Dass die Kombination aus Tomate-Frischkäse wahnsinnig gut funktioniert, haben wir schon an mehreren Stellen bei We Love Pasta festgehalten. Dieses Rezept benutzt nun Ziegenfrischkäse und gibt der Kombination noch eine sehr spannende Geschmacksnote. Das Rezept funktioniert sicherlich mit normalem Frischkäse oder ganz ohne ebenso gut, aber dabei bekommt man eben ein anderes Gericht. ;)

Zutaten für 3-4 Portionen

Für die Ofentomaten:

250 g Kirschtomaten

Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker

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300 g Pasta

250 g Hühnerbrustfilet

2 EL neutrales Öl

2 Schalotten

100 g Champignons

5 Blätter Salbei

etwas Oregano

10 Blätter frischen Basilikum

3 EL Pesto Rosso

3 EL Tomatenmark

Ziegenfrischkäse nach Belieben

Ofen auf 120° C vorheizen. Die Tomaten waschen, halbieren und auf Alufolie oder in eine Ofenform geben und mit sehr wenig Olivenöl beträufeln, mit etwas Salz, Pfeffer und Zucker bestreuen. Eine Stunde im Ofen lassen, eventuell vorsichtig wenden.

Hühnerbrust in Stücke schneiden und mit etwas Öl im Wok scharf anbraten und durchgaren. Herausnehmen und beiseite stellen. Zwiebeln fein würfeln und Champignons in Scheiben schneiden. Nudelwasser zum Kochen bringen und Pasta nach Packungsangabe garen. Kräuter hacken.

Die Zwiebelwürfel im restlichen Öl im Wok dünsten und vorsichtig anbräunen. Kräuter zugeben und kurz mitdünsten. Pesto und Tomatenmark in den Wok geben und gut verrühren. Kurz bevor die Pasta fertig ist eine Tasse Nudelwasser auffangen. Champignons, Hühnerbrust, Ofentomaten und fertige Pasta in den Wok geben und vermengen. Nach Bedarf noch vorsichtig Nudelwasser nachgeben, bis die Pasta geschmeidig bedeckt ist. Auf Tellern anrichten und kleine Kleckse Ziegenfrischkäse darauf geben. eat it. love it.

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Crêpetorte mit Räucherlachs

Auf meinem Brunchbuffet fielen meine Gäste ziemlich schnell über die kleinen Dreiecke meiner Crêpetorte mit Räucherlachs her. Doch kennt ihr das? Das letzte Stück, das hat sich dann irgendwie keiner getraut zu nehmen. Gut, ich habe es dann als Geburtstagskind schließlich nach mehreren Stunden selbstgenommen. Aber irgendwie finde ich das spannend zu sehen. Und woran liegt’s? War die Crêpetorte so gut, dass man als gefräßig und gierig gegolten hätte, sich das letzte Stück zu schnappen? Oder war sie so gut dann auch wieder nicht? Oder liegt es am Räucherlachs, der beim Frühstück ja doch eher zur Luxuskategorie gehört?

Bis auf diesen letzte Stück fand die Crêpetorte reißenden Absatz. Das Original habe ich aus Johann Lafers “Meine besten Rezepte“-App – ich sage euch, so hauchdünne Pfannkuchen habe ich bisher selten hinbekommen! Dennoch hat mich die Creme, mit der der Räucherlachs und die Crêpes zusammenhaften sollen, nicht zu 100% überzeugt. Mir persönlich war der Limettengeschmack viel zu intensiv. Meine Mutter hatte jedoch noch etwas parat: vor einigen Jahren hat sie für ein Buffet einmal eine Rolle mit Räucherlachs gemacht und wusste noch, dass die Füllung aus diesem Rezept ganz vorzüglich war.

2 Eier

125 ml Milch

60 g Mehl

400 g Räucherlachs in Scheiben

200 g Frischkäse

1 Frühlingszwiebel

etwas Dill

Eier mit Milch und Mehl zu einem Pfannkuchenteig verrühren und etwa 15 Minuten quellen lassen. Frühlingszwiebel waschen und in feine Würfel hacken. Mit Frischkäse und Dillspitzen verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Aus dem Teig sechs sehr dünne Pfannkuchen backen und abkühlen lassen. Für die Crêpetorte den ersten Crêpe auf einen Teller legen, dünn mit der Frischkäsecreme bestreichen und danach mit einer Schicht Lachsscheiben belegen. Den zweiten Crêpe darauflegen und so weiterverfahren. Oben mit einem Crêpe abschließen und nach Belieben in Stücke schneiden. eat it. love it.

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Bagel-Serie #3: Parmesan-Rucola-Bagels

Parmesan und Rucola ist eine sehr beliebte Zutatenkombination – als Pizza oder auch als Sandwich. Bei der Pizza bin ich nicht wirklich scharf darauf, weil ich den Rucola so schlecht abbeißen kann. Da bietet sich ein Bagel an: eingeklemmt zwischen den zwei Hälften kann der Rucola gar nicht anders, als klein beigeben. Und wenn sich dann noch getrockneter Schinken und Tomatenfrischkäse dazugesellen, ist das ein perfekter Snack mit italienischem Background.

3 Bagels

150 g Frischkäse

2 EL Tomatenmark

5 getrocknete Tomaten in Öl

Salz, Pfeffer

6 Scheiben italienischer Schinken

Parmesanspäne

zwei gute Handvoll Rucola

Bagels halbieren und im Toaster backen, abkühlen lassen. Währenddessen aus Frischkäse und Tomatenmark eine Creme herstellen, mit Salz und Pfeffer würzen. Klein geschnittene getrocknete Tomaten unterrühren.

Bagelhälften mit der Creme bestreichen und Schinken und Parmesanspäne auflegen. Rucola vorsichtig waschen und je ein kleines Nest auf die Bagels setzen. Deckel drauf und servieren. eat it. love it.

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Bonne Maman Caramel & Philadelphia Honig

Bonne Maman kennt man bei uns als den Hersteller feiner Konfitüren in traditionellen Gläsern mit dem charakteristischen karierten Deckel. Jetzt haben die Franzosen etwas Neues auf den deutschen Markt geworfen, was mit Konfitüre wenig zu tun hat, aber auf jeden Fall ins Aufstrich-Regal gehört: Bonne Maman Caramel. Grund genug für uns, das Produkt zu testen und euch zu sagen, ob sich der Kauf lohnt.

“Jetzt im Handel: Bonne Maman Caramel
Kennen Sie schon Bonne Maman Caramel? Dieser einzigartige Brotaufstrich schmeckt köstlich auf Croissant und Baguette, ist aber auch eine tolle Zutat für Desserts und passt prima zu Crêpes oder Eis.”

So heißt es auf der Website der Marke, deren Produkte übrigens aus Frankreich importiert werden und in Deutschland von der Odenwald-Früchte GmbH vertrieben werden. So erklärt sich, dass auf der französischen Webseite eine breitere Produktpalette zu finden ist, die unter anderem so exotische Sachen enthält wie Kastanienkonfitüre; die Karamellcreme heißt dort übrigens Confiture de Lait.

Das Produkt an sich ist in keinster Weise neu: auf die Idee, gezuckerte Kondensmilch einzukochen, sind schon mehrere gekommen, besonders in Lateinamerika. So heißt die Karamellcreme in hispanophonen Ländern dulce de leche und im Portugiesisch Brasiliens doce de leite. Rezepte zum Selbermachen finden sich folglich haufenweise im Internet. Gezuckerte Kondensmilch gibt es bei uns übrigens von Nestlé unter dem Namen Milchmädchen. Was die Verwendung in der brasilianischen Küche betrifft, so gibt es einen Nachtisch namens doce de leite com queijo. Also: Karamellcreme mit Käse. Ja, mit Käse. Und zwar sogenannter Minas-Käse, der in der Textur sehr viel mit dem zypriotischen Halloumi gemeinsam hat.

Zurück zur Creme von Bonne Maman:
Süß. Das bringt das Produkt am ehesten auf den Punkt. Die Creme hat einen feinen Karamellgeschmack, ist aber auf Grund des hohen Zuckergehalts sehr klebrig, was dazu verleitet, sich schnell die Lippen abzuschlecken. Ich bin sicher, dass man sie auch abseits des Frühstückstisches gut einsetzen kann. Weil die Idee an sich aber nicht besonders innovativ ist und leicht selbst zu machen, gibt es als Fazit:


Bonne Maman Caramel, gekauft bei Galeria Kaufhof für 1,99 €.

Auch Kraft Foods hat sich mal wieder was Neues überlegt: beim Einkaufen habe ich im Kühlregal Philadelphia Honig entdeckt.

“NEU: Philadelphia Honig
Jetzt gibt es Verstärkung im Kühlregal. Neben Philadelphia mit Milka kommt ein zweites süßes Frühstückserlebnis in den Handel.
Blumig-süß und dabei cremig-kühl besticht die neue Philadelphia Sorte.”

Erst letztes Jahr hat Philadelphia mit Milka versucht, das Frischkäsesortiment in die süße Ecke zu erweitern. Ich habe ein mal eine Packung gekauft und konnte damit ehrlich gesagt nichts anfangen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass da zusammenkommen sollte, was nicht zusammengehört: die Konsistenz war nicht cremig, sondern geleeartig und der Geschmack von einer leichten Säure bestimmt, die aber nicht vom Frischkäse kam…
Die Honig-Variante kommt da ganz anders daher: wirklich cremig und von einer feinen Süße, die auch tatsächlich von Honig stammt. Insofern ist der Frischkäse wirklich eine nette Idee für einen süßen Brotaufstrich. Wer jedoch ohnehin immer Frischkäse und Honig im Haus hat, wird auf den Kauf verzichten können.
Mein Fazit:


Philadelphia Honig, gekauft bei Edeka für 0,88 € im Sonderangebot.

(Alle Markennamen und Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.)

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Farfalle mit Tomaten-Frischkäse-Sauce

Getrocknete Tomaten mag ich ja eigentlich überhaupt nicht. Der intensive Geschmack ist zwar umwerfend und sie sehen schön aus, dafür fühle ich mich immer, als würde ich auf einer Mischung aus Kaugummi und zähem Fleisch herumkauen.

Eines Tages entdeckte ich jedoch in Schuhbecks Tartebuch, dass er eine Paste aus den getrockneten Tomaten für eine seiner Tartes macht – ideal, dachte ich mir da, und wandelte diese Paste einfach in ein Nudelrezept mit Frischkäse um. Für vier Portionen braucht man:

200 g getrocknete Tomaten

2 EL Balsamico bianco

500 ml Wasser

1 Knoblauchzehe, gehackt

2 EL gemahlene Mandeln

2 EL Parmesan

50 ml Gemüsebrühe

50 ml Olivenöl

Chilipulver oder -flocken

Zimt

Salz

1 kleine Zwiebel

100 g Frischkäse

ein Schuss Sahne

400 g Farfalle

Basilikum

Wasser mit Balsamico in einen Topf geben und erhitzen. Getrocknete Tomaten hinzugeben und darin 30 Minuten knapp unter dem Siedepunkt einweichen. Danach die Tomaten abtropfen und abkühlen lassen.

Gemüsebrühe und Olivenöl in einen hohen Rührbecher geben, Mandeln und Parmesan hinzugeben und gut verrühren. Die Knoblauchzehe hacken (bzw. eine confierte Zehe mit der Gabel leicht zerdrücken), die abgekühlten Tomaten in Stücke schneiden, ein paar feine Streifen beiseitelegen, den Rest in den Rührbecher geben. Mit einem Pürierstab solange mixen, bis eine sämige Paste entstanden ist und die feinen Tomatenstreifen unterrühren. Mit einer Prise Zimt, Salz und Chili nach persönlichem Geschmack und Schärfetoleranz abschmecken.

Nudelwasser aufsetzen, Farfalle kochen. Zwiebel in feine Würfel hacken und mit etwas Öl in einer großen Pfanne anbraten, Frischkäse und Sahne unterrühren. Mit der Tomatenpaste würzen und etwas eindicken lassen. Die fertigen Farfalle abgießen, etwas abtropfen lassen und heiß in die Pfanne geben. Gut mit der Frischkäsesauce verrühren und mit etwas Basilikum servieren. eat it. love it.



Die Paste ist vielseitig einsetzbar: Schuhbeck verwendet sie als Teil einer Tartefüllung, ich kann sie mir  sehr gut als Topping für Crostini vorstellen oder als reines Pesto. Auf jeden Fall wird die Tomatenpaste in Zukunft öfter gemacht – und ihr erfahrt natürlich hier, was ich damit angestellt habe. Bei dem Gericht habe ich auch erstmals eine meiner confierten Knoblauchzehen verwendet und kann im direkten Vergleich zur Paste mit frischem Knoblauch sagen, dass das Aroma dieses Mal deutlich besser und der  typische Geruch kaum vorhanden war. Ein klares Ja also zum Knoblauch-Confit!

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So leicht, so gut #1: Die Schnittlauchbreze

Butterbrezen findet man in München bei jedem Bäcker, diese Variante jedoch nur bei ganz wenigen – ein Grund mehr also, sich diese Breze als leichten Mittagssnack oder für eine Brotzeit im Biergarten selbst zu schmieren.

Breze

Frischkäse nach Wahl

frischer Schnittlauch

Breze quer mit einem scharfen Brotmesser halbieren, beide Hälften dick mit Frischkäse bestreichen. Schnittlauchstängel unter kaltem Wasser abbrausen, abtrocknen und mit einer Küchenschere in kleine Ringe über die untere Brezenhälfte schneiden. Brezenhälften zusammenklappen. eat it. love it.