eine sehr stückige Mischung, zu der die empfohlenen Conchiglie gut passen. Im Übrigen wird das Gericht nicht von einer richtigen Sauce zusammengehalten; die angebratene Hähnchenbrust wird ganz schlicht mit etwas Brühe im Wok abgelöscht, die dann die Aromen auf den Nudeln verteilt. Was die halbgetrockneten Tomaten anbelangt, so hatte ich schon bei Pasta Rustica bemerkt, dass sie zu groß sind. Drei Tomatenstücke in einer Schüssel voll Pasta sind einfach mal schnell verputzt und wenn sie denn etwas zur Komposition beitragen sollen, müssen sie kleiner sein. Ich behaupte aber einfach mal, dass sie ohnehin nicht gut in dieses Gericht passen; die bodenständig-öligen Tomaten machen den ätherisch-leichten Geschmäckern eine Konkurrenz, deren Reiz sich mir nicht erschließt. Alternative: Paprikawürfel sind knackig und frisch und passen sich dem Geschmack besser an. Nichtsdestotrotz ergeht für das Gericht eine klare Probierempfehlung!

Nach Michis klarer Probierempfehlung habe ich das selbst ausprobieren müssen: Pasta Estiva, für mich gab’s die vegetarische Variante. Bereits beim Zuschauen während der Zubereitung war ich etwas skeptisch: den Großteil der Zeit bruzelten da die halbgetrockneten Tomaten vor sich hin, dann kam der Rucola dazu und schließlich wurde ich gerade noch gefragt, ob ich Ingwer dazu haben möchte. Aber natürlich wollte ich das, genauso wie die Minze und den sommerlich-frischen Geschmack! Tja, denkste. Vegetarisch bedeutete in diesem Fall offenbar: Campanelle mit halbgetrockneten Tomaten und zerkochten Rucolablättern. Die Kirschtomaten und die Peperoncini hat meine Köchin einfach mal weggelassen, wie ich im Nachhinein erst bemerkt habe. Da wundert es mich auch nicht, dass das Gericht einfach nur fad geschmeckt hat und so gar nicht nach Sommer – eher nach einer Portion Nudeln, die man mit ein paar Dingen aus dem Kühlschrank um 3 Uhr morgens in eine Pfanne geworfen hat.

Pasta Estiva, 8,50 €, (für die vegetarische Variante 6,50€), gegessen im Vapiano München Fünf Höfe bzw. vegetarische Variante im Vapiano München Bogenhausen.

“PASTA ESTIVA
Zarte Hähnchenbrust, halbgetrocknete Tomaten und Peperoncini
tanzen in einer leichten Sauce mit einem Hauch Ingwer.
Kirschtomaten, Minze und Rucola gesellen sich gerne dazu.
Mag besonders unsere hausgemachten Conchiglie.
Mich gibt’s auch vegetarisch.”

Ganz ehrlich: so richtig einladend klingt die Bezeichnung „halbwarm“ nicht. Für Befürchtungen gibt es aber überhaupt keinen Grund, im Gegenteil: die Mischung aus warmen Nudeln mit kühlen Zutaten ist sogar interessant.
Pasta Salmone del Sole ist wohl das einzige Nudelgericht bei Vapiano, bei dem der Wok kalt bleibt. Kein Öl, kein Bratgut, stattdessen eine zubereitete Mischung aus Crème fraîche und Kräutern, dazu eine ordentliche Portion Räucherlachs, Paprikastreifen und ein paar Blättchen Zitronenmelisse und Petersilie. Die gekochten Nudeln dazu und fertig. Geht nicht nur schnell, sondern schmeckt auch sehr gut.
Den größten Anteil am Geschmack hat zweifelsohne der kräftige, salzige Lachs, der ein schönes Zusammenspiel mit der milden Crème fraîche eingeht. Die Zitronenmelisse hält sich vornehm im Hintergrund, was ich fast ein bisschen schade finde, weil ich zitronig-saure Geschmäcker sehr gerne mag. Da ist es hilfreich, wenn man ein Zitronenviertel mitbestellt, um entsprechend nachwürzen zu können.
Der Preis hat mich beim ersten Hinsehen doch ein wenig geschockt. Teurer als die teuerste Gruppe der Standardkarte, da muss schon was dahinterstecken. Hier ist es sicherlich der Lachs, der ins preislich ins Gewicht fällt. Da er aber so reichlich vorhanden ist, lässt sich das verschmerzen. Für Pasta Salmone del sole gibt es von mir auch eine Probierempfehlung.

“PASTA SALMONE DEL SOLE (HALBWARM)
Heiße, frische Pasta trifft auf einen kühlen, erfrischenden Mix aus
Crème fraîche, Petersilie, Zitronenmelisse, Paprikastreifen und auf
geräucherten Lachs.
Passt am besten zu unseren hausgemachten Fusilli.”

Der Flop meiner vegetarischen Pasta Estiva konnte nur noch von Süßem wettgemacht werden – die ideale Gelegenheit also, um die Tarte aux Framboises zu probieren! Dahinter verbirgt sich ein kleines, braunes Tartelette, das jedoch entgegen meiner romantisierten Vorstellung quadratisch statt rund ist. Die Farbe: schokoladenbraun, darin die angepriesene Crème Pâtissière mit sauber aufgestellten neun frischen Himbeeren. Ich steche meine Kuchengabel hinein und stelle fest, dass der Boden steinhart ist. Das hat leider nichts mehr mit knusprig zu tun, viel eher schmeckt der Boden zu mürbe und zu trocken, als dass ich ihn noch als wirklich frisch bezeichen könnte. Da allerdings noch vorgestern alle Desserts am Abend ausverkauft waren (ja, ich war innerhalb von drei Tagen zwei Mal bei Vapiano…) und der Boden innerhalb eines Tages nicht so steinhart werden kann, kann das nur eines bedeuten: er ist nicht vor Ort gebacken, vermute ich. Auch die Crème obendrauf vermag nicht zu überzeugen, ich schmecke nichts als reinen Pudding. Jedoch leider ohne Vanille oder ein anderes Aroma. Es ist einfach nur eine leicht süße, ansonsten geschmacklose Crème. Gerettet wird das Dessert nur noch von den frischen, aromatischen Himbeeren, doch die hätte ich dann auch alleine essen können. Schade.

“TARTE AUX FRAMBOISES
Frische Himbeeren und süße Crème Pâtissière auf einem knusprigen Tartelette.”

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Bonne Maman Caramel & Philadelphia Honig

Bonne Maman kennt man bei uns als den Hersteller feiner Konfitüren in traditionellen Gläsern mit dem charakteristischen karierten Deckel. Jetzt haben die Franzosen etwas Neues auf den deutschen Markt geworfen, was mit Konfitüre wenig zu tun hat, aber auf jeden Fall ins Aufstrich-Regal gehört: Bonne Maman Caramel. Grund genug für uns, das Produkt zu testen und euch zu sagen, ob sich der Kauf lohnt.

Bonne Maman Caramel

“Jetzt im Handel: Bonne Maman Caramel
Kennen Sie schon Bonne Maman Caramel? Dieser einzigartige Brotaufstrich schmeckt köstlich auf Croissant und Baguette, ist aber auch eine tolle Zutat für Desserts und passt prima zu Crêpes oder Eis.”

So heißt es auf der Website der Marke, deren Produkte übrigens aus Frankreich importiert werden und in Deutschland von der Odenwald-Früchte GmbH vertrieben werden. So erklärt sich, dass auf der französischen Webseite eine breitere Produktpalette zu finden ist, die unter anderem so exotische Sachen enthält wie Kastanienkonfitüre; die Karamellcreme heißt dort übrigens Confiture de Lait.

Das Produkt an sich ist in keinster Weise neu: auf die Idee, gezuckerte Kondensmilch einzukochen, sind schon mehrere gekommen, besonders in Lateinamerika. So heißt die Karamellcreme in hispanophonen Ländern dulce de leche und im Portugiesisch Brasiliens doce de leite. Rezepte zum Selbermachen finden sich folglich haufenweise im Internet. Gezuckerte Kondensmilch gibt es bei uns übrigens von Nestlé unter dem Namen Milchmädchen. Was die Verwendung in der brasilianischen Küche betrifft, so gibt es einen Nachtisch namens doce de leite com queijo. Also: Karamellcreme mit Käse. Ja, mit Käse. Und zwar sogenannter Minas-Käse, der in der Textur sehr viel mit dem zypriotischen Halloumi gemeinsam hat.

Zurück zur Creme von Bonne Maman:
Süß. Das bringt das Produkt am ehesten auf den Punkt. Die Creme hat einen feinen Karamellgeschmack, ist aber auf Grund des hohen Zuckergehalts sehr klebrig, was dazu verleitet, sich schnell die Lippen abzuschlecken. Ich bin sicher, dass man sie auch abseits des Frühstückstisches gut einsetzen kann. Weil die Idee an sich aber nicht besonders innovativ ist und leicht selbst zu machen, gibt es als Fazit:


Bonne Maman Caramel, gekauft bei Galeria Kaufhof für 1,99 €.

Philadelphia Honig

Auch Kraft Foods hat sich mal wieder was Neues überlegt: beim Einkaufen habe ich im Kühlregal Philadelphia Honig entdeckt.

“NEU: Philadelphia Honig
Jetzt gibt es Verstärkung im Kühlregal. Neben Philadelphia mit Milka kommt ein zweites süßes Frühstückserlebnis in den Handel.
Blumig-süß und dabei cremig-kühl besticht die neue Philadelphia Sorte.”

Erst letztes Jahr hat Philadelphia mit Milka versucht, das Frischkäsesortiment in die süße Ecke zu erweitern. Ich habe ein mal eine Packung gekauft und konnte damit ehrlich gesagt nichts anfangen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass da zusammenkommen sollte, was nicht zusammengehört: die Konsistenz war nicht cremig, sondern geleeartig und der Geschmack von einer leichten Säure bestimmt, die aber nicht vom Frischkäse kam…
Die Honig-Variante kommt da ganz anders daher: wirklich cremig und von einer feinen Süße, die auch tatsächlich von Honig stammt. Insofern ist der Frischkäse wirklich eine nette Idee für einen süßen Brotaufstrich. Wer jedoch ohnehin immer Frischkäse und Honig im Haus hat, wird auf den Kauf verzichten können.
Mein Fazit:


Philadelphia Honig, gekauft bei Edeka für 0,88 € im Sonderangebot.

(Alle Markennamen und Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.)

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Quiche Lorraine

Vergangenen Freitag haben Michi und ich gemeinsam einen großen kleinen Brunch für uns beide und drei weitere liebe Menschen veranstaltet – jeder hat etwas mitgebracht und dann fielen wir gemeinsam über die Leckereien her. Mein Beitrag zur Völlerei war diese Quiche, die eigentlich zu jeder Tages-, Nacht- und Jahreszeit passt. Herrlich unkompliziert, gut im Voraus zubereitet und jeder verlangt nach einem zweiten Stück davon.

Quiche lorraine

Bei der Füllung habe ich mich weitgehend an die klassische Zubereitung gehalten: Eier, Sahne, Speck, Käse. Kein Kochschinken, keine Zwiebeln und vor allem kein Lauch. Punkt. Drum herum gab’s den klassischen französischen Mürbeteig für Tartes, eine pâte brisée ohne Ei. Lediglich den Speck habe ich durch etwas magereren Katenschinken ersetzt.

200 ml Sahne

200 g gewürfelter Katenschinken

100 g geriebener Gruyère

5 Eigelb

220 Gramm Mehl

90 Gramm Butter

70 ml kaltes Wasser

1 Prise Salz

1 Eiweiß

Mehl mit Salz in eine Schüssel geben, die kalte Butter in Flocken unterrühren und schließlich das Wasser nach und nach unterkneten. Mit den Händen schnell einen glatten Mürbteig kneten, eine Kugel formen und in Frischhaltefolie für eine Stunde im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Teig dünn ausrollen, eine gebutterte Tarteform damit auslegen und die Form mit dem Teig für 15 Minuten in die Tiefkühltruhe (beziehungsweise 30 Minuten in den Kühlschrank) stellen. Damit vermeidet man, dass der Rand möglicherweise beim Backen absackt und später nicht mehr hoch genug für die Füllung ist. Danach ein Blatt Backpapier oben auf den Teig legen, leicht andrücken und gegebenenfalls am Rand zurechtschneiden. Hülsenfrüchte oder spezielle Blindbackkugeln auf das Backpapier streuen und die Form für 10 Minuten im Ofen blindbacken. Danach das Backpapier samt der Hülsenfrüchte entfernen und nochmal für 15 Minuten backen.

Sahne mit Eigelb gut verrühren. Je nachdem, wie würzig der Katenschinken ist, mit Salz und Pfeffer würzen – ich habe überhaupt nichts davon gebraucht, da der Schinken und der Käse würzig genug waren. Mit einem Backpinsel etwas Eiweiß nach der Backzeit auf dem Tarteboden verstreichen und wieder für 2 Minuten im Ofen lassen. Das Eiweiß härtet leicht und verhindert, dass der Teig durch die Füllung aufweicht. Tarteform aus dem Ofen holen und auf 150°C herunterschalten.

Gruyère auf dem gebackenen Tarteboden verteilen, darauf die Schinkenwürfel streuen. Danach die Sahne-Ei-Mischung darübergießen. Vorsicht: die Masse sollte nicht über aufgeplatzte Ecken am Rand in die Tarteform selbst fließen sondern wirklich in der Tarte bleiben. Deshalb dabei gut aufpassen. Tarte für 35 bis 40 Minuten im Ofen backen. Quiches schmeckem am besten lauwarm, frisch aus dem Ofen lassen sie sich nur schwer schneiden und entfalten noch nicht ihr ganzes Aroma. Deshalb am besten einige Stunden oder einen Tag vorher zubereiten. eat it. love it.

Campanelle tricolore

Ich muss ein Geständnis machen: ich liebe Zucchini! Und in Kombination mit Pasta ist das natürlich der absolute Renner. Hier ist ein Rezept, das ich schnell improvisiert habe, nur mit dem Plan, Zucchini und Nudeln zu verwenden. Ich hatte noch überlegt, eine Saucenbasis aus Crème fraîche zu machen, aber da ich keine da hatte, blieb es bei einer Mischung aus Olivenöl und geriebenem Parmesan. Den geschmacklichen Clou bringt hier die Mischung aus feiner Schärfe durch etwas getrocknetes Chili und Zitronensaft, der der öligen Mischung wieder mehr Leichtigkeit auf der Zunge verleiht. Auf jeden Fall hat es köstlich geschmeckt und ich verwette meine Nudelmaschine, dass das Gericht auch kalt mit etwas Aceto balsamico als Nudelsalat taugt. Hier ist ein Rezept für 3-4 Leute:

500 g Campanelle tricolore

Olivenöl

1 kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Chiliflocken, wohldosiert

2 mittlere Zucchini

8-10 getrocknete Tomaten in Öl

80-100 g Parmesan am Stück

Meersalz, Pfeffer

Zitronensaft

Nudelwasser zum Kochen bringen und Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Zucchini in kleine Würfel und getrocknete Tomaten in Streifen schneiden. Parmesan reiben.

Etwas Olivenöl im Wok erhitzen und Zwiebeln mit Chiliflocken anschwitzen. Die Zwiebeln dürfen etwas Farbe bekommen; den Knoblauch lieber etwas später zugeben, damit er nicht bitter wird. Zucchiniwürfel zugeben und kräftig mitdünsten. Bei Bedarf etwas Olivenöl nachgeben.

Wenn das Nudelwasser kocht, kräftig salzen und Nudeln nach Packungsangabe kochen. Bis sie fertig sind, Zucchinigemüse mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken, Tomatenstreifen hinzugeben.

Zum Schluss Nudeln abgießen und zu den Zucchini geben, Parmesan unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft und Parmesan zum reiben zu Tisch geben. eat it. love it.

Campanelle tricolore mit Parmesan

Parmesanspäne sind dekorativ und schmelzen nicht so schnell wie geriebener Käse.

 

Meiner Ansicht nach geht nur wenig über ein gutes Steak – ab damit in die Pfanne, medium rare braten und mit einem Berg Pommes frites und Salat auf einen Teller. Wäre da nicht diese Sache mit dem perfekten Garpunkt für das von mir favorisierte medium rare. Und ich habe wirklich viel versucht – mit dem Test an der Daumenbeuge konnte ich noch nie wirklich etwas feststellen, auf die Uhr gucken alleine hat auch nie gereicht.

Aber nachdem es ja für alles eine App gibt, begab ich mich auf die Suche und wurde tatsächlich fündig: Steak Master heißt die App und einen Klick und 1,59 Euro später war sie auch schon auf meinem iPhone. Die Anwendung ist denkbar einfach und selbsterklärend: ich wähle aus, dass ich das Steak nur in der Pfanne (und nicht noch im Backofen) braten möchte, danach kann ich den Garpunkt auswählen und sehe auch noch, wie lange mein Steak brauchen wird. Perfekt, um die Pommes frites gleichzeitig heiß auf den Tisch zu bekommen.

Leider habe ich keine drei Hände, also konnte ich das folgende nicht fotografieren – denn ich kann die Steakdicke stufenlos mit dem Finger auswählen, indem ich mein Steak neben das iPhone halte und die entsprechende Dicke angebe.

Danach geht alles ganz schnell: die App sagt mir, wie viel Öl ich in meine Pfanne geben soll, welche Pfanne die beste für mein Vorhaben ist (natürlich meine neuste Errungenschaft von WMF!) und schon kommen meine beiden Rumpsteaks in die Pfanne. Wie ihr bereits an der Voreinstellung seht, sind sie mit ihren zwei Zentimetern vergleichsweise dünn – eine echte Herausforderung also, damit sie am Ende auch noch saftig sind.

Die Konsequenz der unbeschichteten Pfanne ist natürlich, dass das Fleisch sofort ansetzt. Macht aber nichts, denn das schmeckt umso besser. Und wer die Steaks gut warmhalten kann, für den ist der Bratensatz sogar die perfekte Grundlage für eine Sauce zum Fleisch. Nach knapp zwei Minuten ist es soweit und ich muss doch etwas an meinem Fleisch ziehen und zerren, damit ich es umdrehen kann.

Die Optik ist schon einmal vielversprechend, in der Mitte meines Steaks hat sich allerdings noch nicht allzu viel getan. Die Uhr auf meinem iPhone tickt unaufhörlich, und schon schrillt’s zum zweiten Mal: bitte stell’ den Herd von Stude 9 auf Stufe 3, sagt mir die App da. Danach bekomme ich auch noch eine Ansicht vom Inneren meines Steaks geboten – wie es jetzt aussieht und wie es am Ende aussehen soll. Sehr spannend, und das, ohne aufschneiden zu müssen. Noch einmal muss ich umdrehen und dann mein Steak in bereitgelegte Alufolie packen.

And this is where the magic happens! Hier sammelt sich der Fleischsaft wieder und tritt nicht sofort beim Anschneiden aus dem Fleisch heraus. Die Folge: saftiges und zartes Fleisch, so verspricht’s mir die App. In drei Minuten sei das Steak bereit für meinen Teller – in dieser Zeit kann man bestens die Pommes frites aus dem Ofen holen, den Salat anrichten und die Tischgesellschaft zum Essen rufen. Ein Fanfarenton ertönt, jetzt ist klar: mein Fleisch ist fertig!

Acht Minuten hat’s gedauert und jetzt liegt vor mir ein Rumpsteak, das von außen und innen wirklich so ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Garpunkt wurde perfekt getroffen, das Fleisch ist saftig und zart. Da kann ich jetzt auch guten Gewissens verraten, dass ich Steaks vom Discounter gekauft habe. Steak frites gelingen nun auf jeden Fall immer, es sei denn, man ist sich mit seinen Freunden oder der Familie nicht ganz über den Garpunkt einig. Für meinen Vater brate ich das Steak deshalb von jeder Seite eine Minute länger als mein eigenes.

Dennoch gibt es von meiner Seite eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für alle Nutzer von iPhone, iPod touch oder iPad – die Kosten von 1,59€ lohnen sich schnell, denn ein zu durchgebratenes Steak kostet bereits im Einkauf mehr. Inzwischen habe ich für meine Familie bestimmt sechs oder sieben Mal die Steaks auf diese Art und Weise zubereitet und das Essen war immer ein Erfolg.

(c) Screenshots via Mirko Müller

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Erdbeer-Quark-Rolle

Ich bin voll von der Rolle – von der Erdbeerrolle genauer gesagt. Schon wieder habe ich ein Stück verputzt, und sie schmeckt einfach so göttlich. Da weiß ich mal wieder, dass ich an jedem anderen Kuchen sofort vorbeilaufe, wenn diese Rolle am Kuchenbuffet auf mich wartet. Mindest einmal pro Erdbeer-Saison sollte man sich diesen Klassiker deshalb gönnen. Und auch, wenn eine ganze Rolle für einen Vier-Personen-Haushalt nach viel aussieht: so schnell kann man gar nicht schauen, wie die Rolle wieder weg ist!

Gute Erdbeeren sind dabei mit Sicherheit die halbe Miete. Auf dem Nachhauseweg fahre ich immer an einer gigantischen Erdbeere mit Luke vorbei – an dem Stand werden frisch geerntete Erdbeeren verkauft und jedes Mal, wenn ich vorbeifahre, hat mindestens ein Auto angehalten um Erdbeeren mitzunehmen. So verkehrt können die also nicht sein, dachte ich mir, und bin prompt hingefahren. Für 3 Euro habe ich ein halbes Kilo der schönsten und aromatischsten Erdbeeren bekommen, die ich je gegessen habe. Kein einziger Makel, frisch und sehr fruchtig. Es lohnt sich tatsächlich, auf gute deutsche Erdbeeren zu warten und nicht bereits im Februar die Saison eröffnen zu wollen. Fasst das also gerne als Plädoyer für die Erdbeerstände an der Straße auf!

Wer so gute Erdbeeren hat, der muss demnach auch nicht mit Verschnitt rechnen. Ansonsten kauft auf jeden Fall ein paar Erdbeeren mehr als im Rezept angegeben. Das Originalrezept stammt hier nicht von meiner Oma oder Mutter, nein, es kommt von Chefkoch-Userin Christine und wurde von mir leicht abgewandelt.

5 Eier

125 Gramm Backzucker

2 Päckchen Vanillezucker

125 Gramm Mehl

300 Gramm Erdbeeren

250 Gramm Magerquark

200 Gramm Schlagsahne

80 Gramm + ein EL Puderzucker

1 Päckchen Sahnesteif

6 Blätter Gelatine oder 1 Päckchen Gelatine Fix

Erdbeeren verlesen, waschen und putzen. 200 Gramm kleinschneiden und mit einem Esslöffel Puderzucker passieren. Mit einem Handmixer die Sahne mit Sahnesteif sehr steif schlagen, danach mit Magerquark und einem Päckchen Vanillezucker in einer Rührschüssel vermischen. Blattgelatine nach Anleitung in kaltem Wasser quellen lassen, danach ausdrücken und bei kleiner Hitze flüssig werden lassen. Gelatine Fix (ein Päckchen entspricht meist sechs Blättern) direkt nach Anleitung mit etwas Wasser im Topf quellen lassen und nach der angegebenen Zeit erhitzen.

Ofen auf 220°C Umluft vorheizen. Wenn die Gelatine flüssig ist, einen Esslöffel vom Erdbeerpüree hinzugeben und gut verrühren, danach den Rest beigeben. Den Topf mit dem gelierenden Erdbeerpüree schnell zu der Quarkcreme geben und vermischen. Eine knappe Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Ein Blech mit hohem Rand mit Backpapier auslegen. Eier trennen. Eischnee steif schlagen und etwa 40 Gramm vom Backzucker gegen Ende einrieseln lassen. Eigelb mit dem restlichen Backzucker und einem Päckchen Vanillezucker in einer großen Schüssel schaumig aufschlagen. Eischnee dazugeben und mit einem Schneegeben vermischen. Mehl sieben und nach für nach mit dem Schneebesen unterheben. Danach den Biskuitteig auf dem Blech gleichmäßig verteilen und für etwa 10 Minuten im Ofen backen. Vorsicht: kontrolliert währenddessen regelmäßig im Ofen den Backgrad! Der Biskuit darf auf keinen Fall zu hart werden, sonst lässt er sich später nicht mehr rollen. Manche Ofen sind schneller fertig, passt deshalb entsprechend die Zeit an. Der Biskuit ist fertig, wenn er oben leicht goldbraun gefärbt ist und beim Einstich mit dem Zahnstocher nichts daran haften bleibt.

Blech aus dem Ofen auf eine feuerfeste Oberfläche heben, und ein frischgewaschenes Küchentuch darauf ausbreiten. Mit Topflappen Küchentuch und Blech auf beiden Seiten gleichzeitig nehmen und umkippen, sodass der Teig auf dem Küchentuch liegt. Blech beiseite legen und Backpapier vorsichtig vom Teig abziehen. Mit Hilfe des Küchentuchs den Biskuit noch heiß der Länge nach (!) zusammenrollen und so auskühlen lassen. Der Breite nach würde die Roulade sehr kurz und viel zu dick für ein einzelnes Stück werden.

Abgekühlte Biskuitrolle vorsichtig wieder auseinanderrollen und mit der Erdbeercreme bestreichen. Dabei von dem späteren Inneren nach Außen hin immer dünner streichen, da es die Masse beim zusammenrollen immer etwas nach außen drückt. 100 Gramm Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und auf dem Teig verteilen. Danach die Erdbeerrolle vorsichtig zusammenrollen und gegebenenfalls mit etwas restlicher Erdbeercreme an der äußeren Kante bestreichen, sodass die Rolle zusammenhält. Mindestens für vier Stunden im Kühlschrank fest werden lassen, vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben. eat it. love it.