Dem milden Herbstwetter sei Dank war ich noch so gar nicht auf Weihnachten eingestellt. Immerhin habe ich es geschafft, die Winterreifen aufs Auto zu bekommen, bevor mich in dieser Woche der erste Schnee am Morgen überraschte. Dafür hat unsere erste Blogkooperation mich ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzt – und mich zu dieser Cranberry-Spekulatius-Tarte, pünktlich zum 1. Advent, inspiriert.

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Aber der Reihe nach. Seit letzter Woche gibt es eine neue Plattform von ebay, auf der die Nutzer weihnachtliche Moodboards erstellen können. So kann man etwas Inspiration für die Weihnachtsdeko oder Geschenke für die Lieben bekommen und hat außerdem ein wenig was zum digitalen Basteln. Ich habe mich ein wenig daran versucht und einfach einmal die Bilderflut über mich hereinbrechen lassen. Dabei kam dieses Board hier heraus.

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Gold und Glimmer und Lametta? Nein danke. Ich mag es, auch zum Fest, lieber schlicht. Bereits letztes Jahr habe ich deshalb meine Weihnachtsdeko vor allem in Rot und Weiß gehalten. Und als mein Moodboard etwa zur Hälfte fertig war, habe ich gemerkt, dass ich die Vorliebe für diese Kombination offenbar nach wie vor hege. Dass es da ausgerechnet Bilder von meiner roten KitchenAid und dem schönen Bräter (den ich mir auch irgendwann einmal gönnen möchte) gab, war natürlich höchst praktisch. Und unser länglicher Advents”kranz” für dieses Jahr hätte auch sehr gut in die Collage gepasst, findet ihr nicht?

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Abgesehen davon gibt es ziemlich viele Symbolbilder, die nicht auf konkrete Produkte verweisen. Im Gegensatz zu vielen anderen Plattformen kann man die genaue Anordnung im Moodboard so gut wie nicht beeinflussen und muss sich darauf verlassen, dass das Onlineprogramm das alles schon in ansprechender Weise nebeneinander setzen wird. Bei mir hat das aber gut geklappt, finde ich. Kreative unter euch, die gerne noch ein bisschen Weihnachtsgeld extra hätten, können sich vielleicht sogar über einen Geldsegen zum Fest freuen. Eine Jury kürt die zehn schönsten Collagen aus, der Sieger erhält PayPal-Guthaben im Wert von 5000 Euro, Guthaben im Wert von 1000 Euro gibt es für die anderen Gewinner und die Collage mit den meisten Likes der Besucher.

Mein Foodbloggerherz hat etwas geblutet, als ich zu der schönen Cranberry-Tarte aus der Collage kein Rezept geliefert bekommen habe. Was also tun? Na klar: Einfach mal selbst dran versuchen! Dabei ist eine weihnachtliche Cranberry-Mandel-Tarte mit Spekulatiusboden herausgekommen. Die Füllung habe ich auf einem meiner Lieblingsblogs, smitten kitchen, entdeckt. Sie besteht aus wunderbarem Sahnekaramell, Cranberries und Mandelblättchen.

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Ich habe keine gefrorenen Cranberries bekommen, dafür aber frische. Mit denen hat es auch wunderbar funktioniert. Und der Spekulatiusboden ist ein kleiner zusätzlicher Weihnachtskick zum 1. Advent. Dafür habe ich den Mandel-Mürbeteig von Annik Wecker, den sie in “Raffinierte Tartes” verwendet, um ein wenig Spekulatiusgewürz ergänzt. Als Belohnung für alle, die bis hier durchgehalten haben – hier das Rezept für eine 22cm-Tarteform. Durch das Sahnekaramell ist die Tarte ziemlich mächtig und wir haben eher kleinere Stücke als sonst gegessen.

für eine 22cm-Tarteform

160 g Mehl, Type 405

55 g Puderzucker

1 Prise Salz

2,5 EL gemahlene Mandeln

1 TL Spekulatiusgewürz

80 g kalte Butter in Flocken

1 Ei

200 g frische Cranberries

100 g Mandelblättchen

215 ml Sahne

75 g Butter

130 g Zucker

01-grün  160 g Mehl, Puderzucker, Salz, Mandeln und Spekulatiusgewürz in eine Rührschüssel geben. 80 g Butter in Flocken dazugeben und mit den Fingern schnell und gründlich unterkrümeln, sodass diese gleichmäßig in der Mehlmischung verteilt sind. Das Ei hinzugeben, unterrühren und mit den Händen schnell zu einem glatten Mürbeteig verkneten. 30-60 Minuten im Kühlschrank kaltstellen. Den Teig dünn ausrollen und eine gefettete Tarteform damit auslegen. Diese für 30 Minuten im Gefrierschrank durchkühlen lassen.

02-grün  Zucker in einer großen Pfanne mit Rand über mittlerer Hitze gleichmäßig karamellisieren lassen, parallel dazu Sahne und 75 g Butter in einem kleinen Topf erwärmen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist. Dann von der Herdplatte nehmen. Sobald der Zucker goldgelb karamellisiert ist, von der Herdplatte ziehen und die Sahne-Butter-Mischung vorsichtig dazugießen (wirklich vorsichtig, die Sahne und die Butter werden sofort zu Kochen beginnen!). Auf niedriger Hitze auf der Herdplatte etwas weiterköcheln lassen und dabei immer wieder umrühren, bis der Karamell sich gleichmäßig aufgelöst hat. In eine größere Schüssel gießen und 30 Minuten abkühlen lassen.

03-grün  Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Cranberries waschen und abtropfen lassen. Den Tarteboden aus dem Gefrierschrank holen, mit Backpapier auslegen und Hülsenfrüchte zum Beschweren darauf verteilen. Im vorgeheizten Ofen 15 Minuten blindbacken. Aus dem Ofen holen und das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen. Die trockenen Cranberries und die Mandelblättchen in das Sahnekaramell geben und gut verrühren, bis sich die Zutaten gleichmäßig vermengt haben. Auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen. Ein Blatt Alufolie auf den Ofenrost legen, dann die Tarteform darauf stellen. Bei mir lief die Karamell-Fruchtmasse gegen Ende der Backzeit nämlich etwas über. Im Ofen 20-25 Minuten backen, bis der Rand gebräunt ist und die Masse am Tarterand blubbert. Eine Stunde auskühlen lassen, dann anschneiden und servieren. eat it. love it.

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Hinweis: Dieser Beitrag entstand zum Teil in einer Kooperation mit ebay und achtung! pr. Die im Artikel geäußerte Meinung entspricht der der Autorin und wurde nicht vorgegeben oder in anderer Art und Weise inhaltlich beeinflusst.

 

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Zucchini-Feta-Tarte mit doppelt Parmesan

Im Februar zögerte ich noch, mir das Tartebuch von Catherine Kluge zuzulegen. Ich habe mich ja noch nicht einmal durch mein anderes Lieblingstartebuch, “Raffinierte Tartes” von Alfons Schuhbeck und Annik Wecker, durchgebacken. Der Geist war also stark, das Tarteherz wurde im Buchladen letztens dann aber doch schwach. Und so ist Klugers “Tartes & Tartelettes” inzwischen Teil meiner Kochbuchsammlung. Zu meiner Geburtstagsfeier habe ich die Tarte mit Zucchini und Feta bereits ohne die im Buch vorgesehenen Parmesanstreusel serviert. Gab aber noch genug anderes zur Feier (sonst wäre ich wohl auch noch zum Streuselmachen gekommen), keine Bange…

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Die Tarte ging weg wie geschnitten Brot Tarte eben. Bereits damals habe ich daran gedacht, dass zu diesem Rezept sicherlich auch der Parmesan-Oregano-Mürbteig aus dem erwähnten Schuhbeck-Buch passen würde. Quasi Parmesan von oben und unten. Also ausprobiert und festgestellt: Es passt ganz hervorragend. Catherine Kluger verwendet für ihre Rezepte eine Form mit 20-22cm Durchmesser und 4 cm Höhe. Ich besitze so etwas nicht und ohnehin bevorzuge ich flache Tartes. Deshalb habe ist die Menge der Eiermilch in meiner Variante an eine flache Tarteform mit 28er-Durchmesser angepasst.

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Das Rezept sieht aufgrund der unterschiedlichen Komponenten nach mehr aus, als es tatsächlich ist. Den Teig könnt ihr, wie immer, auch problemlos am Vortag herstellen oder auf Vorrat einfrieren und am Backtag auftauen lassen. Die Füllung ist dafür umso schneller zubereitet und auch die Parmesanstreusel machen nur wenig Arbeit, wenn ihr genug Zeit habt, um sie zu backen und etwas auskühlen zu lassen. Dieses knusprige Topping macht die Tarte meiner Ansicht nach zu einem echten Hingucker – falls ihr aber in Eile seid, ist es auch kein Drama, sie wegzulassen.

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Teig für eine Form von 28 cm Durchmesser

200 g Mehl

100 g eiskalte Butter

2 EL geriebener Parmesan

2 TL getrockneter Oregano

70 ml eiskaltes Wasser

1 TL Salz

1 EL Essig

01-grün  Mehl in eine Schüssel sieben, mit Salz, Parmesan und Oregano vermischen. Butter in Flocken untermischen, und mit den Fingern gründlich unterkrümeln. Wasser und Essig langsam hinzugeben und mit einem Esslöffel alles verrühren. Mit den Händen schnell zu einem glatten Mürbeteig verkneten. In eine Frischhaltefolie einwickeln und für etwa eine Stunde im Kühlschrank kühlen.

für die Füllung

50 g Feta

150 g Zucchini

1 unbehandelte Zitrone

1 Knoblauchzehe

1 EL Olivenöl

70 ml Sahne

210 ml Vollmilch

3 kleine oder 2 große Eier

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Feta abtropfen lassen und mit einer Gabel zerkrümeln. Zucchini waschen und auf einer groben Reibe raspeln, danach auf einem Teller mit Küchenkrepp auslegen und etwas trocknen lassen. Zitrone heiß abwaschen und reiben. Knoblauchzehe schälen und halbieren. In einer kleinen Pfanne das Olivenöl erhitzen, die Knoblauchhälften und die Zitronenschale etwa eine Minute anschwitzen, bis sie intensiv duften. Zucchiniraspeln hinzugeben und zwei Minuten anschwitzen. Wenig salzen (denkt daran, es gibt noch Feta und zweimal Parmesan…) und pfeffern, auf einem Teller abkühlen lassen. Danach den Knoblauch entfernen.

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Ofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Teig aus dem Kühlschrank holen und etwas größer als die Tarteform ausrollen. Die Form gründlich fetten und mit dem Teig auslegen. Dafür einen Kreis im Durchmesser der Form aus der Teigplatte schneiden und in die Form legen, danach aus den übrigen Teigresten rund um einen Rand legen und diesen mit den Fingern am Boden festdrücken. Kontrollieren, ob sich der Teig überall miteinander verbunden hat, damit später keine Risse entstehen. Den Boden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Für 30 Minuten im Gefrierschrank kaltstellen.

für die Parmesanstreusel

50 g Mehl

50 g geriebener Parmesan

50 g eiskalte Butter in Flocken

04-grün  Alle Zutaten für die Streusel in einer kleinen Schüssel miteinander zerkrümeln. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und 10-12 Minuten im vorgeizten Ofen guldbraun backen. Herausnehmen und abkühlen lassen. Ofen auf 200°C vorheizen. Die Tarteform aus dem Gefrierschrank holen, mit Backpapier auslegen und mit Hülsenfrüchten oder Blindbackkugeln beschweren. 15 Minuten blindbacken.

05-grün  Währenddessen die Sahne, Vollmilch und die Eier in einem hohen Rührbecher miteinander verquirlen. Auf dem vorgebackenen Teig zuerst die gebratenen Zucchini, danach den Feta verteilen. In den Ofen stellen, dann die Eiermilch hinzugießen. Temperatur auf 180°C reduzieren und 30-35 Minuten backen. Vor dem Servieren mit den Parmesanstreuseln bestreuen. eat it. love it.

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Tarte mit Paprikacreme und Ziegenfrischkäse

Ach was bin ich an dieser Tarte schon verzweifelt. Und offenbar hatte nicht nur ich meine Probleme, sondern auch Ulrike und Katharina, denn die Backzeit aus dem Originalrezept kommt nicht wirklich hin – mir ist die Tarte einfach mehrmals viel zu flüssig geblieben, trotz sehr langer Backzeit. Vier Zentimeter Höhe sind natürlich auch eine Ansage, ich bin da aber ganz bei Micha und meiner Namensvetterin Tina, die (genau wie ich) eher Fans von flachen Tartes zu sein scheinen. Ihr seht – ein Rezept geht durch die Bloggerwelt. Und nach insgesamt vier Versuchen bin ich inzwischen mit dieser Tarte in Sachen Konsistenz genauso zufrieden wie mit dem Geschmack. Den fand ich nämlich schon immer toll. Eigentlich sollte ich mir endlich mal dieses Kochbuch von Catherine Kluger zulegen, wenn die anderen Tartes nur halb so lecker sind, dann lohnt sich das schon…

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Großer Fehler: ich laktoseintolerante Köchin habe immer laktosefreie Milch verwendet, dabei jedoch nicht auf den Fettgehalt geachtet. Nehmt also bitte keine fettarme Milch, sondern auf jeden Fall Vollmilch. Außerdem bin ich von einer hohen, kleineren Tarte auf das Backen in meiner Standardtarteform (Durchmesser 28 cm) umgestiegen. Und ein Ei mehr schadet der Angelegenheit meiner Ansicht nach überhaupt nicht. Ganz nebenbei habe ich außerdem meinen Lieblingsquicheteig von Fonsi aka Alfons Schuhbeck verwendet.

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Mit dem Ziegenfrischkäse habe ich etwas herumexperimentiert. Unfreiwillig. Denn dass man streichfähigen Frischkäse aus dem Töpfchen nur schwer zerbröckeln kann, habe ich beim Einkauf nicht bedacht. Am besten funktionieren für mich die festeren Ziegenfrischkäse-Taler (die gibt’s zum Beispiel von der Edeka-Eigenmarke).  Ziegenweichkäse gäbe es auch noch, der ist hier aber nicht gemeint.

für eine 28cm-Tarteform

220 g Mehl, Type 405

90 g eiskalte Butter

70 ml eiskaltes Wasser

1 EL Rot- oder Weißweinessig

1/2 TL Salz

400-500 g rote Paprikaschoten

50 g gemahlene Mandeln

1 Knoblauchzehe

3 EL Olivenöl

2 TL dunkler Balsamicoessig

100 g Ziegenfrischkäse

4 Eier

100 ml Sahne

300 ml Vollmilch

Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, etwas Basilikum

01-grün  Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Wasser abmessen und ggf. im Kühlschrank etwa 5-10 Minuten kaltstellen. Mehl und Salz in eine Rührschüssel geben und die Butter in dicken Flöckchen dazugeben. Mit den Fingern gut und schnell zerkrümeln, bis die Butter in kleinen Krümeln mit dem Mehl gemischt ist. Diese sollten jedoch noch fest und kalt sein, damit der Teig schön mürbe wird. Essig und kaltes Wasser hinzugeben und mit einem Esslöffel schnell zu einem glatten Teig verrühren, diesen nur einmal kurz mit den Händen durchkneten und in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchkühlen lassen. Danach etwa 3 mm dick ausrollen und eine gebutterte Tarteform damit auslegen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und den Teig in der Form eine halbe Stunde lang in die Tiefkühltruhe stellen.

02-grün  Paprikaschoten waschen, dritteln und putzen. Auf einem Backblech verteilen und für etwa 20-30 Minuten in den Ofen geben, dabei immer wieder wenden. Die Haut sollte sich schwarz färben und Blasen werfen. Dann die Schoten aus dem Ofen holen und heiß in einen Gefrierbeutel füllen, diesen verschließen und die Paprikaschoten darin vollständig abkühlen lassen – so lässt sich die Haut später leichter ablösen.

03-grün  Den durchgekühlten Tarteboden mit Backpapier abdecken, Hülsenfrüchte oder Blindbackkugeln darauf verteilen und auf mittlerer Schiene 15 Minuten blindbacken. Danach das Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen und den Boden weitere zwei Minuten backen. Die Haut von den abgekühlten Paprika abziehen. Ein Drittel der Schoten in feine Streifen schneiden, den Rest in einen hohen Mixbecher geben. Knoblauchzehe schälen, halbieren, den grünen Keimling in der Mitte entfernen und zu den Paprika geben. Gemeinsam mit den Mandeln, Öl und dem Essig pürieren. Mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Cayennepfeffer abschmecken. Milch und Sahne unterschlagen und nochmals abschmecken, wahrscheinlich werdet ihr noch einmal nachsalzen müssen. Schließlich die Eier dazugeben und gut verrühren.

04-grün  Basilikumblätter waschen und trockentupfen. Die Paprikastreifen auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen, danach den Ziegenfrischkäse mit den Händen zerkrümeln und ebenfalls darauf verstreuen. Mit dem angerührten Guss auffüllen, schließlich die einzelnen Basilikumblätter auf der Oberfläche auslegen. Bei 180°C 30-40 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Die Oberfläche sollte leicht gebräunt sein, beim Anstechen mit einem Zahnstocher sollte dieser trocken bleiben. eat it. love it.

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Kaiserschmarrntorte Caprese

Im Rezept zur Rustikalen Kaiserschmarrntorte hatte ich es schon angekündigt: es muss Varianten davon geben! Hier kommt eine italienische Variante mit Tomate, Basilikum und natürlich Mozzarella. Auf dem Bild ist noch italienischer Schinken zu sehen – der ist aber natürlich sehr dominant und darf auch getrost weggelassen werden. Die vegetarische Variante schmeckt milder und gerade der Basilikum kommt dabei besser hervor.

 

3 EL geröstete Pinienkerne

100 g getrocknete Tomaten in Öl

etwas Öl von den Tomaten

2 Esslöffel fein gehackte Zwiebeln

100 g geriebener Mozzarella

1/2 Kugel Mozzarella

(3 Scheiben ital. Schinken)

Salz, Pfeffer

Für den Kaiserschmarrn:

2-3 Handvoll Basilikum, fein gehackt

3 Eier

140 g Mehl

150 ml Milch

1 TL Zucker

1 Prise Salz

1/2 TL Meersalz, Pfeffer

 

 Eier trennen, Eiweiß anschlagen, eine Prise Salz zugeben und weiter schlagen, Zucker dazu und schlagen bis das Eiweiß sehr steif ist, beiseite stellen. Eigelb mit Milch verquirlen, salzen und pfeffern. Nach und nach Mehl zugeben, so dass ein glatter Teig entsteht. Gehackten Basilikum und geriebenes Meersalz unterschlagen. Den Eischnee vorsichtig unter die Teigmasse schlagen, bis sie schön luftig ist. Ofen auf 170 Grad vorheizen.

 Die getrockneten Tomaten in einen Zentimeter große Stücke schneiden. Gehackte Zwiebeln in einer beschichteten Pfanne, die in den Ofen passt, bei mittlerer Hitze mit etwas Tomatenöl anbraten und kurz dünsten. Tomaten hinzugeben und zwei Minuten zusammen anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und alles in der Pfanne gleichmäßig verteilen. Mit der Kaiserschmarrnmasse bedecken und zwei Minuten auf dem Herd stocken lassen. Geriebenen Mozzarella darauf verteilen und die Pfanne in den Ofen stellen. 12 bis 15 Minuten backen.

 Unterdessen von der Mozzarellakugel einige Scheiben abschneiden und (falls gewünscht) den italienischen Schinken etwas kleinschneiden. Die fertige Kaiserschmarrntorte auf einen Teller oder ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen und mit Mozzarella, Schinken und Pinienkernen belegen. Mit Basilikum dekorieren, in Stücke schneiden und servieren. eat it. love it.

 

Auf dem warmen Kaiserschmarrn zerläuft der Mozzarella noch ein wenig.

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Rustikale Kaiserschmarrntorte

Ihr dürft euch zu recht fragen: was bitte ist eine Kaiserschmarrntorte?! Versuchen wir es mal mit einer Umschreibung: ein im Ofen gebackener, herzhafter Kaiserschmarrn, der zum Schluss aber nicht zerpflückt wird. Die Grundidee kommt von Tim Mälzer, der behauptet, dass Kaiserschmarrn nicht immer süß sein muss. Und er hat recht. :)

In diesem Rezept geben Speck, Kürbis und Zwiebeln den Ton an, aber es lassen sich sicher noch einige leckere Kombinationen finden, die sich gerne zum Kaiserschmarrn gesellen und die schon in Planung sind. ;)

200g Kürbis, fein gewürfelt

100 g Schinkenspeck, gewürfelt

½ Zwiebel, in halben Ringen

1 EL Butterschmalz

100 g geriebener Käse

Cayennepfeffer

Salz, Pfeffer

 

Für den Kaiserschmarrn:

3 Eier

140 g Mehl

150 ml Milch

1 TL Zucker

Salz, Pfeffer

 

 Eier trennen, Eiweiß anschlagen, eine Prise Salz zugeben und weiter schlagen, Zucker dazu und schlagen bis das Eiweiß sehr steif ist, beiseite stellen. Eigelb mit Milch verquirlen, salzen und pfeffern. Nach und nach Mehl zugeben, so dass ein glatter Teig entsteht.

 Ofen auf 170 Grad vorheizen. Kürbiswürfelchen in einer beschichteten Pfanne, die in den Ofen passt, bei mittlerer Hitze mit etwas Butterschmalz anbraten und kurz dünsten. Speck und Zwiebeln zugeben und fünf Minuten zusammen anbraten. Mit Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer würzen.

 Währenddessen Eischnee vorsichtig unter die Teigmasse schlagen, bis sie schön luftig ist. Alles in die Pfanne geben, so dass die übrigen Zutaten gut bedeckt sind. Etwa zwei Minuten auf dem Herd stocken lassen, dann mit geriebenem Käse bestreuen und in den Ofen geben und 15 Minuten backen. Die fertige Kaiserschmarrntorte auf einen Teller oder ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen und in Stücke schneiden. eat it. love it.

Eventuelle Reste halten sich im Kühlschrank zugedeckt auch gerne noch einen oder zwei Tage. Dann einfach in Scheiben schneiden, mit etwas Butter bei niedriger Hitze in der Pfanne erwärmen und – wie den klassischen Kaiserschmarrn – zerpflücken.

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Tarte mit Rotweinzwiebeln und Feta

Ich bin nun einfach so frech und verrate es euch: Michi hat nun seine Küche. Seine ganz eigene Küche in seiner Wohnung, er ist raus von Zuhaus’ und hat nun ein neues Heim ein paar Orte weiter. Zwar können wir uns nun nicht mehr so schnell “mal eben” auf einen Kaffee treffen, dafür hat er immer eine Packung laktosefreie Milch für mich im Kühlschrank, sodass das Café “Michis Wohnzimmer” unser neuer Hotspot geworden ist. Wie es sich für einen ordentlichen Umzug gehört, musste natürlich auch eine Einweihungsfeier unbedingt sein. Michi hat sich fürs Buffet aus die “Rotweinzwiebeltarte mit Schafskäse” aus Schuhbecks Kochbuch “Raffinierte Tartes”  ausgesucht und ich habe sie auf gut Glück nachgebacken und etwas abgewandelt.

Die Kombination süß-salzig steht bei mir ohnehin weit oben im Kurs, und diese Tarte ist da genau das Richtige: die Zwiebeln werden in Karamell angeschwitzt, erhalten durch eine Rotweinreduktion zusätzliche Süße und dann schmeckt man sie noch mit Honig ab. Und das Ganze wird auf einem knusprigen Tarteboden verteilt und mit einer Fetacreme übergossen. Klingt aufwendig, ist aber megaeinfach und macht ordentlich was her. Diese Tarte hat das Zeug, ein absoluter Favorit zum Immerwiederbacken zu werden. Und dass sie auf Michis Party wegging wie warme Semmeln, brauche ich euch wohl nicht zu erzählen…

für eine 28cm-Tarteform

220 g Mehl, Type 405

90 g eiskalte Butter

70 ml eiskaltes Wasser

1 EL Rot- oder Weißweinessig

1/2 TL Salz

Wasser abmessen und im Kühlschrank etwa 5-10 Minuten kaltstellen. Mehl und Salz in eine Rührschüssel geben und die Butter in dicken Flöckchen dazugeben. Mit den Fingern gut und schnell zerkrümeln, bis die Butter in kleinen Krümeln mit dem Mehl gemischt ist, diese sollten jedoch noch fest und kalt sein, damit der Teig schön mürbe wird. Essig und kaltes Wasser hinzugeben und mit einem Esslöffel schnell zu einem glatten Teig verrühren, diesen nur einmal kurz mit den Händen durchkneten und in Frischhaltefolie gewickelt mindestens eine Stunde im Kühlschrank durchkühlen lassen. Danach etwa 3 mm dick ausrollen und eine gebutterte Tarteform damit auslegen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und den Teig in der Form eine halbe Stunde lang in die Tiefkühltruhe stellen. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2 mittelgroße Zwiebeln

1 EL Puderzucker

50 ml roter Portwein

150 ml Rotwein

1 kleines Lorbeerblatt

1 Msp. gemahlene Vanille (oder 1/2 Pck. Bourbon-Vanillezucker)

1 TL Honig

150 g Fetakäse

100 ml Sahne

2 Eier

1 TL gehackte Thymianblättchen

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

  Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Den Puderzucker in einer beschichteten Pfanne gleichmäßig hell karamellisieren lassen und die Zwiebelstreifen darin anschwitzen. Mit dem Portwein und dem Rotwein ablöschen und Lorbeerblatt und Vanille hinzugeben. Wenn ihr Vanillezucker verwendet, solltet ihr später weniger Honig zum Abschmecken verwenden oder ganz auf diesen verzichten. Auf niedriger Hitze etwa 15-20 Minuten köcheln lassen, bis der Wein verkocht ist. Mit Honig, Salz und Pfeffer abschmecken und kurz abkühlen lassen. Währenddessen den gekühlten Tarteboden mit Backpapier auslegen und Hülsenfrüchte darauf ausbreiten. Den Teig auf mittlerer Schiene 14 Minuten blindbacken, danach das Backpapier mit den Hülsenfrüchten herausnehmen und nochmals für zwei Minuten weiterbacken.

  Den Feta in einer kleinen Schüssel zerkrümeln und mit der Sahne mischen. Mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und den gehackten Thymianblättchen würzen. Die Eier hinzugeben und mit einem Stabmixer kurz aufmixen. Das Lorbeerblatt von den abgekühlten Zwiebeln entfernen, diese auf dem vorgebackenen Tarteboden verteilen und die Käsemasse darüber verteilen. Auf unterster Schiene 20-25 Minuten goldbraun backen. eat it. love it.

Verwendet für die Tarte unbedingt griechischen Schafskäse und nicht dieses bröckelige Zeug aus Kuhmilch, das sich “Feta” nennt – selbst, wenn es aus Griechenland ist. Die süßen Zwiebeln vertragen einen ordentlichen Kontrast, den der Kuhmilch-Käse mir beim letzten Versuch (jaja, ich war faul und habe im Kühlregal mitgenommen, was ich gekriegt habe…) überhaupt nicht gegeben hat. Skeptiker sollen dennoch beruhigt sein: der Schafskäse schmeckt im Endprodukt wirklich nicht vor, sondern ist einfach etwas herzhafter, versprochen!

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Wie alles begann: Flammkuchen Hawaii

Für Michi und mich war schon lange bevor wir tatsächlich damit angefangen haben, klar, dass wir Bloggen wollen. Perfektionisten wie wir sind, haben wir uns Monate lang mit der Suche und Anpassung des Layouts aufgehalten und uns so kleine Spielereien wie die Herzchen mit Nummern für die Rezeptanweisungen ausgedacht. Eines Abends haben wir gemeinsam gekocht und unsere erste Fotosession für den späteren Kochblog (der damals noch namenlos war) veranstaltet. Es gab Flammkuchen Hawaii, der sich in eine lange Reihe von Perversionen um das Verunstalten von Klassikern mit Clemens Wilmenrods Konzept vom Toast Hawaii einreiht. Aber was sollen wir sagen, wir stehen einfach auf die Kombination! Und als ich bei meinem Berlinbesuch im Jahr 2009 im Restaurant “Nante’s Eck” einen Flammkuchen Hawaii sah und aß, da war es geschehen. Deshalb ist der Flammkuchen Hawaii quasi ein Startschuss für unsere ernsthaften Blogambitionen gewesen – nun, und schmecken tut er natürlich auch bestens.

Ursprünglich habe ich den Flammkuchen mit einem einfachen Teig ohne Hefe hergestellt, doch als ich das erste Mal einen Flammkuchen nach Nickys Rezept herstellte, wurde dieser nie wieder gemacht. Dennoch war ich nie vollkommen zufrieden mit der Kombination aus süßer Ananas und diesem weißen Teig – irgendwie war der Flammkuchen stets zu süß. Inzwischen habe ich deshalb Nickys Rezept etwas weiterentwickelt und ersetze nun einen Teil des Weizenmehls durch Weizenvollkornmehl. Dadurch wird der Teig wunderbar herb (ja sogar “rustikal”) und bietet der Süße ein tolles Gegengewicht.

für 2 große Flammkuchen

125 g Weizenvollkornmehl

125 g Weizenmehl, Type 550

50 g Roggenmehl, Type 1150

15 g Frischhefe

180 ml lauwarmes Wasser

1/2 TL Meersalz

150 g Kochschinken

1 kleine Dose Ananas

200 g Crème fraîche

50 ml Sahne

  Mehle und Salz in einer Rührschüssel mischen, Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und in die Mitte der Rührschüssel geben. Mit dem Knethaken einer Küchenmaschine oder von Hand vermengen und mindestens fünf Minuten weiterkneten. Wenn der Teig an den Händen festklebt, lieber noch etwas mehr Mehl hinzugeben, damit der Teig auch nach dem Ruhen nicht klebt. Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch bedecken und den Teig an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen. Danach den Teig kurz durchkneten (wenn er wieder oder immer noch kleben sollte, könnt ihr hier nochmal etwas Mehl einarbeiten),  in zwei gleich große Kugeln teilen und diese nochmals etwa 30 Minuten gehen lassen. Durch den Vollkornanteil geht der Teig weniger schnell auf als normaler Hefeteig – plant also gegebenenfalls nochmal 30 Minuten zusätzliche Gehzeit ein. Der Teig ist backbereit, wenn er bei leichtem Eindrücken wieder langsam zurückfedert.

  Ofen auf höchste Stufe vorheizen. Wenn ihr einen Pizzastein besitzt, diesen auf einem Gitter auf unterster Schiene in den Ofen legen und vorheizen, etwa 30-45 Minuten (je nach Ofen). Ananas abtropfen und ggf. in Stücke schneiden, Schinken in feine Streifen schneiden. Crème fraîche mit Sahne cremig rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  Teigkugeln jeweils zwischen zwei Blättern Backpapier sehr dünn ausrollen. Mit der Creme bestreichen und Ananas und Schinken darauf verteilen. Mit dem Backpapier auf den Pizzastein oder ein Backblech auf unterster Schiene in den Ofen schieben. Nach 8-10 Minuten den Flammkuchen vom Backpapier lösen – klebt er noch sehr fest, einfach noch eine weitere Minute warten. Danach etwa 3-5 Minuten goldbraun fertig backen. eat it. love it.

Flammkuchen Hawaii damals...

...und heute!

 

 

 

Das Rezept kommt ursprünglich von Deb und war einmal eine “zucchini and ricotta galette“, Paule hat daraus eine “Rustikale Zucchinitarte mit Ricottacreme” gemacht und den Mozzarella durch Cheddar ersetzt und Juliane hat das Teil dann nachgebacken und den Cheddar wiederum durch Edamer ersetzt. Nun, und gestern lag das Rezept in meiner Küche und ich habe mir gedacht, dass ich den Ricotta einfach mal durch Crème fraîche ersetze. Ihr seht, es ist also wirklich kein Drama, wenn gerade das Eine oder Andere im Supermarkt ausverkauft ist – denn das Wichtigste an dieser Galette ist etwas ganz Anderes: der Teig.

In den kommen nämlich saure Sahne und Zitronensaft, eine sehr spannende Sache. Dadurch geht er  blättrig auf, wird ganz luftig und knusprig und schmeckt trotzdem noch nach Mürbeteig. Allerdings ist er dadurch auch leicht säuerlich – für eine Mitesserin war die Angelegenheit zu sauer, mir hat die Galette ganz wunderbar geschmeckt, so wie sie ist. Vor allem die Kombination mit der Crème fraîche war hier wohl das Problem, weniger saure Alternativen wären der Ricotta aus dem Original, Frischkäse oder Mascarpone (mit etwas süßer Sahne verdünnt).

100g Weizenvollkornmehl

100g Weizenmehl Type 550

1/4 TL Salz

120 g eiskalte Butter

60 ml eiskaltes Wasser

60 g saure Sahne

2 EL Zitronensaft

2 kleine Zucchinis

2 EL Knoblauchöl (alternativ: 2 Knoblauchzehen und 2 EL Olivenöl)

160 g Crème fraîche

50 g Parmesan

50 g Cheddar

2 Zweige Thymian

1 große oder 2 kleine Frühlingszwiebeln

1 Eigelb

1 EL Wasser

  Mehl und Salz in einer Rührschüssel miteinander vermischen. Saure Sahne mit Zitronensaft und Wasser mischen. Butter in Flocken dazugeben und mit den Händen schnell mit dem Mehl zu Bröseln vermengen. Mit einem Kochlöffel nur so viel von der Sauerrahm-Wasser-Mischung dazugeben, dass ein geschmeidiger Teig entsteht. Kurz mit den Händen unterkneten, es sollten noch deutlich kleine Butterstücke im Teig erkennbar sein. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens eine Stunde kaltstellen – je länger die Kühlzeit, desto besser kann man später den Teig verarbeiten.

  Zucchini waschen und mit einem Gemüsehobel auf feiner Stufe etwa 1mm dicke Scheiben hobeln. Diese auf Küchenpapier ausbreiten, mit 1/2 TL Salz bestreuen und eine halbe Stunde Wasser ziehen lassen. Danach mit einer weiteren Lage Küchenpapier trockentupfen. Den Parmesan und den Cheddar reiben, mit der Crème fraîche gut vermischen und mit Salz, Thymian und einem Esslöffel Knoblauchöl würzen. Falls ihr kein Knoblauchöl da habt: 2 kleine Knoblauchzehen pressen, salzen und mit 2 EL Olivenöl einige Minuten ziehen lassen. Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden. Das Eigelb mit dem Esslöffel Wasser vermischen.

  Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig zwischen einem leicht bemehlten Blatt Backpapier (unten) und einer Lage Frischhaltefolie (oben) dünn ausrollen, dabei entstehende Falten auf der Unterseite durch Ziehen am Backpapier immer wieder auseinanderziehen. Die Käsecreme darauf verteilen und einen etwa 2-3 cm breiten Rand an den Seiten auslassen. Die Zucchinischeiben dachziegelartig von außen nach innen darauf verteilen, darüber die Frühlingszwiebelringe und noch einen Esslöffel Knoblauchöl verteilen. Den Rand nach innen einklappen und mit der Eigelb-Wasser-Mischung bestreichen. Die Galette mit dem Backpapier auf ein Backblech schieben und auf mittlerer Hitze etwa 30-40 Minuten backen. Nach dem Backen etwa fünf Minuten auskühlen lassen. eat it. love it.

 

 

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Erdbeer-Balsamico-Flammkuchen

Als ich bei Annie’s Eats das Rezept für eine Strawberry Balsamic Bacon Pizza gesehen habe, war es um mich geschehen: die Kombination mit Speck und Zwiebeln klang einfach so verdächtig nach Flammkuchen, dass ich ganz froh war, nicht erst zwei Tage lang einen Pizzateig ansetzen zu müssen.

Das ausgezeichnete Flammkuchen-Rezept von Nicky ist inzwischen fester Bestandteil unseres Speiseplans hier geworden, und ihr Teig schmeckt wunderbar herzhaft und ist außerordentlich unkompliziert. Für die Kombination Erdbeere-Balsamico-Speck-Zwiebel wurde ich zunächst von den Mitessern skeptisch beäugt, im Nachhinein waren sie jedoch begeistert. Und durch das Weglassen von Crème fraîche ist dieser Flammkuchen deutlich weniger mächtig als in der Elsässer Variante.

für 2 Flammkuchen

250 g Weizenmehl Type 550

50 g Roggenmehl Type 1150

1/2 TL Meersalz

175 ml lauwarmes Wasser

15 g Frischhefe

1 EL Olivenöl

120 ml dunkler Balsamico

180 g Erdbeermarmelade

1 Zweig Rosmarin

1 EL Chilisauce (nicht Sweet Chili!)

1 mittelgroße rote Zwiebel

1 Kugel Mozzarella

100 g gewürfelter Katenschinken oder Speck

8-10 Erdbeeren

Mehl und Salz in einer Rührschüssel mischen, Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und mit dem Olivenöl in die Mitte der Rührschüssel geben. Mit dem Knethaken einer Küchenmaschine oder von Hand vermengen und mindestens fünf Minuten weiterkneten. Wenn der Teig an den Händen festklebt, lieber noch etwas mehr Mehl hinzugeben, damit der Teig auch nach dem Ruhen nicht klebt. Die Schüssel mit einem sauberen Küchentuch bedecken und den Teig an einem warmen Ort mindestens 45 Minuten gehen lassen. Danach den Teig kurz durchkneten (wenn er wieder oder immer noch kleben sollte, könnt ihr hier nochmal etwas Mehl einarbeiten),  in zwei gleich große Kugeln teilen und diese nochmals etwa 30 Minuten gehen lassen.

Ofen auf höchste Stufe vorheizen und das Gitter auf der untersten Schiene einhängen. Wenn ihr einen Pizzastein besitzt, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, ihn zu benutzen! Stein auf das Gitter legen und mit vorheizen, etwa 30-45 Minuten (je nach Ofen). Für den Belag Balsamico mit dem Rosmarin in einem kleinen Topf aufkochen und etwa 5 Minuten auf mittlerer Hitze einreduzieren lassen. Marmelade unterrühren und mit der Chilisauce und etwas Salz abschmecken. Die Erdbeeren putzen und würfeln, ebenso den Mozzarella würfeln und die Zwiebel in hauchdünne Ringe schneiden.

Pro Flammkuchen eine Teigkugel hauchdünn zwischen zwei Blättern Backpapier ausrollen. Die obere Lage Backpapier abziehen und dünn mit der Erdbeer-Balsamico-Sauce bestreichen. Mozzarella darauf verteilen und mit Zwiebeln, Speck und Erdbeeren belegen. Geizt nicht mit den Zwiebeln und dem Speck, die braucht man definitiv als Gegengewicht zur Süße der Erdbeeren. Mit dem Backpapier auf das Gitter oder den Pizzastein legen und den Ofen auf Umluft schalten. Nach etwa fünf Minuten den Flammkuchen im Ofen vom Backpapier lösen – klebt er noch fest, dann versucht es in einer Minute noch einmal. Insgesamt etwa 10 Minuten goldbraun backen. eat it. love it.


Apfelkuchen war eigentlich nie ein großer Favorit von mir, kein must have. Eher mal was für eine Familienfeier oder wenn alle anderen Kuchen im Café irgendwie nicht ansprechend aussahen. Als ich vor einigen Wochen jedoch in einem Münchner Café eine wunderbar flache Tarte aux pommes gesehen habe, die auch noch ausgezeichnet geschmeckt hat, war da auf einmal dieses “Must have”-Gefühl. Ich will das nochmal!

Der erste Versuch war nicht so gut. Vor allem mit dem Über-Back-Apfel Boskoop habe ich in diesem Fall schlechte Erfahrungen gemacht: er wurde sehr schnell braun (trotz Zitronensaft) und ließ sich nicht dünn genug schneiden. Und der Teig hat mir auch noch nicht gefallen. Ich habe mich also frustriert in die unendlichen Weiten des Internets begeben, Rezepte über Rezepte gelesen und schließlich aus vielen To Dos und Ideen meine eigene Tarte aux pommes ganz nach meinem Geschmack kreiert. Angefangen habe ich dieses Mal mit ein paar roten Äpfeln, Sorte Royal Gala, und einem Golden Delicious-Apfel.

Golden Delicious soll besonders gut geeignet sein um daraus Apfel-Kompott oder Apfelmus zu kochen. Ansonsten gehört die Sorte ja so gar nicht zu meinen Favoriten, irgendwie schmeckt mir der Apfel immer zu lasch und zu wenig sauer. Deshalb muss auch etwas Zitronensaft mit ins Kompott, um den richtigen Kick aus dem Apfel herauszukitzeln. Gekocht schmeckt er nämlich tatsächlich besser als roh, finde ich zumindest, und mit einem Hauch Vanille und der richtigen Säure war der Apfelmustopf eigentlich schon alleine zu gut. Aber ich habe es beim Probieren gelassen, immerhin gehört das Mus doch unter meine Äpfel auf die Tarte!

Die Reihenfolge der Tarte lautet also: Mürbeteig, Apfelmus, Äpfel. Und als Abschluss noch ein Hauch von Apfelgelee mit Calvados, darauf hat mich Bolli gebracht. Bei Lidl gab es erst vor kurzer Zeit bei der Gourmet-Aktion ein fertig gemischtes Apfelgelee mit Calvados, vielleicht findet ihr ja noch Restbestände in einer Filiale. Ansonsten tut es auch herkömmliches Apfelgelee mit einem Schuss Calvados. Oder nur Calvados. Und dann vielleicht anzünden…? Ich glaube, ich bin mit dieser Version immer noch nicht am Ende meiner Suche nach der Tarte aux pommes schlechthin angekommen. Für den Moment mag ich sie jedoch unglaublich gerne und hoffe, dass sie auch euch die Kaffeetafel versüßt!

für eine 28cm-Tarteform

200 g Mehl

100 g Butter

70 g Puderzucker

30 g gemahlene Mandeln

50 ml eiskaltes Wasser

eine Prise Salz

1 Apfel (ca. 200g), Sorte Golden Delicious

50 g Zucker

40 ml Wasser

1 Messerspitze gemahlene Vanille

etwas Zitronensaft

3-4 rote Äpfel (z.B. Royal Gala)

1/2 EL Apfelgelee mit Calvados

Für den Teig Mehl und Mandeln in eine Rührschüssel geben, das Salz dazustreuen und die kalte Butter in Flöckchen mit einem Esslöffel darunterrühren. Nun mit einem Handmixer mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verrühren und dabei das eiskalte Wasser nach für nach zugeben. Der Teig wird sich ganz von selbst zunächst verbröseln und schließlich zu einem glatten Ball zusammenziehen, einfach lange genug kneten. In Frischhaltefolie wickeln und mit der Hand zu einer flachen Scheibe drücken. Für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

Den Golden Delicious-Apfel waschen, schälen und das Kerngehäuse entfernen. Ein grobe Stücke schneiden und mit Wasser und Zucker in einem kleinen Topf geben. Gemahlene Vanille dazugeben (alternativ Zuckermenge reduzieren und Bourbon-Vanillezucker verwenden). Aabgedeckt auf niedriger Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Danach auskühlen lassen und mit einem Pürierstab pürieren. Mit Zitronensaft süß-säuerlich abschmecken.

Eine Tarte- oder Springform einfetten. Den Mürbeteig ausrollen und die Form damit auskleiden, für 30 Minuten in der Tiefkühltruhe vorkühlen lassen. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Etwa 5 Minuten vor Ende der Kühlzeit die Äpfel waschen, längs halbieren und schließlich in sehr dünne Scheiben schneiden. Reste des Kerngehäuses mit einem kleinen Keksausstecher oder Kerngehäuseausstecher entfernen. Das Apfelmus auf dem Tarteboden verteilen und die Apfelscheiben fächerartig darüberschlichten. Dafür ganz außen mit einem Ring anfangen und die Apfelscheiben jeweils etwa zur Hälfte überlappen lassen. Zur Mitte hin Reihe für Reihe weiter so verfahren und am Schluss besonders kleine Scheiben in der Mitte drapieren. Ein paar Butterflöckchen auf den Äpfeln verteilen und für 35 Minuten backen.

Das Apfelgelee erwärmen, gegebenenfalls Calvados unterrühren. Mit einem Backpinsel auf der Oberfläche der Tarte verteilen, die Tarte nochmals etwa 5 Minuten backen. Die Kruste sollte goldbraun gebacken sein und die Äpfel saftig glänzen. Etwas abkühlen lassen und lauwarm servieren. eat it. love it.