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Kokos-Panna cotta mit Mangopüree

Kokospannacotta1

Ein sattes Gelb müssen sie haben, süß und saftig sollen sie sein: Mangos! Ich liebe diese fantastischen Exoten für ihren tollen Geschmack und ihre wunderbare Fruchtigkeit – so sehr, dass ich sie am liebsten stückchenweise pur verzehre, aber das bedeutet ja nicht, dass man daraus nicht andere tolle Sachen machen kann. (Ich erinnere mich noch an einen Mango-Avocado-Salat, den ich ganz am Anfang mal verbloggt habe.) Ihr seht schon: die Mango ist genau meine Frucht! Tina findet sie übrigens… nicht so toll. ;)

Letztes Wochenende hatten wir Besuch und ich habe ein schnelles Tofu-Gericht mit Pak Choi aus dem Wok gezaubert, leicht scharf, reichlich Sojasauce – sehr fein. Zum Nachtisch wurde es dann fruchtig mit dieser Kokos-Panna cotta und ihrem Topping aus süßlich-saurem Mangopüree.

Zu dieser Gelegenheit haben wir das erste Mal den Mixeraufsatz für die Kenwood Küchenmaschine ausprobiert. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: von der immer leicht faserigen Frucht ist nichts mehr geblieben bis auf ein absolut homogenes Püree!

 Für sechs bis acht Gläschen

100 g Schlagsahne

1 Dose Kokosmilch, geschüttelt

Eine halbe Vanilleschote

Ein kleines Stück Ingwer

2-3 EL Palmzucker oder Rohrzucker

3 Blatt Gelatine

 

1 Mango

1 Limette

Etwas Zucker

 

01-gelb Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen. Vanillemark aus der Schote kratzen und beides mit dem geschälten Ingwerstück in einen Topf geben. Zusammen mit Sahne, Kokosmilch und Zucker aufkochen und 10 Minuten köcheln lassen.

02-gelb Topf vom Herd nehmen, Vanilleschote und Ingwer entfernen, Gelatine auspressen und unterrühren. Die Masse in Gläschen füllen und mehrere Stunden im Kühlschrank erkalten lassen.

03-gelb Mangofleisch vom Kern schneiden und Schale abziehen, evtl. ein kleines Stück für Dekoration aufheben. Die Stücke mit dem Saft der Limette und ein klein wenig Schalenabrieb fein pürieren – mit dem Zucker abschmecken und anschließend kalt stellen. Das Püree auf die erkaltete Panna cotta geben und servieren.
eat it. love it.

Kokospannacotta2

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Waffeln

Belgische Waffeln, quadratisch und dick, gibt’s inzwischen nicht nur beim Schweden im Möbelhaus sondern auf immer mehr Cafékarten und auf Volksfesten. Und wer einen Sandwichmaker hat, der hat meist auch die Grillplatten für Belgische Waffeln mit dabei. Aber ich bin nun einmal mit Waffeln in Herzform, dünn und leicht knusprig, aufgewachsen. Und deshalb wollte ich in einem Anflug von Nostalgie wieder genau solche Waffeln, bin losgezogen und habe mir sogar ein neues Waffeleisen dafür gekauft.

Beim Sonntagsbrunch kam das Eisen zum inzwischen dritten Mal zum Einsatz und ich muss sagen: die Investition hat sich gelohnt. Die Waffeln kann man am Esstisch ratzfatz machen und mit Obst, Eis oder einfach mit Puderzucker essen. Und wenn etwas übrig bleibt bleiben sollte, kann das später noch genauso gut als Nachmittagssnack oder Kuchenersatz gegessen werden…

150 g weiche Butter

150 g Zucker

60 ml Milch

3 Eier, Größe L

1 EL Rum

100 g Mehl

50 g Speisestärke

1/2 TL Backpulver

Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen, mit dem Handmixer schaumig schlagen. Abwechseln Eier und Zucker zugeben und immer wieder gut mit dem Handmixer unterrühren. Rum zugeben. Mehl mit Speisestärke und Backpulver mischen und durch ein Sieb nach für nach zum Teig dazurrühren, bis ein glatter Teig entsteht. Mit der Milch verdünnen und glattrühren.

Das Waffeleisen nach Gebrauchsanweisung vorheizen und eventuell mit etwas Butter einfetten. (Anmerkung: mein Eisen mit guter Antihaftbeschichtung braucht kein zusätzliches Fett, die Butter aus dem Teig reicht vollkommen aus). Zwei Esslöffel Teig für eine Waffel in die Mitte des Eisens geben und bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten, je nach Eisen, goldbraun backen. Auf einem Kuchengitter leicht auskühlen lassen, damit die Waffel oben und unten knusprig wird und noch warm servieren. eat it. love it.


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Blaubeer-Mehrkorn-Pancakes

Pancakes sind so eine Sache, daran kann man sich dumm und dämlich essen. Die süßen Teilchen fallen einem nämlich normalerweise schon während des Essens im Magen wieder zusammen und machen Platz für Nachschub. Für jeden Tag sind Pancakes sowieso kein geeignetes Frühstück, aber da wir ja mal wieder Sonntag haben und es Zeit für die Initiative Sonntagssüß ist, habe ich mich auf die Suche nach “gesünderen” (sollte es so etwas überhaupt geben…) Pancakes gemacht. Bei smitten kitchen bin ich fündig geworden: Deb hat ihre bisherigen Blaubeerpancakes mit Vollkorn- und Roggenmehl gemacht und die Buttermilch durch Joghurt und Milch ersetzt. Klingt zumindest gesünder und ich versichere euch eines: nach zwei Pancakes war ich pappsatt und bin es immer noch.

für 6 große Pancakes

1 Ei, Größe L

150 g Naturjoghurt

70 ml Buttermilch

1 1/2 EL geschmolzene Butter

etwas gemahlene Vanille (alternativ: Bourbon-Vanillezucker)

50 g Weizenvollkornmehl

45 g Mehl, Type 405

25 g Roggenmehl, Type 1150

1 EL Zucker (weniger, wenn zuvor Vanillezucker verwendet)

1 1/2 TL Backpulver

1 Msp. Natron

1 Prise Salz

70 g Blaubeeren

Blaubeeren abbrausen, vorsichtig trockentupfen und beiseite stellen. TK-Blaubeeren einfach zu Beginn aus der Tiefkühltruhe holen und in einer Schüssel bereitstellen. Butter schmelzen. Ei mit Joghurt und Buttermilch in einer Rührschüssel verrühren, die leicht abgekühlte Butter und Vanille dazugeben. In einer weiteren Schüssel Mehl mit Zucker, Backpulver, Natron und Salz verrühren. Die trockenen Zutaten in die größere Schüssel mit dem Ei und dem Joghurt rühren. Deb betont, dass ein paar Klumpen im Teig sogar förderlich seien, damit die Pancakes später fluffiger werden. Den Ofen auf 100°C vorheizen und einen Teller oder eine Platte bereitstellen.

Eine beschichtete Pfanne dünn mit Butter einfetten und auf niedriger bis mittlerer Hitze heiß werden lassen. Zwei Esslöffel Teig für einen Pancake in die Pfanne geben und mit dem Löffel noch leicht verstreichen, damit eine gleichmäßige Form entsteht. Ein paar Blaubeeren leicht in den Teig drücken. Je nach Größe der Pfanne passen zwei bis drei Pancakes nebeneinander. Etwa zwei bis drei Minuten von der unteren Seite goldbraun braten, dann wenden und nochmals etwa zwei bis drei Minuten braten. Den bereitgestellten Teller in den Ofen stellen und die fertigen Pancakes daraufschichten und im Ofen warmhalten, bis alle fertig sind. Mit Puderzucker oder Ahornsirup servieren. eat it. love it.

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Schokoladenravioli mit Kirschragout

Valentinstag steht vor der Tür, und egal ob man Single ist, frischverliebt, langzusammen oder sogar schon verheiratet – der 14. Februar kann zumindest für jeden ein Anlass für ein gutes Essen mit einem oder mehreren Menschen sein, die man gern hat (und auch beste Freundinnen wissen eine gute Verpflegung zum Mädelsabend zu schätzen ;) ).

Schokoladenravioli mit Kirschragout

Die Idee, auch zum Dessert mal Nudeln zu machen, schwebt schon seit fünf Jahren in meinem Kopf herum. Damals habe ich auf einer Rezeptplattform ein Rezept für “Schokoladenravioli mit Kirschragout” gefunden und mich bis heute nicht daran gewagt. Da ich aber nun doch schon seit geraumer Zeit koche, war ich beim Lesen des Rezepts inzwischen gar nicht mehr zufrieden und habe deshalb einige Rezeptvariationen im Internet und Johann Lafers Kirschragout (das er sonst zu Amarettini-Zimt-Parfait serviert) kombiniert. Für süße Sonntage, Extra-Pasta-Tage oder als Abschluss des Valentinsmenüs.

für Zwei zum Dessert:

80 g Spätzlemehl oder Hartweizenmehl

40 g Zartbitterschokolade

15 g ungesüsstes Kakaopulver

15 g Puderzucker

1 Ei

1/2 TL Semola di grano duro/Hartweizengrieß

50 g weiße Kuvertüre

50 g Mascarpone

150 g Kirschen (TK oder aus dem Glas, dann Saft auffangen)

200 ml Kirschsaft

125 ml halbtrockener Rotwein

50 ml Cassis-Likör

Zimt

1/2 EL Stärke

Kirschen gegebenenfalls auftauen oder abtropfen lassen. Zartbitterschokolade fein hacken oder brechen und über einem Wasserbad schmelzen. Mehl, Kakaopulver,Puderzucker und Grieß in eine kleine Rührschüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Das Ei in die Mulde hineinschlagen und die geschmolzene Schokolade zum Ei dazugießen. Mit einer Gabel das Ei mit der Schokolade vermengen und immer wieder von den Seiten etwas von der Mehlmischung hinzuarbeiten, bis der Teig fest genug ist, um geknetet zu werden. Etwa drei Minuten kneten, bis der Teig geschmeidig ist. Dann zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie schlagen und etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.

Weiße Kuvertüre hacken und über einem Wasserbad schmelzen. Nach dem Schmelzen etwa zwei Minuten abkühlen lassen und dann die Mascarpone unterrühren. Die Masse in einen kleinen Gefrierbeutel füllen und eine kleine Ecke abschneiden, sodass man den Beutel später zum Füllen der Ravioli als Spritzbeutel verwenden kann. Bis zur Verwendung in den Kühlschrank legen.

Kirschsaft, Rotwein und Cassis mit Zimt in einem kleinen Topf aufkochen und etwa zur Hälfte einreduzieren. Die Stärke mit etwas Wasser anrühren und dann zur Reduktion geben. Diese noch einmal aufkochen lassen und dann vom Herd nehmen, die Kirschen dazugeben und bis zum Servieren beiseitestellen.

Den Teig halbieren und die Hälften jeweils kurz durchkneten. Der Teig ist etwas widerspenstig, wenn man ihn jedoch auf jeder Stufe der Nudelmaschine zwei- bis dreimal durchlässt, wird er geschmeidig. Ich habe bei meiner Nudelmaschine den Teig bis auf Stufe 5 ausgerollt. Auf einem mit Hartweizengrieß bestäubten Holzbrett dabei immer wieder mit Grieß einreiben, damit der Teig nicht an der Maschine haften bleibt. Nun entweder eine Teigplatte in ein Raviolibrett legen und dort mit die Füllung auftragen oder Ravioli auf dem Holzbrett formen. Dazu müssen auf der Teigplatte aus der Hälfte des Teigs etwa 3×8 Ravioli Platz finden, also genügend Abstand zwischen den Füllungen lassen, die Zwischenräume dann mit etwas Eigelb bestreichen und die obere Teigplatte auflegen. Dann die Ravioli schneiden. Bei der Verwendung des Raviolibretts die obere Teigplatte auf die Füllung legen, glattstreichen und mit dem Nudelholz mehrmals fest drüberrollen.

Nudelwasser mit 2 EL Zucker statt Salz aufsetzen und die Ravioli, je nach Trocknungsgrad, etwa 4 bis 6 Minuten kochen. Abgießen und kurz abschrecken, dann auf Tellern noch heiß servieren und das Kirschragout darauf anrichten. Zum Garnieren etwas weiße Schokolade darüberreiben oder -hobeln. eat it. love it.

Schokoladenravioli mit Kirschragout

Wenn ihr arg unter Zeitdruck steht, könnt ihr statt der Ravioli aus dem Teig auch Schokoladentagliatelle mit Kirschragout machen. Dafür einfach die ausgerollten Nudelplatten mit der Nudelmaschine zu Tagliatelle schneiden oder per Hand mit einem scharfen Messer schneiden. Dann etwa zwei Minuten im gezuckerten Wasser kochen und über die heißen Nudeln das Kirschragout verteilen.

Bei We Love Pasta sind wir nicht nur echte Pastafreaks, sondern auch wahre Dessertfans: eine gute Nachspeise ist zwar nicht überlebensnotwendig, aber durchaus in der Lage, ein leckeres Essen perfekt abzuschließen und uns ein zufriedenes Lächeln auf das Gesicht zu zaubern.

Wie man aber schon in unserem Test von Coppenrath & Wieses Kleiner Augenblick lesen konnte, sind wir nicht so leicht zu begeistern, wenn es um fertige Desserts geht. Wenn sich jemand professionell mit Nachspeisen auseinandersetzt, dann dürfen die ruhig auch gut sein. ;) Wenn nun aber ein Produkt nicht nur ausgezeichnet schmeckt, sondern auch noch  schick designt ist, dann schlägt unser Herz höher. Und genau das ist der Fall bei Gü London.
Michi hat für euch die Desserts „Wunderbar zitronige Cheesecakes im Glas“ und „Schoko & Vanille Cheesecakes im Glas“ getestet. Tina hat sich schon vor längerer Zeit die „Schokoladensoufflés im Glas“ näher angeschaut. Die haben sich zwar eher als warmer Schokoladenkuchen im Glas entpuppt – mit flüssigem Kern und festgebackenem Rand an der Glasinnenseite – haben jedoch wirklich gut geschmeckt. Leider waren sie sehr süß und vor allem sehr mächtig. Insofern sind die Schokoladensoufflés nicht direkt als Dessert nach einem üppigen Mahl zu empfehlen. Dafür aber als  kleine Leckerei für den Schokoheißhunger zwischendurch.

Fangen wir mit den Zitronen-Cheesecakes an: hier finden sich drei Schichten in dem runden, gut 4 Zentimeter hohen Glas. Den Boden bildet eine Basis aus Keksbröseln, darauf liegt eine Zitronencreme und den Abschluss bildet ein cremig-weicher Käsekuchen und ein paar Streusel. Insgesamt ist das Dessert sehr feucht und es lässt sich entsprechend leicht aus dem Glas schaufeln. Der Boden macht dabei keine Ausnahme, aber gerade da wäre es schön, wenn er etwas trockener wäre. Nichtsdestotrotz schmeckt er deutlich nach Gebäck. Sonst überwiegt der zitronige Geschmack, der von geriebener Zitronenschale gestützt wird: die kann man auch auf der Zunge schmecken und ich finde sie zumindest nicht störend.

Die Streusel obenauf sehen schick aus, sind aber leider nicht trocken.

Der Zitronen-Cheesecake ist recht feucht.

Was ich mir für dieses Dessert wünschen würde, wäre eine etwas trockenere Konsistenz – so wie man sich eben Käsekuchen vorstellt. Durch die relativ feuchte Zitronencreme wird die Nachspeise für meinen Geschmack insgesamt zu feucht. Geschmacklich ist sie jedoch sehr fein zitronig und somit verdient es mein Fazit:

Weiter gehts mit den Schoko & Vanille Cheesecakes. Auch hier finden sich die drei Schichten, beginnend mit der Keksbasis am Boden des Glases. Darauf kommt nun der Käsekuchen, der mit feinem Vanillegeschmack überzeugen möchte. Den Schluss bildet eine feste Schokoladencreme mit 53% Kakaoanteil, die eine glatte und geschlossene Oberfläche hat.


Anders als das Zitronendessert ist dieses hier auch insgesamt fester und sogar stichfest. Auch der Boder ist trockener und erinnert mehr an den mürben Teigboden eines Käsekuchens. Die Schoko-Sahnecreme mit belgischer Schokolade hat einen süßen, aber auch leicht herben Geschmack und erinnert an eine feste, kompakte Mousse au chocolat, wobei die Festigkeit natürlich vom Kühlungszustand abhängt. Bei diesem kräftigen Geschmack kann die Vanille natürlich nicht so wirklich für sich zum Vorschein kommen, aber das macht nichts: der Gesamteindruck von Käsekuchen und Schokocreme ist sehr rund und macht das Dessert zu einer sehr gelungenen Kreation. Von mir gibts eine klare Genussempfehlung und das Fazit:

Was beide Dessertkreationen gemeinsam haben, ist die Menge und die Verpackungseinheit: in einer Packung finden sich zwei Gläser à 90 Gramm Dessert. Der Nährwert pro Portion liegt bei ca. 320 kcal, was man durchaus als gehaltvoll bezeichnen kann. Vom Preis der Gü Puds kann ich nur sagen: ich bin positiv überrascht. Im Großmarkt habe ich ca. 2,56 € gezahlt, also für eine Dessertportion ungefähr 1,30 €. Ich hatte mit mehr gerechnet und kann mir vorstellen, dass es die Nachspeise im Einzelhandel für um die 3 Euro zu kaufen gibt. Und für dieses Geld bekommt man seine Desserts in echten Glasschälchen (im Gegensatz zu anderen Produkten ;) ), die man entweder recyceln kann oder zum Servieren von Erdnüssen und sonstigen Knabbereien verwenden kann. Nur erhitzen oder stark abkühlen soll man sie laut Herstellerangaben nicht.

Der für Deutsche so verführerische Umlaut im Namen wird übrigens nicht ausgesprochen: in Großbritannien heißt das Dessert ganz schlicht [gu:]. Und zu guter Letzt bleibt mir eigentlich nur die vehemente Forderung nach der Markteinführung weiterer Gü Produkte: Kreationen wie Chocolate Tiramigü oder Mango and Lime Mousse stünden bei mir ganz oben auf der Einkaufsliste!

Gü ist ein Markenzeichen der Gü Noble Desserts Holdings Ltd. in London. Jedwede Markenrechte verbleiben bei deren Inhaber und werden auf dieser Seite nur mit dem Zweck der Beschreibung der Produkte verwendet. Ihre Verwendung auf dieser Seite impliziert keinerlei Verbindung zwischen We Love Pasta und dem benannten Inhaber von Markenrechten.

An und für sich sind Zwetschgen immer einen Tick zu früh da. Klar, ein saftiger Zwetschgendatschi im Sommer hat auch etwas. Aber ansonsten sehe ich die Zwetschge eigentlich als die ideale Frucht, die zu Glühwein, Hirsch, Rind und deftigen Mehlspeisen passen würde – also doch eher zur dunklen Jahreszeit. Und da die Zwetschgensaison bereits so gut wie vorüber ist, habe ich an diesem Wochenende ganze 6,5 Kilo Zwetschgen verarbeitet und konserviert.

Begonnen habe ich mit dem Zwetschgenröster (aka Zwetschkenröster aka Zwetschgenkompott). Für mich ist der nämlich die perfekte Beilage zu einem heißen, karamellisierten Kaiserschmarrn – das perfekte Soul Food für kalte Wintertage, die man mit abgefrorenen, nassen Füßen am Bahnsteig verbracht hat, weil die S-Bahn mal wieder nicht kam…ich habe mich bei dem Rezept grob an die Version von Alfons Schuhbeck aus seinem Buch “Meine bayerische Küche” gehalten und lediglich den Anteil von Zitronensaft verringert.

Zwetschgenröster

1,5 kg Zwetschgen

200 g Zucker

Saft einer halben Zitrone

2 Zimtstangen

2 Vanilleschoten

150 ml Rotwein

90 ml Portwein

3 TL Speisestärke

Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln und den Backofen auf 180°C vorheizen.  Zimtstangen und Vanilleschoten halbieren und in eine große ofenfeste Form geben. Zwetschgen, Zucker und Zitronensaft ebenfalls hinzugeben und die Zwetschgen gleichmäßig in der Form verteilen. Mit Rotwein und Portwein aufgießen und für etwa 20 Minuten in den Ofen geben. Alle fünf Minuten durchrühren.

Form aus dem Ofen nehmen und durch ein Sieb gießen. Den Sud in einem kleinen Kochtopf auffangen, Zimtstangen und Vanilleschoten entfernen. Speisestärke mit etwas Wasser klumpenfrei anrühren. Sud aufkochen, Stärke unterrühren und für etwa zwei Minuten leise köcheln lassen. Zwetschgen in sterilisierte Twist-Off-Gläser verteilen und die Gläser mit dem Sud aufgießen. Gegebenenfalls mit wenig kochendem Wasser auffüllen. Fest verschließen und auf den Kopf stellen.

Eine meiner absoluten Lieblingsmarmeladensorten ist Zwetschgenmarmelade. Auf frischem Brot von der Münchner Hofpfisterei schmeckt die Sorte einfach großartig. Blöd nur, dass man in so gut wie keinem Laden Zwetschgenmarmelade kaufen kann. Ein Jahresvorrat musste also her, und ich habe aus 4 Kilo Zwetschgen 18 Marmeladengläser zum Verschenken und Selberessen vollgemacht. Das wird dann hoffentlich bis zur nächsten Saison reichen.

Zwetschgenmarmelade

1 kg Zwetschgen

500 g Gelierzucker 2:1

Zwetschgen waschen, entsteinen und vierteln. Mit einem Pürierstab oder einer Küchenmaschine nicht ganz fein pürieren. Twist-Off-Gläser in kochendem Wasser sterilisieren und mit einem (ebenfalls sterilisierten) Trichter bereitstellen. Zwetschgen mit Gelierzucker in einen großen Kochtopf geben, verrühren und aufkochen lassen.

Marmelade für drei Minuten kochen lassen, mit einem kleinen Löffel etwas von der Marmelade abnehmen und auf einem Teller auskühlen lassen. Entstehenden Schaum abschöpfen. Wenn die Marmeladenmasse auf dem Löffel geliert ist, ist die Marmelade fertig und kann kochend heiß in die Gläser abgefüllt werden. Deckel fest zuschrauben und auf den Kopf gestellt auskühlen lassen.

Nach so viel vorausschaundem Einkochen für den Vorratsschrank musste allerdings auch etwas zum Sofortessen her. An Zwetschgendatschi habe ich mich diesen Sommer tatsächlich satt gegessen. Da kam das Rezept für eine Zwetschgentarte aus der letzten essen & trinken (Ausgabe 9/2011) gerade recht. Ich habe es mit einem Mandelboden aus “Raffinierte Tartes” von Schuhbeck und Annik Wecker kombiniert und leicht abgewandelt.

Zwetschgentarte

100 g kalte Butter

70 g Puderzucker

1 Ei

1 Prise Salz

225 g Mehl

3 EL gemahlene Mandeln

750 g Zwetschgen

4 EL Zucker

1/4 TL gemahlener Zimt

4 Löffelbiskuits

1 EL Rum

25 g Speisestärke

250 ml Sahne

2 Eier

Mehl und Puderzucker in eine Rührschüssel sieben und mit dem Salz mischen. Butter in Flocken dazugeben und immer wieder unter das Mehl rühren, damit die Flocken nicht zusammenkleben. Mandeln und Ei hinzugeben und mit dem Knethaken einer Rührmaschine verrühren. Mit den Händen einmal glattkneten und den Teig schnell zu einer Kugeln formen. Für eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Den Teig ausrollen und eine gebutterte Tarteform damit auskleiden, diese nochmals für eine halbe Stunde in den Gefrierschrank stellen. Zwetschgen waschen, entsteinen, halbieren und in einer Schüssel mit 2 EL Zucker und dem Zimt vermischen. Löffelbiskuits in einer Küchenmaschine feinmahlen oder in einem Gefrierbeutel fein zerbröseln. Mit dem Rum vermischen und beiseite stellen.  Backofen auf 200°C vorheizen. Tarteboden aus dem Gefrierschrank holen und mit einer Gabel gleichmäßig kleine Löcher in den Boden stechen. Mit einem Blatt Backpapier auslegen und Hülsenfrüchte darauf  ausstreuen, damit der Teig nicht aufgeht. Die Tarteform auf der zweiten Schiene von unten für 10 Minuten blindbacken.

Speisestärke mit 50 ml Sahne anrühren. Restliche Sahne mit den Eiern und 2 EL Zucker verrühren und die Sahne-Stärke-Mischung unterrühren. Tarteboden aus dem Ofen holen, das Backpapier und die Hülsenfrüchte entfernen und gleichmäßig zuerst die getränkten Biskuitbrösel auf dem Boden und darauf fächerartig die Zwetschgenhälften verteilen. Mit der Sahne-Ei-Mischung aufgießen und für weitere 30 Minuten auf der untersten Schiene im Backofen fertig backen. Danach vollständig auskühlen lassen. eat it. love it.

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Frozen Yogurt

Frozen Yogurt aka “FroYo” ist wieder so ein trendiges Zeug, das vor Kurzem ins kulinarische Deutschland in Form stylischer Frozen Yogurt-Eisdielen eingefallen ist. Nach meinem eindeutigen Urteil zu Cake Pops und meiner Abneigung gegenüber Bubble Tea schien ich etwas verzweifelt: es muss doch auch sowas hippes geben, das mir schmeckt! Double Chocolate Mocca Frappucino ist so 2000er, irgendwie. Während also Michi mit einem Becher voller grünem Bubble Tea und bunten Bubbles neben mir durch die Fußgängerzone schlenderte, wurde ich am hinteren Eck des Viktualienmarkts fündig: “top it“, eine der beiden Frozen Yogurt-Eisdielen in München. Dort gibt es Schokoladeneis, Beerensorbet und eben Frozen Yogurt mit unterschiedlichen “Toppings”, also Extras, die man über das Eis streut. Ich kam, sah, schleckte und war verliebt. Und wie jedes Essen, das ich liebe, will ich das auch selbst machen können.

Schließlich wurde ich bei 101cookbooks fündig. Ein so einfaches wie offenbar gutes Rezept, das sogar einem der FroYo-Marktführer der USA, Pinkberry, Konkurrenz machen könne. Und im letzten Jahr habe ich doch eine Eismaschine geschenkt bekommen, die immer noch auf ihre Premiere wartete – dieses Rezept sah nach dem idealen Einstieg in die Welt der Gelatos, Sorbets und Semifreddos aus. Und das ist es auch.

für vier Portionen

1 kg Naturjoghurt (3,5% Fett)

100 g Zucker

Ein feines Küchensieb mit einem dünnen Küchentuch auslegen und über eine passende Schüssel hängen. Naturjoghurt in das Küchentuch geben und mit einer Klarsichtfolie abdecken. Mit einem Teller beschweren und mindestens sechs Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen – ich habe dies bereits am Vorabend gemacht.

Abgetropfte Joghurtmasse mit dem Zucker gut vermischen und nochmals für etwa eine Stunde im Kühlschrank vorkühlen. Eismaschine vorbereiten, Joghurtmasse hineingeben und 15 bis 20 Minuten cremig gefrieren lassen. Das Eis schmeckt am besten frisch, da es dann die optimale Konsistenz hat. Deshalb am besten kurz vor dem Servieren in die Eismaschine geben, ansonsten gegebenenfalls mit Backpapier bedeckt im Tiefkühlfach einfrieren.

Nun zu den Toppings. Das Eis per se schmeckt hauptsächlich erfrischend und nach Joghurt, deshalb sind ein paar Toppings nie verkehrt. Eurer Kreativität sind hier nur wenig Grenzen gesetzt – lauft einfach mit offenen Augen durch den Supermarkt und überlegt. Frozen Yogurt verhält sich sehr neutral, meiner Ansicht nach kann man hier kaum etwas falsch machen. Und wer schon einmal in einer Frozen Yogurt-Eisdiele war, weiß ohnehin, was für abgefahrene Sachen es da gibt (habt ihr schon einmal Crema di Balsamico zu Vanilleeis probiert? Schmeckt köstlich!). Dennoch ein paar Ideen für euch:

  • frische Früchte
  • Schoko-Crunch-Granola
  • Müsli
  • geröstete Mandelblättchen
  • Nüsse
  • Keksbrösel: z.B. Waffelkekse, Oreo Cookies
  • Kokosflocken
  • Karamellsauce
  • Honig
  • geschmolzene Schokolade

Ich habe für das obige Foto ein paar frische Himbeeren mit angerösteten Mandelblättchen auf das Eis gegeben und geschmolzene Schokolade in dünnen Fäden daraufgetropft. Dafür einfach ein paar Stücke Zartbitterschokolade in eine Tasse geben, diese in eine Schale mit heißem Wasser stellen und langsam schmelzen lassen. Dann mit einem Teelöffel etwas Schokolade nehmen und über das Eis tropfen – schmeckt toll und macht auch noch etwas her, weil die Schokolade sofort auf dem kalten Eis gefriert. eat it. love it.

Coppenrath & Wiese machte bisher vor allem durch tiefgekühlte Torten (Kommentar Tina: die wirklich gut sind!) und tiefgekühlte Semmeln (Kommentar Tina: die nicht alle so gut sind…) auf sich aufmerksam. Jetzt gibt es unter dem Namen “Kleiner Augenblick” auch noch tiefgekühlte Desserts. Tinas Herz hüpfte da ganz hoch, packt sie doch nach jedem guten Abendessen der Desserthunger, ohne große Lust, sich selbst noch um eines zu kümmern. Nach einer wochenlangen Suche in diversen Supermärkten wurde sie schließlich bei real fündig und nahm eine Packung der Sorte “Kirsch-Trüffel” mit nach Hause, um sie bei einem Kaffee mit Michi zu testen.

Aus edler Bourbon-Vanille, feinster Schokolade und saftigen Kirschen haben wir ein Dessert wie ein Gedicht gezaubert: Mit fruchtiger Kirschmousse und aromatischer Bourbon-Vanille-Sahne kombiniert
mit Schokoladenmousse-Sahne und lockerem Schokobiskuit, dekoriert mit knackigen Schokolocken.

Diese “Kleinen Augenblicke” bringen großen Genuss! Schicht für
Schicht eine pure Verlockung – Löffel für Löffel unwiderstehlich: das sind unsere Conditor-Desserts. Sie bestehen aus feinsten Früchten, frischer Sahne, lockerem Biskuit und werden liebevoll von Hand verziert. Ob als krönender Abschluss für liebe Gäste oder als
Belohnung im Alltag, mit unseren Desserts entfalten kleine Augen-
blicke große Wirkung!

Quelle: Coppenrath & Wiese

So lautet das Versprechen der Tiefkühlkonditoren und aus optischer Sicht ist dafür auch genügend Potential vorhanden. Die Gläser bestehen zwar aus Plastik, durch die asymmetrische Öffnung könnte man sie mit viel gutem Willen jedoch auch Gästen auf den Dessertteller stellen. Wie so oft entspricht das tatsächliche Äußere nicht ganz dem Produktfoto auf der Verpackung – dort stimmen eindeutig die Proportionen nicht, wir vermuten, dass das Glas einfach neben einem winzigen Espressolöffel und einer genmutierten Kirsche fotografiert wurde. Und woher genau die Bezeichnung Kirsch-Trüffel kommt, ist auch schleierhaft.

Geschmacklich weiß der “kleine Augenblick” leider nicht zu überzeugen. Die obere Schicht der Vanillecreme erinnert stark an schlechtes Vanilleeis, von der Bourbon-Vanille schmeckt man dementsprechend so gut wie nichts. Die “Kirschmousse” ist schlichtweg keine Mousse, denn daran ist nichts schaumiges oder luftig-geschlagenes. Ihre Konsistenz hat viel mehr etwas sirupartiges. Die “Schokoladenmousse-Sahne” (Kommentar Michi: Was soll das überhaupt sein?!) ist leider viel zu kurz gekommen. Auf dem Foto sieht es so aus, als würde sie den größten Teil im Glas einnehmen, stattdessen ist sie nicht einmal fingerbreit eingefüllt worden. Schade, denn die hat eigentlich ganz gut geschmeckt. Ebenso der darunterliegende Schokoladenbiskuitboden, der nicht durchgeweicht ist (Kommentar Michi: doch was hat ein Biskuitboden in einem Schichtdessert verloren?).

So richtig freuen können wir uns über das Dessert einfach nicht. Und als die Dessertbecher schließlich leer sind, fühlen wir nicht einmal das wohlige, befriedigende Gefühl einer guten Nachspeise im Bauch. (Kommentar Michi: Dieses unbefriedigende Gefühl hab ich immer noch, wenn ich daran denke…)Viel eher wird der Name “kleiner Augenblick” zum Programm: im Nu führt man sich jede Menge Kalorien zu, ohne davon auch noch glücklich zu werden. Nein, liebe Kuchenbäcker, das war wirklich nichts. Beim “Kleinen Augenblick Kirsch-Trüffel” handelt es sich viel eher um den misslungenen Versuch, eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte ins Glas zu bekommen. Dennoch lobenswert: die Idee, ein tiefgekühltes, schnell aufgetautes (bei Zimmertemperatur 30 Minuten) Dessert rauszubringen. Als “krönender Abschluss für liebe Gäste” würden wir es jedoch nicht kredenzen – das wäre durch den flachen, langweiligen Geschmack einfach zu peinlich.

Unser Fazit:

Tina: 

Michi:

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Bonne Maman Caramel & Philadelphia Honig

Bonne Maman kennt man bei uns als den Hersteller feiner Konfitüren in traditionellen Gläsern mit dem charakteristischen karierten Deckel. Jetzt haben die Franzosen etwas Neues auf den deutschen Markt geworfen, was mit Konfitüre wenig zu tun hat, aber auf jeden Fall ins Aufstrich-Regal gehört: Bonne Maman Caramel. Grund genug für uns, das Produkt zu testen und euch zu sagen, ob sich der Kauf lohnt.

“Jetzt im Handel: Bonne Maman Caramel
Kennen Sie schon Bonne Maman Caramel? Dieser einzigartige Brotaufstrich schmeckt köstlich auf Croissant und Baguette, ist aber auch eine tolle Zutat für Desserts und passt prima zu Crêpes oder Eis.”

So heißt es auf der Website der Marke, deren Produkte übrigens aus Frankreich importiert werden und in Deutschland von der Odenwald-Früchte GmbH vertrieben werden. So erklärt sich, dass auf der französischen Webseite eine breitere Produktpalette zu finden ist, die unter anderem so exotische Sachen enthält wie Kastanienkonfitüre; die Karamellcreme heißt dort übrigens Confiture de Lait.

Das Produkt an sich ist in keinster Weise neu: auf die Idee, gezuckerte Kondensmilch einzukochen, sind schon mehrere gekommen, besonders in Lateinamerika. So heißt die Karamellcreme in hispanophonen Ländern dulce de leche und im Portugiesisch Brasiliens doce de leite. Rezepte zum Selbermachen finden sich folglich haufenweise im Internet. Gezuckerte Kondensmilch gibt es bei uns übrigens von Nestlé unter dem Namen Milchmädchen. Was die Verwendung in der brasilianischen Küche betrifft, so gibt es einen Nachtisch namens doce de leite com queijo. Also: Karamellcreme mit Käse. Ja, mit Käse. Und zwar sogenannter Minas-Käse, der in der Textur sehr viel mit dem zypriotischen Halloumi gemeinsam hat.

Zurück zur Creme von Bonne Maman:
Süß. Das bringt das Produkt am ehesten auf den Punkt. Die Creme hat einen feinen Karamellgeschmack, ist aber auf Grund des hohen Zuckergehalts sehr klebrig, was dazu verleitet, sich schnell die Lippen abzuschlecken. Ich bin sicher, dass man sie auch abseits des Frühstückstisches gut einsetzen kann. Weil die Idee an sich aber nicht besonders innovativ ist und leicht selbst zu machen, gibt es als Fazit:


Bonne Maman Caramel, gekauft bei Galeria Kaufhof für 1,99 €.

Auch Kraft Foods hat sich mal wieder was Neues überlegt: beim Einkaufen habe ich im Kühlregal Philadelphia Honig entdeckt.

“NEU: Philadelphia Honig
Jetzt gibt es Verstärkung im Kühlregal. Neben Philadelphia mit Milka kommt ein zweites süßes Frühstückserlebnis in den Handel.
Blumig-süß und dabei cremig-kühl besticht die neue Philadelphia Sorte.”

Erst letztes Jahr hat Philadelphia mit Milka versucht, das Frischkäsesortiment in die süße Ecke zu erweitern. Ich habe ein mal eine Packung gekauft und konnte damit ehrlich gesagt nichts anfangen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass da zusammenkommen sollte, was nicht zusammengehört: die Konsistenz war nicht cremig, sondern geleeartig und der Geschmack von einer leichten Säure bestimmt, die aber nicht vom Frischkäse kam…
Die Honig-Variante kommt da ganz anders daher: wirklich cremig und von einer feinen Süße, die auch tatsächlich von Honig stammt. Insofern ist der Frischkäse wirklich eine nette Idee für einen süßen Brotaufstrich. Wer jedoch ohnehin immer Frischkäse und Honig im Haus hat, wird auf den Kauf verzichten können.
Mein Fazit:


Philadelphia Honig, gekauft bei Edeka für 0,88 € im Sonderangebot.

(Alle Markennamen und Warenzeichen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.)

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Erdbeer-Quark-Rolle

Ich bin voll von der Rolle – von der Erdbeerrolle genauer gesagt. Schon wieder habe ich ein Stück verputzt, und sie schmeckt einfach so göttlich. Da weiß ich mal wieder, dass ich an jedem anderen Kuchen sofort vorbeilaufe, wenn diese Rolle am Kuchenbuffet auf mich wartet. Mindest einmal pro Erdbeer-Saison sollte man sich diesen Klassiker deshalb gönnen. Und auch, wenn eine ganze Rolle für einen Vier-Personen-Haushalt nach viel aussieht: so schnell kann man gar nicht schauen, wie die Rolle wieder weg ist!

Gute Erdbeeren sind dabei mit Sicherheit die halbe Miete. Auf dem Nachhauseweg fahre ich immer an einer gigantischen Erdbeere mit Luke vorbei – an dem Stand werden frisch geerntete Erdbeeren verkauft und jedes Mal, wenn ich vorbeifahre, hat mindestens ein Auto angehalten um Erdbeeren mitzunehmen. So verkehrt können die also nicht sein, dachte ich mir, und bin prompt hingefahren. Für 3 Euro habe ich ein halbes Kilo der schönsten und aromatischsten Erdbeeren bekommen, die ich je gegessen habe. Kein einziger Makel, frisch und sehr fruchtig. Es lohnt sich tatsächlich, auf gute deutsche Erdbeeren zu warten und nicht bereits im Februar die Saison eröffnen zu wollen. Fasst das also gerne als Plädoyer für die Erdbeerstände an der Straße auf!

Wer so gute Erdbeeren hat, der muss demnach auch nicht mit Verschnitt rechnen. Ansonsten kauft auf jeden Fall ein paar Erdbeeren mehr als im Rezept angegeben. Das Originalrezept stammt hier nicht von meiner Oma oder Mutter, nein, es kommt von Chefkoch-Userin Christine und wurde von mir leicht abgewandelt.

5 Eier

125 Gramm Backzucker

2 Päckchen Vanillezucker

125 Gramm Mehl

300 Gramm Erdbeeren

250 Gramm Magerquark

200 Gramm Schlagsahne

80 Gramm + ein EL Puderzucker

1 Päckchen Sahnesteif

6 Blätter Gelatine oder 1 Päckchen Gelatine Fix

Erdbeeren verlesen, waschen und putzen. 200 Gramm kleinschneiden und mit einem Esslöffel Puderzucker passieren. Mit einem Handmixer die Sahne mit Sahnesteif sehr steif schlagen, danach mit Magerquark und einem Päckchen Vanillezucker in einer Rührschüssel vermischen. Blattgelatine nach Anleitung in kaltem Wasser quellen lassen, danach ausdrücken und bei kleiner Hitze flüssig werden lassen. Gelatine Fix (ein Päckchen entspricht meist sechs Blättern) direkt nach Anleitung mit etwas Wasser im Topf quellen lassen und nach der angegebenen Zeit erhitzen.

Ofen auf 220°C Umluft vorheizen. Wenn die Gelatine flüssig ist, einen Esslöffel vom Erdbeerpüree hinzugeben und gut verrühren, danach den Rest beigeben. Den Topf mit dem gelierenden Erdbeerpüree schnell zu der Quarkcreme geben und vermischen. Eine knappe Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Ein Blech mit hohem Rand mit Backpapier auslegen. Eier trennen. Eischnee steif schlagen und etwa 40 Gramm vom Backzucker gegen Ende einrieseln lassen. Eigelb mit dem restlichen Backzucker und einem Päckchen Vanillezucker in einer großen Schüssel schaumig aufschlagen. Eischnee dazugeben und mit einem Schneegeben vermischen. Mehl sieben und nach für nach mit dem Schneebesen unterheben. Danach den Biskuitteig auf dem Blech gleichmäßig verteilen und für etwa 10 Minuten im Ofen backen. Vorsicht: kontrolliert währenddessen regelmäßig im Ofen den Backgrad! Der Biskuit darf auf keinen Fall zu hart werden, sonst lässt er sich später nicht mehr rollen. Manche Ofen sind schneller fertig, passt deshalb entsprechend die Zeit an. Der Biskuit ist fertig, wenn er oben leicht goldbraun gefärbt ist und beim Einstich mit dem Zahnstocher nichts daran haften bleibt.

Blech aus dem Ofen auf eine feuerfeste Oberfläche heben, und ein frischgewaschenes Küchentuch darauf ausbreiten. Mit Topflappen Küchentuch und Blech auf beiden Seiten gleichzeitig nehmen und umkippen, sodass der Teig auf dem Küchentuch liegt. Blech beiseite legen und Backpapier vorsichtig vom Teig abziehen. Mit Hilfe des Küchentuchs den Biskuit noch heiß der Länge nach (!) zusammenrollen und so auskühlen lassen. Der Breite nach würde die Roulade sehr kurz und viel zu dick für ein einzelnes Stück werden.

Abgekühlte Biskuitrolle vorsichtig wieder auseinanderrollen und mit der Erdbeercreme bestreichen. Dabei von dem späteren Inneren nach Außen hin immer dünner streichen, da es die Masse beim zusammenrollen immer etwas nach außen drückt. 100 Gramm Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und auf dem Teig verteilen. Danach die Erdbeerrolle vorsichtig zusammenrollen und gegebenenfalls mit etwas restlicher Erdbeercreme an der äußeren Kante bestreichen, sodass die Rolle zusammenhält. Mindestens für vier Stunden im Kühlschrank fest werden lassen, vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben. eat it. love it.