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Nachgekocht: Pasta Pesto e Cioccolata

Ein Vapiano-Special, das mir gut in Erinnerung geblieben ist, war Pasta Pesto e Cioccolata . Ich erinnere mich noch, wie skeptisch ich war, ob denn dunkle Schokolade und Basilikumsauce überhaupt zusammenpassen würden. Im Nachhinein kann ich nur sagen: auf jeden Fall, aber man muss sich drauf einlassen können!

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Ich habe das Gericht relativ bald nach der Specialrunde nachgekocht und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, seitdem schlummerte die Zutatenliste als Entwurf in meinem Adminbereich des Blogs. Wie so oft kam ich einfach nicht dazu, das Gericht einmal tagsüber bei Tageslicht zu kochen und zu fotografieren. Als mir jedoch eine Leserin eine äußerst liebe Mail schickte und darin um das Rezept bat, wusste ich: jetzt wird’s Zeit! Also Leute, hier meine Variante von “Pasta Pesto e Cioccolata” aka “Aromen, die sonst nix miteinander zu tun haben, tummeln sich auf meiner Zunge-Pasta”:

für 2 Personen

200g Nudeln

50 g Kochschinken

300 g Kirschtomaten

100 ml Sahne

75 ml Gemüsebrühe

20 g Schokolade (80% Kakaoanteil)

1 1/2 gehäufte EL Basilikumpesto

etwas Knoblauchöl, alternativ: 1/4 Knoblauchzehe und Olivenöl

01-grün  Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren.  Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden.

02-grün  Schinken in Quadrate mit etwa 1cm Kantenlänge schneiden. Schokolade in grobe Stücke hacken. Nudelwasser aufsetzen. Knoblauchöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen (alternativ den Knoblauch in etwas Olivenöl andünsten und später im Ganzen aus dem fertigen Gericht herausholen), Schinken daran anbraten. Nach etwa drei Minuten Ofentomaten dazugeben, kurz anschwitzen und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen. Währenddessen die Nudeln bissfest garen. Die Sahnesauce etwa 2 Minuten einköcheln lassen, danach das Pesto unterrühren.

03-grün  Gekochte Nudeln in die Pfanne geben und gut mit der Sauce vermischen. Auf tiefen Pastatellern servieren und unmittelbar vor dem Essen mit der gehackten Schokolade bestreuen. eat it. love it.

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Frisch vom Kiosk: “LECKER Trattoria”

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich euch eine Kaufempfehlung für das Italien-Spezial der essen&trinken gegeben – am Donnerstag hat LECKER nachgezogen und ein Spezialheft “Trattoria” an den Kiosk gebracht. Ursprünglich wollte ich mir das Heft nicht kaufen, bisher konnte ich einfach noch nicht allzu viel mit der LECKER anfangen. Aber dann hat mich ein ganz eindeutiger Hinweis auf dem Cover doch zum euphorischen Kauf bewegt: in der Ausgabe sind mehrere Originalrezepte von Vapiano, genauergesagt: ehemalige Specials, enthalten! Beim Durchblättern daheim habe ich den Kauf gleich noch weniger bereut, denn fast jedes Rezept im Heft möchte ich jetzt sofort nachkochen. Sofort!

Das Layout wirkt auf vielen Seiten sehr liebenswert im Vintage-Style, das gefällt mir absolut. Manche Seiten sind mir persönlich leider etwas zu wirr und chaotisch aufgebaut, da weiß man gar nicht, wo der Blick zuerst hingehen soll. Die Rezepte wirken beim ersten Durchlesen nicht allzu schwer, vor allem aber praktikabel und auf gute Geschmacksträger ausgerichtet. Ich bin sicher, dass sich viele Rezepte auch noch nach einem mittelschweren Arbeitstag noch zaubern lassen.

Dem Feiertag sei Dank habe ich mich dann für ein Rezept entschieden, das ich auch mit meinen heimischen Vorräten kochen konnte – ein Ex-Vapiano-Special, Pasta Salvia piccante mit Marsala, Salbei, rohem Schinken und Tomaten. (Einwurf von Michi: warum eigentlich schon wieder “piccante”?!) Der Salbei in meinem Balkonkasten wartet nun ohnehin schon zwei Wochen auf seinen ersten Einsatz Und statt der obligatorischen “halbgetrockneten Tomaten” habe ich einfach mal wieder ofengetrocknete Tomaten gemacht. Die Anweisungen im Rezept haben gepasst und ich habe die angegebene Zubereitungszeit von 20 Minuten sogar noch unterboten – bis die Casarecce al dente waren, war die Sauce in der Pfanne daneben auch schon fertig. Geschmeckt hat es ganz großartig, deshalb gibt es jetzt schon einmal eine Kaufempfehlung von mir.

Daneben sind noch unter Anderem “Pasta Salmone del Sole” und “Pasta Estiva” im Heft vertreten, die ja beide bei unseren Special-Verkostungen gut abgeschnitten haben. Doch auch das Canneloni-Rezept vom Cover sieht einfach zum Dahinschmelzen aus, und zum Dessert kann ich mich eigentlich kaum zwischen Cantuccini-Tiramisu mit Erdbeeren und den Rezepten für Eiscreme entscheiden…

Ganz Ungeduldige finden das Rezept für Salvia Piccante auch bei Stylebloggerin anna frOst, die in Hamburg bei einer kleinen Vapianista-Schulung mitmachen durfte. Und weitere Vorschaubilder aus dem Heft findet ihr hier: http://www.lecker.de/rezepte/artikel-2535746-rezepte/LECKER-Trattoria-Cucina-alla-Mama.html?i=8&icid=2535104&scroll=912

Ich werde im Supermarkt, in Feinkostläden oder auch beim Discounter gerne mal schwach, wenn ich aromatisierte Nudeln vor mir sehe. Bärlauch, Steinpilz, Barolo – was nicht schon alles in meinen Vorratsschränken darauf wartet, endlich mal gekocht zu werden. Das Problem ist nur, dass ich immer denkbar unkreativ bin, wenn es um passende Saucen geht.

Kürzlich wurde ich bei Feinkost Spina in München mal wieder schwach und habe eine Packung Penne mit Chiliaroma in den Einkaufswagen gepackt. Dieses Mal kam mir die Idee jedoch recht schnell, was ich damit machen könnte: die leichte Chilischärfe und das Peperoniaroma würden sich sicher großartig mit geschmorten Paprika und Basilikum machen. Auf der Verpackung habe ich einen Peperoncino-Anteil von 5% erkennen können und dachte mir, dass die so scharf schon nicht sein können. Denkste! Die Nudeln haben gut gebrannt und tatsächlich nach Chili geschmeckt. Als zusätzlichen Geschmacksbooster habe ich halbgetrockenete Tomaten mit in die Pfanne geworfen.

für 2 Personen

200 g Penne al Peperoncino

1 rote Paprika

1/2 Schalotte

1/2 Knoblauchzehe

300 g Kirschstrauchtomaten

4-8 Basilikumblätter

etwas Parmesan

Olivenöl

Salz, Pfeffer

6-7 Tomaten beiseite legen, die restlichen Tomaten waschen und halbieren, dabei den Strunkansatz entfernen. In eine Auflaufform mit den Schnittflächen nach oben geben. Ofen auf 100°C Umluft vorheizen. Die Schnittflächen mit insgesamt 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen und für 40 Minuten in den Ofen geben. Nach der Hälfte einmal die Tomaten herumschieben, damit sie nicht an der Form ansetzen.

Schalotte und Knoblauchzehe jeweils in feine Würfel hacken. Die Paprika in Quadrate (jeweils etwa 1 cm Kantenlänge) schneiden. In einer Pfanne die Schalotte und den Knoblauch mit Olivenöl glasig dünsten, dann die Paprika zugeben und auf niedriger Stufe etwa 5 Minuten mit andünsten. Nudelwasser aufsetzen. Die halbgetrockneten Tomaten in die Pfanne geben. Die beiseite gelegten Tomaten waschen und ebenfalls halbieren und mitsamt ausgetretener Flüssigkeit vom Schneidebrett zum restlichen Gemüse in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weiter schmoren lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Nudeln nach Packungsanweisung bissfest kochen und noch heiß zum Gemüse geben. In der Pfanne gut verrühren und servieren. Mit Parmesan und Basilikum garnieren. eat it. love it.


Dass die Kombination aus Tomate-Frischkäse wahnsinnig gut funktioniert, haben wir schon an mehreren Stellen bei We Love Pasta festgehalten. Dieses Rezept benutzt nun Ziegenfrischkäse und gibt der Kombination noch eine sehr spannende Geschmacksnote. Das Rezept funktioniert sicherlich mit normalem Frischkäse oder ganz ohne ebenso gut, aber dabei bekommt man eben ein anderes Gericht. ;)

Zutaten für 3-4 Portionen

Für die Ofentomaten:

250 g Kirschtomaten

Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker

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300 g Pasta

250 g Hühnerbrustfilet

2 EL neutrales Öl

2 Schalotten

100 g Champignons

5 Blätter Salbei

etwas Oregano

10 Blätter frischen Basilikum

3 EL Pesto Rosso

3 EL Tomatenmark

Ziegenfrischkäse nach Belieben

Ofen auf 120° C vorheizen. Die Tomaten waschen, halbieren und auf Alufolie oder in eine Ofenform geben und mit sehr wenig Olivenöl beträufeln, mit etwas Salz, Pfeffer und Zucker bestreuen. Eine Stunde im Ofen lassen, eventuell vorsichtig wenden.

Hühnerbrust in Stücke schneiden und mit etwas Öl im Wok scharf anbraten und durchgaren. Herausnehmen und beiseite stellen. Zwiebeln fein würfeln und Champignons in Scheiben schneiden. Nudelwasser zum Kochen bringen und Pasta nach Packungsangabe garen. Kräuter hacken.

Die Zwiebelwürfel im restlichen Öl im Wok dünsten und vorsichtig anbräunen. Kräuter zugeben und kurz mitdünsten. Pesto und Tomatenmark in den Wok geben und gut verrühren. Kurz bevor die Pasta fertig ist eine Tasse Nudelwasser auffangen. Champignons, Hühnerbrust, Ofentomaten und fertige Pasta in den Wok geben und vermengen. Nach Bedarf noch vorsichtig Nudelwasser nachgeben, bis die Pasta geschmeidig bedeckt ist. Auf Tellern anrichten und kleine Kleckse Ziegenfrischkäse darauf geben. eat it. love it.

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Rucola-Ricotta-Ravioli mit Ofentomaten

Als ich vor einigen Wochen Cornelia Poletto bei “Lanz kocht” beim Raviolimachen zusah, wusste ich, dass ich auch endlich mal wieder mein Raviolibrett aus dem Schrank holen sollte. Als ich im Bioladen so richtig frischen, knackigen Rucola bekommen habe war klar: jetzt ist Zeit für Ravioli und Rucola soll rein. Und so habe ich mich einfach mal auf gut Glück (mit der Gewissheit, dass die Kombination Rucola-Ricotta ja auch bei Vapiano klappt…) in die Küche gestellt. Ich habe mich dabei an das Rezept für Polettos Nudelteig von den Kürbisravioli bei Lanz gehalten und mal wieder meine Ofentomaten, die ihr von Pasta Peperoncini Piccante kennt, als Geschmacksgeber dazu serviert.

Für den Anfang braucht ihr sicherlich kein Raviolibrett. Eine Nudelmaschine schon eher, denn die rollt den Nudelteig absolut gleichmäßig aus. Ich habe etwa nach dem dritten Mal Raviolimachen keine Lust mehr auf die ganze Arbeit gehabt und mir schließlich bei ebay für etwa 15 Euro ein Raviolibrett bestellt. Seitdem läuft die ganze Angelegenheit schon deutlich schneller ab. Dazu läuft während des Kochens keine Füllung mehr aus irgendwelchen geplatzten Seiten heraus und die Nudeln sehen fast zu perfekt aus, um hausgemacht zu sein.

für zwei Personen

75 g Mehl (Type 00)

125 g Hartweizengrieß

2 Eier, Größe L

Salz

150 g Ricotta

50 g Rucola

5 EL Parmesan

30 g Butter

3 EL Pinienkerne

300 g Kirschtomaten

Das Mehl mit dem Grieß vermischen und auf ein Holzbrett geben. Eine Mulde hineindrücken und Eier und Salz dort hineingeben. Mit einer Gabel nach für nach die Eier und die Mehl-Grieß-Mischung vermischen, danach mit den Händen zu einem glatten Teig weiterkneten. Der Teig sollte nicht mehr kleben, bei Bedarf deshalb esslöffelweise Mehl hinzugeben. Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Ricotta in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Rucola waschen, trockentupfen und die Stielansätze entfernen. Mit dem Pürierstab pürieren und mit dem abgetropften Ricotta vermischen. Parmesan unterrühren. Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren.  Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden.

Teig in vier gleich große Stücke teilen und mit einer Nudelmaschine nach und nach bis auf Stufe 5 ausrollen. Auf eine bemehlte Unterlage legen und etwa fünf Minuten antrocknen lassen. Gegebenenfalls ein Raviolibrett mit Mehl bestäuben. Rucola-Ricotta-Mischung in einen Gefrierbeutel füllen und eine Ecke abschneiden. Entweder eine Teigbahn in das Raviolibrett legen und mit den Fingern leicht in die Mulden drücken, ansonsten eine Teigbahn gerade auf der Unterlage auslegen und kleine Kleckse der Füllung auf den Teig geben. Auf dem Raviolibrett eine zweite Teigbahn darauflegen, mit einem Nudelholz in die Form walzen und die Ravioli dadurch trennen. Ohne Raviolibrett: den Platz zwischen der Füllung mit Eiweiß bestreichen, die zweite Teigbahn darauflegen, festdrücken und mit einem Messer die Ravioli auseinanderschneiden.

Nudelwasser aufsetzen, die Ravioli je nach vorheriger Trocknungszeit etwa fünf Minuten bissfest kochen. Währenddessen in einer Pfanne ohne Fett die Pinienkerne rösten, herausnehmen und Butter in der heißen Pfanne schmelzen. Die Pinienkerne und die Ofentomaten hineingeben. Nudeln abgießen und noch heiß dazugeben und gut in der Pfanne vermischen. Mit Parmesan bestreuen und servieren. eat it. love it.