Ich.liebe.Salat. Egal wann, ob Winter oder Sommer, egal ob mittags oder abends. In der Kantine marschiere ich, wenn es nicht gerade gute Nudeln gibt, meist zielsicher zur Salatbar und fröne all den leckeren Zutaten, die da kleingeschnitten auf mich warten. Und dass meine Liebe zum Salat nicht gerade zu den ungesündesten Möglichkeiten, eine Völlerei zu begehen, gehört, ist natürlich auch ganz praktisch – gebe ich ja zu. Das einzige Manko, das ich lange hatte: akuter Mangel an guten und vor allem einfachen Ideen für Dressings.

balsamicodressing

Ich wollte Dressings, die nach mehr schmeckten als nur Essig und Öl, für die ich aber nicht erst aufwändig Schalotten kleinhacken und andünsten muss oder im Winter einen halben Kräutergarten im Supermarkt einkaufen soll. Die Suche nach dem Balsamico-Dressing hat sich deshalb etwas schwierig erwiesen, inzwischen hab ich’s jedoch raus. Meine Variante ist angelehnt an das Rezept von Martha Stewart. Allerdings war mir ihr Dressing zu ölig. Ich bin eher der Essig-Fan und habe deshalb den Balsamico-Anteil deutlich erhöht – wenn ihr nicht so sehr auf Essig steht, könnt ihr entsprechend mehr Olivenöl verwenden. Die Honigmenge solltet ihr nach eigenem Geschmack und nach der Süße eures Balsamicoessigs anpassen. Die Menge reicht bei uns für eine große Schüssel, die als Beilagensalat für vier Personen dient, oder für zwei Personen, wenn sie den Salat als Hauptspeise mit sättigenden Toppings essen.

3 EL dunkler Balsamicoessig

1,5 EL Olivenöl

1/2-1 EL Honig

1/2 TL Dijonsenf

Salz, Pfeffer

01-grün  Senf und Honig in einer kleinen Schüssel gut miteinander verrühren. Salz und Pfeffer hinzugeben, danach den Balsamicoessig unterrühren. Nun das Olivenöl in dünnem Strahl hinzugeben und mit einem Schneebesen oder einer Gabel einrühren, bis das Öl nur noch in sehr kleinen Tropfen erkennbar ist. Am besten den Salat damit etwa fünf Minuten vor dem Essen anmachen und gut verrühren. eat it. love it.

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Das Dressing verwende ich für Blattsalate, gemischten Salat mit Paprika und Tomaten, Rucolasalat mit Parmesan oder einen einfachen Tomatensalat.

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Bonne Maman Caramel & Philadelphia Honig

Bonne Maman kennt man bei uns als den Hersteller feiner Konfitüren in traditionellen Gläsern mit dem charakteristischen karierten Deckel. Jetzt haben die Franzosen etwas Neues auf den deutschen Markt geworfen, was mit Konfitüre wenig zu tun hat, aber auf jeden Fall ins Aufstrich-Regal gehört: Bonne Maman Caramel. Grund genug für uns, das Produkt zu testen und euch zu sagen, ob sich der Kauf lohnt.

“Jetzt im Handel: Bonne Maman Caramel
Kennen Sie schon Bonne Maman Caramel? Dieser einzigartige Brotaufstrich schmeckt köstlich auf Croissant und Baguette, ist aber auch eine tolle Zutat für Desserts und passt prima zu Crêpes oder Eis.”

So heißt es auf der Website der Marke, deren Produkte übrigens aus Frankreich importiert werden und in Deutschland von der Odenwald-Früchte GmbH vertrieben werden. So erklärt sich, dass auf der französischen Webseite eine breitere Produktpalette zu finden ist, die unter anderem so exotische Sachen enthält wie Kastanienkonfitüre; die Karamellcreme heißt dort übrigens Confiture de Lait.

Das Produkt an sich ist in keinster Weise neu: auf die Idee, gezuckerte Kondensmilch einzukochen, sind schon mehrere gekommen, besonders in Lateinamerika. So heißt die Karamellcreme in hispanophonen Ländern dulce de leche und im Portugiesisch Brasiliens doce de leite. Rezepte zum Selbermachen finden sich folglich haufenweise im Internet. Gezuckerte Kondensmilch gibt es bei uns übrigens von Nestlé unter dem Namen Milchmädchen. Was die Verwendung in der brasilianischen Küche betrifft, so gibt es einen Nachtisch namens doce de leite com queijo. Also: Karamellcreme mit Käse. Ja, mit Käse. Und zwar sogenannter Minas-Käse, der in der Textur sehr viel mit dem zypriotischen Halloumi gemeinsam hat.

Zurück zur Creme von Bonne Maman:
Süß. Das bringt das Produkt am ehesten auf den Punkt. Die Creme hat einen feinen Karamellgeschmack, ist aber auf Grund des hohen Zuckergehalts sehr klebrig, was dazu verleitet, sich schnell die Lippen abzuschlecken. Ich bin sicher, dass man sie auch abseits des Frühstückstisches gut einsetzen kann. Weil die Idee an sich aber nicht besonders innovativ ist und leicht selbst zu machen, gibt es als Fazit:


Bonne Maman Caramel, gekauft bei Galeria Kaufhof für 1,99 €.

Auch Kraft Foods hat sich mal wieder was Neues überlegt: beim Einkaufen habe ich im Kühlregal Philadelphia Honig entdeckt.

“NEU: Philadelphia Honig
Jetzt gibt es Verstärkung im Kühlregal. Neben Philadelphia mit Milka kommt ein zweites süßes Frühstückserlebnis in den Handel.
Blumig-süß und dabei cremig-kühl besticht die neue Philadelphia Sorte.”

Erst letztes Jahr hat Philadelphia mit Milka versucht, das Frischkäsesortiment in die süße Ecke zu erweitern. Ich habe ein mal eine Packung gekauft und konnte damit ehrlich gesagt nichts anfangen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass da zusammenkommen sollte, was nicht zusammengehört: die Konsistenz war nicht cremig, sondern geleeartig und der Geschmack von einer leichten Säure bestimmt, die aber nicht vom Frischkäse kam…
Die Honig-Variante kommt da ganz anders daher: wirklich cremig und von einer feinen Süße, die auch tatsächlich von Honig stammt. Insofern ist der Frischkäse wirklich eine nette Idee für einen süßen Brotaufstrich. Wer jedoch ohnehin immer Frischkäse und Honig im Haus hat, wird auf den Kauf verzichten können.
Mein Fazit:


Philadelphia Honig, gekauft bei Edeka für 0,88 € im Sonderangebot.

(Alle Markennamen und Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.)

Auf jede Vorspeise kann ich verzichten − auf Desserts jedoch kaum. Dabei ist es gerade zur heißen Jahreszeit schwer, ein leichtes und trotzdem köstliches Dessert auf den Tisch zu bringen. Für mich ist eigentlich der Winter die beste Dessertzeit. Dieses Rezept jedoch vereint alle Vorteile für die perfekte Sommer-Nachspeise: sie ist fruchtig, relativ fettarm, leicht vorzubereiten und nach einem ausgiebigem Barbecue mit Freunden schnell gezaubert. Das Original stammt von Alexander Herrmann, hier meine Version mit ein paar leichten Abwandlungen.

für vier Portionen

4 reife Pfirsiche

200 Gramm Ricotta

100 Gramm Mandelblättchen

klarer Honig

evtl. Zucker

Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett goldgelb anrösten. Noch warm in ein Schüsselchen füllen, mit sechs bis sieben Esslöffeln Honig mischen und beiseite stellen. Den Ricotta mit Zucker oder Honig nach Geschmack süßen.

Pfirsiche waschen, halbieren und entsteinen (am leichtesten bekommt man den Stein mit einem Teelöffel aus der Pfirsichhälfte gehoben). Den Grill auf einer Seite gut abwischen oder bereits beim Grillen von Fleisch, Gemüse und Fisch einen sauberen Platz für die Pfirsiche zum Dessert lassen. Pfirsichhälften mit dem Fruchtfleisch nach unten auf den Grill legen. Alternativ Tischgrill verwenden, ich denke, dass die Pfirsiche auch auf dem Rost im Ofen gelingen sollten Je nach Hitze, circa fünf Minuten hat es bei mir auf dem Tischgrill gedauert, die Pfirsiche auf einen Teller legen. Die Grillspuren des Rosts sollten auf den Pfirsichen dunkel sichtbar und das Fleisch weich sein.

Pfirsiche auf Tellern anrichten, jeweils einen Klecks Ricotta auf die Hälften geben und mit reichlich Honigmandeln garnieren. Noch lauwarm servieren. eat it. love it.