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Kokos-Ananas-Granola

Jaja Leute, ich weiß schon, die Kombination “Kokos-Ananas” ist ja nun wirklich nicht neu. Aber wie Niki Segnit in ihrem Geschmacksthesaurus so schön geschrieben hat: lasst mir einfach meinen Pina Colada! Und genau so sehe ich das auch. Dieses Granola ist deutlich weniger süß als das Schoko-Knusper-Granola und eignet sich deshalb meiner Meinung nach besser als Frühstücksmüsli, in das man ein paar frische Früchte schneidet, ohne gleich einen Zuckerschock zu erleiden.

 

Da ich ehrlich gesagt zu faul bin, jedes Mal ein neues Klebeetikett von meinem “Granolaglas” zu fummeln, wenn ich eine andere Granolasorte gebacken habe, binde ich ab sofort nur noch kleine Schildchen an das Glas. Sieht meiner Ansicht nach auch hübscher aus. Als Give-Away findet ihr weiter unten meinen Anhänger als Druckvorlage – füllt einfach etwas Granola in ein Zellophantütchen, bindet den Anhänger mit einer hübschen Schnur darum und schon habt ihr ein schönes Mitbringsel!

360 g Haferflocken

100 g Kokosraspeln

50 g Reiswaffeln

100 g Mandeln

100 g weiße Schokolade

200 ml Kokosmilch

20 g brauner Rohrzucker

2 EL weißer Rum

1 EL neutrales Öl

150 g Ananas aus der Dose (abgetropft)

3 EL Ananassaft (aufgefangen)

2 TL Vanillezucker

  Weiße Schokolade fein hacken, Mandeln grob hacken. Reiswaffeln in einer sehr großen Schüssel mit den Händen zerbröseln. Ananas in einem Sieb abtropfen lassen, dabei den Saft auffangen. Ofen auf 160°C vorheizen. Haferflocken, Kokosraspeln und die Mandeln zu den zerbröselten Reiswaffeln geben und gut vermischen.

  Die Ananasstücke mit dem Saft mit einem Mixen sehr kurz zu einem groben Mus pürieren. Kokosmilch in einem kleinen Topf erwärmen, Vanillezucker und braunen Zucker darin auflösen. Die gehackte Schokolade dazugeben und schmelzen lassen, schließlich Öl, Rum und das Ananasmus unterrühren. Die Mischung warm in die große Schüssel zu den trockenen Zutaten geben und sehr gut untermischen. Die Hälfte der Mischung auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und etwa 30 Minuten im Ofen hell backen, dabei alle 10 Minuten die Mischung umrühren. Danach mit der zweiten Hälfte des Granolas genauso verfahren. Flach ausgebreitet auf dem Backblech oder einem großen Brett vollständig auskühlen lassen, danach in luftdicht verschließbare Behälter umfüllen. Schmeckt ausgezeichnet mit etwas Naturjoghurt und frischen Ananas. eat it. love it.

Den Geschenkanhänger gibt’s hier zum Download, viel Spaß damit!Und wenn ihr gleich mehrere Granolas verschenken wollt, findet ihr hier einen DIN A4-Bogen mit neun Labels zum Ausdrucken:

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Selbstgebackenes Schoko-Crunch-Granola

Vor wenigen Tagen bin ich auf meinem Lieblings-Foodblog auf ein neues Rezept gestoßen: ein Schokoladen-Crunch-Granola, von Bloggerin Nicky gelabelt als „for the Non-Breakfaster“. Ich liebe zwar Frühstück, dennoch fühlte ich mich angesprochen und wollte das sofort selbst ausprobieren. In meiner Freude habe ich sogleich meiner Familie davon erzählt und musste im gleichen Atemzug erklären, was ein Granola überhaupt ist. Dabei habe ich einfach immer „eine Art Müsli“ gesagt und lag damit offensichtlich gar nicht weit daneben. Es ist tatsächlich ein gebackenes Müsli, das eher knusprig als weich ist. Laut Wikipedia besteht es aus Haferflocken, Nüssen, Honig und manchmal auch Reis.

Das Rezept von Nicky basiert ebenfalls hauptsächlich auf Haferflocken, hinzu kommen Puffreis, Kokosraspeln und Mandel- oder Haselnussblättchen als Knusperkomponenten. Da meine Mutter Allergikerin ist und ich selbst auch nicht weiß, wie es mein Körper mit der Haselnuss so hält, entschied ich mich für die Variante mit Mandeln. Außerdem konnte ich keinen simplen Puffreis auftreiben. Deshalb habe ich lieber zu ungesalzenen Reiswaffeln gegriffen und diese selbst mit der Hand zerkleinert. Das vollständige Rezept findet ihr bei deliciousdays, eine übersetzte Variante gibt es bei Valentinas Kochbuch.

Zunächst also rührt man eine Art Sirup aus geschmolzener Schokolade, Rohrzucker, Wasser und Öl an, der schneller fertig war, als ich erwartet hatte. Panik machte sich breit, letztendlich war die Aufregung aber umsonst: wer bereits im Vorfeld alle seine Zutaten sauber abwiegt und bereit stellt (Trick 17!), hat alles schnell verrührt und kann den flüssigen Schokosirup hinzugeben. Danach muss man die Masse nur noch auf einem Backblech mit Rand ausbreiten und in den Ofen schieben. Ich habe stattdessen zwei Ladungen auf normalen, flachen Blechen gemacht, das hat ebenso gut funktioniert. Die angegebene Zubereitungszeit von 15 Minuten stimmt also tatsächlich.

Alle 10 Minuten sollte man das Blech aus dem Ofen nehmen und die Granolamasse ordentlich umrühren. Da wir einen Backwagen haben, habe ich die Masse mit einem Pfannenwender im Ofen herumgeschoben, das hat ebenso gut funktioniert und ich durfte dabei andauernd den herrlichen Schokoladenduft einatmen. Das ganze Haus roch bereits nach der Hälfte der Backzeit nach der Mischung und meine Haare dufteten sogar heute morgen noch danach.

Nach 30 Minuten war das Granola fertig, ich habe jedes Blech etwa 1 ½ Stunden auskühlen lassen, ehe ich das Granola umgefüllt habe. Auf dem Bild seht ihr das Einmachglas, das ich für die Aufbewahrung von „ergibt etwa 750 Gramm“ vorgesehen hatte – ich habe mich vollkommen verschätzt und hätte gut und gerne noch zwei von den Gläsern kaufen können. Denn etwas weniger als die Hälfte der Gesamtmenge hat in das Vorratsglas gepasst.

Nun jedoch zum wichtigsten Teil – dem Geschmack. Der Geruch hat meine Familie und mich bereits hingerissen, geschmacklich empfanden wir jedoch den ersten Bissen des warmen Granola als eine Offenbarung. Auch, wenn es noch nicht ganz crunchy war (erst beim Abkühlen wird die Masse vollkommen knusprig), sollte man sich ein paar warme, schokoladige Mandelblättchen vom heißen Blech klauen und das probieren. Wir hielten uns an Nickys Empfehlung, das Granola klassisch mit Milch oder Joghurt zu essen, außerdem ist ihr zufolge die Kombination mit Eis möglich. Als Nachmittagssnack gab es deshalb heute Naturjoghurt mit frischen Erdbeeren und – Granola.