Neues aus der Reihe Ugly Food – irgendwas mit tiefgefrorenen Blaubeeren oder Heidelbeeren, die man nicht lange genug abgetropft hat. Die färben einem das Gebäck dann in allen Farbfacetten eines frischen Boxerveilchens nach dem Aufeinandertreffen mit Wladimir oder Vitali K. – lasst euch deshalb bitte bloß nicht vom Aussehen dieser Scones abhalten, sie schmecken sagenhaft! In Cynthia Barcomis zweitem Backbuch, aus dem ich das Rezept habe, sehen sie allerdings weitaus schöner aus. Mag daran liegen, dass Cynthia wahrscheinlich frische Beeren oder zumindest ausreichend abgetropfte verwendet hat.

Inzwischen habe ich das Rezept dreimal gebacken und kam jeweils zu unterschiedlichen Ergebnissen: die erste Ladung mit TK-Heidelbeeren, groß und rund, die ich nach dem Auftauen eine Stunde habe abtropfen lassen, haben geschmacklich überzeugt und waren auch nicht übermäßig verfärbt. Ein paar Wochen später, eine zweite Ladung, dieses mal mit TK-Waldheidelbeeren vom Discounter. Klang gut, nur sind die viel kleiner und vor allem viel empfindlicher als die großen Beeren vom Backversuch davor. Der Teig war nicht nur verfärbt, er war eigentlich komplett gefärbt. Und nach dem Backen habe ich festgestellt: die Beeren waren überhaupt nicht süß und den Scones hat definitiv Zucker gefehlt.

Also eine dritte Runde, wieder mit kleinen TK-Heidelbeeren. Die habe ich jedoch im Voraus probiert und wusste, dass der Zuckergehalt passen müsste. Probiert also auf jeden Fall eure Beeren vorher, wenn ihr tiefgefrorene verwendet. Natürlich sind Geschmäcker unterschiedlich, aber sie sollten auf jeden Fall auch pur ohne Zuckerzusatz leicht süß schmecken. Außerdem habe ich dieses Mal auch die Beerenmenge im dritten Anlauf etwas reduziert, da die Scones mit kleinen Beeren aus dem zweiten Versuch viel länger gebraucht haben und nicht ganz so locker geworden sind.

Nun die abschließende Einschätzung: diese Scones gehen ratzfatz, wenn man denn die richtigen Beeren zur Hand hat und tiefgefrorene Beeren auch davor lange genug hat abtropfen lassen. Am besten dürfte es wohl mit großen Kulturheidelbeeren funktionieren, da könnt ihr guten Gewissens auch 200 g verwenden, wie im Originalrezept angegeben. Bei kleineren Exemplaren (wie auf dem Foto zu sehen) haben 170-180 g bei mir besser funktioniert. In memoriam heute wieder für die Initiative Sonntagssüß!
8 große oder 16 kleine Scones
60 ml kalte Buttermilch
2 Eier
100 g Zucker
325 g Mehl
1 TL Natron
1 TL Backpulver
1/2 TL Salz
90 g eiskalte Butter
170-200 g (TK-)Blaubeeren (s.o.)
1/2 TL Zimt
2 TL Zucker
optional: Abrieb einer halben Bio-Zitrone
Tiefgekühlte Beeren in ein kleines Sieb geben und bei Zimmertemperatur auftauen und abtropfen lassen. Buttermilch und Zitronenschale in eine kleine Rührschüssel geben, Eier dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren. Wenn es draußen warm ist: vorübergehend in den Kühlschrank stellen. Ofen auf 200°C vorheizen.
In einer größeren, separaten Schüssel die trockenen Zutaten Zucker, Mehl, Natron, Backpulver und Salz mischen. Die Butter in kleinen Würfeln oder Streifen dazugeben. Dann schnell mit den Fingern die Butter mit den trockenen Zutaten zerkrümeln – wenn die Butter weich wird und anfängt zu kleben, einfach die Schüssel samt Zutaten für einige Minuten im Kühlschrank noch einmal durchkühlen lassen. Die kalte Buttermilchmischung dazugießen und mit einem Kochlöffel durchrühren. Die Zutaten sollten sich gerade so vermischen, je mehr ihr rührt, desto zäher werden die Scones später. Beeren vorsichtig unterheben.
![]()
Die Arbeitsfläche großzügig bemehlen und den Teig darauf geben. Vorsichtig zu einer etwa 2cm dicken Scheibe drücken, die Beeren sollten möglichst nicht zerplatzen. Ein scharfes Kochmesser mit Mehl bestäuben und den Teig in 8 große oder 16 kleine Dreiecke teilen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Zimt und Zucker miteinander verrühren und die Scones damit bestreuen. Auf mittlerer Schiene etwa 18 Minuten backen. Die Scones sollten nicht allzu dunkel sein sondern nur leicht bräunen. Auf ein Kuchengitter heben und einige Minuten auskühlen lassen. eat it. love it.

Irgendwo in den unendlichen Weiten dieses Internets habe ich mal gelesen, mal solle Scones möglichst nicht am nächsten Tag essen, weil sie dann hart und zäh seien – Blödsinn. Ich habe die paar, die doch übriggeblieben sind, in eine luftdicht verschließbare Plastikbox gegeben und bei Zimmertemperatur aufgehoben. Sie waren auch noch einen Tag später ganz wunderbar.
Nach genau so einem Kuchen habe ich schon lange gesucht, als Juliane ihn eines Tages bei sich im Blog präsentierte: ein einfacher Rührkuchen mit Schokostreuseln und jeder Menge Kirschen. Genau das Richtige für die Kaffeetafel am Wochenende, in Erinnerung an die Initiative Sonntagssüß!

Ich habe den Kuchen inzwischen schon zweimal nachgebacken und einige Veränderungen am Originalrezept von Juliane vorgenommen. Etwa weiß ich nach wie vor nicht, wie Juliane so viele Kirschen in einer 26cm-Form unterbringt, deshalb benutze ich fortan nur noch ein großes Glas Kirschen. Dass man Weinsteinbackpulver durch normales Backpulver ersetzen kann, das wusste ich schon – dennoch habe ich meinen ersten Versuch gleich genutzt, um das vermeintliche Wunderzeug zu benutzen. Im direkten Vergleich wurde der Kuchen dadurch tatsächlich fluffiger. Er ging zwar nicht deutlich mehr auf, aber er fühlte sich beim Hineinbeissen viel lockerer an. Dafür war jedoch ein etwas komischer Beigeschmack mit dabei, fast, als hätte ich Süßstoff verwendet. Das mag jedoch auch an der damals verwendeten Raspelschokolade gelegen haben…beim zweiten Versuch mit normalem Backpulver war der Geschmack weg, dafür auch ein wenig von der Fluffigkeit. Eigentlich muss nun also ein dritter Versuch mit Weinsteinbackpulver und guter Schokolade her. Ich halte euch auf dem Laufenden, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt und bin froh um jeden Weinsteinbackpulvererfahrenen Bäcker, der mir hierzu Näheres erzählen möchte!

für eine 26cm-Springform
125 g weiche Butter
250 g Zucker
4 Eier
100 g gemahlene Mandeln
100 g Zartbitter-Schokoraspeln
125 g Mehl
2 TL Backpulver
3 EL Rum
1 großes Glas Kirschen (Abtropfgewicht ca. 350 g)
Die Kirschen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Die Butter mit den Eigelben und dem Zucker schaumig rühren, dann das Mehl, die gemahlenen Mandeln, die Schokoraspeln und den Rum dazugeben und noch einmal gut durchrrühren. Das steif geschlagene Eiweiß vorsichtig unterziehen
Die Backform gut fetten und mehlen und den Teig hineingeben und glatt streichen. Nun die abgetropften Kirschen darauf verteilen und den Kuchen in den Ofen geben. In meiner Silikonform habe ich die Backzeit nach einer halben Stunde auf 160°C verringert und nach gewünschter Bräunung zusätzlich die Oberfläche des Kuchens mit Alufolie bedeckt, insgesamt war mein Kuchen nach 50 Minuten fertig, im Originalrezept von Juliane braucht er 70 Minuten. Behaltet ihn also gut im Auge und testet mit einem Holzstäbchen, ob der Kuchen fertig ist.
Den Kuchen in der Form kurz auskühlen lassen und dann den Rand der Springform lösen oder den Kuchen mit Hilfe eines Tortenretters aus der Silikonform holen. Vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und je nach Geschmack mit Puderzucker oder Schlagsahne servieren. eat it. love it.


Wie sehr ich Zwetschgen liebe, habt ihr wohl schon an meiner großen Zwetschgenaktion letzten September bemerkt. Dabei habe ich jedoch etwas ganz Entscheidendes ausgelassen, das ich euch jetzt präsentieren möchte: Zwetschgendatschi! Ein Münchner Spätsommer macht ohne Zwetschgendatschi einfach keinen Sinn. Dass eine große Bäckereikette einem in Form von riesengroßen Werbetafeln und beklebten Lieferwägen auch noch ständig an die Schönheit eines simplen Stücks Zwetschgendatschi auf weißem Grund erinnert, macht die Sache nicht besser.


Ich habe also Lust auf Zwetschgendatschi, schon seit Wochen, war jedoch immer zu beschäftigt, um endlich selbst einen zu backen. Also habe ich bei diversen Bäckern (nur nicht bei dem mit den Plakaten) schon Datschi gegessen, wurde jedoch jedes mal enttäuscht: mal war der Teig noch halb roh, mal wieder zu trocken, und die Qualität der Zwetschgen…naja. Nachdem ich über den Viktualienmarkt geschlendert bin und wunderschöne Zwetschgen vom Bodensee mit dem handschriftlich angebrachten Prädikat “datschigeeignet!” entdeckt habe, hat es mich gepackt und ich habe endlich Datschi gebacken. Das Rezept stammt grob aus dem “Bayerischen Kochbuch”, meine Mutter hat danach jeden Sommer ein Blech Datschi für uns gebacken. Als Kind stand ich immer daneben und wollte auch unbedingt die Zwetschgen mit ihrem alten Zwetschgenentkerner entkernen. Doch da ich teilweise noch heute mit dem Gerät an manchen Zwetschgen mangels Kraft verzweifle, blieb’s beim Zuschauen.


für ein Backblech
375 g Mehl
130 ml lauwarme Milch
15 g frische Hefe
45 g weiche Butter
45 g Zucker
1 Ei
2 kg Zwetschgen
Zimtzucker
Mehl, Zucker, Hefe, Butter und Ei in eine große Rührschüssel geben und mit dem Knethakeneinsatz eines Handmixers kneten, dabei kontinuierlich die Milch hinzuschütten. Solange kneten, bis sich der Teig geschmeidig vom Rand der Schüssel löst und noch einmal zwei Minuten von Hand kräftig durchkneten. Die Rührschüssel mit Mehl bestäuben, mit einem feuchten Küchentuch bedecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. Den Teig noch einmal kurz durchkneten und eine weitere Stunde abgedeckt gehen lassen.
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Zwetschgen waschen, abtrocknen und mit einem Zwetschgenentkerner entkernen und schneiden lassen oder von Hand entkernen. Dafür zuerst mit einem Messer halbieren, mit der Spitze den Kern herausholen und dann noch einmal halbieren, dabei jedoch die Schale der Zwetschgenhälfte nicht mit durchschneiden, sodass zusammenhängende Viertel entstehen. Das Backblech gut mit Butter einfetten und den Teig etwas größer als das Blech ausrollen und dieses mit dem Teig auslegen. Für den Rand die überstehenden Teigreste nach innen einklappen. Die Zwetschgen dachziegelförmig und möglichst aufrecht dicht aneinander auf dem Teig verteilen.
Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und je nach Zwetschgensorte 20-30 Minuten backen. Der Teig sollte goldbraun gebacken sein und die Zwetschgen weich und saftig mit leicht goldenem Fruchtfleisch geworden sein. Noch heiß mit 3-4 TL Zimtzucker bestreuen (je nach Süße der Zwetschgen) und abkühlen lassen. eat it. love it.


Ich habe nur eine kleine Portion Zwetschgendatschi für uns gebacken und das Rezept für eine Auflaufform (24 x 20 cm) halbiert. Varianten gibt es mindestens so viele wie Datschirezepte, jeder macht es ein bisschen anders. Ihr könnt noch vor dem Backen Mandelblättchen darauf verteilen oder klassische Streusel darübergeben. Sollten eure Zwetschgen besonders saften, schaffen Semmelbrösel oder gemahlene Löffelbiskuits zwischen Teig und Zwetschgen Abhilfe – vor allem wenn ihr den Datschi nicht sofort esst (was bei dem Duft eine echte Herausforderung darstellen dürfte), rate ich euch zu so einem natürlichen Saftstopper.
Kindergeburtstage waren schon immer was Tolles. Man kam zum Geburtstagskind ins Haus, spielte einen ganzen Tag, sang und lachte und ging am Schluss oft noch mit einer kleinen Tüte Süßigkeiten für die Gäste wieder nach Hause. Und nicht zu vergessen: es gab jedes Mal Kuchen, quietschbunt mit Smarties oder Gummibärchen. Nun sind wir nicht mehr ganz so klein, doch das Kind im Erwachsenen muss manchmal einfach auch bedient werden. Und so ergab es sich, dass eine normalen Geburtstagsparty mit Grillen letztens zu einer Mini-Variante eines Kindergeburtstags mit Bobby Car-Rennen und Topfschlagen wurde, auf der der Gastgeber um sein Geschenk spielen musste. Passend dazu habe ich diesen Kuchen fürs Buffet beigesteuert.

Es handelt sich um den meiner Ansicht nach besten Marmorkuchen überhaupt, Friedas Marmorkuchen von chefkoch.de, der bei uns schon etliche Male gebacken wurde. Ihr könnt natürlich jeden Kastenkuchen nehmen, den ihr mögt. Dazu noch eine furchteinflößende Besatzung aus Gummibärchen, Bullaugen aus Schokolinsen sowie Reling und Kanonen aus Waffelgebäck. Zu guter Letzt muss natürlich noch das Segel gehisst werden und schon kann’s losgehen. Für einen Piratenschiffkuchen braucht ihr:
1 Kastenkuchen eurer Wahl
150 g Zartbitter-Kuvertüre
bunte Schokolinsen
Gummibärchen
Waffelgebäckmischung
einen Schaschlikspieß aus Holz, ein Blatt mit Segeln (siehe unten)

Den abgekühlten Kastenkuchen aus der Form holen. Der Kuchen soll anstelle der natürlichen Wölbung oben drei flache Flächen als Schiffsdecks haben. Dafür den Kuchen gedanklich quer dritteln und leicht einschneiden. Die beiden äußeren Drittel von der Seite flach einschneiden, sodass auf Höhe der Außenkanten zwei flache Flächen entstehen. Das mittlere Drittel etwa einen Zentimeter (je nach Backtrieb und entsprechender Wölbung) höher ansetzen und ebenfalls quer einschneiden, sodass man insgesamt drei flache Decks hat (ähnlich einer Siegertreppe, nur mit zwei gleich hohen Flächen an den Außenseiten).
Kuvertüre fein hacken. Von der Waffelmischung schmale längliche und runde Waffeln heraussuchen, gegebenenfalls die Waffelröllchen halbieren, damit diese später kurze Kanonen darstellen. Die Schokolinsen und Gummibärchen auf Tellern bereitlegen. Zwei Drittel der Kuvertüre über einem Wasserbad vollständig schmelzen, die restliche Kuvertüre dazu geben und schnell unterrühren und schmelzen lassen. Die Schüssel vom Wasserbad entfernen und mit einem Pinsel den Kuchen mit der Kuvertüre dick bepinseln.
Die Seiten des Kuchens mit je einer Reihe Schokolinsen als Bullaugen verzieren. Sollte die Kuvertüre bereits zu sehr angetrocknet sein, einfach eine weitere Schicht auf Höhe der Schokolinsenreihe aufpinseln. Aus den länglichen Waffeln die Ränder auf der Oberseite des Kuchens als Reling auslegen, in den Lücken zwischen den länglichen Waffeln die gekürzten Waffelröllchen quer als hervorstehende Kanonen andrücken. Auch hier gilt: ist die Kuvertüre zu fest, einfach noch eine Schicht draufpinseln und dann erst die Waffeln darauf festdrücken. Schließlich zwischen den Waffeln, “an Deck”, die Gummibärchen aufrecht verteilen und festdrücken. In der Mitte des Kuchens Platz für das Segel lassen.
![]()
Die Vorlage für das Segel (siehe unten) ausdrucken und nach Lust und Laune verzieren. Ich habe jeweils 2,5cm breite Streifen mit roter Wassermalfarbe auf die Segel aufgemalt. Mit einem langen Schaschlikspieß die Laschen durchstechen, zuerst die des kleineren Segels, dann die des größeren. Denkt daran, dass ihr die Spitze des Masts unten haben müsst, um diese später fest in den Kuchen zu stecken. Nun die Segel leicht nach außen biegen, als ob der Wind sie wölben würde, und die Laschen auf der Rückseite entlang des Schaschlickspießes mit Hilfe von Tesafilm befestigen. Nun den Mast auf den Kuchen stecken. eat it. enjoy it. love it.


Meine Kastenkuchen war 28 cm lang, die Maße der beiden Segel haben dafür genau gepasst. Natürlich könnt ihr euch auch selbst Segelformen überlegen oder noch eine kleine Piratenflagge basteln. Der Einfachheit halber habe ich euch eine PDF-Vorlage mit meinen Segelgrößen zum Ausschneiden gebastelt – und somit gibt’s zum ersten Mal auf We Love Pasta ein Goodie zum Download
Ich bin gespannt, wie eure Piratenschiffe aussehen – Kommentare, Erfahrungen und natürlich auch Fotos sind gerne gesehen!

Tina findet Bananen eigentlich alles andere als essenswert. Und dennoch hat sie sich getraut, Michis Kuchen zu probieren. Siehe da: er hat ihr geschmeckt! Vielleicht ist diese spontane Kuchenkreation tatsächlich auch was für alle, die Bananen sonst nicht essen würden. Die Menge der Zutaten reicht für einen kleinen Kuchen aus der Kranzform oder einen flachen aus der Springform.
2 Ei
150-180g Zucker
120 g weiche Butter
200 g Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker, besser: Mark einer halben Vanilleschote
100 g gehackte Cashewkerne
2 reife Bananen
So geht’s:
Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen. Zucker mit Eiern schaumig schlagen, Butter dazugeben und unterschlagen. In einer zweiten Rührschüssel Mehl, Backpulver und Vanille vermengen und nach und nach in die erste Schüssel einrühren.
Bananen in Stücke schneiden und mit dem Handrührgerät unter den Teig mischen, so dass keine größeren Stücke mehr vorhanden sind. Gehackte Cashewkerne unterheben. Form fetten und den Teig hineingeben und ca. 30-40 Minuten backen. Abkühlen lassen und nach Belieben noch mit Puderzucker bestreuen. eat it. love it.

Beim Backen kam mir noch die Idee, den Kuchen mit frischen Bananenscheiben und einer Creme zu decken - hat wer eine Idee dazu? Ich freu mich auf eure Kommentare!

Gehackte Cashews habe ich noch nirgends gesehen, aber mit einem großen Messer und einem Brett ist das auch schnell passiert. Und man kann selbst entscheiden, wie groß die Stücke sein sollen.

Kennt ihr das? So einen plötzlichen Hunger nach etwas ganz Bestimmten. Nicht einfach nur nach Pasta, nach Süßem, nein, nach etwas ganz Speziellem, das genau jetzt sein MUSS. Mich hat es gerade vorhin erst gepackt. Ich arbeitete munter an meiner Bachelorarbeit, da kam sie: die Lust nach Blaubeer-Muffins. Nach einigem Hin und Her und “Du kannst doch nicht! – Aber du willst ja doch!” habe ich mich entschieden, den Abschnitt noch fertigzuschreiben und aus meinen Vorräten ein paar Muffins zu zaubern – immerhin soll ja heute die Bachelorarbeit noch ein Stückchen länger werden. Jetzt sitze ich hier, verspeise meinen Muffin und muss das einfach sofort für euch bloggen, so hin und weg bin ich vom Ergebnis meiner spontanen Backaktion von gerade eben.

für 12 kleine Muffins
200 g Mehl
100 g Zucker
50 g kernige Haferflocken
1 1/2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 gehäufter TL Vanillezucker
80 ml neutrales Speiseöl
200 g saure Sahne
100 g Naturjoghurt (3,5% Fett)
1 Ei
200 g TK-Heidelbeeren
Ofen auf 180°C vorheizen. Saure Sahne, Joghurt, Öl und Ei in einer Rührschüssel mit einem Löffel gut verrühren. In einer seperaten Schüssel Mehl, Zucker, Haferflocken, Backpulver, Natron und Vanillezucker gut mischen.
Trockene Zutaten auf einmal zu den feuchten Zutaten geben und mit dem Löffel nur soweit durchrühren, bis alle Zutaten gerade so befeuchtet sind. Heidelbeeren tiefgefroren dazugeben und sehr vorsichtig unterheben. Muffinform mit Papierförmchen auslegen und den Teig in die Förmchen verteilen. Etwa 25 Minuten auf mittlerer Schiene backen. eat it. love it.

![]()
Die Basis für dieses Rezept war ein Rezept für Apfel-Muffins, das ich den heutigen Gegebenheiten in meinem Kühlschrank leicht angepasst habe. Die Blaubeeren lassen sich sicherlich gut durch andere Früchte ersetzen, die Grundmasse schmeckt neutral, saftig und hat einen schönen Biss durch die Haferflocken. Ich freue mich über Kommentare mit euren Varianten des Rezepts
Konsum und Erfindung hin oder her – wenn schon Muttertag ist, dann soll es bitteschön auch einen Kuchen geben, der meiner Mutter und meiner Großmutter besonders gut schmeckt. Mit Mandarinen-Joghurt-Schnitten wird meine Mutter im Café immer glücklich, also wollte ich so etwas heute auch backen. Mein Lieblingskuchen, Fantakuchen, kommt da ja schon recht nah dran, ist meiner Mutter aber immer zu mächtig. Sahne und Schmand auf einer Art Biskuitboden mit Orangenlimonade, das ist schon viel. Geb’ ich zu. Deshalb habe ich eine etwas leichtere Version kreiert – anstelle des Biskuits gab es heute einen dünnen Kekskrümelboden aus Vollkornkeksen, darauf eine fluffige Joghurtcreme mit etwas Sahne. Und natürlich nicht zu vergessen die Mandarin-Orangen, stilecht aus der Dose, wie beim Bäcker.
Mit Keksbröselboden hatte ich immer so meine Probleme, ich hatte viel zu viele grobe Stücke drin. Meine Oma hat mich heute aufgeklärt, warum der Boden auch dieses Mal ziemlich auseinanderbröckelte: ich müsse die Kekse so weit in der Küchenmaschine zerhacken, dass sie etwa eine Konsistenz wie Semmelbrösel annehmen. Wird dann nächstes Mal so gemacht.
für eine 22cm-Springform
80 g Vollkornbutterkekse
30 g Butter
200 g Schlagsahne
400 g Sahnejoghurt
7 1/2 Blatt Gelatine
100 g Zucker
1 große Dose Mandarinen (Abtropfgewicht 480 g)
Vollkornkekse in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz oder einem Fleischklopfer oder in einer Küchenmaschine fein zerbröseln. Entweder eine Springform mit hohem Rand gut einfetten oder eine Tortenplatte mit Butter einfetten. Bei letzterer Variante einen Tortenring auf 22 cm Durchmesser einstellen, ebenfalls buttern, mit Puderzucker bestäuben und auf die Tortenplatte setzen. Butter schmelzen und lauwarm unter die Keksbrösel rühren, bis alles gleichmäßig vermengt ist. Auf den Boden der Form oder die Platte geben und gut festdrücken, entweder mit einem Esslöffel, Caipirinhastößel oder Ähnlichem. In den Kühlschrank stellen.
Sahne steif schlagen. Mandarin-Orangen über einem Sieb abtropfen. Joghurt in einer Rührschüssel mit dem Handmixer cremig aufschlagen und den Zucker unterrühren. Gelatine nach Packungsanweisung einweichen, ausdrücken und in einem kleinen Topf auf niedriger Hitze auflösen, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Einen Esslöffel von der gezuckerten Joghurtmasse zur Gelatine geben und gleichmäßig unterrühren, dann die Gelatine zur Joghurtmasse in die Rührschüssel schütten und mit dem Handmixer gleichmäßig unterrühren. Mit einem Schneebesen die geschlagene Sahne unterrühren.
Ein wenig von der Creme auf den Keksboden geben, sodass glattgestrichen etwa einen Zentimeter hoch Creme auf dem Boden liegt und ein Viertel der Mandarin-Orangen darauf verteilen. Danach den Rest der Creme darauf verteilen, glattstreichen und den Rest der Mandarin-Orangen dicht darauf legen. Im Kühlschrank mindestens vier Stunden kaltstellen. Die Torte mit einem Messer vom Tortenring oder dem Rand der Springform lösen und servieren. eat it. love it.

Apfelkuchen war eigentlich nie ein großer Favorit von mir, kein must have. Eher mal was für eine Familienfeier oder wenn alle anderen Kuchen im Café irgendwie nicht ansprechend aussahen. Als ich vor einigen Wochen jedoch in einem Münchner Café eine wunderbar flache Tarte aux pommes gesehen habe, die auch noch ausgezeichnet geschmeckt hat, war da auf einmal dieses “Must have”-Gefühl. Ich will das nochmal!

Der erste Versuch war nicht so gut. Vor allem mit dem Über-Back-Apfel Boskoop habe ich in diesem Fall schlechte Erfahrungen gemacht: er wurde sehr schnell braun (trotz Zitronensaft) und ließ sich nicht dünn genug schneiden. Und der Teig hat mir auch noch nicht gefallen. Ich habe mich also frustriert in die unendlichen Weiten des Internets begeben, Rezepte über Rezepte gelesen und schließlich aus vielen To Dos und Ideen meine eigene Tarte aux pommes ganz nach meinem Geschmack kreiert. Angefangen habe ich dieses Mal mit ein paar roten Äpfeln, Sorte Royal Gala, und einem Golden Delicious-Apfel.

Golden Delicious soll besonders gut geeignet sein um daraus Apfel-Kompott oder Apfelmus zu kochen. Ansonsten gehört die Sorte ja so gar nicht zu meinen Favoriten, irgendwie schmeckt mir der Apfel immer zu lasch und zu wenig sauer. Deshalb muss auch etwas Zitronensaft mit ins Kompott, um den richtigen Kick aus dem Apfel herauszukitzeln. Gekocht schmeckt er nämlich tatsächlich besser als roh, finde ich zumindest, und mit einem Hauch Vanille und der richtigen Säure war der Apfelmustopf eigentlich schon alleine zu gut. Aber ich habe es beim Probieren gelassen, immerhin gehört das Mus doch unter meine Äpfel auf die Tarte!

Die Reihenfolge der Tarte lautet also: Mürbeteig, Apfelmus, Äpfel. Und als Abschluss noch ein Hauch von Apfelgelee mit Calvados, darauf hat mich Bolli gebracht. Bei Lidl gab es erst vor kurzer Zeit bei der Gourmet-Aktion ein fertig gemischtes Apfelgelee mit Calvados, vielleicht findet ihr ja noch Restbestände in einer Filiale. Ansonsten tut es auch herkömmliches Apfelgelee mit einem Schuss Calvados. Oder nur Calvados. Und dann vielleicht anzünden…? Ich glaube, ich bin mit dieser Version immer noch nicht am Ende meiner Suche nach der Tarte aux pommes schlechthin angekommen. Für den Moment mag ich sie jedoch unglaublich gerne und hoffe, dass sie auch euch die Kaffeetafel versüßt!
für eine 28cm-Tarteform
200 g Mehl
100 g Butter
70 g Puderzucker
30 g gemahlene Mandeln
50 ml eiskaltes Wasser
eine Prise Salz
1 Apfel (ca. 200g), Sorte Golden Delicious
50 g Zucker
40 ml Wasser
1 Messerspitze gemahlene Vanille
etwas Zitronensaft
3-4 rote Äpfel (z.B. Royal Gala)
1/2 EL Apfelgelee mit Calvados
Für den Teig Mehl und Mandeln in eine Rührschüssel geben, das Salz dazustreuen und die kalte Butter in Flöckchen mit einem Esslöffel darunterrühren. Nun mit einem Handmixer mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verrühren und dabei das eiskalte Wasser nach für nach zugeben. Der Teig wird sich ganz von selbst zunächst verbröseln und schließlich zu einem glatten Ball zusammenziehen, einfach lange genug kneten. In Frischhaltefolie wickeln und mit der Hand zu einer flachen Scheibe drücken. Für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
Den Golden Delicious-Apfel waschen, schälen und das Kerngehäuse entfernen. Ein grobe Stücke schneiden und mit Wasser und Zucker in einem kleinen Topf geben. Gemahlene Vanille dazugeben (alternativ Zuckermenge reduzieren und Bourbon-Vanillezucker verwenden). Aabgedeckt auf niedriger Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Danach auskühlen lassen und mit einem Pürierstab pürieren. Mit Zitronensaft süß-säuerlich abschmecken.
Eine Tarte- oder Springform einfetten. Den Mürbeteig ausrollen und die Form damit auskleiden, für 30 Minuten in der Tiefkühltruhe vorkühlen lassen. Den Ofen auf 175°C vorheizen. Etwa 5 Minuten vor Ende der Kühlzeit die Äpfel waschen, längs halbieren und schließlich in sehr dünne Scheiben schneiden. Reste des Kerngehäuses mit einem kleinen Keksausstecher oder Kerngehäuseausstecher entfernen. Das Apfelmus auf dem Tarteboden verteilen und die Apfelscheiben fächerartig darüberschlichten. Dafür ganz außen mit einem Ring anfangen und die Apfelscheiben jeweils etwa zur Hälfte überlappen lassen. Zur Mitte hin Reihe für Reihe weiter so verfahren und am Schluss besonders kleine Scheiben in der Mitte drapieren. Ein paar Butterflöckchen auf den Äpfeln verteilen und für 35 Minuten backen.
Das Apfelgelee erwärmen, gegebenenfalls Calvados unterrühren. Mit einem Backpinsel auf der Oberfläche der Tarte verteilen, die Tarte nochmals etwa 5 Minuten backen. Die Kruste sollte goldbraun gebacken sein und die Äpfel saftig glänzen. Etwas abkühlen lassen und lauwarm servieren. eat it. love it.


Belgische Waffeln, quadratisch und dick, gibt’s inzwischen nicht nur beim Schweden im Möbelhaus sondern auf immer mehr Cafékarten und auf Volksfesten. Und wer einen Sandwichmaker hat, der hat meist auch die Grillplatten für Belgische Waffeln mit dabei. Aber ich bin nun einmal mit Waffeln in Herzform, dünn und leicht knusprig, aufgewachsen. Und deshalb wollte ich in einem Anflug von Nostalgie wieder genau solche Waffeln, bin losgezogen und habe mir sogar ein neues Waffeleisen dafür gekauft.

Beim Sonntagsbrunch kam das Eisen zum inzwischen dritten Mal zum Einsatz und ich muss sagen: die Investition hat sich gelohnt. Die Waffeln kann man am Esstisch ratzfatz machen und mit Obst, Eis oder einfach mit Puderzucker essen. Und wenn etwas übrig bleibt bleiben sollte, kann das später noch genauso gut als Nachmittagssnack oder Kuchenersatz gegessen werden…
150 g weiche Butter
150 g Zucker
60 ml Milch
3 Eier, Größe L
1 EL Rum
100 g Mehl
50 g Speisestärke
1/2 TL Backpulver
Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen, mit dem Handmixer schaumig schlagen. Abwechseln Eier und Zucker zugeben und immer wieder gut mit dem Handmixer unterrühren. Rum zugeben. Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen und durch ein Sieb nach für nach zum Teig dazurrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Mit der Milch verdünnen und glattrühren.
Das Waffeleisen nach Gebrauchsanweisung vorheizen und eventuell mit etwas Butter einfetten. (Anmerkung: mein Eisen mit guter Antihaftbeschichtung braucht kein zusätzliches Fett, die Butter aus dem Teig reicht vollkommen aus). Zwei Esslöffel Teig für eine Waffel in die Mitte des Eisens geben und bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten, je nach Eisen, goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter leicht auskühlen lassen, damit die Waffel oben und unten knusprig wird und noch warm servieren. eat it. love it.
Pancakes sind so eine Sache, daran kann man sich dumm und dämlich essen. Die süßen Teilchen fallen einem nämlich normalerweise schon während des Essens im Magen wieder zusammen und machen Platz für Nachschub. Für jeden Tag sind Pancakes sowieso kein geeignetes Frühstück, aber da wir ja mal wieder Sonntag haben und es Zeit für die Initiative Sonntagssüß ist, habe ich mich auf die Suche nach “gesünderen” (sollte es so etwas überhaupt geben…) Pancakes gemacht. Bei smitten kitchen bin ich fündig geworden: Deb hat ihre bisherigen Blaubeerpancakes mit Vollkorn- und Roggenmehl gemacht und die Buttermilch durch Joghurt und Milch ersetzt. Klingt zumindest gesünder und ich versichere euch eines: nach zwei Pancakes war ich pappsatt und bin es immer noch.

für 6 große Pancakes
1 Ei, Größe L
150 g Naturjoghurt
70 ml Buttermilch
1 1/2 EL geschmolzene Butter
etwas gemahlene Vanille (alternativ: Bourbon-Vanillezucker)
50 g Weizenvollkornmehl
45 g Mehl, Type 405
25 g Roggenmehl, Type 1150
1 EL Zucker (weniger, wenn zuvor Vanillezucker verwendet)
1 1/2 TL Backpulver
1 Msp. Natron
1 Prise Salz
70 g Blaubeeren
Blaubeeren abbrausen, vorsichtig trockentupfen und beiseite stellen. TK-Blaubeeren einfach zu Beginn aus der Tiefkühltruhe holen und in einer Schüssel bereitstellen. Butter schmelzen. Ei mit Joghurt und Buttermilch in einer Rührschüssel verrühren, die leicht abgekühlte Butter und Vanille dazugeben. In einer weiteren Schüssel Mehl mit Zucker, Backpulver, Natron und Salz verrühren. Die trockenen Zutaten in die größere Schüssel mit dem Ei und dem Joghurt rühren. Deb betont, dass ein paar Klumpen im Teig sogar förderlich seien, damit die Pancakes später fluffiger werden. Den Ofen auf 100°C vorheizen und einen Teller oder eine Platte bereitstellen.
Eine beschichtete Pfanne dünn mit Butter einfetten und auf niedriger bis mittlerer Hitze heiß werden lassen. Zwei Esslöffel Teig für einen Pancake in die Pfanne geben und mit dem Löffel noch leicht verstreichen, damit eine gleichmäßige Form entsteht. Ein paar Blaubeeren leicht in den Teig drücken. Je nach Größe der Pfanne passen zwei bis drei Pancakes nebeneinander. Etwa zwei bis drei Minuten von der unteren Seite goldbraun braten, dann wenden und nochmals etwa zwei bis drei Minuten braten. Den bereitgestellten Teller in den Ofen stellen und die fertigen Pancakes daraufschichten und im Ofen warmhalten, bis alle fertig sind. Mit Puderzucker oder Ahornsirup servieren. eat it. love it.





