Der meistgelesene Blogeintrag auf We Love Pasta ist schon eine ganz lange Zeit Tinas Review zu Arizona Ice Tea – täglich kommen einige Menschen über Suchmaschinen auf diesen Artikel, in dem Tina mit „parfümiertes Zuckerwasser mit Schwarzteezusatz“ eine (wie ich finde) sehr treffende Beschreibung für Eistee gefunden hat.

Vor ein paar Tagen bekamen wir eine Mail von einer Firma, die behauptete ein Teegetränk herzustellen, das „anders“ ist: Ti – der Erfrischungstee kommt nicht nur in ganz anderen Geschmacksrichtungen daher, sondern soll auch weniger süß sein. Das hat mich neugierig gemacht; oft genug haben mir Produkte versprochen „anders“ zu sein ohne diesem Versprechen auch nur irgendwie nahe zu kommen. Das Unternehmen ist übrigens in Kempten im Allgäu – das klingt schon mal gut. Bayrische Produkte mit Bio-Siegel find ich toll. Also hab ich dem Angebot auf ein Probierpaket mal zugesagt.

Eine kurze Websuche zeigt: Ti ist eine Marke der Radeberger Gruppe, die wiederum Teil des Dr.Oetker Konzerns ist. Die Radeberger Gruppe hat im Segment der alkoholfreien Getränke außerdem die beliebte Bionade und das Selters-Mineralwasser im Portfolio.

Ein paar Tage später drückte mir also ein vollkommen abgehetzter UPS-Mann das Ti-Probier-Paket in die Hand; es war reichlich bestückt – je eine Flasche der drei Geschmacksrichtungen von Ti und die dazugehörigen getrockneten Teesorten – sowie ein sehr niedliches Teesieb zum Aufbrühen in der Tasse. Den heißen Tee werde ich irgendwann probieren, wenn es wieder weniger sommerlich ist. Nur so viel: der Inhalt der schönen Blechdosen verströmt einen ganz wunderbaren Duft!

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Natürlich habe ich mir den Erfrischungstee ganz genau angeschaut und intensiv probiert. Der erste Blick galt aber den Nährwertangaben: wie viel Zucker ist da nun drin? Überraschung: nur 4 Prozent! Das ist auf jeden Fall deutlich weniger als normaler Eistee (7%) oder Limonade (9%). Wie sieht‘s mit dem Geschmack aus? Ti_Flaschen_Composing_GTM_F

Grüner Tee & Mango

Was ist das für ein lustiger Geruch? Sind das Gummibärchen da drin? Der erste Eindruck hat jedenfalls mit Mango nicht sehr viel zu tun. Beim Geschmack schaut es schon anders aus: da lässt sich die tolle Frucht zumindest erahnen. Der stärkste Eindruck ist aber wahrhaftig ein anderer: es schmeckt nach Tee und ist nicht süß. Ich bin baff. Nicht süß – das muss man sich erst mal trauen!
Meine Wertung: rating-gelb-4

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Weißer Tee & Cranberry-Acai Huch, wieder Gummibärchen? Das muss mit dem ersten Öffnen zu tun haben. Der Geschmack – nun, es ist Tee, soviel kann man sagen. Aber wo ist die Cranberry geblieben? Mehr als eine leichte beerige Säure kommt da leider nicht auf meiner Zunge an. Und da kein Mensch weiß, wie Acaibeeren schmecken, kann auch ich nichts dazu sagen. Kurzum: diese Sorte tut auf meinem Gaumen nicht genug und die Fruchtnote müsste für mich deutlicher sein.
Meine Wertung: rating-gelb-2   Ti_Flaschen_Composing_PTB_F

Pfefferminztee & Brombeere

Pfefferminztee finde ich eigentlich per se richtig schlimm – ich kann auch das Konzept nicht so wirklich verstehen. Kühle Minze mit heißem Wasser? Naja.

Nun gut, ich lasse mich nicht von meinen Vorurteilen leiten. Und siehe da: es lohnt sich! Hier ist von dem Geruchs-Gummibärchen keine Spur. Der Geschmack haut mich tatsächlich vom Hocker, was für eine coole Kombination! Dieser Tee ist erfrischend und kühlend durch die Minze und fruchtig-aromatisch durch die Brombeere. Mehr davon!
Meine Wertung: rating-gelb-5

 

Und der Preis? Der Hersteller gibt als unverbindliche Preisempfehlung 0,89 Euro an – der tatsächliche Preis im Handel wird wahrscheinlich etwas darüber liegen. Nachschauen konnte ich bisher nicht – ich habe den Tee bis jetzt nirgendwo gefunden.

Ich muss sagen, ich bin überrascht. Ti ist ein kein Eistee und ein Vergleich damit würde dem Getränk auch wahrlich Unrecht tun. Hier finden sich auf der Zutatenliste keine solch scheußlichen Angaben wie “löslicher Tee-Extrakt (0,09%)”. In Ti ist tatsächlich Tee drin und ich finde, man schmeckt das auch. Insgesamt bin ich sehr positiv überrascht und kann mir gut vorstellen, das Produkt auch mal selbst zu kaufen. Euch wünsch ich viel Spaß beim Probieren!

Zusammenfassung: „warum es sich lohnt, Ti mal zu testen“

  • Interessante Geschmacksrichtungen
  • Wenig Zucker
  • Ein echtes Teegetränk
  • „Anders“ ist wirklich anders

Ti ist eine Marke der Teeküche GmbH/Radeberger Gruppe. Produktfotos ohne We Love Pasta-Wasserzeichen: © Teeküche GmbH/Radeberger Gruppe. Die Produkte wurden We Love Pasta unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

Vorab: ich bin wirklich kein großer Teetrinker, meistens trinke ich Tee, wenn ich krank bin. Doch bei der Kälte, die vor ein paar Tagen hier Einzug gehalten hat (und nun vom erhofften goldenen Oktober wieder abgelöst wurde), musste unbedingt was Wärmendes ins Haus – und so kam ich auf diesen feinen Tee hier:

Michi hat mich bereits bei diversen Coffeeshop-Besuchen mit Chai Latte angefixt, da klang eine Mischung aus Chai-Gewürzen und Schokolade definitiv nicht verkehrt. Den Schoko Chai gibt es sowohl in Teebeuteln als auch lose, ich habe mich zunächst nur aufgrund des Preises für letztere Variante entschieden. Daheim habe ich dann gemerkt, dass die Beutel in der Anwendung vielleicht doch etwas praktischer gewesen wären. Der lose Tee wird nämlich in einem Topf 10 bis 15 Minuten gekocht und ist erst dann bereit, in meine lilane Lieblingstasse geschüttet zu werden. Doch beim Warten auf meinen Tee habe ich einen entscheidenden Vorteil dieser Methode entdeckt: das ganze Haus duftet herrlich würzig nach Kakao und den Gewürzen im Tee, unter Anderem Zimt, Kardamom und Nelken – hallo Vorweihnachtszeit!

Nach 10 Minuten heißt es Absieben und nach Geschmack süßen. Bei mir kommt außerdem ein kleiner Schuss Milch dazu, dann geht’s ans Probieren und ich bin hin und weg. Man schmeckt ganz klar echten Kakao, dazu noch die wunderbare Gewürzmischung und im Abgang kommt plötzlich eine leichte Schärfe hinzu. Eindeutig der schwarze Pfeffer, der hier auch noch erkannt werden will. Erst nach ein paar Schlucken bemerke ich etwas Erfrischendes, das wird dann wohl der Ingwer sein. Ihr seht, der Geschmack dieses Tees ist ziemlich schwer zu beschreiben. Auf jeden Fall ist einem nach nur wenigen Schlucken so richtig warm ums Herz. Ich empfehle ihn euch also als echten Seelentröster und Alternative zu heißer Schokolade oder Kaffee und für alle Fans von Schokolade in jeder erdenklichen Form.

In der Packung mit losem Tee sind 90 g enthalten, gezahlt habe ich dafür 3,99€ bei Rossmann. In der Dosierempfehlung werden 2 Teelöffel mit 2,6g beziffert, die reichen für einen Liter Wasser. In der Packung mit Beuteln wären 30 g Tee in 15 Beuteln für 2,99€ zu haben gewesen, jedoch handelt es sicher hier um eine leicht veränderte Zusammenstellung – insofern werde ich wohl beim nächsten Mal (ja, das wird es geben!) wieder den losen Tee nachkaufen und empfehle ihn euch hiermit offiziell mit der Höchstpunktzahl:

 

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Bei We Love Pasta sind wir nicht nur echte Pastafreaks, sondern auch wahre Dessertfans: eine gute Nachspeise ist zwar nicht überlebensnotwendig, aber durchaus in der Lage, ein leckeres Essen perfekt abzuschließen und uns ein zufriedenes Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.

Wie man aber schon in unserem Test von Coppenrath & Wieses Kleiner Augenblick lesen konnte, sind wir nicht so leicht zu begeistern, wenn es um fertige Desserts geht. Wenn sich jemand professionell mit Nachspeisen auseinandersetzt, dann dürfen die ruhig auch gut sein. ;) Wenn nun aber ein Produkt nicht nur ausgezeichnet schmeckt, sondern auch noch  schick designt ist, dann schlägt unser Herz höher. Und genau das ist der Fall bei Gü London.
Michi hat für euch die Desserts „Wunderbar zitronige Cheesecakes im Glas“ und „Schoko & Vanille Cheesecakes im Glas“ getestet. Tina hat sich schon vor längerer Zeit die „Schokoladensoufflés im Glas“ näher angeschaut. Die haben sich zwar eher als warmer Schokoladenkuchen im Glas entpuppt – mit flüssigem Kern und festgebackenem Rand an der Glasinnenseite – haben jedoch wirklich gut geschmeckt. Leider waren sie sehr süß und vor allem sehr mächtig. Insofern sind die Schokoladensoufflés nicht direkt als Dessert nach einem üppigen Mahl zu empfehlen. Dafür aber als  kleine Leckerei für den Schokoheißhunger zwischendurch.

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Fangen wir mit den Zitronen-Cheesecakes an: hier finden sich drei Schichten in dem runden, gut 4 Zentimeter hohen Glas. Den Boden bildet eine Basis aus Keksbröseln, darauf liegt eine Zitronencreme und den Abschluss bildet ein cremig-weicher Käsekuchen und ein paar Streusel. Insgesamt ist das Dessert sehr feucht und es lässt sich entsprechend leicht aus dem Glas schaufeln. Der Boden macht dabei keine Ausnahme, aber gerade da wäre es schön, wenn er etwas trockener wäre. Nichtsdestotrotz schmeckt er deutlich nach Gebäck. Sonst überwiegt der zitronige Geschmack, der von geriebener Zitronenschale gestützt wird: die kann man auch auf der Zunge schmecken und ich finde sie zumindest nicht störend.

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Die Streusel obenauf sehen schick aus, sind aber leider nicht trocken.

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Der Zitronen-Cheesecake ist recht feucht.

 

Was ich mir für dieses Dessert wünschen würde, wäre eine etwas trockenere Konsistenz – so wie man sich eben Käsekuchen vorstellt. Durch die relativ feuchte Zitronencreme wird die Nachspeise für meinen Geschmack insgesamt zu feucht. Geschmacklich ist sie jedoch sehr fein zitronig und somit verdient es mein Fazit:

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Weiter gehts mit den Schoko & Vanille Cheesecakes. Auch hier finden sich die drei Schichten, beginnend mit der Keksbasis am Boden des Glases. Darauf kommt nun der Käsekuchen, der mit feinem Vanillegeschmack überzeugen möchte. Den Schluss bildet eine feste Schokoladencreme mit 53% Kakaoanteil, die eine glatte und geschlossene Oberfläche hat.

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Anders als das Zitronendessert ist dieses hier auch insgesamt fester und sogar stichfest. Auch der Boder ist trockener und erinnert mehr an den mürben Teigboden eines Käsekuchens. Die Schoko-Sahnecreme mit belgischer Schokolade hat einen süßen, aber auch leicht herben Geschmack und erinnert an eine feste, kompakte Mousse au chocolat, wobei die Festigkeit natürlich vom Kühlungszustand abhängt. Bei diesem kräftigen Geschmack kann die Vanille natürlich nicht so wirklich für sich zum Vorschein kommen, aber das macht nichts: der Gesamteindruck von Käsekuchen und Schokocreme ist sehr rund und macht das Dessert zu einer sehr gelungenen Kreation. Von mir gibts eine klare Genussempfehlung und das Fazit:

Was beide Dessertkreationen gemeinsam haben, ist die Menge und die Verpackungseinheit: in einer Packung finden sich zwei Gläser à 90 Gramm Dessert. Der Nährwert pro Portion liegt bei ca. 320 kcal, was man durchaus als gehaltvoll bezeichnen kann. Vom Preis der Gü Puds kann ich nur sagen: ich bin positiv überrascht. Im Großmarkt habe ich ca. 2,56 € gezahlt, also für eine Dessertportion ungefähr 1,30 €. Ich hatte mit mehr gerechnet und kann mir vorstellen, dass es die Nachspeise im Einzelhandel für um die 3 Euro zu kaufen gibt. Und für dieses Geld bekommt man seine Desserts in echten Glasschälchen (im Gegensatz zu anderen Produkten ;) ), die man entweder recyceln kann oder zum Servieren von Erdnüssen und sonstigen Knabbereien verwenden kann. Nur erhitzen oder stark abkühlen soll man sie laut Herstellerangaben nicht.

Der für Deutsche so verführerische Umlaut im Namen wird übrigens nicht ausgesprochen: in Großbritannien heißt das Dessert ganz schlicht [gu:]. Und zu guter Letzt bleibt mir eigentlich nur die vehemente Forderung nach der Markteinführung weiterer Gü Produkte: Kreationen wie Chocolate Tiramigü oder Mango and Lime Mousse stünden bei mir ganz oben auf der Einkaufsliste!

Gü ist ein Markenzeichen der Gü Noble Desserts Holdings Ltd. in London. Jedwede Markenrechte verbleiben bei deren Inhaber und werden auf dieser Seite nur mit dem Zweck der Beschreibung der Produkte verwendet. Ihre Verwendung auf dieser Seite impliziert keinerlei Verbindung zwischen We Love Pasta und dem benannten Inhaber von Markenrechten.

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Da denke ich mir nichts Böses und sitze wenige Tage vor Weihnachten vor einem großen und schweren Paket mit einer roten Schleife drumherum. Ich öffne das Paket und es haut mich wahrlich vom Hocker: ich blicke in eine Kiste voll italienischer Bio-Feinkost aus der Toskana! Mir geht das Herz auf – als echter Pasta-Fan bin ich für so etwas immer zu begeistern.

Natürlich möchte ich euch berichten, was ich so alles aus der Kiste von der Fattoria La Vialla gezogen habe und wie mein Eindruck davon ist, aber zunächst:

Liebe Edith, herzlichen Dank für dieses wundervolle Geschenk! :D

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Die Übersicht über die Produkte. Die schicke Schriftart im Stil einer Handschrift verziert jedes einzelne von ihnen und vermittelt sofort den Eindruck, dass man etwas Besonderes vor sich hat. Dass es sich  dabei auch noch um Produkte aus biologischer Landwirtschaft handelt, bestätigt das nur. Außerdem ungewöhnlich: eine negative CO2-Bilanz – die Fattoria “speichert” damit über 4000 Tonnen CO2 im Jahr.

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Der Rosé – bis ich ihn probiert habe, muss ich mich darauf verlassen, dass ein Bauernhof mit so stilvoll gestalteten Etiketten echte gute Produkte machen muss. ;) Gespannt bin ich auch auf den Rotwein: ein Chianti mit 13,5 Umdrehungen.

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Pesto alla genovese ist ein Klassiker der italienischen Küche. Natürlich ist es praktisch, es im Glas kaufen zu können, aber wie wir wissen, wird dabei ganz gerne mal aus Kostengründen das Olivenöl durch ein günstigeres Öl und die Pinienkerne durch Cashewnüsse ersetzt. Nicht so bei La Vialla: der Zutatenliste nach sind nur Olivenöl, Basilikum, Pinienkerne, Parmiggiano, Pecorino, Walnüsse, Salz, Weinessig, Knoblauch, Milchsäure und Fructose enthalten. Klingt sehr gut!

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Beim Sugo Bombolino macht schon der Name Hunger – es ist eine Sauce aus süß-fruchtigen Bombolini-Tomaten, geschärft mit etwas Peperoncino.

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Die Spaghetti würden bei mir definitiv Spaghettoni heißen – sie sind recht dick und haben eine Kochzeit von 10-12 Minuten. Aber wer bin ich, um über den Sprachgebrauch von Italienern zu urteilen? ;) Ich freue mich jedenfalls auf eine besondere Pasta, an der die Sauce perfekt haften bleiben wird. Schaut euch nur die raue Oberfläche an!  So muss es sein.

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Das gleiche gilt natürlich auch für die Fusilli. Die schicken dreiflügeligen Spiralnudeln bestehen wie die Spaghetti nur aus Hartweizengrieß und Wasser.

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Schließlich ist da noch ein Laib Pecorino in der Kiste, der auch durch die Verpackung verführerisch duftet. Ich stelle ihn mir hervorragend zu tomatigen Pasta-Saucen vor und werde genau das ausprobieren!

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Und zu guter Letzt finde ich noch ein Kochbuch in dem Paket: “Le Ricette di Giuliana n.2″. Das zweite Rezeptbuch von Oma Giuliana für ihre Enkel.

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Darin beschreibt die Großmutter klassisch italienische Rezepte mit typisch italienischer Gelassenheit. Das Buch liest sich wie eine komplette Menüfolge: vom Aperitif bis zu den Desserts ist an alles gedacht. Was mir auf jeden Fall schon ins Auge gefallen ist und nachgekocht werden will: Pici con “l’aglione” (Pici mit Knoblauchcreme) mit 30 Stangen Frühlingsknoblauch oder 20 Knoblauchzehen!

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Vapiano für zu Hause: Das Basilikum-Experiment

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Hier ist nun der zweite Teil unseres Tests der neuen Vapiano-Produkte: Basilikum zum Selberziehen. Eine schöne Idee, wie ich finde, zumal Basilikum bei Vapiano tatsächlich auf jedem Tisch steht und ganz viel zum mediterranen Flair der Restaurants beiträgt. Ich habe mich gleich auf das Experiment eingelassen und bin jetzt gespannt, ob mein eigener Basilikum wächst. In meiner Zeit in England habe ich einmal Thai-Basilikum angepflanzt und der hat ewig gebraucht, bis er einigermaßen gewachsen war – mal sehen, ob das in Deutschland anders funktioniert. Los geht’s!

Der Basilikum* in der Tüte kostet im Restaurant 3 Euro. Erst mehrere Wochen nach Erhalt unseres Pakets sehe ich im Restaurant auf dem kleinen schwarzen Täfelchen die Beschriftung “Tütenbasilikum“. Da macht es sogar bei mir Klick -.-… man soll ihn wohl in der Papiertüte anziehen. In meiner Unwissenheit habe ich ihn in einem Topf gesät – in meinen Augen ohnehin die einzige Möglichkeit, für richtige Bewässerung zu sorgen. Aber wie dem auch sei: von der Beschriftung auf der Tüte hätte ich das nicht schließen können. Da heißt es nämlich:

Aufschneiden, Samen säen, gießen, pflegen & genießen.

So einfach ist es ja dann doch nicht.

* in Bayern benutzen wir zuweilen seltsame Artikel, siehe auch “der Butter” oder “das Teller“. ;)

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In der ungefähr 150 Gramm schweren Papier-Packung befindet sich das trockene Substrat zum Anpflanzen und ein kleines Tütchen mit ca. 20 Basilikum-Samen. Ich bin total fasziniert: da schimmern kleine goldene Körnchen in der Erde – das Ganze sieht dadurch einigermaßen wertvoll aus. Beim Öffnen der Tüte staubt es allerdings gewaltig; kein Wunder bei staubtrockener Erde und (höchstwahrscheinlich) Dünger, die einmal um die halbe Welt gereist sind, um auf meinem Tisch zu landen: die Webadresse www.eurosinosourcing.com weist nicht gerade subtil auf eine Herstellung in China hin.

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Und schon steht man vor dem ersten Problem: wie groß muss der Topf sein? Ich sage es euch: ich habe einen einfachen 8 cm hohen Pflanztopf mit 10 cm Durchmesser benutzt, der unten natürlich Löcher hat, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Weil er aber Löcher hat, würde das trockene Substrat sofort unten herausrieseln, also muss man zum Anpflanzen ein Stück Küchenrolle einlegen. Gesagt, getan:

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Nun kann man das Substrat einfüllen und…

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…angießen – schon ist das ganze einfacher zu handhaben, zumindest wird nichts mehr vom Winde verweht. ;) Das Wasser ganz versickern lassen, sodass die Erde gut feucht wird. Und jetzt wird gesät: die schwarzen Basilikumsamen möglichst gleichmäßig im Topf verteilen und noch einmal mit einer kleinen Menge Wasser angießen. Schon nach kurzer Zeit quellen die Samen auf und umgeben sich selbst mit einer schleimigen Hülle. Jetzt heißt es warten. Wichtig: Basilikum ist ein Lichtkeimer – ohne Sonne wird in dem Topf nichts passieren. Ein wichtiger Hinweis auch für jene, die in der Tüte aussähen: der Rand sollte nicht zu hoch sein und womöglich eher tiefer als mit der Linie angegeben, sonst kommt unter Umständen nicht genug Licht in die Tüte.

 

Und so hat es sich schließlich weiter entwickelt:

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Wir sehen: es wächst etwas! ;) Kurzum: eine nette Idee, Basilikum von Vapiano zu Hause anzubauen, auch als Geschenk. Was ich mir aber definitiv noch wünsche: mehr Infos für den Benutzer. Viele Dinge sind eben doch nicht so klar, wie man vielleicht meint.

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Vapiano für zu Hause: Gewürze und Olivenöl

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Hier kommt also der erste Teil unseres Tests von “Vapiano für zu Hause”. In unserem Überblicksbeitrag haben wir uns schon einige grundlegende Fragen gestellt, die wir uns und euch gerne beantworten möchten. Wir haben uns zunächst die Gewürzdöschen und das Olivenöl von Vapiano genau angeschaut und berichten euch von unseren Eindrücken.

Die Gewürze: Was ist drin, was steht drauf?

Zu unserem Glück steht auch drauf, was drin ist und umgekehrt: vor uns stehen drei kleine Weißblech-Döschen mit Gewürzen, nämlich Olivenölgewürz (40 g), Pizzakräuter (30 g) und Chiliflocken (35 g). Die Verwendungsempfehlungen stehen auf der Vorderseite und hier findet sich auch der Name des Produkts – sie lauten im Einzelnen:

Die Chiliflocken machen Ihr Lieblingsgericht feurig pikant und geben
ihm eine unverwechselbar würzige Note.

Das Olivenölgewürz macht gutes Olivenöl zu einem köstlichen Dip.
Zum Beispiel für ein knuspriges Ciabatta.

Die Pizzakräuter geben ihrer Lieblingspizza und Antipasti das typische mediterrane Aroma von Sonne und Süden.

Und da stehen wir schon vor einem Problem: um diesen Text ganz zu lesen, muss man das Döschen um mindestens 130 Grad drehen. Gut, das macht man nicht so häufig, aber auch wenn es nur darum geht zu wissen, welche Dose man in die Hand nehmen soll, fällt einem das auf. Die Möglichkeit, den Deckel mit dem Inhalt zu beschriften, wurde leider nicht in Betracht gezogen: dort steht nur “Vapiano für zuhause”. Etwas unpraktisch also.

Auf der Rückseite finden wir den Hinweis auf den Hersteller dieser Gewürze: die Firma 1001 Gewürze aus Hamburg. Ein Blick auf deren Website verrät uns: tatsächlich, die Gewürzmischungen gibt es in dieser Form auch nicht beim Hersteller und sind “exklusiv für Vapiano” hergestellt. Bei Facebook konnten wir noch herausfinden, dass die Mischungen glutenfrei sind.

Die Chiliflocken

Da die Gewürzmischungen nicht zu jedem Gericht passen, habe ich letztens bei einer neuen Runde von Pasta Peperoncini Piccante versucht, die Chilischote durch die Chiliflocken zu ersetzen. Ein halber Teelöffel der Flocken kam für zwei Personen in den Wok und siehe da, es schmeckte nach…nichts. Nicht einmal ein Hauch von Schärfe oder Geschmack nach Chili war zu erahnen. Obwohl die Flocken ziemlich lange in der warmen Sauce durchziehen konnten. Bisher habe ich immer Chiliflocken von Fuchs verwendet, und da wäre bei einem halben Teelöffel die Sambaparty auf der Zunge losgegangen. Insofern ist der Schärfegrad der Chiliflocken nicht allzu hoch, da darf ruhig mehr ins Gericht.

Das Olivenölgewürz

Das Olivenölgewürz soll man mit Olivenöl vermischen und als Dip zu Ciabatta-Brot reichen. Dass die Zutaten einzeln gut schmecken, steht außer Frage: Ciabatta ist an sich schon lecker, Öl ist ein Geschmacksträger und Gewürze sind…würzig. Nur, was werden die Punktezähler sagen, wenn man ihnen vorschlägt, Weißbrot und Olivenöl auf einmal zu essen? ;)

Ehrlich gesagt ist mir der Punktezähler herzlich egal, wenn etwas gut ist, dann darf das auch Kalorien haben. Doch egal wie man es dreht: ich habe noch nie bei Vapiano so einen “Dip” gesehen, und das sicherlich aus gutem Grund. Ich verstehe seit Jahren nicht, wer denn ernsthaft auf die Idee kommt, trockene Gewürze in Olivenöl aufquellen zu lassen und das dann als “Dip” zu bezeichnen. Praktikabilität? Gleich Null. Dips mit Brot, Grissini oder Rohkost braucht man beim Fernsehabend, bei dem man sich dann mit seinem Ciabatta ständig über einen Teller beugen muss, damit das herabtropfende Öl nicht die Couch versaut. Und Dips braucht man bei einer Party mit Freunden im Wohnzimmer, bei der man danach erst einmal den mit Teppich samt Olivenölflecken wegschmeißen kann.

Nur weil die einzelnen Komponenten gut schmecken, heißt das für mich noch lange nicht, dass das auch für den “Dip” gilt. Es kann doch nicht wirklich der Anspruch sein, dass ich auf aufgequollenen Gewürzen mit Brot herumkaue? Wer tut denn so etwas? Getoppt wird so etwas nur noch von den trockenen Bruschettamischungen aus dem Supermarkt, die man ernsthaft statt frischen Tomaten und Zwiebeln auf geröstetes Weißbrot geben und mit Öl begießen soll.

Das Motto soll “Vapiano für zu Hause” lauten – abgesehen von der Tatsache, dass die Chiliflocken genau im Chiliöl auf dem Tisch vorkommen und das Pizzagewürz in geringen Mengen in der Pizzasauce, ist das Olivenölgewürz für mich das Produkt, das dem ganzen Konzept am eindeutigsten zuwiderläuft. Gewürzöl als Dip zu bezeichnen liegt eigentlich weit unter dem, was ich an Niveau für die Produkte erwartet hatte und hat vor allem rein gar nichts mit den Vapiano-Restaurants zu tun.

 

Die Pizzakräuter

Ich habe die Pizzakräuter auf einer Pizza ausprobiert und siehe da: es passt natürlich sehr gut. Was aber hilfreich wäre, wäre eine Dosieranleitung wie beim Olivenölgewürz, damit man zumindest ungefähr abschätzen kann, wieviel zu verwenden ist und damit der Geschmack der Gewürze optimal herauskommt. Interessant wäre das auch für die vorgeschlagene Anwendung für Antipasti. Hier braucht der Verbraucher noch mehr Information.

Der Preis…

…beträgt für alle drei Sorten je 4,90 € – ein stolzer Preis für eine relativ kleine Menge Gewürze. Alle drei Gewürze zusammen gibt es zum Preis von 13,90 €. Natürlich: die schicke Aufmachung macht schon was her. Gerade bei den Chili-Flocken darf man sich jedoch fragen, ob man die nicht anderswo günstiger bekommt. Dass wir da bei Schuhbeck fündig werden würden, hätten wir auch nicht gedacht, aber: die gleiche Menge bekämen wir selbst beim Sternekoch für 1,89 € als lose Ware.

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Das Olivenöl…

…kommt aus Spanien und fällt unter die Güteklasse “Extra Vergine” – beste Qualität also. Extra Vergine bedeutet vor allem: kalte Pressung, erste Pressung und mit extra wenig Säure. Habt ihr schon einmal ein kratziges Gefühl im Hals gehabt, wenn ihr etwas Salatdressing mit Olivenöl probiert habt? Das sollte eigentlich nicht sein (es sei denn, ihr habt es mit dem Essig übertrieben), dafür gibt’s Extra Vergine-Öl.

Nun zum Vapiano-Öl. Die Flasche sieht wirklich schick aus und passt zum Design der Gewürzdosen. Sie ist, ähnlich einer Weinflasche, am Schraubverschluss zusätzlich mit einer Folie versiegelt und hat einen ordentlichen Ausgießer, damit nichts daneben geht oder man zu viel vom Öl erwischt. Für den ultimativen Test greife ich auf Weißbrot zurück. Gutes Olivenöl schmeckt pur mit nichts anderem als frischem Brot köstlich und man schmeckt wirklich Unterschiede zwischen den Ölen. Ich gieße also etwas Öl in eine Dipschale und merke sofort, dass die Farbe sehr hellgelb, fast durchsichtig ist. Geschmacklich überzeugt mich das Öl: es ist sehr mild, hat einen außerordentlich niedrigen Säuregehalt und einen sehr ausgewogenen Olivenölgeschmack, keinesfalls aufdringlich.

Der Preis…

ist mit 7,90 € für 250 ml Olivenöl eher hoch. Damit kommen wir auf einen Literpreis von knapp unter 32 Euro. Es gibt jedoch auch ausgezeichnete Öle zu deutlich niedrigeren Preisen, bereits zwischen 20 und 30 Euro. Sicherlich blamiert man sich mit einer Flasche des Vapiano-Öls nicht, wenn man es als Geschenk Freunden zum Kochabend mitbringt oder in einen kulinarischen Geschenkkorb dazulegt. Für den Hausgebrauch muss man jedoch wirklich nicht so viel Geld ausgeben um diese Qualität in der Flasche zu bekommen.

Was man mit Olivenöl so alles machen kann, brauchen wir euch nicht zu erzählen. Aber was sich ja mit den gerade beschriebenen Produkten geradezu aufdrängt, ist die Herstellung von Chili-Öl aus Olivenöl und Chiliflocken von Vapiano. So habe ich meins hergestellt:

150 ml Olivenöl

2 gehäufte TL Chiliflocken

Die Chiliflocken in einen kleinen Topf geben und bei geringer Hitze einige Minuten erwärmen und dabei schwenken. Der Topf darf nicht zu heiß werden. Olivenöl zugeben und zehn Minuten auf kleinster Stufe ziehen lassen.

Abkühlen lassen und in eine trockene und saubere Flasche umfüllen. use it. love it.

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Vapiano für zu Hause – ein Überblick

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Unser Lieblingsitaliener Vapiano weitet sein Angebot aus: nun gibt es Produkte, die man im Restaurant mit nach Hause nehmen kann, daher der schlichte Name “Vapiano für zu Hause“. Nun sind wir als Food-Blogger eingeladen worden, eben diese neuen Produkte zu testen – wir freuen uns sehr darüber und bedanken uns für das Paket! Für euch bedeutet das: ihr könnt bei We Love Pasta lesen, was wir von den Neuheiten halten und dann entscheiden, ob ihr Lust habt euch ein eigenes Bild zu machen.

In den nächsten Wochen werden wir also berichten, was es mit den Produkten auf sich hat – wer unsere Specials-Kritiken kennt, darf sich auch hier auf unser ehrliches Feedback freuen. :)

Was gibt es also Neues im Restaurant zu kaufen?

  • Da wäre zum einen eine Flasche mit spanischem Olivenöl.
  • Weiterhin ein Päckchen Basilikum zum Selberziehen
  • und drei kleine Döschen mit Gewürzen: Pizzakräuter, Olivenölgewürz und Chili-Flocken.

Schon bevor wir uns an die Arbeit machen, die Produkte zu testen, gibt es einige Dinge, die wir feststellen können; bei manchen haben wir einige Fragezeichen im Kopf, von denen wir natürlich erzählen möchten:

Alle Produkte sind im bekannten Vapiano Corporate Design aufgemacht, sprich das rote Logo, viel schwarz-weiß und hier und da ein einzelner Schriftzug in Farbe. Schick auf jeden Fall und nett anzuschauen.

  • Erste Frage zum Olivenöl: wie ist die das Preis-Leistungs-Verhältnis?
  • Erste Frage zum Basilikum: reicht eine einzeilige Anleitung (“Aufschneiden, Samen säen, gießen, pflegen & genießen.”) wirklich aus?
  • Erste Frage zu den Gewürzen: wofür kann man sie tatsächlich einsetzen?

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Schließlich gilt es noch eine ganz grundsätzliche Frage zu klären: Trifft die Bezeichung “Vapiano für zu Hause” auch tatsächlich das, was uns angeboten wird? Nehmen wir das Olivenöl: dass davon einigermaßen viel bei Vapiano zum Einsatz kommt, ist keine Frage, das passt also dahin, aber wir könnten es auch im Supermarkt kaufen, nicht wahr? Das gleiche gilt für den Basilikum: der steht an jedem Tisch und lässt sich bereitwillig bezupfen und hat einen großen Anteil an der Atmosphäre der Restaurants – Erde und Samen gibts aber auch im Gartenmarkt. Nun die Gewürze: Chili kommt frisch und in Ringen in den Wok – getrocknete Flocken haben wir da noch nie gesehen. Einziger möglicher Einsatzort, der uns in den Sinn kommt, ist das Chili-Öl, das am Tisch noch für die gewünschte Schärfe sorgen kann. Zu den Pizzakräutern können wir wenig sagen: wenn sie Bestandteil der Tomatensauce sind, dann eher dezent im Hintergrund. Zu guter Letzt das Olivenölgewürz. Was ist überhaupt Olivenölgewürz? Die Rückseite der Verpackung rät uns zum Vermischen von drei Esslöffeln Öl mit einem Teelöffel Gewürz, was wir laut der Vorderseite als Dip für Ciabattabrot nutzen können. Großes Fragezeichen.

Kurzum: wir nicht ganz sicher, ob diese Produkte schon den Mehrwert haben, den der Name unter Umständen verspricht. Tina meint dazu: “Wie toll wäre das, einfach nur die Standard-Tomaten-Sauce mit nach Hause nehmen zu können…”. Nicht zuletzt zeigen auch einige Fan-Kommentare auf Facebook, dass die Erwartungen an Produkte “für zu Hause” noch in eine andere Richtung gehen:

“Ich möchte gerne die Orangen-Chili-Sauce von Tacchino Piccante!”

“Ich hätte so gerne das Rezept für die Balsamico Salatsauce.”

“Wäre es denn nicht auch mal möglich die Zutaten von
Curry all’Anatra zu verraten?”

“Bekommt man eigentlich euer Dressing vom Insalata Cesare
auch zum Kauf?”

Ihr seht also: was die Weiterentwicklung der neuen Produktlinie angeht, gibt es eine Menge Potential. Jetzt kann Vapiano zeigen, wie es diese Möglichkeiten nutzen möchte. Unterdessen machen wir uns daran, zu prüfen, was die Produkte taugen – freut euch auf mehr Infos in den nächsten zwei Wochen!

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Review: Starbucks Cake Pops

Kleine Kuchenknödel am Stiel mit einer Hülle aus Streuseln: das sind Cake Pops, der letzte Schrei  im angloamerikanischen Raum. Und fast alles was da herkommt, landet bekanntlich irgendwann bei uns. Wir haben die Cake Pops von Starbucks für euch getestet und sind dabei mehrfach fast vom Stuhl gefallen.

Die Fakten
Ein Cake Pop bei Starbucks wiegt genau 44 Gramm. Es gibt ihn in den Sorten Mandel, Kokos und Himbeere. Die ziemlich genau golfballgroßen Bällchen sind auf einen Papierspieß gesteckt, wie man ihn vielleicht noch von kleinen Lutschern kennt. Sechs Stück finden in einer kleinen Faltschachtel Platz, bei der oben die Stiele durch einen Schlitz herausschauen.

Oh, und da ist ja schon die erste Gelegenheit für uns, vom Stuhl zu fallen: der Preis. Ein Cake Pop kostet einzeln 1,85 Euro. Etwas günstiger wird es beim Kauf von zwei oder sechs Stück, sodass ein Stück “nur noch” 1,70 bzw. 1,49 Euro kostet. Ganz schön viel für so ein kleines Bällchen am Spieß. Das sind halt doch zwischen drei und vier Euro pro 100 Gramm. Was kostet noch so viel? Richtig, Rinderfilet.

Beim Brennwert geht’s weiter. Kaum wieder auf dem Stuhl, schon gerät der wieder ins Wanken.  Auf der Website von Starbucks Deutschland gibt es zu Nährwerten zwar leider nichts zu erfahren, aber eine kurze Suche auf der internationalen Seite bringt Gewissheit: der Knödel ist eine Mini-Kalorienbombe. Wir rechnen mit 180 bis 200 Kilokalorien. Ein kleiner Vergleich: 100 Gramm der Schokosahnetorte von Coppenrath und Wiese haben 298 Kilokalorien – 100 Gramm Cake Pop über 400. Dass die Dinger klein sind, heißt also nicht, dass sie auch als leichter Snack durchgehen.

Der Geschmack
Das Himbeerbällchen sieht eigentlich echt drollig aus – es ist ein wenig kleiner als die anderen, was auf eine höhere Dichte schließen lässt, außen ist es von quietschpinkem Kristallzucker umhüllt. Klingt stark nach einem Produkt für Mädchen mit Prinzessinnen-Komplettoutfit. Ein Biss hinein, und: Enttäuschung. Was ist das? Der Knödel ist primär pappsüß und wirkt aromatisch sehr künstlich. Der Teig ist batzig, sieht nicht fertig aus und hat selbst keinen nennenswerten Geschmack. Die Zuckerkörnchen knirschen zwischen den Zähnen, was vielleicht erst mal ganz nett ist, aber dann extrem lästig (Kommentar Michi: ich mag ja auch gezuckerten Milchschaum, aber das ist ‘too much’.) Tinas Meinung fasst unseren Geschmackseindruck zusammen: “total bäh.” Die Kombination aus enttäuschendem Geschmack und der Tatsache, dass der Knödel Prinzessinnenoutfits schnell zu klein werden lässt, veranlasst uns zum Fazit:

Der Cake Pop mit Mandeln schaut absolut lecker aus: er ist umhüllt von grobem Mandelschrot und hat eine schöne Farbe. Beim ersten Zubeißen fällt er leider vom Stiel, was damit zusammenhängen könnte, dass zwischen Kauf und Verzehr ungefähr eine Stunde vergangen ist. Geschmacklich ist er jedoch hervorragend: das Mandelaroma ist natürlich und kräftig, der Teig ist fluffig und mit weiteren Nussstückchen durchsetzt. Dieser Cake Pop isst sich tatsächlich wie ein kleiner Kuchen, der auch noch gut zum Kaffee passt. Nach der Enttäuschung über den Himbeer-Cake-Pop sind wir begeistert und vergeben:
bis

Schließlich der Kokos-Knödel. Er ist gleich groß wie die Mandel-Variante, aber von Kokosflocken bedeckt . Tina stellt folgerichtig fest, dass er aussieht wie Raffaello. Er schmeckt nur ganz anders: das Aroma kommt ausschließlich von den Kokosflocken und wird durch eine ordentliche Portion Zucker gestützt. Der Geschmack erinnert Michi an das Innere von Bounty-Schokoriegeln. Wir stellen fest: eigentlich zu süß, um noch angenehm sein zu können. Der Teig ist aber auch hier fluffig und auch hier fällt das Bällchen wieder vom Stiel. Wir finden schade, dass diese Sorte so süß ist, dass man sie eigentlich gar nicht genießen kann, daher:

Der Teig ist fluffig, aber vom Stiel gefallen.

Das Fazit
Die Idee kleine Kuchen am Stiel anzubieten ist grundsätzlich super – der hohe Brennwert der Cake Pops macht aber den Wunsch nach einer kleinen Portion zum Kaffee zunichte. Geschmacklich kann nur eine der drei Sorten überzeugen und macht den hohen Preis nur umso erstaunlicher.

Coppenrath & Wiese machte bisher vor allem durch tiefgekühlte Torten (Kommentar Tina: die wirklich gut sind!) und tiefgekühlte Semmeln (Kommentar Tina: die nicht alle so gut sind…) auf sich aufmerksam. Jetzt gibt es unter dem Namen “Kleiner Augenblick” auch noch tiefgekühlte Desserts. Tinas Herz hüpfte da ganz hoch, packt sie doch nach jedem guten Abendessen der Desserthunger, ohne große Lust, sich selbst noch um eines zu kümmern. Nach einer wochenlangen Suche in diversen Supermärkten wurde sie schließlich bei real fündig und nahm eine Packung der Sorte “Kirsch-Trüffel” mit nach Hause, um sie bei einem Kaffee mit Michi zu testen.

Aus edler Bourbon-Vanille, feinster Schokolade und saftigen Kirschen haben wir ein Dessert wie ein Gedicht gezaubert: Mit fruchtiger Kirschmousse und aromatischer Bourbon-Vanille-Sahne kombiniert
mit Schokoladenmousse-Sahne und lockerem Schokobiskuit, dekoriert mit knackigen Schokolocken.

Diese “Kleinen Augenblicke” bringen großen Genuss! Schicht für
Schicht eine pure Verlockung – Löffel für Löffel unwiderstehlich: das sind unsere Conditor-Desserts. Sie bestehen aus feinsten Früchten, frischer Sahne, lockerem Biskuit und werden liebevoll von Hand verziert. Ob als krönender Abschluss für liebe Gäste oder als
Belohnung im Alltag, mit unseren Desserts entfalten kleine Augen-
blicke große Wirkung!

Quelle: Coppenrath & Wiese

So lautet das Versprechen der Tiefkühlkonditoren und aus optischer Sicht ist dafür auch genügend Potential vorhanden. Die Gläser bestehen zwar aus Plastik, durch die asymmetrische Öffnung könnte man sie mit viel gutem Willen jedoch auch Gästen auf den Dessertteller stellen. Wie so oft entspricht das tatsächliche Äußere nicht ganz dem Produktfoto auf der Verpackung – dort stimmen eindeutig die Proportionen nicht, wir vermuten, dass das Glas einfach neben einem winzigen Espressolöffel und einer genmutierten Kirsche fotografiert wurde. Und woher genau die Bezeichnung Kirsch-Trüffel kommt, ist auch schleierhaft.

Geschmacklich weiß der “kleine Augenblick” leider nicht zu überzeugen. Die obere Schicht der Vanillecreme erinnert stark an schlechtes Vanilleeis, von der Bourbon-Vanille schmeckt man dementsprechend so gut wie nichts. Die “Kirschmousse” ist schlichtweg keine Mousse, denn daran ist nichts schaumiges oder luftig-geschlagenes. Ihre Konsistenz hat viel mehr etwas sirupartiges. Die “Schokoladenmousse-Sahne” (Kommentar Michi: Was soll das überhaupt sein?!) ist leider viel zu kurz gekommen. Auf dem Foto sieht es so aus, als würde sie den größten Teil im Glas einnehmen, stattdessen ist sie nicht einmal fingerbreit eingefüllt worden. Schade, denn die hat eigentlich ganz gut geschmeckt. Ebenso der darunterliegende Schokoladenbiskuitboden, der nicht durchgeweicht ist (Kommentar Michi: doch was hat ein Biskuitboden in einem Schichtdessert verloren?).

So richtig freuen können wir uns über das Dessert einfach nicht. Und als die Dessertbecher schließlich leer sind, fühlen wir nicht einmal das wohlige, befriedigende Gefühl einer guten Nachspeise im Bauch. (Kommentar Michi: Dieses unbefriedigende Gefühl hab ich immer noch, wenn ich daran denke…)Viel eher wird der Name “kleiner Augenblick” zum Programm: im Nu führt man sich jede Menge Kalorien zu, ohne davon auch noch glücklich zu werden. Nein, liebe Kuchenbäcker, das war wirklich nichts. Beim “Kleinen Augenblick Kirsch-Trüffel” handelt es sich viel eher um den misslungenen Versuch, eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte ins Glas zu bekommen. Dennoch lobenswert: die Idee, ein tiefgekühltes, schnell aufgetautes (bei Zimmertemperatur 30 Minuten) Dessert rauszubringen. Als “krönender Abschluss für liebe Gäste” würden wir es jedoch nicht kredenzen – das wäre durch den flachen, langweiligen Geschmack einfach zu peinlich.

Unser Fazit:

Tina: 

Michi:

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Bonne Maman Caramel & Philadelphia Honig

Bonne Maman kennt man bei uns als den Hersteller feiner Konfitüren in traditionellen Gläsern mit dem charakteristischen karierten Deckel. Jetzt haben die Franzosen etwas Neues auf den deutschen Markt geworfen, was mit Konfitüre wenig zu tun hat, aber auf jeden Fall ins Aufstrich-Regal gehört: Bonne Maman Caramel. Grund genug für uns, das Produkt zu testen und euch zu sagen, ob sich der Kauf lohnt.

Bonne Maman Caramel

“Jetzt im Handel: Bonne Maman Caramel
Kennen Sie schon Bonne Maman Caramel? Dieser einzigartige Brotaufstrich schmeckt köstlich auf Croissant und Baguette, ist aber auch eine tolle Zutat für Desserts und passt prima zu Crêpes oder Eis.”

So heißt es auf der Website der Marke, deren Produkte übrigens aus Frankreich importiert werden und in Deutschland von der Odenwald-Früchte GmbH vertrieben werden. So erklärt sich, dass auf der französischen Webseite eine breitere Produktpalette zu finden ist, die unter anderem so exotische Sachen enthält wie Kastanienkonfitüre; die Karamellcreme heißt dort übrigens Confiture de Lait.

Das Produkt an sich ist in keinster Weise neu: auf die Idee, gezuckerte Kondensmilch einzukochen, sind schon mehrere gekommen, besonders in Lateinamerika. So heißt die Karamellcreme in hispanophonen Ländern dulce de leche und im Portugiesisch Brasiliens doce de leite. Rezepte zum Selbermachen finden sich folglich haufenweise im Internet. Gezuckerte Kondensmilch gibt es bei uns übrigens von Nestlé unter dem Namen Milchmädchen. Was die Verwendung in der brasilianischen Küche betrifft, so gibt es einen Nachtisch namens doce de leite com queijo. Also: Karamellcreme mit Käse. Ja, mit Käse. Und zwar sogenannter Minas-Käse, der in der Textur sehr viel mit dem zypriotischen Halloumi gemeinsam hat.

Zurück zur Creme von Bonne Maman:
Süß. Das bringt das Produkt am ehesten auf den Punkt. Die Creme hat einen feinen Karamellgeschmack, ist aber auf Grund des hohen Zuckergehalts sehr klebrig, was dazu verleitet, sich schnell die Lippen abzuschlecken. Ich bin sicher, dass man sie auch abseits des Frühstückstisches gut einsetzen kann. Weil die Idee an sich aber nicht besonders innovativ ist und leicht selbst zu machen, gibt es als Fazit:


Bonne Maman Caramel, gekauft bei Galeria Kaufhof für 1,99 €.

Philadelphia Honig

Auch Kraft Foods hat sich mal wieder was Neues überlegt: beim Einkaufen habe ich im Kühlregal Philadelphia Honig entdeckt.

“NEU: Philadelphia Honig
Jetzt gibt es Verstärkung im Kühlregal. Neben Philadelphia mit Milka kommt ein zweites süßes Frühstückserlebnis in den Handel.
Blumig-süß und dabei cremig-kühl besticht die neue Philadelphia Sorte.”

Erst letztes Jahr hat Philadelphia mit Milka versucht, das Frischkäsesortiment in die süße Ecke zu erweitern. Ich habe ein mal eine Packung gekauft und konnte damit ehrlich gesagt nichts anfangen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass da zusammenkommen sollte, was nicht zusammengehört: die Konsistenz war nicht cremig, sondern geleeartig und der Geschmack von einer leichten Säure bestimmt, die aber nicht vom Frischkäse kam…
Die Honig-Variante kommt da ganz anders daher: wirklich cremig und von einer feinen Süße, die auch tatsächlich von Honig stammt. Insofern ist der Frischkäse wirklich eine nette Idee für einen süßen Brotaufstrich. Wer jedoch ohnehin immer Frischkäse und Honig im Haus hat, wird auf den Kauf verzichten können.
Mein Fazit:


Philadelphia Honig, gekauft bei Edeka für 0,88 € im Sonderangebot.

(Alle Markennamen und Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.)