Ja nun, liebe Gemeinde. Wo fange ich an? Wo höre ich auf? Wie ihr dem Titel unschwer entnehmen könnt, ist ein kirschrotes Schätzchen bei mir eingetroffen, genauer gesagt: mein heiliger Gral, Wunschobjekt seit Jahren, still und heimlich bewundertes Gerät, wenn ich es bei anderen Leuten in der Küche erspähen konnte. Ich stelle euch das neue Wunderteil meiner Küche vor: meine nagelneue, kirschrote KitchenAid!

Abonnenten (gibt es euch überhaupt? Die Klickzahlen legen es nahe, aber sagt doch mal Hallo und winkt eine Runde, bitte!) und regelmäßige Blogverfolger dürften sich wohl denken, wie ich zu diesem wunderbaren Stück gekommen bin. Für alle anderen, und auch für euch, erzähle ich die Geschichte nun aber einmal fix. Once upon a time…äh, genauer gesagt: Ende August rief Zorra anlässlich ihres achten Bloggeburtstags zum Blogevent “Knacken & Backen” auf. Walnüsse sollten wir in allen erdenklichen Formen für sie verbacken, und zu gewinnen gab es eine rote KitchenAid, gesponsort von der California Walnut Commission. Mein Herz hüpfte höher, denn mir kam schon beim Lesen der Eventbeschreibung die erste Idee zu meinem Beitrag, der Weißen Walnusspizza mit Bresaola und roten Weintrauben.

Die KitchenAid lag für mich in fernen Weiten – während meiner freien Zeit war ich einfach auf zu vielen Foodblogs unterwegs, als dass ich mir gegen die dort tagtäglich kredenzten Kreationen eine Chance erwartete. Der Spaß an der Sache und vor allem der Anstoß für die superleckere Walnusspizza haben mir jedoch gereicht, dennoch habe ich mich für die Verlosung natürlich angemeldet. Ein bisschen träumen darf man ja wohl noch…nunja, und dann ging es nach einigen Tagen an die erste Abstimmung, ich selbst habe sie zunächst total verschlafen und bin nur dank Carinas Blogeintrag drauf gekommen. Also habe ich auf unserer Facebook-Seite gleich mal zur Abstimmung aufgerufen und gehofft, dass ich es vielleicht doch irgendwie unter die Top 3 schaffen würde.

Zorra hat es in den nächsten Tagen auch besonders spannend gemacht, denn wer die Top 3 waren, das hat sie im Voraus nicht veröffentlicht. Am Sonntag nach der Abstimmung wollte sie den Gewinner präsentieren, immer wieder dachte ich mal daran – doch am Sonntag selbst hatte ich es vollkommen vergessen. Plötzlich trudelten in mein eMail-Fach Benachrichtigungen von WordPress, dass Kommentare auf eine Freischaltung warten würden – Glückwunschkommentare! Glaubt mir, ich dachte, ich sehe nicht recht. Schnell habe ich Zorras Blog aufgerufen, und da loste sie doch glatt per Video sichtbar mich als Gewinnerin der KitchenAid aus. Das Video musste ich mir erst ein paar mal ansehen, bis ich es dann auch wirklich geglaubt habe, dass Zorra einen Zettel mit “We Love Pasta” in die Kamera gehalten hat.

Nun, soweit also die kurze Geschichte, wie ich zu der KitchenAid kam. Und nun steht sie in meiner Küche, einzigartig mit dem kleinen Aufkleber der Californian Walnut Commission auf der Edelstahlschüssel. Im Paket mit dabei: jede Menge Walnusskerne und ein sehr lieber Brief von der Commission. Die erste Tat mit der KitchenAid war natürlich, wie sollte es anders hier sein, etwas mit Nudeln: Spätzleteig. So schnell waren die bisher noch nie gemacht, das sage ich euch! In der Planung sind nun ganz ganz viele neue Brote, eventuell kaufe ich mir demnächst einen der Pastaaufsätze dazu und präsentiere euch neue, frische Nudeln. Und für die Weihnachtsbäckerei wird das gute Stück sicherlich auch ständig im Einsatz sein.

Ich möchte diese Gelegenheit noch nutzen, mich ganz ganz herzlich bei der California Walnut Commission für den tollen Preis und natürlich bei Zorra zu bedanken. Ihr Blog war tatsächlich einer der ersten Foodblogs, den ich immer wieder angesteuert habe, zu Zeiten, in denen ich noch nicht einmal das Wort “Foodblog” kannte. Auf die nächsten acht Jahre mit ihrem Blog, und wenn ihr ihn noch nicht kennt: schaut unbedingt vorbei
Und natürlich gilt mein Dank auch allen, denen meine weiße Walnusspizza gefallen hat, und die für mich abgestimmt haben – seid sicher, an euch alle denke ich jedes Mal, wenn ich die Maschine anwerfe!


Meiner Ansicht nach geht nur wenig über ein gutes Steak – ab damit in die Pfanne, medium rare braten und mit einem Berg Pommes frites und Salat auf einen Teller. Wäre da nicht diese Sache mit dem perfekten Garpunkt für das von mir favorisierte medium rare. Und ich habe wirklich viel versucht – mit dem Test an der Daumenbeuge konnte ich noch nie wirklich etwas feststellen, auf die Uhr gucken alleine hat auch nie gereicht.
Aber nachdem es ja für alles eine App gibt, begab ich mich auf die Suche und wurde tatsächlich fündig: Steak Master heißt die App und einen Klick und 1,59 Euro später war sie auch schon auf meinem iPhone. Die Anwendung ist denkbar einfach und selbsterklärend: ich wähle aus, dass ich das Steak nur in der Pfanne (und nicht noch im Backofen) braten möchte, danach kann ich den Garpunkt auswählen und sehe auch noch, wie lange mein Steak brauchen wird. Perfekt, um die Pommes frites gleichzeitig heiß auf den Tisch zu bekommen.
Leider habe ich keine drei Hände, also konnte ich das folgende nicht fotografieren – denn ich kann die Steakdicke stufenlos mit dem Finger auswählen, indem ich mein Steak neben das iPhone halte und die entsprechende Dicke angebe.

Danach geht alles ganz schnell: die App sagt mir, wie viel Öl ich in meine Pfanne geben soll, welche Pfanne die beste für mein Vorhaben ist (natürlich meine neuste Errungenschaft von WMF!) und schon kommen meine beiden Rumpsteaks in die Pfanne. Wie ihr bereits an der Voreinstellung seht, sind sie mit ihren zwei Zentimetern vergleichsweise dünn – eine echte Herausforderung also, damit sie am Ende auch noch saftig sind.

Die Konsequenz der unbeschichteten Pfanne ist natürlich, dass das Fleisch sofort ansetzt. Macht aber nichts, denn das schmeckt umso besser. Und wer die Steaks gut warmhalten kann, für den ist der Bratensatz sogar die perfekte Grundlage für eine Sauce zum Fleisch. Nach knapp zwei Minuten ist es soweit und ich muss doch etwas an meinem Fleisch ziehen und zerren, damit ich es umdrehen kann.
Die Optik ist schon einmal vielversprechend, in der Mitte meines Steaks hat sich allerdings noch nicht allzu viel getan. Die Uhr auf meinem iPhone tickt unaufhörlich, und schon schrillt’s zum zweiten Mal: bitte stell’ den Herd von Stude 9 auf Stufe 3, sagt mir die App da. Danach bekomme ich auch noch eine Ansicht vom Inneren meines Steaks geboten – wie es jetzt aussieht und wie es am Ende aussehen soll. Sehr spannend, und das, ohne aufschneiden zu müssen. Noch einmal muss ich umdrehen und dann mein Steak in bereitgelegte Alufolie packen.

And this is where the magic happens! Hier sammelt sich der Fleischsaft wieder und tritt nicht sofort beim Anschneiden aus dem Fleisch heraus. Die Folge: saftiges und zartes Fleisch, so verspricht’s mir die App. In drei Minuten sei das Steak bereit für meinen Teller – in dieser Zeit kann man bestens die Pommes frites aus dem Ofen holen, den Salat anrichten und die Tischgesellschaft zum Essen rufen. Ein Fanfarenton ertönt, jetzt ist klar: mein Fleisch ist fertig!
Acht Minuten hat’s gedauert und jetzt liegt vor mir ein Rumpsteak, das von außen und innen wirklich so ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Garpunkt wurde perfekt getroffen, das Fleisch ist saftig und zart. Da kann ich jetzt auch guten Gewissens verraten, dass ich Steaks vom Discounter gekauft habe. Steak frites gelingen nun auf jeden Fall immer, es sei denn, man ist sich mit seinen Freunden oder der Familie nicht ganz über den Garpunkt einig. Für meinen Vater brate ich das Steak deshalb von jeder Seite eine Minute länger als mein eigenes.

Dennoch gibt es von meiner Seite eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für alle Nutzer von iPhone, iPod touch oder iPad – die Kosten von 1,59€ lohnen sich schnell, denn ein zu durchgebratenes Steak kostet bereits im Einkauf mehr. Inzwischen habe ich für meine Familie bestimmt sechs oder sieben Mal die Steaks auf diese Art und Weise zubereitet und das Essen war immer ein Erfolg.
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(c) Screenshots via Mirko Müller
Seit einiger Zeit brate ich regelmäßig Rumpsteaks daheim, eine wirklich geeignete Pfanne besitze ich dafür jedoch nicht – mein Haushalt verfügt über beschichtete Pfannen in zahlreichen Größen, eine unbeschichtete kam uns bisher nicht ins Haus. Die Anforderungen an die neue Pfanne waren: unbeschichtet, groß genug für bis zu drei Rumpsteaks und vor allem erschwinglich. Nun, was soll ich sagen – ich habe genau diese Pfanne endlich gefunden!

Wie bitte? “WMF professional”, Cromargan, 28 Zentimeter Durchmesser und dann auch noch erschwinglich? Ich rufe allen Zweiflern ein glückliches “Ja!” entgegen und lächle euch so siegessicher an wie die Kassiererin gestern im Saturn, die dieses Schnäppchen kaum für möglich gehalten hat. Regulär war die Pfanne bisher für 29,95€ zu haben, weshalb ich von einem Vorjahresmodell ausgehe. Im Moment hat jedoch die Filiale in München-Riem eine Sonderaktion mit 30% Rabatt auf alle WMF-Pfannen, sodass ich hier knapp 20 Euro für eine Markenpfanne nach meinen Wünschen hingelegt habe. Klingt nach einem guten Deal, oder? Ob es auch tatsächlich einer war, werde ich demnächst berichten.



