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Gebratener Rosenkohl mit Zitrone und Paprika

Vielleicht sollte ich dieses Rezept auch lieber “Rosenkohl für Einsteiger” nennen, denn ich habe mich wirklich sehr überwinden müssen, es auch umzusetzen. An und für sich mag ich Rosenkohl so gar nicht. Und der Geruch erst! Mein Gemüse ess’ ich nicht, nein, das mag ich nicht und so weiter und so fort. Irgendwann haben meine Eltern eben aufgegeben, mir den Rosenkohl schmackhaft machen zu wollen. Auch als ich das Rezept in einem Newsletter von “The Kitchn” sah, wäre ich wohl sofort zurückgewichen. Aber wer kann schon ahnen, dass “Brussels sprouts” der englische Ausdruck für Rosenkohl ist? Nun gut, als ich dieses Wort nachgeschlagen hatte, wurde das Rezept wieder weggelegt.

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Doch als ich dann im Supermarkt vor dem Gemüseregal stand und diese hübschen kleinen, grünen Bällchen sah, da muss es in meinem Foodie-Hirn so etwas wie einen Kurzschluss gegeben haben. Zack, Rosenkohl geschnappt, ab zur Kasse und bezahlt. Gut, dass ich es gemacht habe – denn jetzt kann ich voller Stolz von mir sagen, dass ich Rosenkohl doch mag. In dieser Zubereitungsart riecht er auch nicht einmal nach Kohl, das hat die Sache wohl für mich einfacher gemacht. Gebt euch also einen Ruck, ihr Rosenkohlhasser da draußen, und kocht das nach!

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als Beilage für 2 Personen

250 g Rosenkohl

1 EL Olivenöl

1/2 TL gehackter Knoblauch

1/2 TL geräuchertes Paprikapulver

Abrieb von 1/4 Zitrone

1 TL frisch gepresster Zitronensaft

1 TL getrocknete Thymianblätter

Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer

01-grün  Die Röschen waschen und abtrocknen, danach den Strunk abschneiden und die äußeren Blätter abzupfen. Danach der Länge nach halbieren und die Hälften mit einem scharfen Kochmesser in feine Streifen schneiden. In eine Schüssel geben und kurz durchmischen, damit sich die Streifen voneinander lösen.

02-grün  Olivenöl in eine Pfanne geben, diese auf mittlerer Hitze erhitzen. Knoblauch und Paprikapulver hinzugeben und kurz anschwitzen, danach den Zitronenabrieb und den getrockneten Thymian dazugeben und anbraten, bis die Zutaten zu duften beginnen. Die Rosenkohlstreifen dazugeben und auf niedriger bis mittlerer Hitze etwa 5-7 Minuten braten. Der Rosenkohl sollte noch bissfest, aber gar sein. Den Zitronensaft hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. eat it. love it.

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Meiner Ansicht nach geht nur wenig über ein gutes Steak – ab damit in die Pfanne, medium rare braten und mit einem Berg Pommes frites und Salat auf einen Teller. Wäre da nicht diese Sache mit dem perfekten Garpunkt für das von mir favorisierte medium rare. Und ich habe wirklich viel versucht – mit dem Test an der Daumenbeuge konnte ich noch nie wirklich etwas feststellen, auf die Uhr gucken alleine hat auch nie gereicht.

Aber nachdem es ja für alles eine App gibt, begab ich mich auf die Suche und wurde tatsächlich fündig: Steak Master heißt die App und einen Klick und 1,59 Euro später war sie auch schon auf meinem iPhone. Die Anwendung ist denkbar einfach und selbsterklärend: ich wähle aus, dass ich das Steak nur in der Pfanne (und nicht noch im Backofen) braten möchte, danach kann ich den Garpunkt auswählen und sehe auch noch, wie lange mein Steak brauchen wird. Perfekt, um die Pommes frites gleichzeitig heiß auf den Tisch zu bekommen.

Leider habe ich keine drei Hände, also konnte ich das folgende nicht fotografieren – denn ich kann die Steakdicke stufenlos mit dem Finger auswählen, indem ich mein Steak neben das iPhone halte und die entsprechende Dicke angebe.

Danach geht alles ganz schnell: die App sagt mir, wie viel Öl ich in meine Pfanne geben soll, welche Pfanne die beste für mein Vorhaben ist (natürlich meine neuste Errungenschaft von WMF!) und schon kommen meine beiden Rumpsteaks in die Pfanne. Wie ihr bereits an der Voreinstellung seht, sind sie mit ihren zwei Zentimetern vergleichsweise dünn – eine echte Herausforderung also, damit sie am Ende auch noch saftig sind.

Die Konsequenz der unbeschichteten Pfanne ist natürlich, dass das Fleisch sofort ansetzt. Macht aber nichts, denn das schmeckt umso besser. Und wer die Steaks gut warmhalten kann, für den ist der Bratensatz sogar die perfekte Grundlage für eine Sauce zum Fleisch. Nach knapp zwei Minuten ist es soweit und ich muss doch etwas an meinem Fleisch ziehen und zerren, damit ich es umdrehen kann.

Die Optik ist schon einmal vielversprechend, in der Mitte meines Steaks hat sich allerdings noch nicht allzu viel getan. Die Uhr auf meinem iPhone tickt unaufhörlich, und schon schrillt’s zum zweiten Mal: bitte stell’ den Herd von Stude 9 auf Stufe 3, sagt mir die App da. Danach bekomme ich auch noch eine Ansicht vom Inneren meines Steaks geboten – wie es jetzt aussieht und wie es am Ende aussehen soll. Sehr spannend, und das, ohne aufschneiden zu müssen. Noch einmal muss ich umdrehen und dann mein Steak in bereitgelegte Alufolie packen.

And this is where the magic happens! Hier sammelt sich der Fleischsaft wieder und tritt nicht sofort beim Anschneiden aus dem Fleisch heraus. Die Folge: saftiges und zartes Fleisch, so verspricht’s mir die App. In drei Minuten sei das Steak bereit für meinen Teller – in dieser Zeit kann man bestens die Pommes frites aus dem Ofen holen, den Salat anrichten und die Tischgesellschaft zum Essen rufen. Ein Fanfarenton ertönt, jetzt ist klar: mein Fleisch ist fertig!

Acht Minuten hat’s gedauert und jetzt liegt vor mir ein Rumpsteak, das von außen und innen wirklich so ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Garpunkt wurde perfekt getroffen, das Fleisch ist saftig und zart. Da kann ich jetzt auch guten Gewissens verraten, dass ich Steaks vom Discounter gekauft habe. Steak frites gelingen nun auf jeden Fall immer, es sei denn, man ist sich mit seinen Freunden oder der Familie nicht ganz über den Garpunkt einig. Für meinen Vater brate ich das Steak deshalb von jeder Seite eine Minute länger als mein eigenes.

Dennoch gibt es von meiner Seite eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für alle Nutzer von iPhone, iPod touch oder iPad – die Kosten von 1,59€ lohnen sich schnell, denn ein zu durchgebratenes Steak kostet bereits im Einkauf mehr. Inzwischen habe ich für meine Familie bestimmt sechs oder sieben Mal die Steaks auf diese Art und Weise zubereitet und das Essen war immer ein Erfolg.

(c) Screenshots via Mirko Müller