Nudeln aus dem Ofen sind für mich irgendwie noch mehr Soulfood als ganz normale mit Sauce oder aus der Pfanne – wie seht ihr das? Ich finde Ofennudeln, egal ob als Auflauf oder anders, einfach ganz wunderbar – schön saftig und die Nudeln haben durch das gemeinsame Garen mit Gemüse und Sauce ein ganz anderes Aroma, finde ich. Ganz abgesehen davon, dass der Duft in der Küche einfach sagenhaft ist und Vorfreude weckt, während man selbst schon den Tisch decken oder Salat putzen kann.

Ich hatte also mal wieder Lust auf Ofennudeln, etwas tomatiges, fruchtiges, wärmendes. Bei meiner Suche nach einem Rezept bin ich auf diese Lasagne gestoßen und war sofort begeistert. Sie geht einfach und ist durch den Verzicht auf Bechamelsauce und viel Käse deutlich leichter als viele andere Lasagnen. Ich habe sie nun schon mehrere Male gemacht und fand sie jedes Mal noch leckerer, als ich sie in Erinnerung hatte…

für zwei bis drei Portionen / eine kleine Auflaufform
1 Zucchino
125 g TK-Blattspinat
1 Dose gehackte Tomaten
1/2 kleine Zwiebel
150 g Ricotta
1 Ei
125 g Lasagneblätter
geriebener Parmesan
Olivenöl
eine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Zucker, Zimt
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Blattspinat in einem großen Sieb auftauen und abtropfen lassen, gegebenenfalls auseinanderfalten oder in Scheiben schneiden, damit es schneller geht. Die Knoblauchzehe und die Zwiebel fein hacken und in einer Pfanne mit Olivenöl andünsten, die Knoblauchzehe erst hinzugeben, wenn die Zwiebeln fast glasig sind. Ein paar Chiliflocken (ich nehme 1/2 TL), je nach Geschmack, sowie eine Prise Zucker hinzugeben und kurz mit andünsten. Die gehackten Tomaten aus der Dose hinzugeben und etwa 10 Minuten auf niedriger Hitze köcheln lassen, dabei die Tomatenstücke mit dem Kochlöffel immer wieder zerdrücken. Gegebenenfalls etwas Wasser nachgießen, die Sauce sollte etwas flüssiger als eine normale Tomatensauce sein.. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Zucchino waschen und der Länge nach in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Ofen auf 200°C Umluft vorheizen und die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Dünn mit Olivenöl bepinseln und mit Meersalz und Pfeffer bestreuen und etwa acht Minuten im Ofen rösten, danach die Scheiben umdrehen und weitere fünf Minuten rösten, bis die Zucchinischeiben weich und leicht gebräunt sind. Ofentemperatur auf 180°C Ober-/Unterhitze reduzieren.
Ricotta mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zimt abschmecken. Das Ei und einen Esslöffel Wasser unterrühren und beiseite stellen. Den aufgetauten Spinat kräftig ausdrücken und grob hacken. Eine Auflaufform dünn ölen und den Boden mit einer dünnen Schicht Tomatensauce bedecken. Darauf eine Lage Lasagnenudeln legen, diese zunächst mit einer Lage Ricottacreme, dann mit einer Lage Zucchinischeiben und gehackten Spinat und schließlich mit einer Lage Tomatensauce bedecken und Parmesan über die Tomatensauce streuen. Danach wieder eine Lage Lasagnenudeln auslegen und in der selben Reihenfolge die Auflaufform füllen. Am Ende mit einer Lage Lasagnenudeln abdecken und diese mit den Resten der Tomatensauce und Parmesan bedecken.
Die Auflaufform mit Alufolie abdecken und in den Ofen stellen. Nach 40 Minuten mit einem Messer einstechen und prüfen, ob die Nudeln schon weich sind – ich habe der Lasagne weitere 10 Minuten gegönnt, das hängt jedoch von vielen Faktoren (Flüssigkeit der Sauce, Form und Material der Auflaufform, Nudelsorte) ab. Sobald die Nudeln weich sind die Alufolie abnehmen und die Lasagne für weitere 10 Minuten im Ofen backen. Aus dem Ofen nehmen und etwa 20 Minuten ruhen lassen. eat it. love it. Und für mich schmeckt Lasagne ja am nächsten Tag fast noch besser… eat it tomorrow. love it even more.


Wenn ich an meiner Bachelorarbeit geschrieben habe, (mit der ich inzwischen durch bin) hatte ich mittags immer ordentlich Hunger. Und hungrig denkt es sich natürlich nicht allzu gut. Gleichzeitig hätten mir größere Kochaktionen a) extrem abgelenkt, was ich ja manchmal wollte, und b) total wieder aus dem Denken gebracht. Deshalb musste es meistens schnell gehen, und da habe ich diesen tollen Couscoussalat entdeckt und für mich abgewandelt.

Die größte Arbeit ist das Gemüseschneiden, und dank meines Julienneschneiders ist auch das nicht allzu wild gewesen. Nach 15 Minuten habt ihr einen Teller mit dampfendem, gesundem und unglaublich leckerem Essen vor euch stehen, der euch über das kleine Hungertief hinweghilft.
für zwei Personen
2 Zucchini
4 Frühlingszwiebeln
1 rote Paprika
2-3 Kirschstrauchtomaten
4 Stängel Thymian
4 EL Joghurt
2 TL Tahini
1 TL Harissa
150 ml Gemüsebrühe
75 ml Instant-Couscous
1/4 TL Zimtpulver
1/4 TL Kurkuma
Salz, Pfeffer, Sesam- oder Olivenöl
Frühlingszwiebeln putzen und in etwa 1cm breite Ringe schneiden. Paprika fein würfeln. Zucchini entweder mit einem Julienneschneider oder mit einem Messer in schmale Streifen schneiden. Kirschtomaten vierteln. Gemüsebrühe in einem kleinen Topf aufkochen, währenddessen etwas Sesam- oder Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Erst für eine Minute die Frühlingszwiebelringe und Tomatenstücke darin braten, danach für eine weitere Minute die Paprika hinzugeben und nach nochmals einer Minute die Zucchinistreifen mitdünsten. Danach salzen und pfeffern und in einer Schale, am besten mit Alufolie bedeckt, beiseite stellen.
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Couscous mit Zimt und Kurkuma mischen. Sobald die Brühe kocht, den Topf von der Herdplatte nehmen und den Couscous in die Brühe geben. Mit einem Deckel verschließen und nach Packungsanweisung (bei mir waren es fünf Minuten) quellen lassen. Währenddessen Joghurt mit Harissa und Tahini vermischen und abschmecken. Gequollenen Couscous mit dem Gemüse mischen und auf einem Teller mit etwas gewürztem Joghurt servieren. eat it. love it.
Das Rezept kommt ursprünglich von Deb und war einmal eine “zucchini and ricotta galette“, Paule hat daraus eine “Rustikale Zucchinitarte mit Ricottacreme” gemacht und den Mozzarella durch Cheddar ersetzt und Juliane hat das Teil dann nachgebacken und den Cheddar wiederum durch Edamer ersetzt. Nun, und gestern lag das Rezept in meiner Küche und ich habe mir gedacht, dass ich den Ricotta einfach mal durch Crème fraîche ersetze. Ihr seht, es ist also wirklich kein Drama, wenn gerade das Eine oder Andere im Supermarkt ausverkauft ist – denn das Wichtigste an dieser Galette ist etwas ganz Anderes: der Teig.
In den kommen nämlich saure Sahne und Zitronensaft, eine sehr spannende Sache. Dadurch geht er blättrig auf, wird ganz luftig und knusprig und schmeckt trotzdem noch nach Mürbeteig. Allerdings ist er dadurch auch leicht säuerlich – für eine Mitesserin war die Angelegenheit zu sauer, mir hat die Galette ganz wunderbar geschmeckt, so wie sie ist. Vor allem die Kombination mit der Crème fraîche war hier wohl das Problem, weniger saure Alternativen wären der Ricotta aus dem Original, Frischkäse oder Mascarpone (mit etwas süßer Sahne verdünnt).

100g Weizenvollkornmehl
100g Weizenmehl Type 550
1/4 TL Salz
120 g eiskalte Butter
60 ml eiskaltes Wasser
60 g saure Sahne
2 EL Zitronensaft
2 kleine Zucchinis
2 EL Knoblauchöl (alternativ: 2 Knoblauchzehen und 2 EL Olivenöl)
160 g Crème fraîche
50 g Parmesan
50 g Cheddar
2 Zweige Thymian
1 große oder 2 kleine Frühlingszwiebeln
1 Eigelb
1 EL Wasser
Mehl und Salz in einer Rührschüssel miteinander vermischen. Saure Sahne mit Zitronensaft und Wasser mischen. Butter in Flocken dazugeben und mit den Händen schnell mit dem Mehl zu Bröseln vermengen. Mit einem Kochlöffel nur so viel von der Sauerrahm-Wasser-Mischung dazugeben, dass ein geschmeidiger Teig entsteht. Kurz mit den Händen unterkneten, es sollten noch deutlich kleine Butterstücke im Teig erkennbar sein. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde kaltstellen – je länger die Kühlzeit, desto besser kann man später den Teig verarbeiten.
Zucchini waschen und mit einem Gemüsehobel auf feiner Stufe etwa 1mm dicke Scheiben hobeln. Diese auf Küchenpapier ausbreiten, mit 1/2 TL Salz bestreuen und eine halbe Stunde Wasser ziehen lassen. Danach mit einer weiteren Lage Küchenpapier trockentupfen. Den Parmesan und den Cheddar reiben, mit der Crème fraîche gut vermischen und mit Salz, Thymian und einem Esslöffel Knoblauchöl würzen. Falls ihr kein Knoblauchöl da habt: 2 kleine Knoblauchzehen pressen, salzen und mit 2 EL Olivenöl einige Minuten ziehen lassen. Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden. Das Eigelb mit dem Esslöffel Wasser vermischen.
Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig zwischen einem leicht bemehlten Blatt Backpapier (unten) und einer Lage Frischhaltefolie (oben) dünn ausrollen, dabei entstehende Falten auf der Unterseite durch Ziehen am Backpapier immer wieder auseinanderziehen. Die Käsecreme darauf verteilen und einen etwa 2-3 cm breiten Rand an den Seiten auslassen. Die Zucchinischeiben dachziegelartig von außen nach innen darauf verteilen, darüber die Frühlingszwiebelringe und noch einen Esslöffel Knoblauchöl verteilen. Den Rand nach innen einklappen und mit der Eigelb-Wasser-Mischung bestreichen. Die Galette mit dem Backpapier auf ein Backblech schieben und auf mittlerer Hitze etwa 30-40 Minuten backen. Nach dem Backen etwa fünf Minuten auskühlen lassen. eat it. love it.

Ich bin so ein wenig im Tarte-Fieber, seit ich mir vor einem knappen Jahr das Kochbuch “Raffinierte Tartes” von Alfons Schuhbeck und Annik Wecker zugelegt habe. So viele Ideen, so viele Mürbeteigvarianten und so viele gute Tartes. Dennoch habe ich vor allem diese Tarte inzwischen schon etliche Male gemacht, weil sie einfach so gut ist. Die Tomatenfüllung aus den Zucchinirollen habe ich bereits vor einiger Zeit zu einer Pastasauce abgewandelt, ich kann sie mir aber auch richtig gut als Dip oder Pesto vorstellen.

Wie so oft beim Tartebacken gilt jedoch: Geduld und Zeit mitbringen! Der Teig sollte zwischendurch auf jeden Fall ausreichend kaltgestellt werden, damit er sich gut ausrollen lässt und der Rand nicht absackt. Dafür lohnt sich die Mühe und die fertig gebackenen Tartestücke lassen sich problemlos einzeln einfrieren. Mit einem gemischten Salat hat man so ein schnelles, leckeres Abendessen für faule Tage!
200 g Mehl
100 g kalte Butter
2 EL Parmesan
2 TL Oregano
1 TL Salz
70 ml kaltes Wasser
1 EL Essig
Mehl in eine Schüssel sieben, mit Salz, Parmesan und Oregano vermischen. Butter in Flocken untermischen, Wasser und Essig langsam hinzugeben und mit dem Knethaken oder den Händen schnell zu einem glatten Mürbeteig verkneten. In eine Frischhaltefolie einwickeln und für etwa eine Stunde im Kühlschrank kühlen.
100 g getrocknete Tomaten
2 EL Essig
1 Knoblauchzehe
1 EL gemahlene Mandeln
1 EL Parmesan
3 EL Gemüsebrühe
3 EL Olivenöl
200 g Frischkäse
3 Eier
3 mittelgroße, gerade Zucchini
100 g Sahne
50 g Milch
2 Zweige Thymian
Chilipulver
Zimt
Salz, Pfeffer
500 ml warmes Wasser mit 1 EL Essig zum Kochen bringen. Die getrockneten Tomaten abtropfen und in das Wasser geben. Den Deckel auf den Topf setzen, von der Herdplatte nehmen und für 30 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen. Danach die aufgequollenen Tomaten abgießen, abkühlen lassen und in Streifen schneiden. Eine Knoblauchzehe waschen und fein hacken. In einem hohen Rührbecher Tomatenstreifen, Mandeln, Parmesan, Knoblauch, Brühe und Olivenöl zu einer feinen Masse pürieren. Ein Ei trennen, das Eigelb mit 100 g Frischkäse unter die Paste rühren. Das Eiweiß für später zur Seite stellen. Die Paste mit Chili, Zimt, Salz und eventuell etwas Zucker abschmecken.
Den Mürbeteig dünn ausrollen und eine Tarteform damit auskleiden. Für weitere 30 Minuten in der Tiefkühltruhe kaltstellen. Den Ofen auf 200°C vorheizen. Die Zucchini waschen und in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln (an dieser Stelle ein Hoch auf den V-Hobel!). Die Scheiben der Länge nach halbieren, dünn mit der Tomatenpaste bestreichen und einrollen. Den Tarteboden aus der Tiefkühltruhe holen, mit einer Gabel etwas einstechen und mit Backpapier auslegen. Hülsenfrüchte oder Blindbackkugeln daraufstreuen und für 10 Minuten blindbacken. Danach das Backpapier und die Hülsenfrüchte entfernen, weitere 10 Minuten blindbacken. Mit dem Eiweiß dünn einstreichen und für eine weitere Minute im Ofen lassen, danach die Form herausholen.
Die Zucchinirollen dicht an dicht auf den gebackenen Tarteboden setzen. Den restlichen Frischkäse mit Sahne, Milch und zwei Eiern verquirlen, Thymianblättchen herunterzupfen und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zwischen die Zucchinirollen auf den Tarteboden gießen. Vorsicht: prüft euren Boden und Rand, ob er auch überall dicht ist und dass nichts überläuft! Gegebenenfalls vorhandene Risse oder Lücken könnt ihr mit etwas Teigresten oder Toastbrot stopfen, sodass die Sahne-Ei-Mischung nicht von außen festbäckt. Auf der untersten Schiene 40 Minuten im Ofen fertigbacken. Am besten schmeckt die Tarte lauwarm. eat it. love it.

Ich muss ein Geständnis machen: ich liebe Zucchini! Und in Kombination mit Pasta ist das natürlich der absolute Renner. Hier ist ein Rezept, das ich schnell improvisiert habe, nur mit dem Plan, Zucchini und Nudeln zu verwenden. Ich hatte noch überlegt, eine Saucenbasis aus Crème fraîche zu machen, aber da ich keine da hatte, blieb es bei einer Mischung aus Olivenöl und geriebenem Parmesan. Den geschmacklichen Clou bringt hier die Mischung aus feiner Schärfe durch etwas getrocknetes Chili und Zitronensaft, der der öligen Mischung wieder mehr Leichtigkeit auf der Zunge verleiht. Auf jeden Fall hat es köstlich geschmeckt und ich verwette meine Nudelmaschine, dass das Gericht auch kalt mit etwas Aceto balsamico als Nudelsalat taugt. Hier ist ein Rezept für 3-4 Leute:
500 g Campanelle tricolore
Olivenöl
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Chiliflocken, wohldosiert
2 mittlere Zucchini
8-10 getrocknete Tomaten in Öl
80-100 g Parmesan am Stück
Meersalz, Pfeffer
Zitronensaft
Nudelwasser zum Kochen bringen und Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. Zucchini in kleine Würfel und getrocknete Tomaten in Streifen schneiden. Parmesan reiben.
Etwas Olivenöl im Wok erhitzen und Zwiebeln mit Chiliflocken anschwitzen. Die Zwiebeln dürfen etwas Farbe bekommen; den Knoblauch lieber etwas später zugeben, damit er nicht bitter wird. Zucchiniwürfel zugeben und kräftig mitdünsten. Bei Bedarf etwas Olivenöl nachgeben.
Wenn das Nudelwasser kocht, kräftig salzen und Nudeln nach Packungsangabe kochen. Bis sie fertig sind, Zucchinigemüse mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken, Tomatenstreifen hinzugeben.
Zum Schluss Nudeln abgießen und zu den Zucchini geben, Parmesan unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft und Parmesan zum reiben zu Tisch geben. eat it. love it.

Parmesanspäne sind dekorativ und schmelzen nicht so schnell wie geriebener Käse.



