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Kaiserschmarrntorte Caprese

Im Rezept zur Rustikalen Kaiserschmarrntorte hatte ich es schon angekündigt: es muss Varianten davon geben! Hier kommt eine italienische Variante mit Tomate, Basilikum und natürlich Mozzarella. Auf dem Bild ist noch italienischer Schinken zu sehen – der ist aber natürlich sehr dominant und darf auch getrost weggelassen werden. Die vegetarische Variante schmeckt milder und gerade der Basilikum kommt dabei besser hervor.

 

3 EL geröstete Pinienkerne

100 g getrocknete Tomaten in Öl

etwas Öl von den Tomaten

2 Esslöffel fein gehackte Zwiebeln

100 g geriebener Mozzarella

1/2 Kugel Mozzarella

(3 Scheiben ital. Schinken)

Salz, Pfeffer

Für den Kaiserschmarrn:

2-3 Handvoll Basilikum, fein gehackt

3 Eier

140 g Mehl

150 ml Milch

1 TL Zucker

1 Prise Salz

1/2 TL Meersalz, Pfeffer

 

 Eier trennen, Eiweiß anschlagen, eine Prise Salz zugeben und weiter schlagen, Zucker dazu und schlagen bis das Eiweiß sehr steif ist, beiseite stellen. Eigelb mit Milch verquirlen, salzen und pfeffern. Nach und nach Mehl zugeben, so dass ein glatter Teig entsteht. Gehackten Basilikum und geriebenes Meersalz unterschlagen. Den Eischnee vorsichtig unter die Teigmasse schlagen, bis sie schön luftig ist. Ofen auf 170 Grad vorheizen.

 Die getrockneten Tomaten in einen Zentimeter große Stücke schneiden. Gehackte Zwiebeln in einer beschichteten Pfanne, die in den Ofen passt, bei mittlerer Hitze mit etwas Tomatenöl anbraten und kurz dünsten. Tomaten hinzugeben und zwei Minuten zusammen anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und alles in der Pfanne gleichmäßig verteilen. Mit der Kaiserschmarrnmasse bedecken und zwei Minuten auf dem Herd stocken lassen. Geriebenen Mozzarella darauf verteilen und die Pfanne in den Ofen stellen. 12 bis 15 Minuten backen.

 Unterdessen von der Mozzarellakugel einige Scheiben abschneiden und (falls gewünscht) den italienischen Schinken etwas kleinschneiden. Die fertige Kaiserschmarrntorte auf einen Teller oder ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stürzen und mit Mozzarella, Schinken und Pinienkernen belegen. Mit Basilikum dekorieren, in Stücke schneiden und servieren. eat it. love it.

 

Auf dem warmen Kaiserschmarrn zerläuft der Mozzarella noch ein wenig.

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Kirschkuchen mit Schokostreuseln

Nach genau so einem Kuchen habe ich schon lange gesucht, als Juliane ihn eines Tages bei sich im Blog präsentierte: ein einfacher Rührkuchen mit Schokostreuseln und jeder Menge Kirschen. Genau das Richtige für die Kaffeetafel am Wochenende, in Erinnerung an die Initiative Sonntagssüß!

Ich habe den Kuchen inzwischen schon zweimal nachgebacken und einige Veränderungen am Originalrezept von Juliane vorgenommen. Etwa weiß ich nach wie vor nicht, wie Juliane so viele Kirschen in einer 26cm-Form unterbringt, deshalb benutze ich fortan nur noch ein großes Glas Kirschen. Dass man Weinsteinbackpulver durch normales Backpulver ersetzen kann, das wusste ich schon – dennoch habe ich meinen ersten Versuch gleich genutzt, um das vermeintliche Wunderzeug zu benutzen. Im direkten Vergleich wurde der Kuchen dadurch tatsächlich fluffiger. Er ging zwar nicht deutlich mehr auf, aber er fühlte sich beim Hineinbeissen viel lockerer an. Dafür war jedoch ein etwas komischer Beigeschmack mit dabei, fast, als hätte ich Süßstoff verwendet. Das mag jedoch auch an der damals verwendeten Raspelschokolade gelegen haben…beim zweiten Versuch mit normalem Backpulver war der Geschmack weg, dafür auch ein wenig von der Fluffigkeit. Eigentlich muss nun also ein dritter Versuch mit Weinsteinbackpulver und guter Schokolade her. Ich halte euch auf dem Laufenden, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt und bin froh um jeden Weinsteinbackpulvererfahrenen Bäcker, der mir hierzu Näheres erzählen möchte!

 für eine 26cm-Springform

125 g weiche Butter

250 g Zucker

4 Eier

100 g gemahlene Mandeln

100 g Zartbitter-Schokoraspeln

125 g Mehl

2 TL Backpulver

3 EL Rum

1 großes Glas Kirschen (Abtropfgewicht ca. 350 g)

  Die Kirschen in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Die Butter mit den Eigelben und dem Zucker schaumig rühren, dann das Mehl, die gemahlenen Mandeln, die Schokoraspeln und den Rum dazugeben und noch einmal gut durchrrühren. Das steif geschlagene Eiweiß vorsichtig unterziehen

  Die Backform gut fetten und mehlen und den Teig hineingeben und glatt streichen. Nun die abgetropften Kirschen darauf verteilen und den Kuchen in den Ofen geben. In meiner Silikonform habe ich die Backzeit nach einer halben Stunde auf 160°C verringert und nach gewünschter Bräunung zusätzlich die Oberfläche des Kuchens mit Alufolie bedeckt, insgesamt war mein Kuchen nach 50 Minuten fertig, im Originalrezept von Juliane braucht er 70 Minuten. Behaltet ihn also gut im Auge und testet mit einem Holzstäbchen, ob der Kuchen fertig ist.

  Den Kuchen in der Form kurz auskühlen lassen und dann den Rand der Springform lösen oder den Kuchen mit Hilfe eines Tortenretters aus der Silikonform holen. Vollständig auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und je nach Geschmack mit Puderzucker oder Schlagsahne servieren. eat it. love it.

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Ein Gruß von Vapiano: der Home Cup

Vapiano hatte Geburtstag – und wir sollten mitfeiern! Haben wir aber nicht. In einer “Blogparade” sollten Blogger darüber berichten, wie sie zum ersten Mal bei Vapiano waren. Nette Idee, doch weder hatten wir zu dem Zeitpunkt Zeit für einen solchen Blogeintrag, noch (und das ist wichtiger) konnten wir uns an unser erstes Mal bei Vapiano erinnern. So viel sei gesagt: es war noch zu Zeiten, an denen man im Münchner Vapiano in den Fünf Höfen am Samstagabend nicht fast eine Stunde für Pasta anstehen musste und auch kein Problem hätte, danach noch einen Sitzplatz zu finden. Dennoch ist letzte Woche Post bei uns eingetrudelt – als Belohnung für den Blogpost sollte es für jeden von uns einen der neuen “Home Cups” geben, und die haben wir nun trotzdem erhalten.

Die Idee, in unterschiedlichen Städten unterschiedliche Tassen mit eigenem Städtedesign zu verkaufen, ist ja nun wirklich nicht neu. Es gibt da noch so eine amerikanische Kaffeehauskette – ach, wie hieß sie gleich nochmal…ahja, genau die, die diese komischen Küchlein am Stiel verkaufen – die das seit sehr langer Zeit weltweit erfolgreich betreiben. Die Variante für uns Münchner ist dunkelgrün und mit einem Löwen bedruckt, der gerade eine Spaghetti schlürft. Tina hasst eigentlich die Farbe dunkelgrün und sie ist von Geburt an Fan des FC Bayern München. Sie fühlt sich mit diesen Tassen also nicht getroffen, aber das ist ja nun wirklich ihr Problem :D

Hier könnt ihr euch durch die Städtedesigns durchklicken (unsere Favoriten: New York und Nürnberg!), es gibt Städte, die es deutlich besser, aber welche auch, die es unserer Ansicht nach schlechter getroffen haben, als wir mit unserem Löwen. Ein Wolpertinger wäre ein echter Insider für alle Bayern gewesen, aber zumindest aus offizieller Sicht war der Löwe sicherlich die bessere Wahl. Die Tassen haben keine Henkel sind und sind deshalb eher Keramikbecher, wir finden das aber eigentlich ganz schick. Laut Verpackung passen 250ml hinein und sie sollen spülmaschinenfest sein – das wird unser automatischer Langzeittest ergeben. Zu haben sind sie bei Vapiano für 8,50€

Mit dabei im Paket waren außerdem ein sehr netter Brief vom Vapiano-Team, ein paar Luftschlangen zum Geburtstag und noch zwei Mal Schokolade am Stiel für heiße Schokolade. Tina hat beim Anblick der Stiele zunächst entsetzt Cake Pops befürchtet und dann erleichtert aufgeatmet. In diesem Sinne, unser Fazit: wer noch keine Ahnung hat, was er sammeln soll und noch viele Tassen braucht, der könnte seine Freude an den Home Cups haben – allerdings ist Vapiano bisher nicht so verbreitet wie Starbucks, sodass dieser Plan nicht für jedes Reiseziel aufgehen dürfte. Wir hätten uns statt der Tassen lieber etwas mit Bezug zum “Kerngeschäft”, also Pizza oder Pasta, gewünscht. Dennoch: alles Gute nachträglich zum Geburtstag!

Anmerkung: falls aus diesem Blogeintrag nicht genügend hervorgegangen: Vapiano hat uns die Home Cups kosten- und bedingungslos zukommen lassen.

Wie? Marmelade ohne Gelierzucker? Als ich mich im Internet durch die wunderbare Rezeptwelt von Christine Ferber und Auszüge aus ihrer Marmeladenbibel klickte, guckte ich ziemlich verdattert: jedes von mir ergooglete Rezept kommt tatsächlich ohne Gelierzucker aus. Stattdessen sind Madame Ferbers wunderbare Marmeladen jedoch echte Zeiträuber, denn der Marmeladenkochprozess erstreckt sich dadurch auf zwei Tage – die gezuckerten Früchte ziehen über Nacht Saft und am nächsten Tag wird dann erst richtig Marmeladepardon, Konfitüre! – gekocht.

Da gerade jede Menge Äpfel wegmussten und Äpfel bekanntermaßen besonders viel Pektin enthalten, habe ich mich für dieses Rezept als Premiere für diese Machart entschieden. Unterschätzt nicht den Zeitaufwand, denn die Äpfel werden hier nicht nur klein, sondern richtig richtig klein geschnitten. Allein dafür stand ich fast eine Stunde in der Küche. Dann kommt jede Menge Zucker dazu und die Äpfel dürfen erst einmal Saft ziehen.

Ich war erstaunt, wie viel Saft das schließlich wurde. Doch erst wenn die Apfelschnitze gemeinsam mit dem Karamell im Kochtopf einmal brodeln, kann man sich so richtig vorstellen, wie gut diese Marmelade später wird. Und wenn man die Mischung am nächsten Tag aus dem Kühlschrank holt, strahlt sie erst so richtig goldgelb. Ich kann mir das Rezept auch sehr gut als Basis für eine weihnachtliche Variante à la Bratapfel mit Zimt, Nelken oder Vanille vorstellen. Doch auch so schmeckt sie einfach nur wunderbar: scheut euch nicht vor den Zuckermassen, denn die leichte Karamellnote gibt erst den Kick auf dem Frühstücksbrot!

etwa 1,4 kg Äpfel (1 kg netto)

1100 g Haushaltszucker

250 ml heißes Wasser

1/2 kleine Zitrone

  Zitrone auspressen und den Saft beiseitestellen. Äpfel schälen, entkernen, halbieren und in Stifte mit etwa 2mm Kantenlänge schneiden. Die Apfelstifte in einer großen Schüssel mit dem Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. 850 g Zucker dazugeben und unter die Äpfel rühren, dann die Schüssel mit Backpapier bedecken und im Kühlschrank eine Stunde ziehen lassen.

  Restliche 250 g Zucker in einem großen Topf karamellisieren lassen, das sehr heiße Wasser dazugießen und unter Rühren aufkochen, damit sich das Karamell vom Topfboden löst. Die Äpfel hinzugeben und die Mischung im Topf unter Rühren einmal aufkochen lassen. Danach die Mischung zurück in die Schüssel geben und mit Backpapier und/oder einem Deckel bedeckt über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

  Am nächsten Tag saubere Marmeladengläser in kochendem Wasser oder im Backofen bei 160°C 10 Minuten lang sterilisieren. die Apfel-Karamell-Mischung in einen großen Topf geben und unter Rühren aufkochen. Sprudelnd 5 bis 10 Minuten (je nach Pektingehalt eurer Äpfel) kochen lassen, ich habe meiner Marmelade 12 Minuten gegeben. Mit einer Gelierprobe (also ein wenig Marmelade auf einem kalten Teller, die dort geliert, wenn sie lange genug gekocht wurde) könnt ihr testen, wann eure Marmelade fertig ist. Dann den Topf vom Herd nehmen und die Marmelade heiß in die Gläser abfüllen. Diese sofort verschließen und auf dem Kopf gedreht auskühlen lassen. eat it. love it.

 

 

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Lasagne mit gebratenen Zucchini und Spinat

Nudeln aus dem Ofen sind für mich irgendwie noch mehr Soulfood als ganz normale mit Sauce oder aus der Pfanne – wie seht ihr das? Ich finde Ofennudeln, egal ob als Auflauf oder anders, einfach ganz wunderbar – schön saftig und die Nudeln haben durch das gemeinsame Garen mit Gemüse und Sauce ein ganz anderes Aroma, finde ich. Ganz abgesehen davon, dass der Duft in der Küche einfach sagenhaft ist und Vorfreude weckt, während man selbst schon den Tisch decken oder Salat putzen kann.

Ich hatte also mal wieder Lust auf Ofennudeln, etwas tomatiges, fruchtiges, wärmendes. Bei meiner Suche nach einem Rezept bin ich auf diese Lasagne gestoßen und war sofort begeistert. Sie geht einfach und ist durch den Verzicht auf Bechamelsauce und viel Käse deutlich leichter als viele andere Lasagnen. Ich habe sie nun schon mehrere Male gemacht und fand sie jedes Mal noch leckerer, als ich sie in Erinnerung hatte…

 

für zwei bis drei Portionen / eine kleine Auflaufform

1 Zucchino

125 g TK-Blattspinat

1 Dose gehackte Tomaten

1/2 kleine Zwiebel

150 g Ricotta

1 Ei

125 g Lasagneblätter

geriebener Parmesan

Olivenöl

eine Knoblauchzehe

Salz, Pfeffer, Chiliflocken, Zucker, Zimt

Blattspinat in einem großen Sieb auftauen und abtropfen lassen, gegebenenfalls auseinanderfalten oder in Scheiben schneiden, damit es schneller geht. Die Knoblauchzehe und die Zwiebel fein hacken und in einer Pfanne mit Olivenöl andünsten, die Knoblauchzehe erst hinzugeben, wenn die Zwiebeln fast glasig sind. Ein paar Chiliflocken (ich nehme 1/2 TL), je nach Geschmack, sowie eine Prise Zucker hinzugeben und kurz mit andünsten. Die gehackten Tomaten aus der Dose hinzugeben und etwa 10 Minuten auf niedriger Hitze köcheln lassen, dabei die Tomatenstücke mit dem Kochlöffel immer wieder zerdrücken. Gegebenenfalls etwas Wasser nachgießen, die Sauce sollte etwas flüssiger als eine normale Tomatensauce sein.. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  Zucchino waschen und der Länge nach in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Ofen auf 200°C Umluft vorheizen und die Scheiben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Dünn mit Olivenöl bepinseln und mit Meersalz und Pfeffer bestreuen und etwa acht Minuten im Ofen rösten, danach die Scheiben umdrehen und weitere fünf Minuten rösten, bis die Zucchinischeiben weich und leicht gebräunt sind. Ofentemperatur auf 180°C Ober-/Unterhitze reduzieren.

  Ricotta mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zimt abschmecken. Das Ei und einen Esslöffel Wasser unterrühren und beiseite stellen. Den aufgetauten Spinat kräftig ausdrücken und grob hacken. Eine Auflaufform dünn ölen und den Boden mit einer dünnen Schicht Tomatensauce bedecken. Darauf eine Lage Lasagnenudeln legen, diese zunächst mit einer Lage Ricottacreme, dann mit einer Lage Zucchinischeiben und gehackten Spinat und schließlich mit einer Lage Tomatensauce bedecken und Parmesan über die Tomatensauce streuen. Danach wieder eine Lage Lasagnenudeln auslegen und in der selben Reihenfolge die Auflaufform füllen. Am Ende mit einer Lage Lasagnenudeln abdecken und diese mit den Resten der Tomatensauce und Parmesan bedecken.

  Die Auflaufform mit Alufolie abdecken und in den Ofen stellen. Nach 40 Minuten mit einem Messer einstechen und prüfen, ob die Nudeln schon weich sind – ich habe der Lasagne weitere 10 Minuten gegönnt, das hängt jedoch von vielen Faktoren (Flüssigkeit der Sauce, Form und Material der Auflaufform, Nudelsorte) ab. Sobald die Nudeln weich sind die Alufolie abnehmen und die Lasagne für weitere 10 Minuten im Ofen backen. Aus dem Ofen nehmen und etwa 20 Minuten ruhen lassen. eat it. love it. Und für mich schmeckt Lasagne ja am nächsten Tag fast noch besser… eat it tomorrow. love it even more.