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Tarte mit Paprikacreme und Ziegenfrischkäse

Ach was bin ich an dieser Tarte schon verzweifelt. Und offenbar hatte nicht nur ich meine Probleme, sondern auch Ulrike und Katharina, denn die Backzeit aus dem Originalrezept kommt nicht wirklich hin – mir ist die Tarte einfach mehrmals viel zu flüssig geblieben, trotz sehr langer Backzeit. Vier Zentimeter Höhe sind natürlich auch eine Ansage, ich bin da aber ganz bei Micha und meiner Namensvetterin Tina, die (genau wie ich) eher Fans von flachen Tartes zu sein scheinen. Ihr seht – ein Rezept geht durch die Bloggerwelt. Und nach insgesamt vier Versuchen bin ich inzwischen mit dieser Tarte in Sachen Konsistenz genauso zufrieden wie mit dem Geschmack. Den fand ich nämlich schon immer toll. Eigentlich sollte ich mir endlich mal dieses Kochbuch von Catherine Kluger zulegen, wenn die anderen Tartes nur halb so lecker sind, dann lohnt sich das schon…

Paprikatarte

Großer Fehler: ich laktoseintolerante Köchin habe immer laktosefreie Milch verwendet, dabei jedoch nicht auf den Fettgehalt geachtet. Nehmt also bitte keine fettarme Milch, sondern auf jeden Fall Vollmilch. Außerdem bin ich von einer hohen, kleineren Tarte auf das Backen in meiner Standardtarteform (Durchmesser 28 cm) umgestiegen. Und ein Ei mehr schadet der Angelegenheit meiner Ansicht nach überhaupt nicht. Ganz nebenbei habe ich außerdem meinen Lieblingsquicheteig von Fonsi aka Alfons Schuhbeck verwendet.

Paprikatarte

Mit dem Ziegenfrischkäse habe ich etwas herumexperimentiert. Unfreiwillig. Denn dass man streichfähigen Frischkäse aus dem Töpfchen nur schwer zerbröckeln kann, habe ich beim Einkauf nicht bedacht. Am besten funktionieren für mich die festeren Ziegenfrischkäse-Taler (die gibt’s zum Beispiel von der Edeka-Eigenmarke).  Ziegenweichkäse gäbe es auch noch, der ist hier aber nicht gemeint.

für eine 28cm-Tarteform

220 g Mehl, Type 405

90 g eiskalte Butter

70 ml eiskaltes Wasser

1 EL Rot- oder Weißweinessig

1/2 TL Salz

400-500 g rote Paprikaschoten

50 g gemahlene Mandeln

1 Knoblauchzehe

3 EL Olivenöl

2 TL dunkler Balsamicoessig

100 g Ziegenfrischkäse

4 Eier

100 ml Sahne

300 ml Vollmilch

Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, etwas Basilikum

01-grün  Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Wasser abmessen und ggf. im Kühlschrank etwa 5-10 Minuten kaltstellen. Mehl und Salz in eine Rührschüssel geben und die Butter in dicken Flöckchen dazugeben. Mit den Fingern gut und schnell zerkrümeln, bis die Butter in kleinen Krümeln mit dem Mehl gemischt ist. Diese sollten jedoch noch fest und kalt sein, damit der Teig schön mürbe wird. Essig und kaltes Wasser hinzugeben und mit einem Esslöffel schnell zu einem glatten Teig verrühren, diesen nur einmal kurz mit den Händen durchkneten und in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchkühlen lassen. Danach etwa 3 mm dick ausrollen und eine gebutterte Tarteform damit auslegen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und den Teig in der Form eine halbe Stunde lang in die Tiefkühltruhe stellen.

02-grün  Paprikaschoten waschen, dritteln und putzen. Auf einem Backblech verteilen und für etwa 20-30 Minuten in den Ofen geben, dabei immer wieder wenden. Die Haut sollte sich schwarz färben und Blasen werfen. Dann die Schoten aus dem Ofen holen und heiß in einen Gefrierbeutel füllen, diesen verschließen und die Paprikaschoten darin vollständig abkühlen lassen – so lässt sich die Haut später leichter ablösen.

03-grün  Den durchgekühlten Tarteboden mit Backpapier abdecken, Hülsenfrüchte oder Blindbackkugeln darauf verteilen und auf mittlerer Schiene 15 Minuten blindbacken. Danach das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und den Boden weitere zwei Minuten backen. Die Haut von den abgekühlten Paprika abziehen. Ein Drittel der Schoten in feine Streifen schneiden, den Rest in einen hohen Mixbecher geben. Knoblauchzehe schälen, halbieren, den grünen Keimling in der Mitte entfernen und zu den Paprika geben. Gemeinsam mit den Mandeln, Öl und dem Essig pürieren. Mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Cayennepfeffer abschmecken. Milch und Sahne unterschlagen und nochmals abschmecken, wahrscheinlich werdet ihr noch einmal nachsalzen müssen. Schließlich die Eier dazugeben und gut verrühren.

04-grün  Basilikumblätter waschen und trockentupfen. Die Paprikastreifen auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen, danach den Ziegenfrischkäse mit den Händen zerkrümeln und ebenfalls darauf verstreuen. Mit dem angerührten Guss auffüllen, schließlich die einzelnen Basilikumblätter auf der Oberfläche auslegen. Bei 180°C 30-40 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Die Oberfläche sollte leicht gebräunt sein, beim Anstechen mit einem Zahnstocher sollte dieser trocken bleiben. eat it. love it.

Paprikatarte

Paprikatarte

 

 

 

Bavette an Curry-Limetten-Sauce

Ich liebe die thailändische Küche und so finden sich auf meinem Speiseplan regelmäßig entsprechend exotische Gerichte. Und wenn sich dann zur Thai-Küche auch noch italienische Pasta gesellt, geht mein Herz auf. Hier kommt also ein einfaches Crossover-Gericht, das nicht zu frech ist, aber absolut lecker. Und wer gerne scharf isst, kommt natürlich absolut auf seine Kosten. :)

Für zwei Hungrige:

300 g Pasta

1 halbe Paprika

1 halbes Glas Bambussprossen

8-10 Riesengarnelen

1 große unbehandelte Limette

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

1 kl. Esslöffel rote Currypaste

Etwas Fischsauce

1 TL Palmzucker oder brauner Zucker

100 g Sahne

Paprika in Würfel und Bambussprossen in kleinere Streifen schneiden. Von der Limette einen halben Teelöffel Schale abreiben, dann halbieren. Nudeln in reichlich Salzwasser garen.

Im Wok Garnelen in etwas neutralem Öl scharf anbraten, auf kleine Stufe herunterschalten. Limettenschale und Knoblauch hinzugeben und alles mit der Currypaste verrühren. Einige Minuten leise anschwitzen lassen. Schließlich Saft der halbierten Limette zugeben, verrühren und nach und nach die Sahne angießen. Mit Fischsauce und Palmzucker abschmecken. Bei mittlerer Hitze noch zwei bis drei Minuten köcheln lassen.

Fertige Pasta abgießen und gleich in den Wok. Alles gut verrühren und mit Limettenachteln zum Abschmecken servieren. eat it. love it.

Bavette an Curry-Limetten-Sauce

Bavette an Curry-Limetten-Sauce Zutaten

Gefrorene Garnelen muss man nicht unbedingt vorher auftauen, aber ein Spritzschutz bietet sich an, wenn man sie ins heiße Fett gibt.

Wenn ich an meiner Bachelorarbeit geschrieben habe, (mit der ich inzwischen durch bin) hatte ich mittags immer ordentlich Hunger. Und hungrig denkt es sich natürlich nicht allzu gut. Gleichzeitig hätten mir größere Kochaktionen a) extrem abgelenkt, was ich ja manchmal wollte, und b) total wieder aus dem Denken gebracht. Deshalb musste es meistens schnell gehen, und da habe ich diesen tollen Couscoussalat entdeckt und für mich abgewandelt.

Die größte Arbeit ist das Gemüseschneiden, und dank meines Julienneschneiders ist auch das nicht allzu wild gewesen. Nach 15 Minuten habt ihr einen Teller mit dampfendem, gesundem und unglaublich leckerem Essen vor euch stehen, der euch über das kleine Hungertief hinweghilft.

für zwei Personen

2 Zucchini

4 Frühlingszwiebeln

1 rote Paprika

2-3 Kirschstrauchtomaten

4 Stängel Thymian

4 EL Joghurt

2 TL Tahini

1 TL Harissa

150 ml Gemüsebrühe

75 ml Instant-Couscous

1/4 TL Zimtpulver

1/4 TL Kurkuma

Salz, Pfeffer, Sesam- oder Olivenöl

  Frühlingszwiebeln putzen und in etwa 1cm breite Ringe schneiden. Paprika fein würfeln. Zucchini entweder mit einem Julienneschneider oder mit einem Messer in schmale Streifen schneiden. Kirschtomaten vierteln. Gemüsebrühe in einem kleinen Topf aufkochen, währenddessen etwas Sesam- oder Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Erst für eine Minute die Frühlingszwiebelringe und Tomatenstücke darin braten, danach für eine weitere Minute die Paprika hinzugeben und nach nochmals einer Minute die Zucchinistreifen mitdünsten. Danach salzen und pfeffern und in einer Schale, am besten mit Alufolie bedeckt, beiseite stellen.

Couscous mit Zimt und Kurkuma mischen. Sobald die Brühe kocht, den Topf von der Herdplatte nehmen und den Couscous in die Brühe geben. Mit einem Deckel verschließen und nach Packungsanweisung (bei mir waren es fünf Minuten) quellen lassen. Währenddessen Joghurt mit Harissa und Tahini vermischen und abschmecken. Gequollenen Couscous mit dem Gemüse mischen und auf einem Teller mit etwas gewürztem Joghurt servieren. eat it. love it.

 

Ich werde im Supermarkt, in Feinkostläden oder auch beim Discounter gerne mal schwach, wenn ich aromatisierte Nudeln vor mir sehe. Bärlauch, Steinpilz, Barolo – was nicht schon alles in meinen Vorratsschränken darauf wartet, endlich mal gekocht zu werden. Das Problem ist nur, dass ich immer denkbar unkreativ bin, wenn es um passende Saucen geht.

Kürzlich wurde ich bei Feinkost Spina in München mal wieder schwach und habe eine Packung Penne mit Chiliaroma in den Einkaufswagen gepackt. Dieses Mal kam mir die Idee jedoch recht schnell, was ich damit machen könnte: die leichte Chilischärfe und das Peperoniaroma würden sich sicher großartig mit geschmorten Paprika und Basilikum machen. Auf der Verpackung habe ich einen Peperoncino-Anteil von 5% erkennen können und dachte mir, dass die so scharf schon nicht sein können. Denkste! Die Nudeln haben gut gebrannt und tatsächlich nach Chili geschmeckt. Als zusätzlichen Geschmacksbooster habe ich halbgetrockenete Tomaten mit in die Pfanne geworfen.

für 2 Personen

200 g Penne al Peperoncino

1 rote Paprika

1/2 Schalotte

1/2 Knoblauchzehe

300 g Kirschstrauchtomaten

4-8 Basilikumblätter

etwas Parmesan

Olivenöl

Salz, Pfeffer

6-7 Tomaten beiseite legen, die restlichen Tomaten waschen und halbieren, dabei den Strunkansatz entfernen. In eine Auflaufform mit den Schnittflächen nach oben geben. Ofen auf 100°C Umluft vorheizen. Die Schnittflächen mit insgesamt 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen und für 40 Minuten in den Ofen geben. Nach der Hälfte einmal die Tomaten herumschieben, damit sie nicht an der Form ansetzen.

Schalotte und Knoblauchzehe jeweils in feine Würfel hacken. Die Paprika in Quadrate (jeweils etwa 1 cm Kantenlänge) schneiden. In einer Pfanne die Schalotte und den Knoblauch mit Olivenöl glasig dünsten, dann die Paprika zugeben und auf niedriger Stufe etwa 5 Minuten mit andünsten. Nudelwasser aufsetzen. Die halbgetrockneten Tomaten in die Pfanne geben. Die beiseite gelegten Tomaten waschen und ebenfalls halbieren und mitsamt ausgetretener Flüssigkeit vom Schneidebrett zum restlichen Gemüse in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weiter schmoren lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Nudeln nach Packungsanweisung bissfest kochen und noch heiß zum Gemüse geben. In der Pfanne gut verrühren und servieren. Mit Parmesan und Basilikum garnieren. eat it. love it.


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Nachgekocht: Tagliatelle Salmone del Sole

Tagliatelle Salmone del Sole

Bei Vapiano gab es im Juli und August das Special “Pasta Salmone del Sole” – wir haben hier darüber berichtet. Nun hat unser Leser Christian uns gebeten, das Rezept nachzukochen und Erfahrungen zu teilen. Nichts leichter als das! Hier kommen sowohl die Erfahrungen, als auch das Rezept.

Salmone del Sole ist ein durchweg simples Gericht, das aber geschmacklich ziemlich raffiniert ist. Da ist der salzige Räucherlachs, der einen großen Anteil am Gesamteindruck hat und die säuerliche Crème fraîche, die den bodenständigen Lachsgeschmack etwas erhebt. Knackige Paprikastreifen und die Verwendung von Zitronenmelisse verleihen der Creme eine sommerliche Note. Vapiano verwendet außerdem Petersilie – die kommt bei mir aber nicht in den Topf; für mich ist Petersilie alles, nur kein Gewürz… Durch die Vermengung von warmer Pasta mit den übrigen gekühlten Zutaten entsteht nun eine halbwarme Mischung, die sich auch an einem heißen Sommerabend noch gut verspeisen lässt.

Sehr praktisch: das Gericht lässt sich hervorragend vorbereiten; man kann die kalten Zutaten beispielsweise schon am Vormittag herrichten und vollständig vermischt in den Kühlschrank stellen, wenn man genug Platz darin hat. Am Abend gibt man nur noch die fertige Pasta dazu und kann genießen.

Für vier:

500 g Pasta

400 g Crème fraîche

400 g Räucherlachs

2 kl. rote Paprika

30 große Blätter Zitronenmelisse

1 Zitrone

Salz, Pfeffer

Zitronenmelisse fein hacken und mit Crème fraîche in eine Schüssel geben und gut verrühren. Idealerweise ist die Schüssel groß genug, um später auch die fertige Pasta aufzunehmen. Zitrone mit heißem Wasser waschen und längs halbieren. Eine Hälfte aufbewahren und nochmals halbiert bei Tisch reichen. Mit etwas Saft der anderen Hälfte sowie Salz und reichlich Pfeffer die Crème fraîche abschmecken. Paprika waschen und in 3 cm lange, dünne Streifen schneiden.

Pasta in reichlich Salzwasser kochen. Unterdessen Räucherlachs in 2 cm breite Streifen schneiden und mit den Paprikastreifen zur Crème fraîche geben. Pasta abgießen und mit den übrigen Zutaten vermischen.
eat it. love it.