Eigentlich wollte ich euch an dieser Stelle die mir immer absolut einleuchtende Logik unserer Küchenschränke darlegen. Je länger ich jedoch darüber nachgedacht habe, umso mehr realisierte ich: So wirklich logisch ist das alles nicht. Wir haben eine Nudelschublade (Logikcheck bestanden), einen Hängeschrank mit Essig und Öl, über denen sich wiederum die Teebeutel tummeln (Logik? Geht so…) und dann haben wir noch einen Backschrank, in dem ich gemahlenen Mandeln und Backpulver neben meinem Wok, meinem Handmixer und meinem Mörser aufbewahre. (Wie bitte?) Aber kein Mehl. (Warum denn das?!) Denn Mehl und Zucker sind in dem Schrank. Genauso wie Kaffee, Kakao und Reis. Nun, es soll in heute um den Schrank, beziehungsweise das Chaos darin, gehen. Und wie ich loszog, um dieses zumindest ein wenig zu beseiten.

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Durch meine Backleidenschaft haben sich nämlich inzwischen fünf verschiedene Sorten Mehl in eben diesem Schrank angesammelt, die alle in ihren Originalverpackungen aus Papier, mal voller, mal weniger voll, im Schrank herumstanden, daneben noch die Haferflocken und all das andere. Beim Herumkramen in diesem Schrank, auf der Suche nach der richtigen Mehlsorte, bin ich natürlich nicht immer so brav, all die Packungen, die vorne stehen, herauszuräumen. Nein nein, ich schiebe zur Seite und ich wühle dahinter herum. So kam es schon vor, dass ich eine Mehldusche von oben abbekommen habe, als eine der offenen Packungen mir entgegenkam. Und wer von euch schon einmal Lebensmittelmotten in einem Schrank beheimatet hat, weiß, wie töricht diese Aufbewahrungsart ist. Allen anderen sei gesagt: Das.ist.töricht. Nein, nicht nur das, es ist grob fahrlässig! Denn habt ihr die Viecher erst einmal aus dem Supermarkt mit nach Hause eingeschleppt, könnt ihr alle anderen offenen Sachen in dem Schrank eigentlich gleich mitentsorgen.

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Vor einziger Zeit habe ich dann jedoch bei The Painted Hive ein DIY-Tutorial für wunderschöne Vorratsgläser entdeckt – die auch noch bezahlbar schienen. Also bin ich zu IKEA gefahren und habe mehrere Gläser aus der “Korken”-Serie gekauft. Auf dem verlinkten Blog gibt es ein PDF mit englischen Labels für verschiedene Zutaten. Für mich haben jedoch immer noch ein paar Dinge gefehlt, und als ich noch einen kurzen Moment nach der englischen Übersetzung für das Wort Semmelbrösel gesucht habe, dachte ich mir: Kannst du auch selbst machen. Bei “The Painted Hive” findet ihr die Schriftarten zum Download verlinkt, damit könnt ihr in eurem Textverarbeitungsprogramm einfach selbst eure Labels in der Optik designen. Für die Lautschrift bin ich meist auf Wiktionary fündig geworden und habe die vorhandenen Buchstaben nachgeschrieben. Leider habe ich hier in Deutschland keine “Magic Decal Papers” gefunden. Deshalb habe ich diese selbsthaftende Fenster-Folie zum Bedrucken verwendet.

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In das Glas mit 1,8 Liter Fassungsvermögen habe ich die verschiedenen Mehlsorten und den Zucker gefüllt (ein Kilo Mehl passt, mit etwas Klopfen und Schütteln, genau in eines der Gläser), in die anderen kamen Haferflocken, Semmelbrösel, Couscous, Reis und Grieß. Wichtig ist, dass man sowohl die bedruckte Folie als auch die abgespülten Gläser gut trocknen lässt – damit der Druck nicht verwischt und die trockenen Lebensmittel nicht feucht werden.

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Das Aufbringen der Folie war leider nicht ganz einfach, ich habe ein paar kleinere Luftblasen und Falten in den Labels, für die man aber schon sehr genau hinsehen muss. Das Hauptproblem war, dass nicht jedes der Vorratsgläser eine gleichmäßige Oberfläche hat. Und vor allem die kleinen Gläser haben eine stärkere Krümmung, sodass größere Labels nicht allzu gut darauf angebracht werden können. Nach der ersten Runde mit den Labels würde ich euch raten: schreibt lieber etwas weniger drauf und macht daraus kürzere Folien, dann bekommt ihr weniger Probleme mit der Glaskrümmung.

Für die kleinste Größe, die ich noch nicht befüllt habe, werde ich die Labels deshalb wahrscheinlich auf dem Deckel anbringen. So oder so: Ich finde die Gläser sehr hübsch und bedaure es jetzt schon fast, dass sie vorerst im Küchenschrank versteckt bleiben müssen – aber vielleicht dürfen sie ja demnächst auf ein offenes Küchenregal umziehen.

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Review: KitchenAid Artisan Akku-Stabmixer

Vor knapp einem Jahr habe ich bei Zorras Geburtstagswettbewerbe mit meiner weißen Walnusspizza den Hauptpreis, eine knallrote KitchenAid-Küchenmaschine gewonnen, die seitdem mein Foodie-Herz höherschlagen lässt. Umso mehr habe ich mich gefreut, als mich die PR-Firma von KitchenAid gefragt hat, ob ich nicht eine Review über den dazu passenden roten Akku-Stabmixer für euch schreiben möchte – natürlich habe ich sofort zugesagt. Vorab: Ich habe das Gerät kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Einzige Bedingung war, dass ich darüber schreibe (versteht sich ja irgendwie von selbst) – mein Urteil habe ich mir natürlich selbst gebildet.

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Zunächst einmal zum Äußerlichen: Der Stabmixer lässt sich aus dem roten Motorgehäuse und dem Mixaufsatz aus Edelstahl mit einem Handgriff zusammenschrauben. Zusammenstecken, einmal drehen, einrasten lassen und fertig. Eigentlich will ich sofort loslegen, da fällt mir auf, dass es sich ja um einen akkubetriebenes Gerät handelt. Und was bedeutet das? Erstmal Akku laden. Dafür wurde extra eine schwarze Halbkugel mitgeliefert, in die man den Akku zum Laden einstecken kann. Mit einer LED-Anzeige signalisiert einem dann das Ladegerät, ob der Akku schon so weit ist. Eine hübsche Spielerei, ein kleineres Ladegerät hätte es aber womöglich auch getan – zumal die Station sonst keinen weiteren Nutzen hat.

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Laut Bedienungsanleitung benötigt der Akku drei Stunden  zum vollständigen Aufladen. Bei mir ist er bereits nach knapp zwei Stunden voll, als ich zufällig einen Blick auf die Anzeige werfe. An der Oberseite des Mixers drückt man den Akku ein, bis er einrastet. Mit einem Hebel an der Seite des Gehäuses kann man ihn wieder entriegeln und entnehmen. Bei anderen Geräten gefallen mir solche Konstruktionen überhaupt nicht. Ich denke, dass ständiges Herausnehmen und Wiedereinlegen oftmals ein Verschleißfaktor ist. Hier scheint mir jedoch auf den ersten Blick alles sehr solide und robust verarbeitet, genau wie bei der großen Küchenmaschine.

Ansonsten erklärt sich der Mixer eigentlich von selbst: Ein Knopf zum Entriegeln, zwei Pfeiltasten zur Einstellung der fünf Geschwindigkeitsstufen, die einem auf der Vorderseite mit leuchtenden LEDs angezeigt werden, eine Pulstaste zum Mixen und das war es.

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So oft ich auch meine Küchenmaschine zum Rühren und Schlagen benutze (für weiteres Zubehör hat’s noch nicht gereicht), unser Stabmixer von Tefal kommt bei mir schlichtweg öfter zum Einsatz. Dieser ist noch nicht einmal zwei Jahre alt und gehört mit einem Preis von knapp 80 Euro bereits zum höheren Preissegment. Dieser Stabmixer von KitchenAid soll, so die Preisempfehlung, sogar 169 Euro kosten. Angelehnt an meine üblichen Verwendungsmöglichkeiten für den Mixer habe ich mir deshalb eine kleine Testreihe für das KitchenAid-Modell ausgedacht, um das Stück für euch zu prüfen.

Test 1: Basilikum-Pesto

Jaja, ich habe euch gepredigt, dass Pesto alla Genovese von Hand gehackt besser ist als püriert, aber Hand aufs Herz: Wie viele von euch haben das auch wirklich so gemacht? Ich zumindest habe darauf nach Feierabend oft auch einfach keine Lust. Ein Problem ist allerdings, dass Pesto für zwei Personen relativ wenig Masse bietet. Mein vorhandener Pürierstab kann nicht wirklich eintauchen und mixt so nur oberflächlich, was er gerade zwischen die Messer bekommt. Ich halte also den KitchenAid-Stabmixer in den hohen Rührbecher voller Basilikumblätter, Pinienkerne und Olivenöl und mixe drauf los. Auf Stufe 1 fällt mir auf, wie leise das Gerät ist, obwohl es gleich einmal drei Viertel der Blätter sehr fein zerhackt. Mit einem Löffel kratze ich danach die Masse heraus und mixe wieder drauf los, diesmal auf der höchsten Stufe. Nach einer knappen Minute und noch zweimal Herauskratzen habe ich absolut feines Pesto – hat unser anderer Stabmixer nicht so gut hinbekommen. Hier merke ich, dass der Kegel, in dem das Messer unten am Stabmixer eingesetzt ist, relativ flach ist. So kann nur wenig Pesto hinter das Messer rutschen und ich muss deutlich weniger herauskratzen als sonst bei einer so geringen Menge.

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Test 2: Crushed Ice

Laut Anleitung kann man den Mixer auch zum “Zerkleinern von Eis” benutzen, das lasse ich mir nicht zweimal sagen. Ich werfe zwölf Eiswürfel in den Rührbecher und halte den Stabmixer auf höchster Stufe hinein. Es kracht ordentlich, die Eissplitter fliegen durch die Gegend (nehmt also einen wirklich hohen Rührbecher und noch besser einen Spritzschutz) und nicht einmal 30 Sekunden später habe ich eine ordentliche Portion Schnee und Crushed Ice. Dreieinhalb Eiswürfel sind noch ganz geblieben, die wären nach ein paar Sekunden aber wahrscheinlich auch klein geworden. Ein Problem ist eher, dass man drei verschiedene Größen von Eis hat. Wer gleichmäßiges Crushed Ice für seine Cocktails möchte, wird damit also eher nicht glücklich – für den normalen Hausgebrauch und einen Caipirinha alle paar Jubeljahre reicht das Ergebnis jedoch auf jeden Fall.

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Test 3: Karotten-Ingwer-Suppe

Hier kommt der beigelieferte Topfschutz zum Einsatz, ein kleiner Plastikring, den man unten an den Stabmixer ansetzt. So kommen keine Kratzer in den Topf. Die Suppe besteht aus Karotten und Zwiebeln, die in Gemüsebrühe weichgedünstet werden, hinzu kommt viel gehackter Ingwer und noch ein paar Gewürze. Das Rezept ist von Alfons Schuhbeck und ich mag es wirklich gern. Das einzige Problem war bisher, dass die Ingwerstückchen immer durch den Mixer gerutscht sind und nicht mit püriert wurden. Mit diesem Mixer jedoch – kein einziges Stückchen! Ich halte den Stabmixer in den flachen Topf und mixe einfach drauf los. Sofort entsteht sehr viel Schaum, der auch lange stehen bleibt (Schuhbeck empfiehlt in seinem Buch extra, die Suppe vor dem Servieren mit dem Mixer noch einmal aufzuschäumen, das ist nicht mehr nötig). Natürlich hat es etwa eine Minute gedauert, bis alles püriert ist, aber das Ergebnis ist sehr gut und gleichmäßig. Im Vergleich mit unserem Tefal-Stabmixer hat es mich vollkommen überzeugt.

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Das Fazit

Wie ihr gesehen habt, bin ich mit dem Mixergebnis sehr zufrieden. Der Stabmixer hat mich im direkten Vergleich mit meinen alten Mixern vor allem bei der Suppe vollkommen überzeugt. Auch die Verarbeitung wirkt auf mich sehr hochwertig – was sie bei diesem Preis allerdings auch sein muss. Dafür sollte man nicht vergessen, dass man den Preis von kabelgebundenen Stabmixern kaum mit den Akku-Mixern vergleichen kann. Auch andere Hersteller verkaufen die kabellosen Modelle fast durchweg teurer. Ich finde es ganz praktisch, weil man so theoretisch noch am Tisch etwas aufschäumen kann und in der Küche etwas flexibler ist. Allerdings verfügen wir eigentlich über genügend Steckdosen in der Küche, sodass es für mich nicht unbedingt notwendig ist. Im Vergleich zu meinem Tefal-Mixer ist mir aufgefallen, dass der KitchenAid-Mixer kein einziges Mal wirklich heiß oder auch nur warm geworden ist. Ganz offensichtlich ist er darauf ausgelegt, auch einmal länger als nur ein paar Sekunden Suppe zu mixen. Auch die Tatsache, dass man fünf Mixstufen zur Auswahl hat, finde ich sehr praktisch. So muss man sich nicht zwischen Mus und Stücken entscheiden, sondern kann das Mixergebnis selbst etwas feinfühliger steuern.

Schade finde ich zwei Punkte: Zum einen ist keinerlei Halterung oder Ständer dabei, sodass der Stabmixer eigentlich jedes Mal in die Küchenschublade oder in den Schrank gelegt werden müsste. Dabei wäre er eine echte Zierde für die Küche. Außerdem halte ich das Ladegerät für den Akku für überdimensioniert und unpraktisch in der Form. Durch die Form als Halbkugel passt es nämlich eigentlich in keine Schublade. Wenn ich die Angaben auf der KitchenAid-Seite richtig verstanden habe, kann man sich offenbar zwischen meinem Modell für 169 Euro und dem gleichen Mixer mit Zubehör-Set für 299 Euro entscheiden. Offensichtlich ist es aber leider nicht möglich, sich noch im Nachhinein dieses Zubehör-Set zu kaufen. Dieses hätte noch weitere Mixaufsätze und -arme sowie eine Aufbewahrungskassette geboten.

Wer also einen sehr leistungsfähigen Mixer sucht und ihn vor allem sehr regelmäßig nutzt, der wird mit diesem Stabmixer sicher absolut glücklich. Natürlich zahlt man bei diesem Preis auch für das Design und den Namen KitchenAid mit. Dafür erhält man, so mein erster Eindruck, aber auch die entsprechende Qualität. Ob man dennoch 169 Euro für einen Stabmixer ausgeben kann und möchte, will ich an dieser Stelle gar nicht diskutieren. Aufgrund meiner Kritikpunkte zur Ausstattung gibt es deshalb vier von fünf Herzen.

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Das (kirsch)rote Schätzchen ist da!

Ja nun, liebe Gemeinde. Wo fange ich an? Wo höre ich auf? Wie ihr dem Titel unschwer entnehmen könnt, ist ein kirschrotes Schätzchen bei mir eingetroffen, genauer gesagt: mein heiliger Gral, Wunschobjekt seit Jahren, still und heimlich bewundertes Gerät, wenn ich es bei anderen Leuten in der Küche erspähen konnte. Ich stelle euch das neue Wunderteil meiner Küche vor: meine nagelneue, kirschrote KitchenAid!

Abonnenten (gibt es euch überhaupt? Die Klickzahlen legen es nahe, aber sagt doch mal Hallo und winkt eine Runde, bitte!) und regelmäßige Blogverfolger dürften sich wohl denken, wie ich zu diesem wunderbaren Stück gekommen bin. Für alle anderen, und auch für euch, erzähle ich die Geschichte nun aber einmal fix. Once upon a time…äh, genauer gesagt: Ende August rief Zorra anlässlich ihres achten Bloggeburtstags zum Blogevent “Knacken & Backen” auf. Walnüsse sollten wir in allen erdenklichen Formen für sie verbacken, und zu gewinnen gab es eine rote KitchenAid, gesponsort von der California Walnut Commission. Mein Herz hüpfte höher, denn mir kam schon beim Lesen der Eventbeschreibung die erste Idee zu meinem Beitrag, der Weißen Walnusspizza mit Bresaola und roten Weintrauben.

Die KitchenAid lag für mich in fernen Weiten – während meiner freien Zeit war ich einfach auf zu vielen Foodblogs unterwegs, als dass ich mir gegen die dort tagtäglich kredenzten Kreationen eine Chance erwartete. Der Spaß an der Sache und vor allem der Anstoß für die superleckere Walnusspizza haben mir jedoch gereicht, dennoch habe ich mich für die Verlosung natürlich angemeldet. Ein bisschen träumen darf man ja wohl noch…nunja, und dann ging es nach einigen Tagen an die erste Abstimmung, ich selbst habe sie zunächst total verschlafen und bin nur dank Carinas Blogeintrag drauf gekommen. Also habe ich auf unserer Facebook-Seite gleich mal zur Abstimmung aufgerufen und gehofft, dass ich es vielleicht doch irgendwie unter die Top 3 schaffen würde.

Zorra hat es in den nächsten Tagen auch besonders spannend gemacht, denn wer die Top 3 waren, das hat sie im Voraus nicht veröffentlicht. Am Sonntag nach der Abstimmung wollte sie den Gewinner präsentieren, immer wieder dachte ich mal daran – doch am Sonntag selbst hatte ich es vollkommen vergessen. Plötzlich trudelten in mein eMail-Fach Benachrichtigungen von WordPress, dass Kommentare auf eine Freischaltung warten würden – Glückwunschkommentare! Glaubt mir, ich dachte, ich sehe nicht recht. Schnell habe ich Zorras Blog aufgerufen, und da loste sie doch glatt per Video sichtbar mich als Gewinnerin der KitchenAid aus. Das Video musste ich mir erst ein paar mal ansehen, bis ich es dann auch wirklich geglaubt habe, dass Zorra einen Zettel mit “We Love Pasta” in die Kamera gehalten hat.

Nun, soweit also die kurze Geschichte, wie ich zu der KitchenAid kam. Und nun steht sie in meiner Küche, einzigartig mit dem kleinen Aufkleber der Californian Walnut Commission auf der Edelstahlschüssel. Im Paket mit dabei: jede Menge Walnusskerne und ein sehr lieber Brief von der Commission. Die erste Tat mit der KitchenAid war natürlich, wie sollte es anders hier sein, etwas mit Nudeln: Spätzleteig. So schnell waren die bisher noch nie gemacht, das sage ich euch! In der Planung sind nun ganz ganz viele neue Brote, eventuell kaufe ich mir demnächst einen der Pastaaufsätze dazu und präsentiere euch neue, frische Nudeln. Und für die Weihnachtsbäckerei wird das gute Stück sicherlich auch ständig im Einsatz sein.

Ich möchte diese Gelegenheit noch nutzen, mich ganz ganz herzlich bei der California Walnut Commission für den tollen Preis und natürlich bei Zorra zu bedanken. Ihr Blog war tatsächlich einer der ersten Foodblogs, den ich immer wieder angesteuert habe, zu Zeiten, in denen ich noch nicht einmal das Wort “Foodblog” kannte. Auf die nächsten acht Jahre mit ihrem Blog, und wenn ihr ihn noch nicht kennt: schaut unbedingt vorbei :) Und natürlich gilt mein Dank auch allen, denen meine weiße Walnusspizza gefallen hat, und die für mich abgestimmt haben – seid sicher, an euch alle denke ich jedes Mal, wenn ich die Maschine anwerfe!

Meiner Ansicht nach geht nur wenig über ein gutes Steak – ab damit in die Pfanne, medium rare braten und mit einem Berg Pommes frites und Salat auf einen Teller. Wäre da nicht diese Sache mit dem perfekten Garpunkt für das von mir favorisierte medium rare. Und ich habe wirklich viel versucht – mit dem Test an der Daumenbeuge konnte ich noch nie wirklich etwas feststellen, auf die Uhr gucken alleine hat auch nie gereicht.

Aber nachdem es ja für alles eine App gibt, begab ich mich auf die Suche und wurde tatsächlich fündig: Steak Master heißt die App und einen Klick und 1,59 Euro später war sie auch schon auf meinem iPhone. Die Anwendung ist denkbar einfach und selbsterklärend: ich wähle aus, dass ich das Steak nur in der Pfanne (und nicht noch im Backofen) braten möchte, danach kann ich den Garpunkt auswählen und sehe auch noch, wie lange mein Steak brauchen wird. Perfekt, um die Pommes frites gleichzeitig heiß auf den Tisch zu bekommen.

Leider habe ich keine drei Hände, also konnte ich das folgende nicht fotografieren – denn ich kann die Steakdicke stufenlos mit dem Finger auswählen, indem ich mein Steak neben das iPhone halte und die entsprechende Dicke angebe.

Danach geht alles ganz schnell: die App sagt mir, wie viel Öl ich in meine Pfanne geben soll, welche Pfanne die beste für mein Vorhaben ist (natürlich meine neuste Errungenschaft von WMF!) und schon kommen meine beiden Rumpsteaks in die Pfanne. Wie ihr bereits an der Voreinstellung seht, sind sie mit ihren zwei Zentimetern vergleichsweise dünn – eine echte Herausforderung also, damit sie am Ende auch noch saftig sind.

Die Konsequenz der unbeschichteten Pfanne ist natürlich, dass das Fleisch sofort ansetzt. Macht aber nichts, denn das schmeckt umso besser. Und wer die Steaks gut warmhalten kann, für den ist der Bratensatz sogar die perfekte Grundlage für eine Sauce zum Fleisch. Nach knapp zwei Minuten ist es soweit und ich muss doch etwas an meinem Fleisch ziehen und zerren, damit ich es umdrehen kann.

Die Optik ist schon einmal vielversprechend, in der Mitte meines Steaks hat sich allerdings noch nicht allzu viel getan. Die Uhr auf meinem iPhone tickt unaufhörlich, und schon schrillt’s zum zweiten Mal: bitte stell’ den Herd von Stude 9 auf Stufe 3, sagt mir die App da. Danach bekomme ich auch noch eine Ansicht vom Inneren meines Steaks geboten – wie es jetzt aussieht und wie es am Ende aussehen soll. Sehr spannend, und das, ohne aufschneiden zu müssen. Noch einmal muss ich umdrehen und dann mein Steak in bereitgelegte Alufolie packen.

And this is where the magic happens! Hier sammelt sich der Fleischsaft wieder und tritt nicht sofort beim Anschneiden aus dem Fleisch heraus. Die Folge: saftiges und zartes Fleisch, so verspricht’s mir die App. In drei Minuten sei das Steak bereit für meinen Teller – in dieser Zeit kann man bestens die Pommes frites aus dem Ofen holen, den Salat anrichten und die Tischgesellschaft zum Essen rufen. Ein Fanfarenton ertönt, jetzt ist klar: mein Fleisch ist fertig!

Acht Minuten hat’s gedauert und jetzt liegt vor mir ein Rumpsteak, das von außen und innen wirklich so ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Garpunkt wurde perfekt getroffen, das Fleisch ist saftig und zart. Da kann ich jetzt auch guten Gewissens verraten, dass ich Steaks vom Discounter gekauft habe. Steak frites gelingen nun auf jeden Fall immer, es sei denn, man ist sich mit seinen Freunden oder der Familie nicht ganz über den Garpunkt einig. Für meinen Vater brate ich das Steak deshalb von jeder Seite eine Minute länger als mein eigenes.

Dennoch gibt es von meiner Seite eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für alle Nutzer von iPhone, iPod touch oder iPad – die Kosten von 1,59€ lohnen sich schnell, denn ein zu durchgebratenes Steak kostet bereits im Einkauf mehr. Inzwischen habe ich für meine Familie bestimmt sechs oder sieben Mal die Steaks auf diese Art und Weise zubereitet und das Essen war immer ein Erfolg.

(c) Screenshots via Mirko Müller

Seit einiger Zeit brate ich regelmäßig Rumpsteaks daheim, eine wirklich geeignete Pfanne besitze ich dafür jedoch nicht – mein Haushalt verfügt über beschichtete Pfannen in zahlreichen Größen, eine unbeschichtete kam uns bisher nicht ins Haus. Die Anforderungen an die neue Pfanne waren: unbeschichtet, groß genug für bis zu drei Rumpsteaks und vor allem erschwinglich. Nun, was soll ich sagen – ich habe genau diese Pfanne endlich gefunden!

Wie bitte? “WMF professional”, Cromargan, 28 Zentimeter Durchmesser und dann auch noch erschwinglich? Ich rufe allen Zweiflern ein glückliches “Ja!” entgegen und lächle euch so siegessicher an wie die Kassiererin gestern im Saturn, die dieses Schnäppchen kaum für möglich gehalten hat. Regulär war die Pfanne bisher für 29,95€  zu haben, weshalb ich von einem Vorjahresmodell ausgehe. Im Moment hat jedoch die Filiale in München-Riem eine Sonderaktion mit 30% Rabatt auf alle WMF-Pfannen, sodass ich hier knapp 20 Euro für eine Markenpfanne nach meinen Wünschen hingelegt habe. Klingt nach einem guten Deal, oder? Ob es auch tatsächlich einer war, werde ich demnächst berichten.