Das ging dann plötzlich auch ganz schnell – im vergangenen Monat haben wir die 100-Post-Marke auf Instagram geknackt. Dementsprechend werden die RoundUp-Beiträge nach dieser Ausgabe wohl eher ein Best Of werden, da wir sonst die Seite sprengen. Für den vollen Überblick: Folgt uns auf Instagram, unter we_love_pasta findet ihr alle unsere Bilder.

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Tina kocht Jamie: Die Pasta mit Pilzen und Spinatsalat war zwar sehr lecker… // …konnte aber optisch natürlich trotzdem nicht mit Michis Kreationen mithalten: Parmigiana aus dem Ofen… // …und Salat mit gebratener Zucchini und Knoblauch-Mais vor dem ESC-Abend.

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Der White Rabbit’s Room in München ist ein zauberhafter kleiner Fuchsbau am Wiener Platz, in dem man auch noch die leckeren Kuchen von der Zimtschneckenfabrik bekommt. Hier im Bild: Beeren-Butterkuchen // Abendessen für den Fußballabend: Steak mit Kartoffeln, gebratenem Spargel und Bozner Sauce (Rezept für die Sauce findet ihr in Tinas Kolumne auf Süddeutsche.de). Dass der FC Bayern verloren hat, war leider nur mit dieser Grundlage auszuhalten // Scharfes Abendessen bei Michi: gebratener Tofu mit Pak Choi und Pfifferlingen

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Launchevent bei Dallmayr: In der neuen Barista Academy in der Münchner Innenstadt bleiben diese hübschen Teile heute leider ausgeschaltet // Anlass des Events: die neuen “Capsa”-Kaffeekapseln, die Dallmayr ab Juli/August für Nespresso-Maschinen anbietet. Hier im Bild gut zu sehen: Dallmayr will pro Kapsel 85% weniger Aluminum verarbeiten als Nespresso. Dennoch sagt man auch hier, dass Kaffeekapseln nichts sind, wenn man auf Müllvermeidung achten möchte // Tina hat für euch natürlich verkostet. Zum Start gab es den Espresso “Barista”…

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Fazit zum “Barista”: bessere Crema als Nespresso, geschmacklich kann er auch gut mithalten // Danach ein “Lungo Velluto”, der sehr mild und samtig auf der Zunge liegt. Leckerer Kaffee mit angenehmer Vanillenote // Und noch einer. Espresso “Indian Sundara”, der zunächst sehr ungewohnt und fruchtig schmeckt. Insgesamt besser als der “Barista”. Und der heimliche Star auf dem Foto ist natürlich das Schokoladenmacaron, das Macaronverweigerin Tina zum Macaronfan gemacht hat.

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Sommer in München: FroYo mit dreierlei Beeren an der Leopoldstraße // Zum Vatertag und Familiengeburtstag hat Tina mal wieder einen Versuch in der Reihe “Die Suche nach dem perfekten Käsekuchen” gewagt. Den perfekten Teig hat sie nun, fehlt nur noch die perfekte Füllung. Diese hier war zumindest ein guter Geschmackskompromiss für jeden und sehr gut.

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Italienischer Nudelsalat

Nudelsalat geht immer. Als Snack zu Mittag, als Abendessen mit ein wenig Ciabatta, zum Grillen, im Biergarten, beim Picknick und vor allem dann, wenn es so heiß ist, dass man keine Lust auf warmes Essen hat. “Italienischen Nudelsalat” gibt es sicherlich schon 1000 Mal im Netz, meine Variante geht so: Rucola, Mozzarella, Tomaten, ein paar Pinienkerne und ein leichtes Dressing aus Balsamico und Gewürzen. Ich verwende für diesen Nudelsalat sehr gerne Vollkornnudeln, weil sie einen wunderbar kernigen Geschmack von sich aus mitbringen und dadurch dem Nudelsalat noch einmal etwas Pep geben. Natürlich könnt ihr stattdessen auch “weiße” Nudeln eurer Wahl verwenden.

200 g kurze Vollkornnudeln

1 Schöpfkelle Nudelwasser

1/2 TL mittelscharfer Senf

2 EL Tomatenmark

2 EL Balsamicoessig

1 EL Tomatenöl

5-6 getrocknete Tomaten in Öl

1 Kugel Mozzarella

1 Hand voll Rucola

150 g Kirschtomaten

2 EL Pinienkerne

6-8 Basilikumblätter

Salz, Pfeffer, Kräuter, Knoblauch

  Nudelwasser aufsetzen, Nudeln nach Packungsanweisung al dente kochen. Währenddessen Rucola waschen und gut trocknen lassen, ggf. mit einem Küchentuch trockentupfen. Mozzarella abtropfen lassen und würfeln. Kirschtomaten waschen und halbieren, getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden. Kurz vor Ende der Kochzeit eine große Kelle Nudelwasser abschöpfen und in einer Schüssel beiseite stellen. Nudeln abgießen und ausnahmsweise abschrecken.

  Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, mit den geschnittenen Tomaten, dem Rucola und dem Mozzarella in eine große Schüssel geben und dort mit den Nudeln verrühren. Aus Senf, Tomatenmark, Balsamico und etwas Öl von den getrockneten Tomaten (alternativ: Olivenöl) ein Dressing anrühren und nach für nach das Nudelwasser unterrühren. Mit Salz, Pfeffer, etwas angedrücktem Knoblauch und Kräutern nach Geschmack, z.B. Oregano, Thymian oder Rosmarin, abschmecken und damit den Nudelsalat kurz vor dem Servieren marinieren. eat it. love it.

Wenn ich an meiner Bachelorarbeit geschrieben habe, (mit der ich inzwischen durch bin) hatte ich mittags immer ordentlich Hunger. Und hungrig denkt es sich natürlich nicht allzu gut. Gleichzeitig hätten mir größere Kochaktionen a) extrem abgelenkt, was ich ja manchmal wollte, und b) total wieder aus dem Denken gebracht. Deshalb musste es meistens schnell gehen, und da habe ich diesen tollen Couscoussalat entdeckt und für mich abgewandelt.

Die größte Arbeit ist das Gemüseschneiden, und dank meines Julienneschneiders ist auch das nicht allzu wild gewesen. Nach 15 Minuten habt ihr einen Teller mit dampfendem, gesundem und unglaublich leckerem Essen vor euch stehen, der euch über das kleine Hungertief hinweghilft.

für zwei Personen

2 Zucchini

4 Frühlingszwiebeln

1 rote Paprika

2-3 Kirschstrauchtomaten

4 Stängel Thymian

4 EL Joghurt

2 TL Tahini

1 TL Harissa

150 ml Gemüsebrühe

75 ml Instant-Couscous

1/4 TL Zimtpulver

1/4 TL Kurkuma

Salz, Pfeffer, Sesam- oder Olivenöl

  Frühlingszwiebeln putzen und in etwa 1cm breite Ringe schneiden. Paprika fein würfeln. Zucchini entweder mit einem Julienneschneider oder mit einem Messer in schmale Streifen schneiden. Kirschtomaten vierteln. Gemüsebrühe in einem kleinen Topf aufkochen, währenddessen etwas Sesam- oder Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Erst für eine Minute die Frühlingszwiebelringe und Tomatenstücke darin braten, danach für eine weitere Minute die Paprika hinzugeben und nach nochmals einer Minute die Zucchinistreifen mitdünsten. Danach salzen und pfeffern und in einer Schale, am besten mit Alufolie bedeckt, beiseite stellen.

Couscous mit Zimt und Kurkuma mischen. Sobald die Brühe kocht, den Topf von der Herdplatte nehmen und den Couscous in die Brühe geben. Mit einem Deckel verschließen und nach Packungsanweisung (bei mir waren es fünf Minuten) quellen lassen. Währenddessen Joghurt mit Harissa und Tahini vermischen und abschmecken. Gequollenen Couscous mit dem Gemüse mischen und auf einem Teller mit etwas gewürztem Joghurt servieren. eat it. love it.

 

Im “Trattoria”-Heft von LECKER habe ich einen Rezeptvorschlag gefunden, der mich sofort angelacht hat: Tomatensauce in einer “Bellini”-Variante mit Pfirsichen und Weißwein. Das klingt nach einem absoluten Sommeressen, und hat mich für eine eigene Variante von Penne all’Arrabiata inspiriert: voller Inspiration nenne ich dieses Gericht also “Pescarrabiata”, eine scharfe Tomatensauce mit Pfirsich und Weißwein. Mangels Auswahl im Supermarkt habe ich gelbe Pfirsiche verwendet, noch aromatischer finde ich persönlich die weiße Variante. Vergesst auf keinen Fall, euch ein paar Stücke rohen Pfirsich beiseite zu legen und am Schluss auf eurer Pasta zu drapieren, das macht gemeinsam mit ein paar Blättern Basilikum das Gericht erst perfekt!

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für 2 Portionen

1 reifer Pfirsich

1 kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 rote Chilischote oder 2 TL Chiliflocken

1/2 EL Puderzucker

400g stückige Tomaten

1 EL Tomatenmark

50 ml trockener Weißwein

4 Blätter Basilikum

200 g Pasta

  Zwiebeln und Knoblauchzehe fein würfeln, Chilischote waschen, aufschneiden, entkernen und in feine Streifen schneiden. Den Pfirsich häuten (einschneiden, mit heißem Wasser übergießen und nach etwa 30 Sekunden eiskalt abschrecken) und 1/4 davon in dünne Scheiben schneiden und beiseite stellen. Bei der Verwendung von frischen Tomaten diese ebenfalls häuten und in Würfel schneiden, außerhalb der Saison einfach hochwertige Tomaten aus der Dose verwenden.

  Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten, kurz vor Schluss den Knoblauch und die Chilischote dazugeben und mitanbraten. Den Puderzucker darübergeben und karamellisieren lassen, dann das Tomatenmark hinzugeben, kurz anbraten lassen und schließlich die stückigen Tomaten hinzugeben und aufkochen. Etwa 20 Minuten leise köcheln lassen, gegebenenfalls zwischendurch Wasser hinzugeben und wieder verkochen lassen. Nach den 20 Minuten den Weißwein hinzugeben und einkochen lassen. Währenddessen die restlichen drei Viertel des Pfirsichs pürieren. Basilikumblätter abbrausen, trocken tupfen und fein hacken. Das Pfirsichpüree zur Tomatensauce geben und noch einmal etwa 3 Minuten köcheln lassen (je nach Wässrigkeit des Pfirsichpürees). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den Basilikum unterrühren. Nudeln kochen und sehr al dente mit einer Schaumkelle aus dem Nudeltopf in die Tomatensauce geben und darin zwei Minuten fertig garen, gegebenenfalls unter Zugabe von etwas Nudelwasser. Mit Pfirsichscheiben und Basilikum garnieren. eat it. love it.

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Frozen Yogurt

Frozen Yogurt aka “FroYo” ist wieder so ein trendiges Zeug, das vor Kurzem ins kulinarische Deutschland in Form stylischer Frozen Yogurt-Eisdielen eingefallen ist. Nach meinem eindeutigen Urteil zu Cake Pops und meiner Abneigung gegenüber Bubble Tea schien ich etwas verzweifelt: es muss doch auch sowas hippes geben, das mir schmeckt! Double Chocolate Mocca Frappucino ist so 2000er, irgendwie. Während also Michi mit einem Becher voller grünem Bubble Tea und bunten Bubbles neben mir durch die Fußgängerzone schlenderte, wurde ich am hinteren Eck des Viktualienmarkts fündig: “top it“, eine der beiden Frozen Yogurt-Eisdielen in München. Dort gibt es Schokoladeneis, Beerensorbet und eben Frozen Yogurt mit unterschiedlichen “Toppings”, also Extras, die man über das Eis streut. Ich kam, sah, schleckte und war verliebt. Und wie jedes Essen, das ich liebe, will ich das auch selbst machen können.

Schließlich wurde ich bei 101cookbooks fündig. Ein so einfaches wie offenbar gutes Rezept, das sogar einem der FroYo-Marktführer der USA, Pinkberry, Konkurrenz machen könne. Und im letzten Jahr habe ich doch eine Eismaschine geschenkt bekommen, die immer noch auf ihre Premiere wartete – dieses Rezept sah nach dem idealen Einstieg in die Welt der Gelatos, Sorbets und Semifreddos aus. Und das ist es auch.

für vier Portionen

1 kg Naturjoghurt (3,5% Fett)

100 g Zucker

Ein feines Küchensieb mit einem dünnen Küchentuch auslegen und über eine passende Schüssel hängen. Naturjoghurt in das Küchentuch geben und mit einer Klarsichtfolie abdecken. Mit einem Teller beschweren und mindestens sechs Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen – ich habe dies bereits am Vorabend gemacht.

Abgetropfte Joghurtmasse mit dem Zucker gut vermischen und nochmals für etwa eine Stunde im Kühlschrank vorkühlen. Eismaschine vorbereiten, Joghurtmasse hineingeben und 15 bis 20 Minuten cremig gefrieren lassen. Das Eis schmeckt am besten frisch, da es dann die optimale Konsistenz hat. Deshalb am besten kurz vor dem Servieren in die Eismaschine geben, ansonsten gegebenenfalls mit Backpapier bedeckt im Tiefkühlfach einfrieren.

Nun zu den Toppings. Das Eis per se schmeckt hauptsächlich erfrischend und nach Joghurt, deshalb sind ein paar Toppings nie verkehrt. Eurer Kreativität sind hier nur wenig Grenzen gesetzt – lauft einfach mit offenen Augen durch den Supermarkt und überlegt. Frozen Yogurt verhält sich sehr neutral, meiner Ansicht nach kann man hier kaum etwas falsch machen. Und wer schon einmal in einer Frozen Yogurt-Eisdiele war, weiß ohnehin, was für abgefahrene Sachen es da gibt (habt ihr schon einmal Crema di Balsamico zu Vanilleeis probiert? Schmeckt köstlich!). Dennoch ein paar Ideen für euch:

  • frische Früchte
  • Schoko-Crunch-Granola
  • Müsli
  • geröstete Mandelblättchen
  • Nüsse
  • Keksbrösel: z.B. Waffelkekse, Oreo Cookies
  • Kokosflocken
  • Karamellsauce
  • Honig
  • geschmolzene Schokolade

Ich habe für das obige Foto ein paar frische Himbeeren mit angerösteten Mandelblättchen auf das Eis gegeben und geschmolzene Schokolade in dünnen Fäden daraufgetropft. Dafür einfach ein paar Stücke Zartbitterschokolade in eine Tasse geben, diese in eine Schale mit heißem Wasser stellen und langsam schmelzen lassen. Dann mit einem Teelöffel etwas Schokolade nehmen und über das Eis tropfen – schmeckt toll und macht auch noch etwas her, weil die Schokolade sofort auf dem kalten Eis gefriert. eat it. love it.

Auf jede Vorspeise kann ich verzichten − auf Desserts jedoch kaum. Dabei ist es gerade zur heißen Jahreszeit schwer, ein leichtes und trotzdem köstliches Dessert auf den Tisch zu bringen. Für mich ist eigentlich der Winter die beste Dessertzeit. Dieses Rezept jedoch vereint alle Vorteile für die perfekte Sommer-Nachspeise: sie ist fruchtig, relativ fettarm, leicht vorzubereiten und nach einem ausgiebigem Barbecue mit Freunden schnell gezaubert. Das Original stammt von Alexander Herrmann, hier meine Version mit ein paar leichten Abwandlungen.

für vier Portionen

4 reife Pfirsiche

200 Gramm Ricotta

100 Gramm Mandelblättchen

klarer Honig

evtl. Zucker

Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldgelb anrösten. Noch warm in ein Schüsselchen füllen, mit sechs bis sieben Esslöffeln Honig mischen und beiseite stellen. Den Ricotta mit Zucker oder Honig nach Geschmack süßen.

Pfirsiche waschen, halbieren und entsteinen (am leichtesten bekommt man den Stein mit einem Teelöffel aus der Pfirsichhälfte gehoben). Den Grill auf einer Seite gut abwischen oder bereits beim Grillen von Fleisch, Gemüse und Fisch einen sauberen Platz für die Pfirsiche zum Dessert lassen. Pfirsichhälften mit dem Fruchtfleisch nach unten auf den Grill legen. Alternativ Tischgrill verwenden, ich denke, dass die Pfirsiche auch auf dem Rost im Ofen gelingen sollten Je nach Hitze, circa fünf Minuten hat es bei mir auf dem Tischgrill gedauert, die Pfirsiche auf einen Teller legen. Die Grillspuren des Rosts sollten auf den Pfirsichen dunkel sichtbar und das Fleisch weich sein.

Pfirsiche auf Tellern anrichten, jeweils einen Klecks Ricotta auf die Hälften geben und mit reichlich Honigmandeln garnieren. Noch lauwarm servieren. eat it. love it.