
Frozen Yogurt aka “FroYo” ist wieder so ein trendiges Zeug, das vor Kurzem ins kulinarische Deutschland in Form stylischer Frozen Yogurt-Eisdielen eingefallen ist. Nach meinem eindeutigen Urteil zu Cake Pops und meiner Abneigung gegenüber Bubble Tea schien ich etwas verzweifelt: es muss doch auch sowas hippes geben, das mir schmeckt! Double Chocolate Mocca Frappucino ist so 2000er, irgendwie. Während also Michi mit einem Becher voller grünem Bubble Tea und bunten Bubbles neben mir durch die Fußgängerzone schlenderte, wurde ich am hinteren Eck des Viktualienmarkts fündig: “top it“, eine der beiden Frozen Yogurt-Eisdielen in München. Dort gibt es Schokoladeneis, Beerensorbet und eben Frozen Yogurt mit unterschiedlichen “Toppings”, also Extras, die man über das Eis streut. Ich kam, sah, schleckte und war verliebt. Und wie jedes Essen, das ich liebe, will ich das auch selbst machen können.

Schließlich wurde ich bei 101cookbooks fündig. Ein so einfaches wie offenbar gutes Rezept, das sogar einem der FroYo-Marktführer der USA, Pinkberry, Konkurrenz machen könne. Und im letzten Jahr habe ich doch eine Eismaschine geschenkt bekommen, die immer noch auf ihre Premiere wartete – dieses Rezept sah nach dem idealen Einstieg in die Welt der Gelatos, Sorbets und Semifreddos aus. Und das ist es auch.
für vier Portionen
1 kg Naturjoghurt (3,5% Fett)
100 g Zucker
Ein feines Küchensieb mit einem dünnen Küchentuch auslegen und über eine passende Schüssel hängen. Naturjoghurt in das Küchentuch geben und mit einer Klarsichtfolie abdecken. Mit einem Teller beschweren und mindestens sechs Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen – ich habe dies bereits am Vorabend gemacht.
Abgetropfte Joghurtmasse mit dem Zucker gut vermischen und nochmals für etwa eine Stunde im Kühlschrank vorkühlen. Eismaschine vorbereiten, Joghurtmasse hineingeben und 15 bis 20 Minuten cremig gefrieren lassen. Das Eis schmeckt am besten frisch, da es dann die optimale Konsistenz hat. Deshalb am besten kurz vor dem Servieren in die Eismaschine geben, ansonsten gegebenenfalls mit Backpapier bedeckt im Tiefkühlfach einfrieren.
Nun zu den Toppings. Das Eis per se schmeckt hauptsächlich erfrischend und nach Joghurt, deshalb sind ein paar Toppings nie verkehrt. Eurer Kreativität sind hier nur wenig Grenzen gesetzt – lauft einfach mit offenen Augen durch den Supermarkt und überlegt. Frozen Yogurt verhält sich sehr neutral, meiner Ansicht nach kann man hier kaum etwas falsch machen. Und wer schon einmal in einer Frozen Yogurt-Eisdiele war, weiß ohnehin, was für abgefahrene Sachen es da gibt (habt ihr schon einmal Crema di Balsamico zu Vanilleeis probiert? Schmeckt köstlich!). Dennoch ein paar Ideen für euch:
- frische Früchte
- Schoko-Crunch-Granola
- Müsli
- geröstete Mandelblättchen
- Nüsse
- Keksbrösel: z.B. Waffelkekse, Oreo Cookies
- Kokosflocken
- Karamellsauce
- Honig
- geschmolzene Schokolade
Ich habe für das obige Foto ein paar frische Himbeeren mit angerösteten Mandelblättchen auf das Eis gegeben und geschmolzene Schokolade in dünnen Fäden daraufgetropft. Dafür einfach ein paar Stücke Zartbitterschokolade in eine Tasse geben, diese in eine Schale mit heißem Wasser stellen und langsam schmelzen lassen. Dann mit einem Teelöffel etwas Schokolade nehmen und über das Eis tropfen – schmeckt toll und macht auch noch etwas her, weil die Schokolade sofort auf dem kalten Eis gefriert. eat it. love it.
Auf jede Vorspeise kann ich verzichten − auf Desserts jedoch kaum. Dabei ist es gerade zur heißen Jahreszeit schwer, ein leichtes und trotzdem köstliches Dessert auf den Tisch zu bringen. Für mich ist eigentlich der Winter die beste Dessertzeit. Dieses Rezept jedoch vereint alle Vorteile für die perfekte Sommer-Nachspeise: sie ist fruchtig, relativ fettarm, leicht vorzubereiten und nach einem ausgiebigem Barbecue mit Freunden schnell gezaubert. Das Original stammt von Alexander Herrmann, hier meine Version mit ein paar leichten Abwandlungen.

für vier Portionen
4 reife Pfirsiche
200 Gramm Ricotta
100 Gramm Mandelblättchen
klarer Honig
evtl. Zucker
Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldgelb anrösten. Noch warm in ein Schüsselchen füllen, mit sechs bis sieben Esslöffeln Honig mischen und beiseite stellen. Den Ricotta mit Zucker oder Honig nach Geschmack süßen.
Pfirsiche waschen, halbieren und entsteinen (am leichtesten bekommt man den Stein mit einem Teelöffel aus der Pfirsichhälfte gehoben). Den Grill auf einer Seite gut abwischen oder bereits beim Grillen von Fleisch, Gemüse und Fisch einen sauberen Platz für die Pfirsiche zum Dessert lassen. Pfirsichhälften mit dem Fruchtfleisch nach unten auf den Grill legen. Alternativ Tischgrill verwenden, ich denke, dass die Pfirsiche auch auf dem Rost im Ofen gelingen sollten Je nach Hitze, circa fünf Minuten hat es bei mir auf dem Tischgrill gedauert, die Pfirsiche auf einen Teller legen. Die Grillspuren des Rosts sollten auf den Pfirsichen dunkel sichtbar und das Fleisch weich sein.
Pfirsiche auf Tellern anrichten, jeweils einen Klecks Ricotta auf die Hälften geben und mit reichlich Honigmandeln garnieren. Noch lauwarm servieren. eat it. love it.



