Dem milden Herbstwetter sei Dank war ich noch so gar nicht auf Weihnachten eingestellt. Immerhin habe ich es geschafft, die Winterreifen aufs Auto zu bekommen, bevor mich in dieser Woche der erste Schnee am Morgen überraschte. Dafür hat unsere erste Blogkooperation mich ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzt – und mich zu dieser Cranberry-Spekulatius-Tarte, pünktlich zum 1. Advent, inspiriert.

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Aber der Reihe nach. Seit letzter Woche gibt es eine neue Plattform von ebay, auf der die Nutzer weihnachtliche Moodboards erstellen können. So kann man etwas Inspiration für die Weihnachtsdeko oder Geschenke für die Lieben bekommen und hat außerdem ein wenig was zum digitalen Basteln. Ich habe mich ein wenig daran versucht und einfach einmal die Bilderflut über mich hereinbrechen lassen. Dabei kam dieses Board hier heraus.

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Gold und Glimmer und Lametta? Nein danke. Ich mag es, auch zum Fest, lieber schlicht. Bereits letztes Jahr habe ich deshalb meine Weihnachtsdeko vor allem in Rot und Weiß gehalten. Und als mein Moodboard etwa zur Hälfte fertig war, habe ich gemerkt, dass ich die Vorliebe für diese Kombination offenbar nach wie vor hege. Dass es da ausgerechnet Bilder von meiner roten KitchenAid und dem schönen Bräter (den ich mir auch irgendwann einmal gönnen möchte) gab, war natürlich höchst praktisch. Und unser länglicher Advents”kranz” für dieses Jahr hätte auch sehr gut in die Collage gepasst, findet ihr nicht?

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Abgesehen davon gibt es ziemlich viele Symbolbilder, die nicht auf konkrete Produkte verweisen. Im Gegensatz zu vielen anderen Plattformen kann man die genaue Anordnung im Moodboard so gut wie nicht beeinflussen und muss sich darauf verlassen, dass das Onlineprogramm das alles schon in ansprechender Weise nebeneinander setzen wird. Bei mir hat das aber gut geklappt, finde ich. Kreative unter euch, die gerne noch ein bisschen Weihnachtsgeld extra hätten, können sich vielleicht sogar über einen Geldsegen zum Fest freuen. Eine Jury kürt die zehn schönsten Collagen aus, der Sieger erhält PayPal-Guthaben im Wert von 5000 Euro, Guthaben im Wert von 1000 Euro gibt es für die anderen Gewinner und die Collage mit den meisten Likes der Besucher.

Mein Foodbloggerherz hat etwas geblutet, als ich zu der schönen Cranberry-Tarte aus der Collage kein Rezept geliefert bekommen habe. Was also tun? Na klar: Einfach mal selbst dran versuchen! Dabei ist eine weihnachtliche Cranberry-Mandel-Tarte mit Spekulatiusboden herausgekommen. Die Füllung habe ich auf einem meiner Lieblingsblogs, smitten kitchen, entdeckt. Sie besteht aus wunderbarem Sahnekaramell, Cranberries und Mandelblättchen.

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Ich habe keine gefrorenen Cranberries bekommen, dafür aber frische. Mit denen hat es auch wunderbar funktioniert. Und der Spekulatiusboden ist ein kleiner zusätzlicher Weihnachtskick zum 1. Advent. Dafür habe ich den Mandel-Mürbeteig von Annik Wecker, den sie in “Raffinierte Tartes” verwendet, um ein wenig Spekulatiusgewürz ergänzt. Als Belohnung für alle, die bis hier durchgehalten haben – hier das Rezept für eine 22cm-Tarteform. Durch das Sahnekaramell ist die Tarte ziemlich mächtig und wir haben eher kleinere Stücke als sonst gegessen.

für eine 22cm-Tarteform

160 g Mehl, Type 405

55 g Puderzucker

1 Prise Salz

2,5 EL gemahlene Mandeln

1 TL Spekulatiusgewürz

80 g kalte Butter in Flocken

1 Ei

200 g frische Cranberries

100 g Mandelblättchen

215 ml Sahne

75 g Butter

130 g Zucker

01-grün  160 g Mehl, Puderzucker, Salz, Mandeln und Spekulatiusgewürz in eine Rührschüssel geben. 80 g Butter in Flocken dazugeben und mit den Fingern schnell und gründlich unterkrümeln, sodass diese gleichmäßig in der Mehlmischung verteilt sind. Das Ei hinzugeben, unterrühren und mit den Händen schnell zu einem glatten Mürbeteig verkneten. 30-60 Minuten im Kühlschrank kaltstellen. Den Teig dünn ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auslegen. Diese für 30 Minuten im Gefrierschrank durchkühlen lassen.

02-grün  Zucker in einer großen Pfanne mit Rand über mittlerer Hitze gleichmäßig karamellisieren lassen, parallel dazu Sahne und 75 g Butter in einem kleinen Topf erwärmen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist. Dann von der Herdplatte nehmen. Sobald der Zucker goldgelb karamellisiert ist, von der Herdplatte ziehen und die Sahne-Butter-Mischung vorsichtig dazugießen (wirklich vorsichtig, die Sahne und die Butter werden sofort zu Kochen beginnen!). Auf niedriger Hitze auf der Herdplatte etwas weiterköcheln lassen und dabei immer wieder umrühren, bis der Karamell sich gleichmäßig aufgelöst hat. In eine größere Schüssel gießen und 30 Minuten abkühlen lassen.

03-grün  Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Cranberries waschen und abtropfen lassen. Den Tarteboden aus dem Gefrierschrank holen, mit Backpapier auslegen und Hülsenfrüchte zum Beschweren darauf verteilen. Im vorgeheizten Ofen 15 Minuten blindbacken. Aus dem Ofen holen und das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen. Die trockenen Cranberries und die Mandelblättchen in das Sahnekaramell geben und gut verrühren, bis sich die Zutaten gleichmäßig vermengt haben. Auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen. Ein Blatt Alufolie auf den Ofenrost legen, dann die Tarteform darauf stellen. Bei mir lief die Karamell-Fruchtmasse gegen Ende der Backzeit nämlich etwas über. Im Ofen 20-25 Minuten backen, bis der Rand gebräunt ist und die Masse am Tarterand blubbert. Eine Stunde auskühlen lassen, dann anschneiden und servieren. eat it. love it.

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Hinweis: Dieser Beitrag entstand zum Teil in einer Kooperation mit ebay und achtung! pr. Die im Artikel geäußerte Meinung entspricht der der Autorin und wurde nicht vorgegeben oder in anderer Art und Weise inhaltlich beeinflusst.

 

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Rückschau: Weihnachten 2012

So, das war’s! Ich bin platt und lasse Bilder für euch sprechen, hier die Erklärungen dazu (von oben links nach unten rechts):

1: Wichtelpaket vom ForumsWeihnachtsWichteln der Hüttenhilfe, wurde mit Feigenessig, Brownie-Mix, Provence-Risotto-Mischung, Hibiskussalz und Vanillezucker reich beschenkt, nun müssen die Gaben nur noch ausprobiert werden!

2: 1. Weihnachtsfeiertag: Mamas Hirschgulasch mit selbstgemachten Spätzle, Preiselbeeren und Cranberry-Blaukraut

3: aus Spaß Servietten gefaltet, diese Variante heißt “französische Lilie” und geht so.

4: 1. Weihnachtsfeiertag, Dessert: Birne Helene, die Schokoladensauce ist mir leider etwas zu flüssig geraten. Dem Schwelgen in Kindheitserinnerungen hat das jedoch keinerlei Abbruch getan.

5: 2. Weihnachtsfeiertag: DIE Ente.

6: 2. Weihnachtsfeiertag: DIE Ente angerichtet, mit aufgeschnittenem Serviettenknödel und noch mehr Cranberry-Blaukraut, das am zweiten Tag noch besser geschmeckt hat.

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Frohe Weihnachten!

Geschenke sind gekauft und eingepackt, Plätzchen gebacken, der Baum wird gerade aufgestellt und heute Nachmittag noch geschmückt. Einmal durchatmen bitte, jetzt geht’s in Tage voller Völlerei, Familie und vor allem ganz viel Ruhe. Wir wünschen euch schöne Festtage, die ihr hoffentlich gemeinsam mit euch wichtigen und lieben Menschen verbringen werdet. Bloggen werden wir von unseren Festmahlzeiten wohl nichts, vielleicht bekommt ihr eine kleine Fotoschau zu sehen. Wie ihr auf dem Foto von Tinas Plätzchenteller unschwer erkennt, ist sie mit dem Vorsatz, in diesem Jahr weniger Sorten Plätzchen zu scheitern, vollends gescheitert. Mit auf dem Teller sind nun Vanillekipferl, die Schokoladen-Kokos-Makronen, Buttergebäck mit Streuseln, mit Kuvertüre und Streuseln, mit Knusperperlen und dann noch mit Rotweinguss und gehackten Cranberries, schwedische Gewürzkekse in Form der Rentiere mit roter Liebesperle als Nase sowie Spitzbuben und Terrassentaler mit Glühweingelee…

Habt ein frohes Fest, stresst euch nicht und bis die Tage. Macht es gut!

 

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Glühwein

Weihnachtliches Heißgetränk mit neun Buchstaben? Anderes Wort für ‘vergriffen’ mit elf Buchstaben?

Gestern war ich in drei Geschäften auf der Suche nach Glühwein. Beim Discounter gabs keinen mehr, beim Vollsortimenter nur noch Bio-Glühwein für 4 Euro. Wahrscheinlich wird bereits Platz geschafft für neue Ware, immerhin ist bald Ostern… ;)

Nach unserer gestrigen Glühweindegustation (mit drei roten und einem weißen Glühwein, davon zwei selbstgemachte!) kommen wir zu der Erkenntnis, dass der selbstgemachte rote am besten geschmeckt hat. Hier kommt ein schnelles und leckeres Rezept:

1 Liter trockener Rotwein

3 Orangenscheiben, Schale unbehandelt

3 EL Vanillepuderzucker

1 Zimtstange

2 Sternanis

5 Nelken

6-8 EL Zucker nach Geschmack

Orangensaft

 

 Vanillezucker im Topf mit etwas Wasser verrühren und bei starker Hitze karamellisieren lassen. Orangenscheiben dazu geben, einmal wenden. Topf vom Herd nehmen, schnell eine halbe Tasse lauwarmes Wasser angießen und sofort mit Deckel verschließen.

 Wenn die Flüssigkeit etwas herunter gekühlt ist, Gewürze  zugeben und auf kleiner Flamme fünf Minuten köcheln lassen. Wein dazu geben und mit Zucker und Orangensaft abschmecken. Erhitzen ohne zu kochen. drink it. love it.

Variante: funktioniert auch mit Weißwein. Dazu Apfelscheiben karamellisieren und mit Apfelsaft ablöschen. Ebenfalls mit Zucker und Orangensaft abschmecken.

Das Karamellisieren und das Erhitzen der Gewürze gibt ein besonderes Aroma.

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Schokoladen-Kokos-Makronen

Hier herrscht Unlust auf Weihnachten. Eine Situation, die ich selbst verstehe, nun jedoch aktiv bekämpfen möchte. Weihnachten soll schön werden und Weihnachten soll Zeit zum Durchatmen sein. Und zum Durchfuttern. Ich meine, wir sind hier immerhin auf einem Foodblog…Die erste Tat in Richtung Weihnachtsstimmung war deshalb ein großer Plätzchenbacktag, an dem ich zum allerersten Mal einfach eine eigene Plätzchenidee umgesetzt habe. Als T. mich nämlich vor einigen Wochen von seinem ersten selbstgebackenen Kuchen – Schoko-Kokos-Guglhupf – schwebten mir schon Kokosmakronen mit Schokolade vor. Quasi Stracciatellamakronen!

Das Praktische ist, dass sie unheimlich schnell gehen und man beim Backen von Mürbeteigplätzchüen eigentlich immer irgendwo Eiweiß überhat, das man so perfekt weiterverwerten kann. Wer Lust hat, kann sich danach noch mit einer Extraportion Kuvertüre als Verzierung austoben und die Makronen entweder damit glasieren oder einfach mit einer Gabel schnell ein paar Linien darauf malen.

für etwa 30-40 Stück

4 Eiweiß

200 g Zucker

100 g Zartbitterschokolade

200 g feine Kokosraspeln

1 TL Zitronensaft

50-100 g Zartbitterkuvertüre

Backoblaten

  Zartbitterschokolade fein reiben (geht am besten, wenn die Schokolade gut gekühlt ist!). Den Ofen auf 130°C vorheizen. Eiweiß sehr steif schlagen, eine Prise Salz und Zitronensaft  hinzugeben, mit dem Mixer weiterrühren und dabei den Zucker einrieseln lassen. Mit einem Schneebesen oder Kochlöffel mit Loch in der Mitte die Kokosraspeln und die geriebene Schokolade unterheben.

  Backoblaten mit einem spitzen Messer quer teilen und mit der glatten Seite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit zwei Teelöffeln kleine Nocken von der Eiweißmasse abstechen und auf den Oblaten platzieren. Achtung: die Makronen gehen auf. Für kleinere Makronen nur etwa 1/2 TL Eiweißmasse pro Oblate nehmen, für normalgroße 1 TL volll. Die kleinere Variante 15-20 Minuten, die normalgroße 20-25 Minuten im Ofen backen. Die Makronen sollten nur  sehr wenig gebräunt sein und innen einen weichen Kern haben. Auskühlen lassen. eat it. love it. or decorate it!

  Die Kokosmakronen auf einem Kuchengitter platzieren und abkühlen lassen, am besten etwas Zeitungspapier unter das Gitter legen. Kuvertüre fein hacken und über einem Wasserbad schmelzen. Nun entweder eine Gabel in die geschmolzene Kuvertüre tauchen und damit Linienmuster auf den Makronen malen oder diese in die Kuvertüre eintauchen. Auf dem Gitter festwerden lassen und danach in Plätzchendosen bis Weihnachten lagern.