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Rustikale Kaiserschmarrntorte

Rustikale Kaiserschmarrtorte

Ihr dürft euch zu recht fragen: was bitte ist eine Kaiserschmarrntorte?! Versuchen wir es mal mit einer Umschreibung: ein im Ofen gebackener, herzhafter Kaiserschmarrn, der zum Schluss aber nicht zerpflückt wird. Die Grundidee kommt von Tim Mälzer, der behauptet, dass Kaiserschmarrn nicht immer süß sein muss. Und er hat recht. :)

In diesem Rezept geben Speck, Kürbis und Zwiebeln den Ton an, aber es lassen sich sicher noch einige leckere Kombinationen finden, die sich gerne zum Kaiserschmarrn gesellen und die schon in Planung sind. ;)

200g Kürbis, fein gewürfelt

100 g Schinkenspeck, gewürfelt

½ Zwiebel, in halben Ringen

1 EL Butterschmalz

100 g geriebener Käse

Cayennepfeffer

Salz, Pfeffer

 

Für den Kaiserschmarrn:

3 Eier

140 g Mehl

150 ml Milch

1 TL Zucker

Salz, Pfeffer

 

 Eier trennen, Eiweiß anschlagen, eine Prise Salz zugeben und weiter schlagen, Zucker dazu und schlagen bis das Eiweiß sehr steif ist, beiseite stellen. Eigelb mit Milch verquirlen, salzen und pfeffern. Nach und nach Mehl zugeben, so dass ein glatter Teig entsteht.

 Ofen auf 170 Grad vorheizen. Kürbiswürfelchen in einer beschichteten Pfanne, die in den Ofen passt, bei mittlerer Hitze mit etwas Butterschmalz anbraten und kurz dünsten. Speck und Zwiebeln zugeben und fünf Minuten zusammen anbraten. Mit Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer würzen.

 Währenddessen Eischnee vorsichtig unter die Teigmasse schlagen, bis sie schön luftig ist. Alles in die Pfanne geben, so dass die übrigen Zutaten gut bedeckt sind. Etwa zwei Minuten auf dem Herd stocken lassen, dann mit geriebenem Käse bestreuen und in den Ofen geben und 15 Minuten backen. Die fertige Kaiserschmarrntorte auf einen Teller oder ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen und in Stücke schneiden. eat it. love it.

Rustikale Kaiserschmarrtorte

Eventuelle Reste halten sich im Kühlschrank zugedeckt auch gerne noch einen oder zwei Tage. Dann einfach in Scheiben schneiden, mit etwas Butter bei niedriger Hitze in der Pfanne erwärmen und – wie den klassischen Kaiserschmarrn – zerpflücken.

Rustikale Kaiserschmarrtorte

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Lasagne vom Curry-Kürbis

Kürbislasagne

Als ich Mitte August im Supermarkt die ersten Hokkaido-Kürbisse entdeckt habe, dachte ich noch: zu klein, zu teuer. Zwei Wochen später ging der Preis auf einmal runter und  so winzig waren die knallorangenen Bälle dann doch nicht mehr. Also ab in den Einkaufswagen, voller Vorfreude auf… ja, auf was eigentlich? Ich liebe Kürbis, aber ich bin kein Fan von Suppen. Die Kürbissuppe fällt also schon mal weg. Einige Zeit später (dank der hervorragenden Lagereigenschaften des Kürbis) und nach ein paar Recherchen stand dann fest: es gibt Lasagne! Das Ziel: ein deutlich mediterranes Gericht mit asiatischen Anklängen. Dafür sorgt die thailändische Currypaste, die so gut zum Kürbis passt, als wäre sie für ihn erfunden worden.

Ich habe eine Mischung aus Hokkaido und Butternut verwendet, die sich beide sehr gut eignen. Ich finds super, dass man am Hokkaido die Schale dran lassen kann, denn das ist auch farblich einfach schön anzusehen. Nun noch ein Wort zur Béchamelsauce: ich mache immer eine Sauce auf der Basis von Öl statt Butter, also eine rustikalere Kombination. Das kommt daher, dass ich für griechische Aufläufe immer eine Béchamel mit Ei und geriebenem Käse herstelle – im Rezept stand damals Öl und so mache ich das also schon immer. Ich habe davon abgesehen keine Ahnung, ob ich mit meinen Mengenangaben für Öl und Mehl ganz richtig liege, aber ihr werdet das hinbekommen – fest steht nur der ganze Liter Milch, den ich dafür brauche. Man kann nie genug Béchamel haben. :D

1 – 1,2 kg Kürbisfleisch

2 Zwiebeln

1 gehäufter EL rote Currypaste

3-4 EL neutrales Öl

1 TL Meersalz

2 Knoblauchzehen

1 Handvoll Basilikumblätter, gehackt

Pfeffer

1 TL Oregano

1 TL (Pizza-)Kräutermischung

200 ml Weißwein

5 EL Tomatenmark

1 Dose Tomaten in Stücken

100 g Sahne

400 g geriebenen Mozzarella

Lasagneplatten, besser: frische Pastabahnen

 

Für die Béchamelsauce:

1 Liter warme Milch

80 ml Öl

80 g Mehl

Muskat, Salz, Pfeffer

Kürbis

Kürbis mariniert

 Kürbis in Würfel von einem Zentimeter Breite schneiden und in eine Schüssel geben. In einer kleinen Schüssel Currypaste mit Öl und Salz verrühren und über den Kürbis träufeln, gut verrühren und kurz marinieren lassen. Unterdessen Zwiebeln grob hacken und Knoblauch in Scheiben schneiden.

Basilikum

 In einem großen Topf etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen, bis sie gerade so beginnen zu bräunen. Marinierten Kürbis, Basilikum, Oregano, (Pizza-)Kräutermischung und Knoblauch dazugeben und ca. fünf Minuten mit braten. Dabei darf am Boden ruhig etwas anlegen, nur verbrennen soll der Kürbis nicht. Dann mit Weißwein ablöschen, Tomatenmark und Tomaten aus der Dose dazugeben und bei kleiner Hitze den Boden wieder freiköcheln lassen. Schließlich Sahne angießen und noch 10 bis 15 Minuten köcheln lassen.

In der Zwischenzeit in einem weiteren Topf die Béchamelsauce herstellen: das Öl erhitzen und das Mehl zufügen, anschwitzen ohne zu bräunen. Topf von der Herdplatte nehmen und die Milch nach und nach unter ständigem Rühren eingießen. Zurück auf den Herd stellen und erhitzen, bis die Sauce dick wird. Mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Bechamel

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Boden einer Auflaufform mit Béchamel bestreichen und eine erste Schicht Lasagneplatten auflegen. Anschließend Kürbis, Käse, Platten, Béchamel mehrfach übereinander schichten und mit einer Lage Lasagneplatten, Béchamel und Käse abschließen. Im Ofen auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen. Wenn es die Füllhöhe der Form zulässt, zunächst mit Alufolie bedeckt backen und nur für die letzte Viertelstunde den Käse bräunen lassen.

 Die Lasagne in Stücke schneiden und auf Tellern anrichten. eat it. love it.

Kürbislasagne Lasagneplatten

Kürbislasagne aus dem Ofen