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Nachgekocht: Pasta Pesto e Cioccolata

Ein Vapiano-Special, das mir gut in Erinnerung geblieben ist, war Pasta Pesto e Cioccolata . Ich erinnere mich noch, wie skeptisch ich war, ob denn dunkle Schokolade und Basilikumsauce überhaupt zusammenpassen würden. Im Nachhinein kann ich nur sagen: auf jeden Fall, aber man muss sich drauf einlassen können!

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Ich habe das Gericht relativ bald nach der Specialrunde nachgekocht und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, seitdem schlummerte die Zutatenliste als Entwurf in meinem Adminbereich des Blogs. Wie so oft kam ich einfach nicht dazu, das Gericht einmal tagsüber bei Tageslicht zu kochen und zu fotografieren. Als mir jedoch eine Leserin eine äußerst liebe Mail schickte und darin um das Rezept bat, wusste ich: jetzt wird’s Zeit! Also Leute, hier meine Variante von “Pasta Pesto e Cioccolata” aka “Aromen, die sonst nix miteinander zu tun haben, tummeln sich auf meiner Zunge-Pasta”:

für 2 Personen

200g Nudeln

50 g Kochschinken

300 g Kirschtomaten

100 ml Sahne

75 ml Gemüsebrühe

20 g Schokolade (80% Kakaoanteil)

1 1/2 gehäufte EL Basilikumpesto

etwas Knoblauchöl, alternativ: 1/4 Knoblauchzehe und Olivenöl

01-grün  Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren.  Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden.

02-grün  Schinken in Quadrate mit etwa 1cm Kantenlänge schneiden. Schokolade in grobe Stücke hacken. Nudelwasser aufsetzen. Knoblauchöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen (alternativ den Knoblauch in etwas Olivenöl andünsten und später im Ganzen aus dem fertigen Gericht herausholen), Schinken daran anbraten. Nach etwa drei Minuten Ofentomaten dazugeben, kurz anschwitzen und mit Sahne und Gemüsebrühe ablöschen. Währenddessen die Nudeln bissfest garen. Die Sahnesauce etwa 2 Minuten einköcheln lassen, danach das Pesto unterrühren.

03-grün  Gekochte Nudeln in die Pfanne geben und gut mit der Sauce vermischen. Auf tiefen Pastatellern servieren und unmittelbar vor dem Essen mit der gehackten Schokolade bestreuen. eat it. love it.

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Nachgekocht: Pasta Tacchino Piccante

Süß und scharf ist eine Kombination, die ich ohnehin sehr sehr gerne mag. Beim Thai Curry ohne Palmzucker fehlt für meine Geschmacksknospen einfach etwas. Noch besser wird’s für mich, wenn fruchtige Aromen im Spiel sind – ihr könnt euch also vorstellen, wie gerne ich bei Vapiano Pasta Tacchino Piccante mit Huhn, Gemüse und Chili-Orangen-Sauce esse. Schon beim ersten Mal hat die Sauce mich direkt an die bekannte Sweet Chili-Saucen als Dip zu Frühlingsrollen erinnert, dazu fruchtige Orangenaromen.

Beim Experimentieren habe ich es anfangs besonders gut gemeint und den Orangensaft für die Sauce aus frischen Orangen selbst gepresst – großer Fehler! Die Orange war dabei viel zu vorherrschend, noch dazu hatte ich ein paar eher saure Exemplare erwischt. Deshalb: nehmt guten Gewissens Orangensaft aus dem Tetra Pak und schmeckt damit eure Sauce ab, sie wird’s euch danken und ist immer noch fruchtig genug. Bei meinen Recherchen bin ich auf allerlei Versionen gestoßen, die erfolgversprechendste war die, die ein ominöser englischsprachiger User im Forum von chefkoch.de gepostet hat. Ich habe sie leicht abgewandelt und finde, dass sie dem Original ziemlich nah kommt.

für zwei Personen:

200 g Nudeln

100 g Sweet Chili Sauce

100 ml Orangensaft

1/2 TL geriebener Ingwer

1 TL Speisestärke

75 ml Gemüsebrühe

1 kleine Karotte

1 kleine rote Paprikaschote

1 Baby Pak Choi oder 1/2 Pak Choi

200 g Hühnerbrustfilet

  Hühnerbrustfilet waschen und trockentupfen, in Würfel mit etwa 1,5cm Seitenlänge schneiden. Gemüse putzen, Karotten und Paprika in dünne Streifen schneiden. Pak Choi-Blätter vom Strunk lösen, welke Stellen abschneiden, mit kaltem Wasser abbrausen und ebenfalls quer in Streifen schneiden.

Ein etwa drei Zentimeter langes Stück Ingwerwurzel schälen und fein reiben. Sweet Chili Sauce in einem kleinen Topf aufkochen, derweil die Speisestärke mit etwas Orangensaft anrühren. Wenn die Chilisauce kocht, Stärke und Orangensaft dazugeben und auf niedriger Hitze drei Minuten köcheln lassen. Den geriebenen Ingwer dazugeben und nach eigenem Geschmack mit noch mehr Chilisauce oder Orangensaft abschmecken. Sollte sie euch danach wieder zu flüssig werden, einfach nochmal etwas Stärke anrühren und die Sauce damit nochmals aufkochen. Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln bissfest kochen.

  Währenddessen Hühnerbrustwürfel im Wok mit etwas Öl etwa vier bis fünf Minuten braten, nach der Hälfte der Zeit wenden. Das Fleisch herausnehmen und salzen, Karotten im Wok andünsten. Nach zwei Minuten die Paprika und den Pak Choi hinzufügen und zwei Minuten mitdünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen lassen und nach einer weiteren Minute die gebratene Hühnerbrust sowie die Orangen-Chili-Sauce dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die leicht abgetropften Nudeln unterrühren. eat it. love it.

Pak Choi gibt’s in sehr gut sortierten Supermärkten oder an der Frischetheke im Asia-Laden. Oftmals liest man, dass man ihn “gut” durch Mangold ersetzen könne, ich finde das überhaupt nicht. Sie sehen sich zwar sehr ähnlich, schmecken jedoch unterschiedlich – und laut Wikipedia ist Mangold eine Rübe und Pak Choi ein Kohl, wo soll da schon ein ähnlicher Geschmack herkommen? Ich habe Pak Choi deshalb lieber weggelassen, wenn ich ihn nirgendwo auftreiben konnte.

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Nachgekocht: Pasta Prosciutto Tartufato

In der letzten Special-Runde bei Vapiano hat uns das Gericht “Pasta Prosciutto Tartufato” überzeugt – nicht so sehr durch den Einsatz von Trüffelschinken, sondern vielmehr durch die gelungene Kombination aus Blauschimmelkäse und Senf. Jedenfalls habe ich mich dran gemacht, das Rezept nachzukochen – das Ergebnis gibt es hier; der Schinken ist ein einfacher Kochschinken aus der Frischetheke – tuts genauso, finde ich. ;)

Für zwei Portionen

250 g Pasta z.B. Penne

180g Kochschinken, ca. einen Zentimeter dick

100 g Sahne

80-100 g Blauschimmelkäse

2 EL geriebener Parmesan

2 TL mittelscharfer Senf

2 Handvoll frischer Spinat

1 kl. Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Salz, Pfeffer

So geht’s:

Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Schinken in Würfel schneiden. Spinat waschen, Stiele entfernen und etwas kleiner zupfen. Pasta nach Packungsangabe in reichlich Salzwasser kochen.

Zwiebel mit etwas Olivenöl im Wok anschwitzen. Schinkenwürfel und Knoblauch dazugeben und ungefähr drei Minuten bei mittlerer Hitze mit braten. Sahne angießen und zwei Minuten köcheln lassen. Parmesan und Blauschimmelkäse dazugeben und auf kleiner Flamme schmelzen lassen. Senf einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Spinat in den Wok geben. Pasta abgießen und zum Rest geben, vorsichtig umrühren. Auf Pastatellern anrichten und genießen. eat it. love it.

1 Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Schinken in Würfel schneiden. Spinat waschen, Stiele entfernen und etwas kleiner zupfen. Pasta nach Packungsangabe in reichlich Salzwasser kochen.

2 Zwiebel mit etwas Olivenöl im Wok anschwitzen. Schinkenwürfel und Knoblauch dazugeben und ungefähr drei Minuten bei mittlerer Hitze mit braten. Sahne angießen und zwei Minuten köcheln lassen. Parmesan und Blauschimmelkäse dazugeben und auf kleiner Flamme schmelzen lassen. Senf einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

3 Spinat in den Wok geben. Pasta abgießen und zum Rest geben, vorsichtig umrühren. Auf Pastatellern anrichten und genießen. eat it. love it.

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Nachgekocht: Pizza Brie e Pere

Im Januar und Februar gab es bei Vapiano die Special-Pizza “Brie e Pere” – Brie und Birne. Damals hatte ich schon festgestellt, dass die Kombination an sich genial ist und sicher auch als Pizza super funktioniert; nur leider war sie dann für meinen Geschmack zu trocken. Gerade beim Gedanken an Birnen erwartete ich eine saftigere Pizza, bei der sich die Aromen im Mund schön verbinden. Ich hatte ebenfalls festgestellt, dass die Lösung dieses trockenen Problems sein könnte, die Pizza als Calzone gefüllt zu machen – das Ergebnis meines Experiments könnt ihr hier lesen. :) Und wie ihr am oberen Bild sehen könnt, habe ich natürlich zum Vergleich auch eine normale Pizza gemacht. Ganz unten findet ihr mein Grundrezept für Pizzateig.

Die Birne habe ich längs geviertelt, entkernt und in relativ dünne Scheiben geschnitten.

Die Zutaten auf der ungebackenen Pizza:

Tomatensauce - total simpel aus passierten Tomaten, Salz, Pfeffer und dem Vapiano Pizzagewürz angerührt
Birnenscheiben
Speckwürfel - im Original war es Bacon, aber da ich eine Calzone geplant hatte und der Bacon nie knusprig geworden wäre, habe ich die Würfel verwendet
Brie - ein einfacher Tortenbrie, davon großzügige Scheiben abgeschnitten
Parmesan - in feine Hobel geschnitten; er gibt noch einen salzigen Touch

Fertig – und ab damit in den Ofen. :)

Unten seht ihr den Belag der Calzone-Variante – identisch, nur gehäuft.

Den Rand der Calzone habe ich immer wieder übereinander umgeschlagen. Dabei bildet sich ein schöner Brotrand, den man auch gut nutzen kann, um die flüssige Füllung aufzusaugen.

Das Ergebnis: eine unglaublich knusprige Pizzadecke, die den Inhalt sehr saftig gehalten hat…

…so saftig, dass die tomatige Birnen-Käse-Mischung beim Aufschneiden ein wenig herausfloss. Ich fand jedenfalls die Kombination in der Calzone sehr gelungen. eat it. love it.

Grundrezept für Pizzateig

500 Gramm 00-Mehl
1 gehäufter TL Salz
250 ml lauwarmes Wasser
1 Würfel Frischhefe
1 EL Honig
2 EL Olivenöl

Das Mehl mit dem Salz in eine Rührschüssel geben und mit einer Gabel verrühren. Eine Mulde bilden. Die Hefe und den Honig im Wasser auflösen und in die Mulde geben. Mit der Gabel ein wenig Mehl unter die Flüssigkeit rühren, so dass eine flüssige Masse entsteht. Mit einem Küchentuch abdecken und bei ca. 40°C im Ofen oder an einem warmen Ort eine Viertelstunde gehen lassen.

Das “Dampferl” sollte nun Blasen geschlagen haben. Mit der Gabel das restliche Mehl unterrühren, bis sich trockene Klümpchen bilden. Nun mit den Händen weiterarbeiten:  Olivenöl zugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Teigkugel mit Mehl bestäuben und wiederum gehen lassen.
Je länger der Teig gehen kann, desto geschmeidiger und elastischer wird er schließlich. Im Idealfall hat er dazu über Nacht im Kühlschrank Zeit. Dazu entsprechende Portionen in Gefrierbeutel füllen und verschließen.

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Nachgekocht: Pasta Salami e Ricotta con Rucola

Eines meiner absoluten Lieblingsgerichte bei Vapiano ist Salami e Ricotta con Rucola, für das ich schon lange das Rezept haben wollte. Das besondere daran ist der trockene Ricotta salata, der nach der Zubereitung frisch über das Gericht gerieben wird. Der ist wahnsinnig geschmacksintensiv und so gut Salami und Rucola für sich auch schmecken, dieses Gericht funktioniert eigentlich nur mit dem geriebenen Käse. Leider ist der nicht so leicht zu bekommen – im Supermarkt habe ich ihn zumindest noch nicht gesehen. Es lohnt sich ein Blick in diverse Feinkostgeschäfte. Meinen Ricotta salata habe ich auf dem Münchner Viktualienmarkt bekommen. Bei Vapiano kommen mir am liebsten Tagliatelle auf den Teller, in diesem Rezept sind es Linguine. Normalerweise gibt es auch noch Pinienkerne dazu – ich hatte leider keine da und musste drauf verzichten.

Noch etwas: Wir merken durch Suchanfragen, dass unsere “Nachgekocht”-Rezepte bei euch sehr beliebt sind. Welche Rezepte sollen wir noch für euch entschlüsseln? Lasst es uns in einem Kommentar wissen!

Und so geht’s:

Für zwei Portionen

250 g Pasta, z.B. Linguine

ein paar Tropfen Olivenöl

1 Knoblauchzehe, feingehackt

100 g Salami, nicht zu fein

40 ml trockener Weißwein

40 ml Gemüsebrühe

30 g kalte Butter

frisch gemahlener Pfeffer

2 Handvoll Rucola

2 EL leicht geröstete Pinienkerne

Ricotta salata zum Reiben

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und Pasta al dente garen. Unterdessen Salami in Streifen schneiden und Rucola waschen. In einem Wok das Olivenöl nur gering erhitzen und den feingehackten Knoblauch zugeben, und etwa eine Minute schwenken; aufpassen, dass er nicht dunkel und bitter wird.

Die Temperatur heraufschalten, die Salamistreifen hinzugeben und wiederum eine Minute anbraten. Mit Weißwein ablöschen, Brühe angießen und kurz aufkochen lassen, dann Herdplatte ausschalten. Kurz bevor die Pasta fertig ist, kalte Butter hinzugeben und unter stetigem Rühren die Sauce montieren. Mit Pfeffer abschmecken.

Pasta abseihen und mit in den Wok geben, einmal gut umrühren. Rucola und Pinienkerne dazu und vorsichtig vermengen. Auf Tellern anrichten und Ricotta salata darüber reiben. eat it. love it.

Salami und Rucola - eine tolle Mischung, aber der Ricotta gibt den Ton an.

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Nachgekocht: Pasta Autunno Colorato

Oh was habe ich geflucht, was habe ich probiert und in der Küche geschwitzt. Autunno Colorato war im Herbst mein Pastahighlight schlechthin bei Vapiano und musste deshalb unbedingt nachgekocht werden. Im Original sieht Pasta Autunno Colorato so aus:

“PASTA AUTUNNO COLORATO
VON JILL ZERVAS, DUISBURG
Feines Rinderfilet und Backpflaumen mit Zwiebeln in einer
leichten Rotweinsauce mit Zimt, abgerundet mit Balsamico.
Passt besonders gut zu unseren hausgemachten Fusilli.”

Offenbar hat Jill Zervas damit nicht nur meinen Geschmack voll getroffen – einige von euch haben mir geschrieben und mich mit ihren Hinweisen und Ermutigungen bis zu dieser Version hier gebracht, vielen Dank dafür! Denn zwischendurch hatte ich das Projekt schon frustriert beiseite gelegt und Pasta Peperoncini Piccante nachgekocht. Schließlich habe ich der Autunno Colorato noch eine Chance gegeben, und siehe da: ich war auf einmal richtig zufrieden. Denn bei diesem Versuch habe ich alles ganz simpel gehalten. Die Soft-Pflaumen sind ganz geblieben (da sie kleingeschnitten zu viel

Süße abgeben) und statt Rinderfond habe ich einfach Gemüsebrühe verwendet. Herausgekommen ist eine richtig schöne Rotweinsauce mit leichtem Zimt- und Balsamicoaroma. So lange wie ich an dem Rezept herumgefeilt habe, habt ihr allerdings auch darauf warten müssen – deshalb genug der Worte, viel Spaß und guten Appetit mit meiner Version von Pasta Autunno Colorato!

für 2 Personen:

160 g Rinderlende/-filet

200 g Nudeln

10 Soft-Pflaumen

2 EL dunkler Balsamico

2 Msp. Zimt

75 ml Rotwein

40 g Rucola

1 rote Zwiebel

1 Frühlingszwiebel

140 ml Gemüsebrühe

Nudeln kochen und nicht abschrecken. Rindfleisch abwaschen, trockentupfen und in große Würfel (etwa 2 cm Kantenlänge) schneiden. Zwiebel in feine Stücke hacken, Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Rucola waschen und abtropfen lassen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne oder im Wok erhitzen und das Fleisch von jeder Seite für 45 Sekunden scharf anbraten. Herausnehmen und die Stücke in Alufolie einwickeln.

Herdtemperatur reduzieren und Zwiebeln in der Pfanne anbraten. Nach einer Minute die Softpflaumen im Ganzen dazugeben und eine weitere Minute lang anbraten. Mit dem Rotwein ablöschen. Kurz aufkochen lassen, dann die Gemüsebrühe, den Balsamico, Zimt und die Frühlingszwiebeln dazugeben. Etwa 2 Minuten sehr leise köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Stück kalter Butter abbinden. Die Nudeln möglichst heiß dazugeben und gut mit der Sauce verrühren. Auf dem Teller mit Rucola garnieren. eat it. love it.


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Nachgekocht: Pasta Peperoncini Piccante

Aus der letzten Specialrunde bei Vapiano war ja “Autunno Colorato” mein heimlicher Favorit. Seit Wochen feile ich an dem Rezept und habe es lange Zeit nicht so hinbekommen, wie ich das wollte. Eine kleine Info für euch: inzwischen bin ich mit meiner Version von “Autunno Colorato” durchaus zufrieden, bald könnt ihr sie hier bestaunen! Dennoch habe ich zwischzeiting das Projekt  frustriert beiseite gelegt und mich an ein anderes Pasta-Special gemacht: Pasta Peperoncini Piccante, das im Original folgendermaßen klingt:

PASTA PEPERONCINI PICCANTE
VON TORSTEN AVENARIUS, WIEN, THEOBALDGASSE
Erst braten wir Pilze und Paprika an, bevor halbgetrocknete
Tomaten, Flusskrebse, Chili und Knoblauch hinzukommen.
Eine cremige Sauce mit dem bekannten »Licor Cuarenta y Tres«
und Safran rundet das Gericht ab, bevor sich Mandeln und
Rucola hinzugesellen. Passt besonders gut zu unseren
hausgemachten Campanelle.

Michis Review dazu findet ihr hier. Auch ich war schwer begeistert von der Komposition. Also habe ich mich an den Wok gestellt und kann euch nun voller Stolz meine Version der leckeren Safranpasta vorführen. Da ich jedoch so ziemlich jedes Meeresvieh nicht mag, blieben bei mir die Flusskrebse draußen.

für 2 Portionen

200 g Nudeln

30 g Champignons

30 g Austernpilze

1 rote oder gelbe Paprika

50 g milder Rucola

2 EL Mandelblättchen

1 rote Chilischote

1 Knoblauchzehe

300 g Kirschtomaten

4 cl Licor 43

125 ml Sahne

1 Messerspitze Safran

50 ml Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren.  Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden. Rucola putzen und gut abtropfen lassen.

Pilze putzen und in dünne Scheiben schneiden, Paprika waschen und in Streifen schneiden. Chilischote halbieren und ein paar Ringe (je nach persönlicher Schärfetoleranz) herunterschneiden. Knoblauch schälen und halbieren. Pilze und Paprika mit etwas Olivenöl etwa zwei Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, Chili und Knoblauch zugeben und kurz darauf mit dem Likör ablöschen. Aufkochen lassen, Sahne und Gemüsebrühe dazugießen. Etwa fünf Minuten einköcheln lassen, dann den Safran und die ofengetrockneten Tomaten hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln kochen, abgießen, kurz abtropfen und sofort (ohne Abschrecken!) zur Sauce hinzugeben. Etwa eine Minute gut verrühren, danach auf die Teller verteilen. Rucola und Mandeln obenauf geben. eat it. love it.

Vom Licor 43 hatte ich zuvor noch nie etwas gehört und war umso erstaunter, dass ich eine Flasche davon im Supermarkt um die Ecke für 15 € aufgetrieben habe. Tatsächlich lässt sich dieses spezielle Aroma nur schwer ersetzen. Die Vanille schmeckt man ziemlich eindeutig, doch der Rest ist sehr würzig und zugleich süßlich. Ich würde euch deshalb tatsächlich empfehlen, einmal etwas in diesen Likör zu investieren. Er schmeckt nämlich auch pur sehr gut und ich überlege bereits, in welchen anderen Gerichten ich ihn einsetzen könnte. In Desserts macht er sich sicherlich auch gut…

Gerne hätte ich die halbgetrockneten Tomaten nach Nigella Lawson gemacht, die Claudia von Fool for Food gebloggt hat – leider entstand diese Kochidee zu spontan, als dass mir dafür die Zeit blieb. Deshalb habe ich es nach Gefühl, wie oben beschrieben, gemacht. Die Tomaten haben danach bereits sehr aromatisch geschmeckt, demnächst werde ich aber auf jeden Fall die Version von Claudia ausprobieren.

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Nachgekocht: Pasta Afrika

Letztes Jahr gab es im Herbst bei Vapiano das Mitarbeiter-Special Pasta Afrika – eine geniale Mischung aus Pasta mit Springbockfleisch, Zuckerschoten, Feigen und Johannisbeeren an einer Tomaten-Orangen-Chili Sauce. Absolut lecker und deswegen schon lange auf der Liste der nachzukochenden Gerichte.
Da Springbockfleisch in normalen Supermärkten eher schwer zu bekommen ist, verwendet dieses Rezept Rindfleisch – was zwar etwas anders schmeckt, aber auch sehr gut passt.

Für die Tomaten-Orangen-Chili-Sauce

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

500 ml Orangensaft

4 EL Tomatenmark

5 EL Sweet Chili Sauce

Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Schalotte klein schneiden, Knoblauch grob hacken und mit etwas neutralem Öl in einem kleinen Topf glasig anschwitzen. Mit Orangensaft ablöschen, Tomatenmark unterrühren und bei geringer Hitze ungefähr um die Hälfte reduzieren. Sauce durch ein Sieb streichen und mit der Chili-Sauce verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Für vier:

500 g Pasta

300 g Rindfleisch (Filet)

neutrales Öl zum Braten

1 Schalotte

1 Knoblauchzehe

200 g Zuckerschoten

100 ml Rotwein

6 Feigen

Salz, Pfeffer

Johannisbeeren

Rindfleisch abwaschen, trockentupfen und in etwa drei Zentimeter große Stücke schneiden, Zuckerschoten waschen und schräg halbieren. Feigen ebenfalls vorsichtig waschen und achteln, Schalotte und Knoblauchzehe klein schneiden. Nudelwasser zum Kochen bringen, salzen und Pasta hineingeben, al dente garen. Ofen auf 70 Grad vorheizen und Teller darin anwärmen.

Rinderfiletstücke in einer sehr heißen Pfanne von beiden Seiten ca. 20 Sekunden scharf anbraten und auf einen Teller geben, im Ofen ziehen lassen.

Unterdessen in der Pfanne mit wenig Öl Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, Zuckerschoten hinzugeben und für einige Minuten bei mittlerer Hitze dünsten. Mit Rotwein ablöschen und herunterschalten. Tomaten-Orangen-Chili-Sauce zugeben, verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertige Pasta abgießen und mit den übrigen Zutaten vermengen. Auf angewärmte Teller geben und mit Johannisbeeren dekorieren. eat it. love it.

Feigen - Zuckerschoten - Rindfleisch

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Nachgekocht: Tagliatelle Salmone del Sole

Bei Vapiano gab es im Juli und August das Special “Pasta Salmone del Sole” – wir haben hier darüber berichtet. Nun hat unser Leser Christian uns gebeten, das Rezept nachzukochen und Erfahrungen zu teilen. Nichts leichter als das! Hier kommen sowohl die Erfahrungen, als auch das Rezept.

Salmone del Sole ist ein durchweg simples Gericht, das aber geschmacklich ziemlich raffiniert ist. Da ist der salzige Räucherlachs, der einen großen Anteil am Gesamteindruck hat und die säuerliche Crème fraîche, die den bodenständigen Lachsgeschmack etwas erhebt. Knackige Paprikastreifen und die Verwendung von Zitronenmelisse verleihen der Creme eine sommerliche Note. Vapiano verwendet außerdem Petersilie – die kommt bei mir aber nicht in den Topf; für mich ist Petersilie alles, nur kein Gewürz… Durch die Vermengung von warmer Pasta mit den übrigen gekühlten Zutaten entsteht nun eine halbwarme Mischung, die sich auch an einem heißen Sommerabend noch gut verspeisen lässt.

Sehr praktisch: das Gericht lässt sich hervorragend vorbereiten; man kann die kalten Zutaten beispielsweise schon am Vormittag herrichten und vollständig vermischt in den Kühlschrank stellen, wenn man genug Platz darin hat. Am Abend gibt man nur noch die fertige Pasta dazu und kann genießen.

Für vier:

500 g Pasta

400 g Crème fraîche

400 g Räucherlachs

2 kl. rote Paprika

30 große Blätter Zitronenmelisse

1 Zitrone

Salz, Pfeffer

Zitronenmelisse fein hacken und mit Crème fraîche in eine Schüssel geben und gut verrühren. Idealerweise ist die Schüssel groß genug, um später auch die fertige Pasta aufzunehmen. Zitrone mit heißem Wasser waschen und längs halbieren. Eine Hälfte aufbewahren und nochmals halbiert bei Tisch reichen. Mit etwas Saft der anderen Hälfte sowie Salz und reichlich Pfeffer die Crème fraîche abschmecken. Paprika waschen und in 3 cm lange, dünne Streifen schneiden.

Pasta in reichlich Salzwasser kochen. Unterdessen Räucherlachs in 2 cm breite Streifen schneiden und mit den Paprikastreifen zur Crème fraîche geben. Pasta abgießen und mit den übrigen Zutaten vermischen.
eat it. love it.