Der Duft von Thai Curry ist einmalig, findet ihr nicht? Scharf und süß und leicht zitrusartig zugleich – wenn ich das rieche, komme ich sofort ins Träumen, denn: Bei gutem Thai Curry kann ich einfach nicht nein sagen. Inzwischen ist es eines meiner absoluten Lieblingsgerichte, ich koche es sicher alle ein bis zwei Wochen. Vor Jahren mit mich Michi, seines Zeichens Ober-Thai-Food-Fan meines Freundeskreises, draufgebracht und mir zugleich sein Rezept für rotes Thai Curry beigebracht.

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Wie das so ist mit Lieblingsrezepten, verändern sie sich im Lauf der Zeit. Inzwischen habe mich mir etliche Rezepte durchgelesen und mir überlegt, was das Curry beim Thai um die Ecke so viel schmackhafter macht als das, was bei mir im Wok vor sich hinköchelte. Inzwischen glaube ich es zu wissen und bin bei einer Version angekommen, die mich rundum glücklich macht.

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Dieses Grundrezept könnt ihr nach Lust, Laune und Vorräten im Kühlschrank variieren. Es funktioniert sowohl mit gelber, roter als auch grüner Currypaste, wobei letztere die schärfste Variante ist. Ich mache in letzter Zeit häufig für meine Mitesser eine weniger scharfe Variante aus gelber Paste mit Hühnerfleisch – ihr könnt natürlich auch Rind-, Enten- oder Schweinefleisch verwenden. Letztens haben zwei Freundinnen zum Curry ein paar Garnelen in der Pfanne gebraten und waren sehr begeistert. An Gemüse wandert bei mir in den Wok, was gerade so da ist – ihr könnt euch an der Menge einfach an dem orientieren, was ich euch in dem Rezept aufgeschrieben habe. Lasst euch auch davon inspirieren, was gerade Saison hat. Im Herbst verwende ich zum Beispiel gerne Kürbis!

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Was ist nun das Besondere an dieser Art, Thai Curry zu kochen? Ich habe mich immer gefragt, woher im Thai-Restaurant die vielen Fettaugen auf der Saucenoberfläche kommen – bei mir war das immer eine sehr cremige und scheinbar fettfreie Angelegenheit, obwohl ich teilweise wirklich noch Einiges an Öl zur Kokosmilch zugegeben habe. Inzwischen weiß ich, dass es das gar nicht braucht. Denn in der Kokosmilch, oder eher in der festen Creme, die obenauf schwimmt, ist genug Fett, das nur noch herausgekitzelt werden muss. Das dauert zwar eine Weile, ich finde das Curry dafür so viel schmackhafter und intensiver als ohne. Und immerhin habt ihr das Fett so oder so im Essen, warum sollte man diesen Geschmacksträger also vergeuden? Deshalb verwende ich gerne Kokosmilch, in der diese feste Creme obenauf schwimmt (kleiner Tipp, bei den Dosen vom Discounter ist das so…). Bei komplett flüssigen Varianten würde ich euch empfehlen, eine kleine Dose Kokoscreme extra zu kaufen.

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Außerdem werdet ihr um einen Besuch im Asialaden nicht herumkommen, allerdings lohnt sich das wirklich. Die Zutaten dort sind nicht nur besser als vieles aus der Asia-Ecke im ganz normalen Supermarkt, sie sind auch noch in vielen Fällen deutlich günstiger. Die Limettenblätter habe ich vor knapp drei Jahren für 1,50€ tiefgefroren gekauft und habe vielleicht die Hälfte davon bisher verbracht. Und für vier große Taler Palmzucker, der im Curry ganz anders schmeckt als brauner Zucker, zahlt man etwa einen Euro.

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für 2-3 Portionen

400 ml Kokosmilch

2 Kaffir-Limettenblätter, frisch oder TK

2-3 gehäufte TL Thai-Currypaste, je nach Geschmack und Schärfe

1/2 Taler (entspricht ca. 30g) Palmzucker

1 gelbe und 1 rote Paprikaschote

75 g Zuckerschoten

1 kleine Dose Ananasstücke oder frische Ananas in Stücken

1 kleine Karotte

200 g Hühnerbrustfilet

Salz, Soja- oder Fischsauce

125 g Basmati- oder Jasminreis

01-grün  Gemüse waschen und putzen. Paprikaschoten in schmale Streifen schneiden, größeren Zuckerschoten ggf. halbieren und, falls vorhanden, Fäden entfernen. Karotte schälen und in Scheiben schneiden. Dosenananas abtropfen lassen und Saft auffangen. Hühnerbrustfilet abbrausen, trockentupfen und mit einem großen Messer entgegen der Faser schräg in sehr dünne Scheiben schneiden. Reis aufsetzen (ich koche immer meinen nach der Quellmethode: Reis mit doppelter Menge Wasser und Salz in einem Kochtopf aufkochen, danach bei geringer Hitze köcheln und quellen lassen, bis er gar ist).

02-grün  Wok erhitzen und etwa die Hälfte der vorhandenen Kokoscreme hineingeben. Bei niedriger Hitze etwa fünf Minuten köcheln lassen, zwischendurch immer wieder umrühren. Währenddessen den harten Palmzuckertaler in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Fleischklopfer oder Hammer zerkleinern, die Hälfte davon im Beutel beiseite legen. Wenn sich viele kleine Fettaugen auf der Kokoscreme gebildet haben (siehe Bild oben), Currypaste unterrühren. Limettenblätter und Palmzucker sowie etwa 1 EL Kokoscreme aus der Dose zugeben und weitere drei Minuten köcheln lassen.

03-grün  Restliche Kokosmilch unterrühren, auf starker Hitze aufkochen. Hühnerbruststreifen zugeben und fünf Minuten köcheln lassen. Danach die Karotten hineingeben und weitere zwei bis drei Minuten köcheln. Dann das restliche Gemüse sowie die Ananas unterrühren und etwa drei Minuten weitergaren. Das Gemüse sollte noch Biss haben und die Hühnerbrust fertig gegart. Mit Fischsauce (wer die, so wie ich, nicht mag, kann auch etwas Sojasauce und Salz verwenden) abschmecken und mit Reis servieren. eat it. love it.

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Zu thailändischen Gerichten bietet sich natürlich Jasminreis als Beilage an – ich persönlich mag den Duft nicht ganz so gerne und esse deshalb meist Basmatireis dazu. Auf den Fotos habe ich eine Mischung mit Wildreis ausprobiert, die auch ganz gut gepasst hat und optisch etwas hermacht. Alternativ könnt ihr das Curry auch mit Reisnudeln oder dünnen Mie-Nudeln servieren.

 

Vorweg: in mir schlagen zwei Herzen, vielleicht sogar drei. Ein bayerisches, ein deutsches und ein griechisches, denn, falls ihr es noch nicht wusstet: mein Vater ist Grieche. Und so bin ich aufgewachsen mit griechischer Küche, für die sich manch einer wohl die Finger abschlecken würde – die mir jedoch größtenteils nicht so wirklich schmeckt. Mit Oliven kann ich nichts anfangen, mit Ouzo erst recht nicht und an Feta taste ich mich erst langsam heran. Allgemein ist mir die griechische Küche oft zu fleisch- und öllastig.  Eines der wenigen Gerichte meiner zweiten Heimat, die mich vollends bezaubern, ist aber Giouvetsi.

Dafür wird Fleisch, normalerweise Lamm oder Rind, in einer Tomatensauce vorgeschmort und anschließend gemeinsam mit Kritharaki (aka Orzo aka Nudeln in Reisform) im Ofen fertiggebacken. Traditionell hat man dafür kleine Tontöpfe mit Deckeln, und jeder bekommt seinen eigenen Tontopf voll als Portion serviert. Ich habe in meiner Version Hühnerschenkel benutzt, weil ich Hühnerfleisch im Sommer irgendwie leichter finde. Die Knochen geben der Sauce beim Mitkochen außerdem noch eine ordentliche Portion Geschmack mit. Besonders leicht macht ihr es euch mit Hühnerbrustfilets, die müsst ihr natürlich nicht erst vom Knochen ablösen. Außerdem verringert sich die Zeit beim Vorkochen, denn die Filets werden sonst schnell trocken. Wenn ihr euch für die traditionelle Version von Giouvetsi mit Lamm- oder Rindfleisch entscheidet, würde ich die Vorkochzeit auf etwa eine Stunde verlängern.

für 2 Portionen

2 Hühnerschenkel (etwa 500 g)

1 kleine Zwiebel

120 ml Rotwein

250 ml Hühnerbrühe

1/2 Dose stückige Tomaten

1 EL Tomatenmark

2 kleine Lorbeerblätter

3 Nelken

1 Msp. Zimt

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

200 g Kritharaki

50 g geriebener Kefalotiri (ersatzweise Parmesan)

  Hühnerschenkel waschen, trockentupfen und ggf. häuten. Zwiebel in kleine Würfel schneiden. In einem großen Topf Olivenöl erhitzen. Zunächst die Hühnerschenkel von beiden Seiten gut anbraten, dann die Zwiebelwürfel dazugeben und für etwa zwei Minuten dünsten. Mit Rotwein ablöschen. Die stückigen Tomaten und das Tomatenmark hinzugeben und mit der Brühe aufgießen. Gegebenenfalls noch etwas heißes Wasser nachgießen – das Fleisch sollte knapp bedeckt in der Flüssigkeit liegen. Die Nelken in einen Einmalteebeutel geben, diesen gut verknoten und gemeinsam mit den Lorbeerblättern, Zimt, Muskat, Salz und Pfeffer in die Flüssigkeit geben. 45 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen.

  Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Sauce nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dabei lieber einen Tick zu salzig würzen, denn die Kritharaki werden davon wieder einiges neutralisieren. Die Hühnerschenkel aus dem Topf nehmen, das Fleisch von den Knochen lösen und in grobe Stücke schneiden oder rupfen. Nun in passende Tontöpfe oder in eine Auflaufform mit Deckel zuerst die Fleischstücke geben, diese mit den Kritharaki bedecken und dann mit der heißen Tomatensauce aufgießen. Etwa einen Finger breit heißes Wasser dazugießen. Die Tontöpfe mit einem Deckel bedeckt in den Ofen stellen, nach 20 Minuten Backzeit die Deckel abnehmen. Nach 10 weiteren Minuten mit einer Gabel ein paar Kritharaki probieren – diese sollten noch einen guten Biss haben, jedoch fast fertig sein. Wenn sie noch zu hart sind, einfach etwas Wasser nachgießen und mit dem nächsten Schritt entsprechend warten. Wenn die Kritharaki den richtigen Biss haben, die Oberfläche des Giouvetsis mit Parmesan bestreuen und nochmals für 10 Minuten backen, insgesamt bäckt das Giouvetsi also etwa 45 Minuten. In den Tontöpfen einige Minuten auskühlen lassen und darin servieren. eat it. love it.

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Nachgekocht: Pasta Tacchino Piccante

Süß und scharf ist eine Kombination, die ich ohnehin sehr sehr gerne mag. Beim Thai Curry ohne Palmzucker fehlt für meine Geschmacksknospen einfach etwas. Noch besser wird’s für mich, wenn fruchtige Aromen im Spiel sind – ihr könnt euch also vorstellen, wie gerne ich bei Vapiano Pasta Tacchino Piccante mit Huhn, Gemüse und Chili-Orangen-Sauce esse. Schon beim ersten Mal hat die Sauce mich direkt an die bekannte Sweet Chili-Saucen als Dip zu Frühlingsrollen erinnert, dazu fruchtige Orangenaromen.tacchino-piccante-w2

 

Beim Experimentieren habe ich es anfangs besonders gut gemeint und den Orangensaft für die Sauce aus frischen Orangen selbst gepresst – großer Fehler! Die Orange war dabei viel zu vorherrschend, noch dazu hatte ich ein paar eher saure Exemplare erwischt. Deshalb: nehmt guten Gewissens Orangensaft aus dem Tetra Pak und schmeckt damit eure Sauce ab, sie wird’s euch danken und ist immer noch fruchtig genug. Bei meinen Recherchen bin ich auf allerlei Versionen gestoßen, die erfolgversprechendste war die, die ein ominöser englischsprachiger User im Forum von chefkoch.de gepostet hat. Ich habe sie leicht abgewandelt und finde, dass sie dem Original ziemlich nah kommt.tacchino-piccante-w1

 

für zwei Personen:

200 g Nudeln

100 g Sweet Chili Sauce

100 ml Orangensaft

1/2 TL geriebener Ingwer

1 TL Speisestärke

75 ml Gemüsebrühe

1 kleine Karotte

1 kleine rote Paprikaschote

1 Baby Pak Choi oder 1/2 Pak Choi

200 g Hühnerbrustfilet

  Hühnerbrustfilet waschen und trockentupfen, in Würfel mit etwa 1,5cm Seitenlänge schneiden. Gemüse putzen, Karotten und Paprika in dünne Streifen schneiden. Pak Choi-Blätter vom Strunk lösen, welke Stellen abschneiden, mit kaltem Wasser abbrausen und ebenfalls quer in Streifen schneiden.

Ein etwa drei Zentimeter langes Stück Ingwerwurzel schälen und fein reiben. Sweet Chili Sauce in einem kleinen Topf aufkochen, derweil die Speisestärke mit etwas Orangensaft anrühren. Wenn die Chilisauce kocht, Stärke und Orangensaft dazugeben und auf niedriger Hitze drei Minuten köcheln lassen. Den geriebenen Ingwer dazugeben und nach eigenem Geschmack mit noch mehr Chilisauce oder Orangensaft abschmecken. Sollte sie euch danach wieder zu flüssig werden, einfach nochmal etwas Stärke anrühren und die Sauce damit nochmals aufkochen. Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln bissfest kochen.

  Währenddessen Hühnerbrustwürfel im Wok mit etwas Öl etwa vier bis fünf Minuten braten, nach der Hälfte der Zeit wenden. Das Fleisch herausnehmen und salzen, Karotten im Wok andünsten. Nach zwei Minuten die Paprika und den Pak Choi hinzufügen und zwei Minuten mitdünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen, aufkochen lassen und nach einer weiteren Minute die gebratene Hühnerbrust sowie die Orangen-Chili-Sauce dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die leicht abgetropften Nudeln unterrühren. eat it. love it.tacchino-piccante-w3

 

Pak Choi gibt’s in sehr gut sortierten Supermärkten oder an der Frischetheke im Asia-Laden. Oftmals liest man, dass man ihn “gut” durch Mangold ersetzen könne, ich finde das überhaupt nicht. Sie sehen sich zwar sehr ähnlich, schmecken jedoch unterschiedlich – und laut Wikipedia ist Mangold eine Rübe und Pak Choi ein Kohl, wo soll da schon ein ähnlicher Geschmack herkommen? Ich habe Pak Choi deshalb lieber weggelassen, wenn ich ihn nirgendwo auftreiben konnte.

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Scharfe Hähnchenbrust mit Thai-Basilikum

Scharfe Hähnchenbrust mit Thai-Basilikum

Dieses thailändische Gericht gehört zu meinen absoluten Favoriten, denn der Geschmack ist schlichtweg bombig: eine ordentliche Portion Knoblauch und Chili geben hier den Ton an und entfachen ein aromatisches Feuer. Aus diesem Grund heißt das Rezept bei mir nur noch: Verrücktes Knoblauchhuhn.

Für zwei

300-400 g Hühnerbrustfilet

etwas Öl zum Braten

1 Zwiebel

3 Knoblauchzehen

3-4 rote Vogelaugenchilis

1 Teelöffel grüner Pfeffer

3 EL  Fischsauce

2 EL Palmzucker oder brauner Zucker

5-10 Zweige Thai-Basilikum

 

 Knoblauch, Chili und  Zwiebeln fein hacken und mit dem Pfeffer im Mörser zu einer Paste verreiben. Hühnerfleisch in Stücke schneiden. Thai-Basilikum waschen, trocken tupfen und fein hacken.

 Öl im Wok erhitzen und die Paste einige Minuten bei mittlerer Hitze anschwitzen. Dann bei hoher Hitze das Hühnerfleisch dazugeben und gleichmäßig garen. Mit Fischsauce und Palmzucker abschmecken, gehackten Basilikum unterrühren. Mit Basmati-Reis und nach Belieben Sojasauce mit Chiliringen zu Tisch geben. eat it. love it.

Scharfe Hähnchenbrust mit Thai-Basilikum

Farfalle Ziegenfrischkäse

Dass die Kombination aus Tomate-Frischkäse wahnsinnig gut funktioniert, haben wir schon an mehreren Stellen bei We Love Pasta festgehalten. Dieses Rezept benutzt nun Ziegenfrischkäse und gibt der Kombination noch eine sehr spannende Geschmacksnote. Das Rezept funktioniert sicherlich mit normalem Frischkäse oder ganz ohne ebenso gut, aber dabei bekommt man eben ein anderes Gericht. ;)

Zutaten für 3-4 Portionen

Für die Ofentomaten:

250 g Kirschtomaten

Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker

– – –

300 g Pasta

250 g Hühnerbrustfilet

2 EL neutrales Öl

2 Schalotten

100 g Champignons

5 Blätter Salbei

etwas Oregano

10 Blätter frischen Basilikum

3 EL Pesto Rosso

3 EL Tomatenmark

Ziegenfrischkäse nach Belieben

Ofen auf 120° C vorheizen. Die Tomaten waschen, halbieren und auf Alufolie oder in eine Ofenform geben und mit sehr wenig Olivenöl beträufeln, mit etwas Salz, Pfeffer und Zucker bestreuen. Eine Stunde im Ofen lassen, eventuell vorsichtig wenden.

Hühnerbrust in Stücke schneiden und mit etwas Öl im Wok scharf anbraten und durchgaren. Herausnehmen und beiseite stellen. Zwiebeln fein würfeln und Champignons in Scheiben schneiden. Nudelwasser zum Kochen bringen und Pasta nach Packungsangabe garen. Kräuter hacken.

Die Zwiebelwürfel im restlichen Öl im Wok dünsten und vorsichtig anbräunen. Kräuter zugeben und kurz mitdünsten. Pesto und Tomatenmark in den Wok geben und gut verrühren. Kurz bevor die Pasta fertig ist eine Tasse Nudelwasser auffangen. Champignons, Hühnerbrust, Ofentomaten und fertige Pasta in den Wok geben und vermengen. Nach Bedarf noch vorsichtig Nudelwasser nachgeben, bis die Pasta geschmeidig bedeckt ist. Auf Tellern anrichten und kleine Kleckse Ziegenfrischkäse darauf geben. eat it. love it.

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Linguine mit Hühnchen an Zitronensahne

Linguine Zitronensahne

Die Februar-Ausgabe der essen&trinken hat mich zu diesem Rezept inspiriert: eine fast schon frühlingshafte Kombination aus Sahne und Zitrone. Das Rezept in der Zeitschrift war um einiges aufwändiger als dieses, mit separat zubereiteter Sauce und etwas viel Tamtam – ich mag es einfacher und daher ist meine Version des Pasta-Zitronen-Hühnchens auch wirklich nicht schwierig herzustellen. Der Pecorino eignet sich übrigens hervorragend zum Abrunden des Geschmacks – Parmesan wäre mir auf dieser Pasta wahrscheinlich zu heftig.

Für zwei:

250 g Pasta (Linguine)

250 g Hühnerbrustfilet in Stücken

1 EL Butterschmalz oder neutrales Öl

1 halbe Zwiebel

1 kleine rote Chilischote

100 ml Gemüsebrühe

100 g Sahne

2 Knoblauchzehen

1 rote Paprika

1/2 TL Kurkuma

Schale und Saft von einer halben unbehandelte Zitrone

3 Frühlingszwiebeln

1 kleine Handvoll Mandeln, gehobelt

Salz, Pfeffer

Pecorino zum Reiben

Im Wok das Hühnerfleisch mit Öl oder Butterschmalz kräftig anbraten, herausnehmen und beiseite stellen. Zwiebel fein hacken und Chilischote in Ringe schneiden, beides in etwas Öl einige Minuten glasig dünsten, Gemüsebrühe angießen und fünf Minuten bei mittlerer Hitze  reduzieren lassen. Anschließend durch ein Sieb in ein kleines Gefäß füllen und beiseite stellen. Wasser für die Pasta zum Kochen bringen.

Knoblauch fein hacken, Paprika in feine Streifen und Frühlingszwiebeln in nicht zu große Ringe schneiden. Zitronenschale reiben und Saft einer halben Zitrone auspressen. Nudelwasser salzen und Pasta hineingeben. In einer kleinen Pfanne die Mandelhobel bei großer Hitze, ohne Fett und unter ständigem Schwenken goldbraun rösten. Im Wok den Knoblauch andünsten, Paprika, Kurkuma und Zitronenschale hinzugeben und kurz mitdünsten. Hühnerfleisch dazugeben, Sahne angießen und alles einige Minuten köcheln lassen.

Geschärfte Brühe mit in den Wok geben und die Pasta ca. eine Minute vor al dente abgießen. Pasta und Frühlingszwiebeln zu den übrigen Zutaten geben und fertig kochen lassen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Pastatellern anrichten, mit gerösteten Mandeln bestreuen und nach Belieben mit geriebenem Pecorino. eat it. love it.

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Fusilli mit Curryrahm und Äpfeln

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Nach meinem Pollo all’Indiana-Desaster sind inzwischen einige Wochen vergangen, und als ich mal wieder schwärmerisch in Schuhbecks “Meine bayerische Küche” herumblätterte, stieß ich auf ein Rezept, das dem Vapianogericht frappierend ähnlich sieht. Er nennt das Gericht “Fusilli mit Currysauce und Hendlbrust”. Die Parallelen zu Vapianos “Pollo all’Indiana”: Hühnerbrustfilet, Äpfel und eine milde Currysauce bilden die Basis für dieses Gericht, hinzu kommen bei Schuhbeck noch Frühlingszwiebeln und der (fast schon obligatorische) Ingwer.

Was ich ziemlich schade bei der Zubereitung fand: der Apfel wurde hauptsächlich für eine einzige Apfelscheibe benötigt, die man etwas in der Sauce ziehen lassen soll und die demnach lediglich ein feines Aroma abgibt. Ich persönlich fand, dass bei diesem Gericht eine fruchtige Apfelnote jedoch genau das Richtige wäre und habe deshalb das Rezept etwas abgeändert.

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400 ml Gemüsebrühe

1 EL Currypulver

120 ml Sahne

20 g kalte Butter

Salz, Pfeffer

1 Knoblauchzehe

2 Scheiben Ingwer

2 Äpfel

1 Bund Frühlingszwiebeln

4 Hühnerbrustfilets

400 g Fusilli

Gemüsebrühe, Currypulver und Sahne in einem größeren Topf erhitzen (die gekochten Nudeln werden später noch hinzugegeben!). Währenddessen die Knoblauchzehe schälen und halbieren, eine Apfelscheibe herunterschneiden. Die aufgekochte Sauce mit Salz abschmecken und von der Herdplatte ziehen. Kalte Butter unterrühren, Knoblauch, Ingwer und die Apfelscheibe hinzufügen und die Sauce zugedeckt fünf bis zehn Minuten (je nach gewünschter Intensität der Aromen) ziehen lassen. Danach Knoblauch, Ingwer und Apfel wieder entfernen.

gesalzenes Nudelwasser zum Kochen bringen und Fusilli nach Packungshinweis etwas fester als gewünscht kochen. Ich habe die Nudeln etwa zwei Minuten früher als sonst abgegossen.

Während die Nudeln kochen, Äpfel in etwa ein Zentimeter große Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und den weißen Teil davon in etwa ein Zentimeter dicke Ringe schneiden. Die Hühnerbrustfilets in 1 1/2 Zentimeter große Würfel schneiden. Einen Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen und die Würfel etwa drei Minuten von allen Seiten anbraten. Die Frühlingszwiebeln hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln gut abtropfen lassen und in den Topf zur Sauce hinzugeben. Gemeinsam aufkochen und das Hühnchen, die Frühlingszwiebeln und die Apfelwürfel unterrühren, etwa fünf Minuten noch einmal bei geschlossenem Deckel durchziehen lassen und dann servieren.

Insgesamt habe ich für die Zubereitung etwa 30 Minuten benötigt, mit einem guten Zeitmanagement und dem notwendigen Überblick über die eigene Küche halte ich das auch für realistisch. Die Reste habe ich am nächsten Tag nochmals erwärmt und musste auf wundersame Weise plötzlich nachsalzen. Dafür hat mir die gut durchgezogene Version des Gerichts umso besser geschmeckt: die Nudeln nehmen den Curryrahm erstaunlich gut auf, die Sauce war nicht mehr flüssig sondern klebte kompakt an den Fusilli. eat it. love it.

Zutateninfo:

Ich selbst habe lange überlegt, welches Currypulver ich im Super-
markt nehmen sollte – immerhin schafft es ja die geschmackliche
Basis der gesamten Sauce! Schlussendlich habe ich mich für “Schuhbecks Curry mild” aus seiner Gewürzreihe entschieden. Kostenpunkt zwar 7,10€, dafür bekommt man 80 Gramm Currymischung, die ganz wunderbar geschmeckt hat. Allerdings kann man hier sicherlich auch sparen. Wer also ein gutes, günstigeres Currypulver kennt, darf gerne eine Empfehlung in den Kommentaren abgeben!

Beim Apfel habe ich mich für meine Lieblingssorte, Braeburn, entschieden. Er ist süß-säuerlich und behält einen gewissen Biss auch nach dem Durchziehen zwischen den Nudeln. Man kann ihn guten Gewissens auch ungeschält als Farbklecks hinzugeben – die Schale ist dünn und stört nicht beim Essen.