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Nachgekocht: Pasta Peperoncini Piccante

Aus der letzten Specialrunde bei Vapiano war ja “Autunno Colorato” mein heimlicher Favorit. Seit Wochen feile ich an dem Rezept und habe es lange Zeit nicht so hinbekommen, wie ich das wollte. Eine kleine Info für euch: inzwischen bin ich mit meiner Version von “Autunno Colorato” durchaus zufrieden, bald könnt ihr sie hier bestaunen! Dennoch habe ich zwischzeiting das Projekt  frustriert beiseite gelegt und mich an ein anderes Pasta-Special gemacht: Pasta Peperoncini Piccante, das im Original folgendermaßen klingt:

PASTA PEPERONCINI PICCANTE
VON TORSTEN AVENARIUS, WIEN, THEOBALDGASSE
Erst braten wir Pilze und Paprika an, bevor halbgetrocknete
Tomaten, Flusskrebse, Chili und Knoblauch hinzukommen.
Eine cremige Sauce mit dem bekannten »Licor Cuarenta y Tres«
und Safran rundet das Gericht ab, bevor sich Mandeln und
Rucola hinzugesellen. Passt besonders gut zu unseren
hausgemachten Campanelle.

Michis Review dazu findet ihr hier. Auch ich war schwer begeistert von der Komposition. Also habe ich mich an den Wok gestellt und kann euch nun voller Stolz meine Version der leckeren Safranpasta vorführen. Da ich jedoch so ziemlich jedes Meeresvieh nicht mag, blieben bei mir die Flusskrebse draußen.

für 2 Portionen

200 g Nudeln

30 g Champignons

30 g Austernpilze

1 rote oder gelbe Paprika

50 g milder Rucola

2 EL Mandelblättchen

1 rote Chilischote

1 Knoblauchzehe

300 g Kirschtomaten

4 cl Licor 43

125 ml Sahne

1 Messerspitze Safran

50 ml Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren.  Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden. Rucola putzen und gut abtropfen lassen.

Pilze putzen und in dünne Scheiben schneiden, Paprika waschen und in Streifen schneiden. Chilischote halbieren und ein paar Ringe (je nach persönlicher Schärfetoleranz) herunterschneiden. Knoblauch schälen und halbieren. Pilze und Paprika mit etwas Olivenöl etwa zwei Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, Chili und Knoblauch zugeben und kurz darauf mit dem Likör ablöschen. Aufkochen lassen, Sahne und Gemüsebrühe dazugießen. Etwa fünf Minuten einköcheln lassen, dann den Safran und die ofengetrockneten Tomaten hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln kochen, abgießen, kurz abtropfen und sofort (ohne Abschrecken!) zur Sauce hinzugeben. Etwa eine Minute gut verrühren, danach auf die Teller verteilen. Rucola und Mandeln obenauf geben. eat it. love it.

Vom Licor 43 hatte ich zuvor noch nie etwas gehört und war umso erstaunter, dass ich eine Flasche davon im Supermarkt um die Ecke für 15 € aufgetrieben habe. Tatsächlich lässt sich dieses spezielle Aroma nur schwer ersetzen. Die Vanille schmeckt man ziemlich eindeutig, doch der Rest ist sehr würzig und zugleich süßlich. Ich würde euch deshalb tatsächlich empfehlen, einmal etwas in diesen Likör zu investieren. Er schmeckt nämlich auch pur sehr gut und ich überlege bereits, in welchen anderen Gerichten ich ihn einsetzen könnte. In Desserts macht er sich sicherlich auch gut…

Gerne hätte ich die halbgetrockneten Tomaten nach Nigella Lawson gemacht, die Claudia von Fool for Food gebloggt hat – leider entstand diese Kochidee zu spontan, als dass mir dafür die Zeit blieb. Deshalb habe ich es nach Gefühl, wie oben beschrieben, gemacht. Die Tomaten haben danach bereits sehr aromatisch geschmeckt, demnächst werde ich aber auf jeden Fall die Version von Claudia ausprobieren.

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Spaghettini Zafferano

Spaghettini Zafferano

In meinem neuen Pastabuch habe ich ein Rezept für Pasta mit Safransauce entdeckt und da Gelb ohnehin meine Lieblingsfarbe ist (wer hätte das gedacht?), war es das erste, das ausprobiert werden musste. Natürlich ist es schon ein bisschen abgewandelt und damit mehr meinem Geschmack angepasst, aber ich denke, es kann sich durchaus sehen lassen. Besonders toll: trotz der großen Menge an Sahne und Parmesan schmeckt das Gericht nicht schwer oder besonders gehaltvoll.
Für das Rezept habe ich Spaghettini all’uovo selbst gemacht und die Kombination passt ganz hervorragend: die sehr dünnen Nudeln mögen die weitgehend unaufdringliche Sauce besonders gern. Unaufdringlich bedeutet übrigens auch, dass sich mit leichten Variationen ganz andere Geschmäcker kreieren lassen. Hier kommen also meine Spaghettini Zafferano.

400 g Spaghettini all’uovo

1 kleine Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1 TL Butter

100 ml Weißwein

1 g Safran

250 g Sahne

100 g Parmesan

1 Eigelb

Salz, Pfeffer

Zitronensaft

So geht’s:

Wasser für die Nudeln ansetzen. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Parmesan reiben.

Sehr wenig Butter in Wok oder Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen, Safran hinzugeben und auf kleiner Flamme einige Minuten ziehen lassen. Die tolle Farbe bewundern nicht vergessen.

Sahne angießen und Parmesan unterrühren und schmelzen lassen, dann alles vom Herd nehmen. Das Nudelwasser salzen und die frischen Nudeln kochen, bis sie al dente sind.

Im Wok das Eigelb gut einrühren ohne dass sich Klümpchen bilden. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft vorsichtig abschmecken. Nudeln abgießen, gleich zurück zur Sauce geben und auf angewärmten Tellern servieren. eat it. love it.

Spaghettini trocknen

Die Spaghettini beim Trocknen