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Crêpetorte mit Räucherlachs

Auf meinem Brunchbuffet fielen meine Gäste ziemlich schnell über die kleinen Dreiecke meiner Crêpetorte mit Räucherlachs her. Doch kennt ihr das? Das letzte Stück, das hat sich dann irgendwie keiner getraut zu nehmen. Gut, ich habe es dann als Geburtstagskind schließlich nach mehreren Stunden selbstgenommen. Aber irgendwie finde ich das spannend zu sehen. Und woran liegt’s? War die Crêpetorte so gut, dass man als gefräßig und gierig gegolten hätte, sich das letzte Stück zu schnappen? Oder war sie so gut dann auch wieder nicht? Oder liegt es am Räucherlachs, der beim Frühstück ja doch eher zur Luxuskategorie gehört?

Bis auf diesen letzte Stück fand die Crêpetorte reißenden Absatz. Das Original habe ich aus Johann Lafers “Meine besten Rezepte“-App – ich sage euch, so hauchdünne Pfannkuchen habe ich bisher selten hinbekommen! Dennoch hat mich die Creme, mit der der Räucherlachs und die Crêpes zusammenhaften sollen, nicht zu 100% überzeugt. Mir persönlich war der Limettengeschmack viel zu intensiv. Meine Mutter hatte jedoch noch etwas parat: vor einigen Jahren hat sie für ein Buffet einmal eine Rolle mit Räucherlachs gemacht und wusste noch, dass die Füllung aus diesem Rezept ganz vorzüglich war.

2 Eier

125 ml Milch

60 g Mehl

400 g Räucherlachs in Scheiben

200 g Frischkäse

1 Frühlingszwiebel

etwas Dill

Eier mit Milch und Mehl zu einem Pfannkuchenteig verrühren und etwa 15 Minuten quellen lassen. Frühlingszwiebel waschen und in feine Würfel hacken. Mit Frischkäse und Dillspitzen verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Aus dem Teig sechs sehr dünne Pfannkuchen backen und abkühlen lassen. Für die Crêpetorte den ersten Crêpe auf einen Teller legen, dünn mit der Frischkäsecreme bestreichen und danach mit einer Schicht Lachsscheiben belegen. Den zweiten Crêpe darauflegen und so weiterverfahren. Oben mit einem Crêpe abschließen und nach Belieben in Stücke schneiden. eat it. love it.

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Nachgekocht: Tagliatelle Salmone del Sole

Tagliatelle Salmone del Sole

Bei Vapiano gab es im Juli und August das Special “Pasta Salmone del Sole” – wir haben hier darüber berichtet. Nun hat unser Leser Christian uns gebeten, das Rezept nachzukochen und Erfahrungen zu teilen. Nichts leichter als das! Hier kommen sowohl die Erfahrungen, als auch das Rezept.

Salmone del Sole ist ein durchweg simples Gericht, das aber geschmacklich ziemlich raffiniert ist. Da ist der salzige Räucherlachs, der einen großen Anteil am Gesamteindruck hat und die säuerliche Crème fraîche, die den bodenständigen Lachsgeschmack etwas erhebt. Knackige Paprikastreifen und die Verwendung von Zitronenmelisse verleihen der Creme eine sommerliche Note. Vapiano verwendet außerdem Petersilie – die kommt bei mir aber nicht in den Topf; für mich ist Petersilie alles, nur kein Gewürz… Durch die Vermengung von warmer Pasta mit den übrigen gekühlten Zutaten entsteht nun eine halbwarme Mischung, die sich auch an einem heißen Sommerabend noch gut verspeisen lässt.

Sehr praktisch: das Gericht lässt sich hervorragend vorbereiten; man kann die kalten Zutaten beispielsweise schon am Vormittag herrichten und vollständig vermischt in den Kühlschrank stellen, wenn man genug Platz darin hat. Am Abend gibt man nur noch die fertige Pasta dazu und kann genießen.

Für vier:

500 g Pasta

400 g Crème fraîche

400 g Räucherlachs

2 kl. rote Paprika

30 große Blätter Zitronenmelisse

1 Zitrone

Salz, Pfeffer

Zitronenmelisse fein hacken und mit Crème fraîche in eine Schüssel geben und gut verrühren. Idealerweise ist die Schüssel groß genug, um später auch die fertige Pasta aufzunehmen. Zitrone mit heißem Wasser waschen und längs halbieren. Eine Hälfte aufbewahren und nochmals halbiert bei Tisch reichen. Mit etwas Saft der anderen Hälfte sowie Salz und reichlich Pfeffer die Crème fraîche abschmecken. Paprika waschen und in 3 cm lange, dünne Streifen schneiden.

Pasta in reichlich Salzwasser kochen. Unterdessen Räucherlachs in 2 cm breite Streifen schneiden und mit den Paprikastreifen zur Crème fraîche geben. Pasta abgießen und mit den übrigen Zutaten vermischen.
eat it. love it.