Neulich hatte ich spontan die Idee, einen einfachen Salat aus Mango, Ananas, Paprika und Rucola zu machen – dazu gab es ein Sweet-Chili-Dressing. Schwupps war die Idee geboren, diese Zutaten zwischen zwei Bagelhälften zu bringen. Gar nicht so leicht, wie ich gemerkt habe: wenn die Zutaten nicht gerade sehr dünn sind, wird es schwierig und nimmt fast Burger-Gestalt an! Daher wäre mein Ansatz für das nächste Mal: alles dünner schneiden und ungefähr auf die Größe des Bagels bringen, dann hält er sich besser in der Hand. ;)

Für zwei Bagels:

1 Handvoll Rucola

1 Mango

1 kleine rote Paprika

2 Scheiben Ananas (aus der Dose)

1 kleines Putenfilet oder Hähnchenbrustfilet

Für das Dressing:

4 EL Chili Sauce for Chicken

je einige Tropfen Öl, Essig und Saft aus der Ananasdose

Salz, Pfeffer

In einer Pfanne das Filet goldbraun anbraten, herausnehmen und dünne Scheiben abschneiden. Die Mango schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Die Paprika entkernen und waschen, Ringe abschneiden. Ananasscheiben abtropfen lassen.

Bagels im Backofen aufbacken. Unterdessen Rucola waschen, abtropfen lasssen und das Dressing anrühren. Die Bagels herausnehmen, kurz abkühlen lassen und halbieren. Auf jede Hälfte ein kleines Nest aus Rucola setzen und dieses mit den vorbereiteten Zutaten belegen und mit Dressing beträufeln. Deckel drauf und fertig. eat it. love it.

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Bagel-Serie: Bagels selber backen

Bereits seit Beginn unserer kleinen Serie zu verschiedenen Bagelvariationen war uns klar, dass dieser Beitrag auf gar keinen Fall fehlen darf. Denn leider haben Aldi und Lidl nicht immer amerikanische Wochen und der Weg zu gigantomanischen Supermärkten (“einmal hin, alles drin”…) ist auch selten kurz. Deshalb hier ein, schon länger überfälliges, Rezept, wie man Bagels selbst macht. Ich habe mich bereits vor ein paar Jahren mal daran versucht, habe mir dabei sogar einen Mikroquadratometer meiner Haut mit Natronlauge verätzt, und dennoch war’s nix. Als ich dann bei smitten kitchen ein Bagelrezept fand, musste ich das unbedingt ausprobieren. Der Blog wird von einer New Yorkerin betrieben, die ihr Rezept von Peter Reinhart hat – und der scheint so etwas wie ein Back-Guru in den USA zu sein. Die perfekte Mischung, um richtig gute Bagels zu zaubern!

Ich habe das Rezept halbiert und daraus kleine Mini-Bagels gemacht. Zum einen kann man so verschiedene Bagelbeläge ausprobieren, eine Bagelparty feiern oder sich einfach an diesen putzigen kleinen Teilchen erfreuen, weil sie eben so klein und putzig sind. Ich habe mich also an die Angabe im Rezept gehalten und 12 kleine Mini-Bagels aus dem Teig geformt – euch steht es natürlich frei, daraus auch sechs sehr große oder acht normale Bagels zu formen.

1/2 TL Trockenhefe

280 g Mehl (Type 550)

290ml lauwarmes Wasser

1/4 TL Trockenhefe

280 g Mehl (Type 550) + 150 g Mehl (Type 550)

1/2 EL Malzsirup

1 EL Malzsirup

1 EL Natron

ca. 2,5 Liter Wasser

1/2 TL Hefe mit 280 g Mehl verrühren und eine Mulde hineindrücken. Wasser hineingeben und mit dem Rührgerät nur so lange rühren, bis sich ein glatter, klebriger Teig von der Konsistenz eines Pfannkuchenteigs bildet. Die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort etwa zwei Stunden gehen lassen. Der Teig sollte sehr schaumig aussehen, sich fast verdoppelt haben und zusammenfallen, sobald ihr die Schüssel auf die Arbeitsplatte schlagt.

1/4 TL Trockenhefe hinzufügen, danach etwa nochmals 100 g Mehl, Salz und 1/2 EL Malzsirup dazugeben. Mit dem Knethaken verrühren, dabei die restlichen 50 g Mehl unterrühren. Den Teig mit dem Knethaken etwa sechs Minuten durchkneten (alternativ: mindestens zehn Minuten von Hand), gegebenenfalls Wasser oder Mehl noch dazugeben.

Den Teig in 12 gleich große Teile aufteilen und daraus Kugeln formen. Diese auf ein bemehltes Brett legen und mit einem feuchten Küchentuch belegen. Nochmals 20 Minuten gehen lassen. Danach die Bagels formen und das Loch in der Mitte entweder mit einem Finger oder einem bemehlten Kochlöffelstiel hineinstechen und in kreisenden Bewegungen weiten. Die geformten Bagels für weitere 20 Minuten gehen lassen.

Währenddessen den Backofen auf 220°C vorheizen und einen großen Topf mit etwa 3 Litern Wasser zum Kochen bringen. Natron und einen EL Malzsirup hinein geben. Die Bagels mit einer Schaumkelle in das leise köchelnde Wasser legen, nach einer Minute umdrehen und noch eine Minute  darin ziehen lassen. Mit der Schaumkelle herausholen und nach Geschmack mit Körnern bestreuen. Wenn alle Bagels im Wasser waren, diese auf Backblechen verteilen und für etwa 10 Minuten im Ofen backen. eat it. love it.

An und für sich bekommt man die Zutaten alle im Supermarkt, wäre da nicht das Malzsirup. Oder alternativ das Malzpulver. Oder überhaupt malziges, das den Bagels ihren unverwechselbaren Geschmack geben sollte. Ich habe mich auf die Suche begeben und wurde in keinem herkömmlichen und auch nicht im Bio-Supermarkt fündig. Im Reformhaus schließlich aber schon, dort gibt es Gerstenmalzsirup im Glas zu kaufen!

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Bagel-Serie #3: Parmesan-Rucola-Bagels

Parmesan und Rucola ist eine sehr beliebte Zutatenkombination – als Pizza oder auch als Sandwich. Bei der Pizza bin ich nicht wirklich scharf darauf, weil ich den Rucola so schlecht abbeißen kann. Da bietet sich ein Bagel an: eingeklemmt zwischen den zwei Hälften kann der Rucola gar nicht anders, als klein beigeben. Und wenn sich dann noch getrockneter Schinken und Tomatenfrischkäse dazugesellen, ist das ein perfekter Snack mit italienischem Background.

3 Bagels

150 g Frischkäse

2 EL Tomatenmark

5 getrocknete Tomaten in Öl

Salz, Pfeffer

6 Scheiben italienischer Schinken

Parmesanspäne

zwei gute Handvoll Rucola

Bagels halbieren und im Toaster backen, abkühlen lassen. Währenddessen aus Frischkäse und Tomatenmark eine Creme herstellen, mit Salz und Pfeffer würzen. Klein geschnittene getrocknete Tomaten unterrühren.

Bagelhälften mit der Creme bestreichen und Schinken und Parmesanspäne auflegen. Rucola vorsichtig waschen und je ein kleines Nest auf die Bagels setzen. Deckel drauf und servieren. eat it. love it.

Bei meinem Lieblingsbäcker habe ich die Kombi immer wieder als Sandwich gegessen: hauchdünne Putenbrust, Ananas, Salat und eine Currycreme in einer großen Sesamsemmel. Das Problem war leider nur, dass die Semmel immer viel zu dick war und man dadurch vom Belag nur so ein bisschen geschmeckt hat. Kurzum: das Verhältnis Brot-Belag hat einfach nicht gestimmt.

Als ich nun Michis Tomaten-Mozzarella-Bagels probiert habe, kam mir die Idee, mein Lieblingssandwich vom Bäcker einfach in Bagelform zu bringen. Und was soll ich sagen – er ist schnell belegt, macht satt und schmeckt genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

für einen Bagel:

1 Bagel

1 Blatt Salat (z.B. Lollo Rosso)

1 Scheibe Ananas aus der Dose

ca. 5 dünne Scheiben Putenbrustfilet

1 EL Mayonnaise

1/2 TL Currypulver

Bagel nach Packungsanweisung oder selbst backen. Ich halbiere, im Gegensatz zu Michi, meinen Bagel nicht vor dem Backen, da ich gerne einen weichen Kern habe – das ist allerdings Geschmackssache! Salat waschen, Ananas abtropfen lassen und etwas vom Saft auffangen.

Mayonnaise mit Currypulver und einem Spritzer Ananassaft verrühren. Bagel abkühlen lassen, halbieren und beide Hälften mit der Currymayonnaise bestreichen. Salatblatt auf die untere Bagelhälfte legen. Putenbrustscheiben zu kleinen Röllchen formen und dicht nebeneinander auf das Salatblatt legen. Schließlich Ananasscheibe auf die Putenbrust legen und mit der oberen Bagelhälfte abschließen. eat it. love it.

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Bagel-Serie #1: Tomate-Mozzarella-Bagels

Als im Frühjahr in Bonn war, musste ich ein bisschen Zeit totschlagen. Da Mittag war und ich Hunger hatte, suchte ich nach was Essbarem. Am Bonner Bahnhof gibt es eine Filiale von Bagel Brothers – der perfekte Zwischenstopp für einen Mittagssnack. Leider gibt es die Filiale in München nicht mehr, was ich ziemlich schade finde. Bagels sind sowas Tolles. Im Rheinland bestellte ich auf jeden Fall einen Tomate-Mozzarella-Bagel, der einfach himmlisch geschmeckt hat. Was mich am meisten begeistert hat, war das Dressing, das offensichtlich hauptsächlich aus Balsamico und Olivenöl bestand. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht: auf der Website von Bagel Brothers steht als Zutat noch Mayonnaise. Aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es nicht auch ohne geht. Hier kommt mein Rezept dazu.

Wenige Zutaten für einen einfachen Snack.

2 Bagels

2 Tomaten

1 Packung Mozzarella

Basilikum, frisch

6 EL Crema di Balsamico

6 EL Olivenöl

1 TL Aceto Balsamico

Salz, Pfeffer

Bagels halbieren und toasten, gewaschene Tomaten und Mozzarella in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Basilikumblätter abzupfen und vorsichtig waschen.

Die Crema di Balsamico in eine Schüssel geben und das Olivenöl nach und nach mit einer Gabel unterschlagen, bis sich eine feine Emulsion bildet, die zäh fließt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Da die Crema sehr süß ist, mit etwas normalem Aceto ausgleichen.

Bagelhälften mit dem Dressing bestreichen, die untere Hälfte mit Tomaten- und Mozzarellascheiben belegen und mit Basilikumblättern abschließen. Obere Hälfte drauf und genießen. eat it. love it.

Eine gute Möglichkeit für Parties: die Bagel vierteln und auf einem Teller anrichten.