Letzte Woche gab es für mich eine große Premiere – ich durfte zum ersten Mal überhaupt ein Blogevent besuchen und auch noch bei Vapiano hinter die Kulissen gucken. Das Marketing Team um Jana und Kathrin hat nämlich zum Vapiano Blogger-Kochen in die Münchner Filiale am Bahnhof Pasing eingeladen. Ich war die einzige Foodbloggerin, mit dabei waren dafür drei herzallerliebste Damen aus der Fashionsparte, die nicht minder koch- und foodbegeistert am Wok und am Pizzacounter standen.


Noch bevor die Filiale regulär öffnet, waren wir schon da – um neun Uhr morgens hat uns Jana aus der Bonner Vapianozentrale erwartet, währenddessen waren die Vapianisten schon voll in der Vorbereitung für den Tag. Nach für nach trudelten die anderen Bloggerinnen, Alice, Anne und Conny, sowie Kathrin vom “Achtung” PR-Team ein. Die Völlerei konnte beginnen, und ich frage mich immer noch, wie ich ernsthaft auf die Idee kam, etwas zu frühstücken…schon zur Besprechung gab es erst einmal frische Croissants und eine Antipastiplatte. Danach haben wir unsere eigenen roten Vapiano-Schürzen bekommen und durften gleich an den Wok. Dabei gab’s ein wenig Hilfe von Koch und Restaurantleiter Matthias.

Hiermit möchte ich mich aufrichtig bei allen Vapianisti entschuldigen, denen ich bei meinen Specialreviews je angekreidet habe, etwas vergessen zu haben oder die ich mit knurrendem Magen verwünscht habe, weil sie nicht schneller gemacht haben. Die Arbeit hinter dem Wok ist gar nicht einfach. Jeder Schritt ist für jedes Gericht genau vorgetaktet. Wir haben erst einmal alle Pasta Salvia Piccante gekocht und dafür auch eine Rezeptversion für Mitarbeiter bekommen. 150 Sekunden hat ein Vapianist normalerweise Zeit für das Gericht, Anne und ich haben mit Sicherheit mindestens doppelt so lang gebraucht. Die Zucchini wären mir fast angebrannt und zwischendurch ist meine Sauce zu kalt geworden, weil ich die Gemüsebrühe nicht kreisförmig in den Wok gegossen habe, sondern in einem Schwall in die Mitte. Bisher habe ich das immer für Effekthascherei gehalten, Matthias sei Dank weiß ich nun: beim Herunterlaufen werden Brühe und Öl schon heiß und der Garprozess wird so nicht unterbrochen. Als er das Gericht später noch einmal für uns alle gekocht hat, hat das trotz gleicher Zutaten und Vorgehensweise einfach viel besser geschmeckt. Im Vergleich zu meiner Version ist mir nun klar: mehr Mut zu Salz und Pfeffer!

Im Anschluss daran haben wir einen Ausflug an den Pizzabereich gemacht. Dort hat uns Matthias gezeigt, wie man richtig Pizzateig auseinanderzieht. Nämlich: Teiglinge flach drücken, mit viel Mehl dazwischen aufeinanderlegen und als Stapel auseinanderziehen. Das Feintuning gibt’s danach beim Ziehen über den Rand der Arbeitsfläche (wie bei Strudelteig) und vor allem in der Disziplin des KunstvolldurchdieLuftwirbelns, an der ich mich mal lieber nicht versucht habe.

Bei der Gelegenheit gab’s natürlich ganz viele Blicke hinter die Kulissen – bis auf das Brot wird alles frisch in den Filialen zubereitet, sogar die Eier für den Nizza-Salat kocht das Team am morgen in einem großen Wok. Leider hat sich der Akku meiner Kamera (den man ja nur alle Jubeljahre mal aufladen muss…) während des Events verabschiedet, deshalb habe ich dann mit meinem iPhone weiterfotografiert. Weitere Fotos findet ihr natürlich auf den anderen drei Blogs. Vielen Dank auch an Jana, von ihr stammen die Fotos, auf denen ihr mich auch mal zu Gesicht bekommt


Als kleines Geschenk gab’s noch einen Home Cup, einen Nachschub an Vapiano-Gewürzen und die rote Schürze zum Mitnehmen. Vielen Dank nochmal an das Vapiano-Team für den tollen Tag bei euch in Pasing! Und für euch hat Jana vom Vapiano-Team mir netterweise unsere Rezepte für den Tag, Pasta Salvia Piccante und Pasta Estiva, als PDF zur Verfügung gestellt. Einfach downloaden und selbst einmal probieren!

Obwohl ich als Mädchen die Farbe Rosa und Schnörkel und Blümchenmuster vehement abgelehnt habe, bin ich heute umso hingerissener, wenn es mich in ein richtiges “Mädchencafé” verschlägt: Kuchen wie zu Hause, eine verspielte Einrichtung mit Shabby Chic und Bonbonfarben und Kaffee aus Porzellantassen wie bei Oma gibt’s da, es ist hell und freundlich und einfach nur schön. Das scheint gerade mal wieder ein Trend zu sein – in München gibt es inzwischen auch ein paar solcher Cafés. Für diesen Monat möchte ich euch deshalb drei echte Mädchencafés in München vorstellen, die wunderbar für einen Kaffeeklatsch mit der besten Freundin geeignet sind.
Café Fräulein – Altstadt

Das kleine Café ist vielleicht zwei Minuten Fußweg vom Viktualienmarkt entfernt, wenn die gestreifte Markise nicht gerade ausgefahren ist, läuft man schon fast daran vorbei. Innen ist es jedoch wunderbar nostalgisch eingerichtet, nur wenige Tische und eine Kaffeebar gibt’s hier. Das Kuchenangebot wechselt, manchmal steht sogar eine Auflaufform voller Scheiterhaufen neben den kleinen Glasglocken mit kleinen Kuchen. Es gibt Käsekuchen mit Beeren, Blondies und natürlich Zimtschnecken, denn das Café gehört zur Giesinger “Zimtschneckenfabrik”. Alle Kuchen, die ich bisher dort gegessen habe, waren sehr lecker und frisch – mein Favorit ist inzwischen der unglaublich saftige Apfelkuchen (oben rechts im Bild). Die Kuchen kosten um die 2,50€, die Tasse Kaffee gibt’s für 2,40€, Cappuccino für 2,80€.
Café Fräulein – Frauenstraße 11 – www.cafe-fräulein.de
Princess Schokobar – Schwabing

Ganz in der Nähe von der Münchner Freiheit liegt die Princess Schokobar, die sich selbst “Chocolaterie & Patisserie” nennt. Tatsächlich gibt es hier Pralinen und handgeschöpfte Schokolade zu kaufen, wir sind beim letzten Besuch jedoch geradewegs auf die Vitrine an der Ladentheke zugesteuert. Wunderbare kleine Törtchen gibt’s hier, Michi und ich haben uns für das Cassis-Schoko-Törtchen (3,90€) und das Törtchen mit Kokoscreme und Himbeeren für 3,50€ entschieden. Dazu gab es Cappuccino mit Soja-Vanille-Milch (3,00€).
Alle Kreationen des Hauses sind vegan, gemerkt hat man davon jedoch gar nichts. Im Gegenteil, den leckeren Vanille-Cappuccino ziehe ich ab sofort jedem mit herkömmlicher Milch vor…der stolze Preis für die Törtchen ist unserer Ansicht nach absolut gerechtfertigt, sie sind wirklich kleine Kunstwerke und schmecken hervorragend. Leider hat der Laden momentan nur freitags und samstags geöffnet für wenige Stunden geöffnet, die Öffnungszeiten findet ihr auf der Website.
Princess Schokobar – Haimhauserstraße 3a – www.princess-chocolate.com
Café Lotti – Maxvorstadt

Ein Traum in Rosa erwartet einem im Café Lotti – gut, eine Ecke ist auch noch babyblau. Schlichte weiße Möbel, geblümte Tischdeckchen und opulente Kronleuchter an der Decke machen das Café durch und durch barbieesk, macht aber gar nichts. Die Kuchenauswahl ist klein, aber wirklich fein, besonders den Käsekuchen möchte ich hier lobend hervorheben. Ich habe selten so einen guten Käsekuchen in einem Münchner Café gegessen (bin aber natürlich auf Tipps und Gegenmeinungen eurerseits gespannt!), er hat für mich genau die richtige Konsistenz und Ausgewogenheit zwischen Vanille und Zitrone. Leider habe ich den genauen Kuchenpreis nicht mehr im Kopf, er kostet auch etwa 2,50€, wenn ich mich recht erinnere. Sollte es die Varianten mit Himbeeren oder Blaubeeren geben, so möchte ich euch diese ebenfalls ans Herz legen. Ach, am liebsten würde ich hier jeden Tag Käsekuchen essen. Die Tasse Kaffee gibt’s für 2,60€, der Cappuccino kostet hier 3,00€.
Café Lotto – Schleißheimer Straße 13 – www.cafe-lotti.de
Wir sind Faschingsmuffel. Aber wenn es etwas gibt, was uns die narrische Zeit (im wahrsten Sinne des Wortes!) versüßt, dann ist es die Krapfenschwemme, die Bäckereien zwischen Neujahr und Faschingsdienstag erfasst. Krapfen (aka Berliner aka Pfannkuchen) soweit das Auge reicht! Was für ein Anlass, gleich mit dem Thema in unsere zweite Runde “Drei am Dritten” zu starten – wir haben uns für euch einen Nachmittag lang (zugegeben: mit der tatkräftigen Unterstützung von Freunden und Familie) durch das Sortiment von drei richtig guten Adressen für Krapfenproduzenten in München gegessen.
Uns war es wichtig, nicht sofort die kleinen und großen Bäckereiketten der Stadt anzusteuern. Klar gibt es auch an anderen Adressen Münchens richtig leckere Krapfen (zu nennen wäre da etwa noch die Kette mit dem großen R am Anfang und dem kleinen ischart am Ende…), doch mit den Exemplaren dieser “Drei am Dritten” sind wir richtig glücklich geworden. Gemeinsamkeiten bei allen: die Krapfen waren wunderbar frisch, nicht zu fettig und hatten größtenteils die genau richtige Menge Füllung, die auch noch mittig platziert war. Perfekt, um die Krapfen zu teilen und gleiche Probierteller für unsere Mittester zu machen!
Bäckerei Hoffmann – Laim
Wie am Stachus geht’s da in Laim zu, die Leute strömen in die kleine Bäckerei, auch im kleinen Café ist was los. Ratzfatz haben wir drei Krapfen in der Hand. Wir haben uns für den Baileys-Krapfen für 2,40€, den Schoko-Sahne-Krapfen für 1,60€ und den Apfelkrapfen (in Apfelform! Allein dafür gibt’s schon nen Punkt!) für 2,40€ entschieden.
Den Baileys-Krapfen kann man als richtig “bombig” beschreiben, da steckt ordentlich was dahinter. Optisch sieht er mit den hellen Schokoladenspänen und den weißen Streifen richtig schick aus, und auch die inneren Werte in Form der hellen Baileyscreme überzeugen uns vollends. Zwar schmeckt sie nicht so, doch nach ein paar Bissen merkt man deutlich, wie satt der Krapfen macht. Auch die Füllung vom Schoko-Sahne-Krapfen kann die meisten von uns überzeugen, und schmeckt cremig und schokoladig. Eine Schokosahne wie etwa in einer Torte verbirgt sich jedoch nicht darin, die Konsistenz erinnert doch eher an Sahnepudding. Der Teig schmeckt dafür leicht nach Fett, ist dafür aber sehr fluffig und großporig. Zu guter Letzt unser optisches Highlight, der Apfelkrapfen: der Teig ist hier derselbe, etwa die Hälfte von uns findet ihn etwas altbacken, wir alle sind uns jedoch einig, dass er eher neutral schmeckt und vor allem als Träger für das ganz und gar ausgezeichnete Apfelmus im Inneren dient. Das schmeckt wirklich großartig, leicht nach Zimt und herrlich unkompliziert, einfach gradeaus toll. Insgesamt macht das die Bäckerei Hoffmann zu unserem Gesamtsieger in der Kategorie “Füllung”!
Bäckerei Hoffmann – Reutterstraße 42 – Haltestelle Willibaldplatz http://www.baeckerei-hoffmann.de/

Konditorei Widmann – Hadern
Weiter geht’s im Münchner Westen. Die Konditorei Widmann ist genau das, was sich Tina unter moderner Konditorei vorstellt: ein unfassbar stylischer Laden, der sowohl die klassische Mokkatorte als auch sehr hübsche kleine Törtchen in Kuppelform und eigene Gebäckvariationen anbietet. Auch hier ist sehr viel los, und die Kundschaft gibt sich nicht etwa mit einem oder zwei Stück Torte zufrieden, nein, die Leute vor uns in der Schlange haben offenbar größtenteils für die ganze Familie eingekauft. Hinter der Theke liegen die Krapfen bereit, hier gibt es keine ausgefallenen Kombis. Klassische Füllungen und die Verzierung mit Zucker stehen hier im Vordergrund. Und da vor uns so viele Menschen die Spritznudeln bestellen, machen wir das doch auch gleich. Die Verkäuferin erklärt uns, dass es sich dabei um Krapfen ohne Füllung mit Rosinen handelt, klingt wunderbar und kommt für 2,00€ gleich mal mit. Außerdem entscheiden für uns noch für Krapfen mit Himbeer- und (in Gedanken bei einer fränkischen Freundin) Hagebuttenfüllung für jeweils 1,80€. Die Spritznudel ist sehr fluffig und dennoch kompakter als die anderen Krapfen, hat etwas von Auszognen (aka Kirchweihnudeln aka Küchla) oder auch Rohrnudeln. Für unseren Geschmack etwas zu wenig von den sehr guten Rosinen. Auf jeden Fall sehr schön, dass so etwas auch angeboten wird! Die anderen beiden Krapfen überzeugen uns dafür auf voller Linie – der Teig ist schlichtweg sensationell, da sind wir uns alle einig. Er ist selbst geschmackvoll, leicht hefig und süß, luftig-leicht und nicht zu fett. Das gibt schon einmal den Sieg in der Kategorie “Teig”. Auch die beiden Fruchtfüllungen haben es uns angetan, und der Himbeerkrapfen schafft tatsächlich den Gesamtsieg als Einzelkrapfen mit der jeweils vollen Punktzahl bei allen Testern, die auch Punkte vergeben haben. Die Himbeerfüllung schmeckt intensiv fruchtig-süß, ist dabei jedoch nicht zu süß und deutlich besser als normale Marmelade. Spitze!
Konditorei Widmann – Heiglhofstraße 11 – Haltestelle Großhadern http://www.konditorei-widmann.de/

Café Högl – Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt
Mit seinem “Call a Krapfen”-Lieferservice ist Högl in München relativ bekannt, was Krapfen angeht. Sehr sympathisch: vor Ort kann man im Schaufenster zugucken, wie die Krapfen frisch zubereitet werden. Tatsächlich gibt’s hier eine sehr große Auswahl an Krapfenkreationen, die wir so bisher in München noch nirgendwo entdeckt haben. Wir entscheiden uns für den griechisch angehauchten Aphrodite-Krapfen mit einer Füllung aus griechischem Joghurt und Honig sowie Walnuss-Topping für 1,90€, den Baunty-Krapfen mit Kokosfüllung und Schokokruste (wir vermuten markenrechtliche Gründe hinter dieser Schreibweise…), ebenfalls für 1,90€ und den Amadeus-Krapfen mit Nussnugat- und Pistazienmarzipanfüllung für stolze 2,60€. Vom Aphrodite-Krapfen ist Tina bereits seit Jahren ein großer Fan, heute konnte er leider nicht so eindeutig punkten. Der Teig war in Ordnung, jedoch nicht herausragend, die Füllung dafür für unseren Geschmack nicht süß genug. Dafür schmeckt der leicht säuerliche Joghurt richtig gut und kann mit seiner Frische im Vergleich zu konventionellen Krapfenfüllungen punkten. Auf dem Bild im Onlineshop sieht man deutlich mehr Walnüsse auf der Oberfläche, in echt waren die leider etwas spärlicher gesät. Wir würden uns auf jeden Fall mehr Walnuss, gerne auch kleingehackt in der Füllung, wünschen. Der Baunty-Krapfen ruft sehr gemischte Meinungen hervor. Der Teig war leider nicht richtig locker, für manche hat er sogar leicht salzig geschmeckt. Einig waren wir uns, dass die Füllung zu wenig nach Kokos geschmeckt hat. Allerdings war die herbe Schokolade (die wir wieder gut fanden) auf der Oberfläche auch sehr dominant. Vielleicht hat sie ja sogar den Teig etwas zusammengedrückt? Wir können uns zumindest kaum denken, dass für jeden Krapfen ein anderer Teig verwendet wird. Denn gerade beim Amadeus-Krapfen fanden wir diesen wieder schön fluffig. Die etwas grießelige Füllung hat deutlich nach Marzipan geschmeckt und war in der Mischung sehr lecker. Insgesamt ist Högl deshalb unser Innovationssieger, hier gibt’s ausgefallene Krapfenvarianten und mit dem Onlineshop und der Krapfenproduktion im Schaufenster setzt das Café ein echtes Statement für den Krapfen.
Cafe Högl – Lindwurmstraße 8 – Haltestelle Goetheplatz http://www.cafehoegl.de
Ihr seht: selbst wenn einzelne Tester etwas zu beanstanden hatten, insgesamt war das doch eher Jammern auf sehr hohem Niveau. Wir würden die Krapfen aus jeder Bäckerei genau so auch wieder essen wollen. Auch preislich nahmen sie sich im Großen und Ganzen nur wenig.
In diesem Sinne: lasst es euch schmecken, kommt gut durch die narrische Zeit, und berichtet uns gerne über eure Krapfentipps in München!
Ich war in Berlin. Als Fast-Münchnerin ist es nicht so, dass es mich wirklich aus München wegziehen würde. Doch Berlin ist einfach immer wieder eine Reise wert und fasziniert jedes Mal aufs Neue. Ich war inzwischen zum dritten Mal dort und hatte somit den Großteil der üblichen Sightseeing-Attraktionen schon einmal durch. Umso besser, denn so konnte ich mit meinen zwei Freundinnen auf gut Glück durch die Stadt ziehen. Dabei hatte ich auch noch das Glück, von einer in Berlin wohnenden Freundin tolle Tipps für kulinarische Hotspots zu bekommen. Und die will ich euch natürlich nicht vorenthalten.
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Barcomi’s Deli
Cynthia Barcomi ist eine Amerikanerin in Berlin, die den Berlinern offenbar erst Bagels und Cheesecake so richtig beibrachte. Ich selbst besitze eines ihrer beiden Backbücher, habe bisher aber leider nur wenig davon nachgebacken (die to cook/bake-Liste is so lang…) – doch das was ich kannte war großartig! Also haben wir einen Abstecher zum Nachmittagskaffee in ihr Deli am Hackeschen Markt in den Sophie-Gips-Höfen gemacht.

Wir setzten uns also an unsere Tische, quadratische Plastiktische wie in einem typischen Diner, meine Freundin auf eine Bank entlang der Wand und ich gegenüber auf einen Stuhl, blicke nach links und, oh Gott – da saß Cynthia Barcomi herself, mit einem Teller voll mit Rucola und unfassbar gut aussehenden Crostini und redete unentwegt in American English mit einer anderen Frau. Mein Fanherz hüpfte natürlich sofort höher, aber sie anzusprechen habe ich mich dann irgendwie doch nicht getraut. Stattdessen haben wir lieber schnell etwas bestellt, das mich davon ablenken sollte, gebannt auf den Essteller der Chefin zu starren. Nämlich einen New York Cheesecake (3,30€) mit einer Tasse Kaffee (2,20€). Für meine Begleiterin gab es Milchkaffee und ein Stück vom Chocolate Espresso Cheesecake, der nämlich am Tisch zu unserer Rechten bei der Dame auf dem Teller genauso gut aussah wie das Crostini bei Cynthia…ihr seht, wir haben ziemlich viel herumgeguckt.

Ich habe mich natürlich nicht beherrschen können, zuerst musste die vorderste Ecke vom Cheesecake-Stück daran glauben, bevor ich noch schnell ein Foto gemacht habe. Und ich sage euch eines: das ist der beste Cheesecake meines Lebens gewesen. Gut, ich war auch noch nie in Amerika…aber er war wirklich göttlich. Fluffig, leicht und der Boden war richtig knusprig und hatte eine leicht karamellartige Süße. Natürlich habe ich auch einmal beim Chocolate Espresso Cheesecake genascht. Der war deutlich mächtiger, ganz cremig und hat leicht nach Schokolade geschmeckt, mit kleinen Knusperstückchen (ich glaube, es war etwas Nussiges…) darin. Eine Stunde später habe ich mich so leicht wie eine Springfeder gefühlt, die Freundin mit dem Schokoladenchessecake jedoch ziemlich vollgefuttert. Trotzdem war er so lecker, dass wir erst gestern – inzwischen zwei Wochen nach unserem Trip nach Berlin – wieder ins Schwärmen über die beiden Cheesecakes kamen.
Barcomi’s Deli – Sophie-Gips-Höfe, 2. Hof // Sophienstraße 21
www.barcomis.de
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Monsieur Vuong
Am Abend hatten wir Lust auf etwas Asiatisches. Wir hatten in den Tagen zuvor bayerische Küche neben dem Bundestag (und nein, das hatten wir uns nicht selbst ausgesucht) und riesengroße, leckere Pizzen verdrückt. Und am Nachmittag eben die Cheesecakes – da kam asiatische Küche gerade recht. Unsere Berliner Freundin schickte uns also zu Monsieur Vuong, einem Vietnamesen in Berlin-Mitte.

Das Lokal ist in einer Mischung aus Rot, Orangen und Pink mit Neon und goldenen Buddhas gehalten, über uns qualmte dezent ein Räucherstäbchen vor sich und und der Laden war vor allem eines: brechend voll. Wir hatten Glück, überhaupt einen Platz zu bekommen. Das Besondere bei Monsieur Vuong ist, dass es keine feste Speisekarte gibt. Lediglich Getränke und Vorspeisen sind immer dieselben, ansonsten wechselt das Angebot offenbar alle zwei Tage. Wir hatten die Wahl zwischen zwei Hauptgerichten und haben uns beide für Huhn mit Koriander, Zitronengras und Gemüse an einer Orangen-Kokos-Curry-Sauce mit Duftreis entschieden.

Punkt 1: der Teller sieht einfach mal megastylisch aus. Punkt 2: Mit 7,40€ ist dieses Gericht in diesem Ambiente in dieser Präsentation aus Münchner Augen ein wahres Schnäppchen. Und Punkt 3: es hat so köstlich geschmeckt. Unter dem ganzen Gemüse war der Reis mit der Sauce versteckt, in die man immer etwas vom Gemüse eingetunkt hat. Gegen Ende habe ich da unten leider auch wahnsinnig viele kleine Zitronengrasstücke entdeckt, denen man gar nicht mehr aus dem Weg gehen konnte. Ich persönlich mag das nicht, wenn einem zwischendurch immer wieder ein ganzer Mund voll Essen plötzlich nur noch nach Zitronengras schmeckt, aber es war noch im Rahmen. Einziges Manko am Laden: es ist ziemlich laut, man sitzt auf Hockern ohne Rückenlehne und deshalb ist “Monsieur Vuong” leider nichts, um entspannte lange Abende mit Freunden zu verbringen. Für das Essen bei einem Städtetrip oder vor einem Cocktailabend in einer anderen Location würde ich da aber auf jeden Fall wieder hingehen, wenn ich das nächste Mal in Berlin bin.
Monsieur Vuong // Alte Schönhauser Straße 46
www.monsieurvuong.de/




