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Linguine mit Hühnchen an Zitronensahne

Die Februar-Ausgabe der essen&trinken hat mich zu diesem Rezept inspiriert: eine fast schon frühlingshafte Kombination aus Sahne und Zitrone. Das Rezept in der Zeitschrift war um einiges aufwändiger als dieses, mit separat zubereiteter Sauce und etwas viel Tamtam – ich mag es einfacher und daher ist meine Version des Pasta-Zitronen-Hühnchens auch wirklich nicht schwierig herzustellen. Der Pecorino eignet sich übrigens hervorragend zum Abrunden des Geschmacks – Parmesan wäre mir auf dieser Pasta wahrscheinlich zu heftig.

Für zwei:

250 g Pasta (Linguine)

250 g Hühnerbrustfilet in Stücken

1 EL Butterschmalz oder neutrales Öl

1 halbe Zwiebel

1 kleine rote Chilischote

100 ml Gemüsebrühe

100 g Sahne

2 Knoblauchzehen

1 rote Paprika

1/2 TL Kurkuma

Schale und Saft von einer halben unbehandelte Zitrone

3 Frühlingszwiebeln

1 kleine Handvoll Mandeln, gehobelt

Salz, Pfeffer

Pecorino zum Reiben

Im Wok das Hühnerfleisch mit Öl oder Butterschmalz kräftig anbraten, herausnehmen und beiseite stellen. Zwiebel fein hacken und Chilischote in Ringe schneiden, beides in etwas Öl einige Minuten glasig dünsten, Gemüsebrühe angießen und fünf Minuten bei mittlerer Hitze  reduzieren lassen. Anschließend durch ein Sieb in ein kleines Gefäß füllen und beiseite stellen. Wasser für die Pasta zum Kochen bringen.

Knoblauch fein hacken, Paprika in feine Streifen und Frühlingszwiebeln in nicht zu große Ringe schneiden. Zitronenschale reiben und Saft einer halben Zitrone auspressen. Nudelwasser salzen und Pasta hineingeben. In einer kleinen Pfanne die Mandelhobel bei großer Hitze, ohne Fett und unter ständigem Schwenken goldbraun rösten. Im Wok den Knoblauch andünsten, Paprika, Kurkuma und Zitronenschale hinzugeben und kurz mitdünsten. Hühnerfleisch dazugeben, Sahne angießen und alles einige Minuten köcheln lassen.

Geschärfte Brühe mit in den Wok geben und die Pasta ca. eine Minute vor al dente abgießen. Pasta und Frühlingszwiebeln zu den übrigen Zutaten geben und fertig kochen lassen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Pastatellern anrichten, mit gerösteten Mandeln bestreuen und nach Belieben mit geriebenem Pecorino. eat it. love it.

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Schokoladenravioli mit Kirschragout

Valentinstag steht vor der Tür, und egal ob man Single ist, frischverliebt, langzusammen oder sogar schon verheiratet – der 14. Februar kann zumindest für jeden ein Anlass für ein gutes Essen mit einem oder mehreren Menschen sein, die man gern hat (und auch beste Freundinnen wissen eine gute Verpflegung zum Mädelsabend zu schätzen ;) ).

Schokoladenravioli mit Kirschragout

Die Idee, auch zum Dessert mal Nudeln zu machen, schwebt schon seit fünf Jahren in meinem Kopf herum. Damals habe ich auf einer Rezeptplattform ein Rezept für “Schokoladenravioli mit Kirschragout” gefunden und mich bis heute nicht daran gewagt. Da ich aber nun doch schon seit geraumer Zeit koche, war ich beim Lesen des Rezepts inzwischen gar nicht mehr zufrieden und habe deshalb einige Rezeptvariationen im Internet und Johann Lafers Kirschragout (das er sonst zu Amarettini-Zimt-Parfait serviert) kombiniert. Für süße Sonntage, Extra-Pasta-Tage oder als Abschluss des Valentinsmenüs.

für Zwei zum Dessert:

80 g Spätzlemehl oder Hartweizenmehl

40 g Zartbitterschokolade

15 g ungesüsstes Kakaopulver

15 g Puderzucker

1 Ei

1/2 TL Semola di grano duro/Hartweizengrieß

50 g weiße Kuvertüre

50 g Mascarpone

150 g Kirschen (TK oder aus dem Glas, dann Saft auffangen)

200 ml Kirschsaft

125 ml halbtrockener Rotwein

50 ml Cassis-Likör

Zimt

1/2 EL Stärke

Kirschen gegebenenfalls auftauen oder abtropfen lassen. Zartbitterschokolade fein hacken oder brechen und über einem Wasserbad schmelzen. Mehl, Kakaopulver,Puderzucker und Grieß in eine kleine Rührschüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Das Ei in die Mulde hineinschlagen und die geschmolzene Schokolade zum Ei dazugießen. Mit einer Gabel das Ei mit der Schokolade vermengen und immer wieder von den Seiten etwas von der Mehlmischung hinzuarbeiten, bis der Teig fest genug ist, um geknetet zu werden. Etwa drei Minuten kneten, bis der Teig geschmeidig ist. Dann zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie schlagen und etwa 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.

Weiße Kuvertüre hacken und über einem Wasserbad schmelzen. Nach dem Schmelzen etwa zwei Minuten abkühlen lassen und dann die Mascarpone unterrühren. Die Masse in einen kleinen Gefrierbeutel füllen und eine kleine Ecke abschneiden, sodass man den Beutel später zum Füllen der Ravioli als Spritzbeutel verwenden kann. Bis zur Verwendung in den Kühlschrank legen.

Kirschsaft, Rotwein und Cassis mit Zimt in einem kleinen Topf aufkochen und etwa zur Hälfte einreduzieren. Die Stärke mit etwas Wasser anrühren und dann zur Reduktion geben. Diese noch einmal aufkochen lassen und dann vom Herd nehmen, die Kirschen dazugeben und bis zum Servieren beiseitestellen.

Den Teig halbieren und die Hälften jeweils kurz durchkneten. Der Teig ist etwas widerspenstig, wenn man ihn jedoch auf jeder Stufe der Nudelmaschine zwei- bis dreimal durchlässt, wird er geschmeidig. Ich habe bei meiner Nudelmaschine den Teig bis auf Stufe 5 ausgerollt. Auf einem mit Hartweizengrieß bestäubten Holzbrett dabei immer wieder mit Grieß einreiben, damit der Teig nicht an der Maschine haften bleibt. Nun entweder eine Teigplatte in ein Raviolibrett legen und dort mit die Füllung auftragen oder Ravioli auf dem Holzbrett formen. Dazu müssen auf der Teigplatte aus der Hälfte des Teigs etwa 3×8 Ravioli Platz finden, also genügend Abstand zwischen den Füllungen lassen, die Zwischenräume dann mit etwas Eigelb bestreichen und die obere Teigplatte auflegen. Dann die Ravioli schneiden. Bei der Verwendung des Raviolibretts die obere Teigplatte auf die Füllung legen, glattstreichen und mit dem Nudelholz mehrmals fest drüberrollen.

Nudelwasser mit 2 EL Zucker statt Salz aufsetzen und die Ravioli, je nach Trocknungsgrad, etwa 4 bis 6 Minuten kochen. Abgießen und kurz abschrecken, dann auf Tellern noch heiß servieren und das Kirschragout darauf anrichten. Zum Garnieren etwas weiße Schokolade darüberreiben oder -hobeln. eat it. love it.

Schokoladenravioli mit Kirschragout

Wenn ihr arg unter Zeitdruck steht, könnt ihr statt der Ravioli aus dem Teig auch Schokoladentagliatelle mit Kirschragout machen. Dafür einfach die ausgerollten Nudelplatten mit der Nudelmaschine zu Tagliatelle schneiden oder per Hand mit einem scharfen Messer schneiden. Dann etwa zwei Minuten im gezuckerten Wasser kochen und über die heißen Nudeln das Kirschragout verteilen.

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Nachgekocht: Pasta Salami e Ricotta con Rucola

Eines meiner absoluten Lieblingsgerichte bei Vapiano ist Salami e Ricotta con Rucola, für das ich schon lange das Rezept haben wollte. Das besondere daran ist der trockene Ricotta salata, der nach der Zubereitung frisch über das Gericht gerieben wird. Der ist wahnsinnig geschmacksintensiv und so gut Salami und Rucola für sich auch schmecken, dieses Gericht funktioniert eigentlich nur mit dem geriebenen Käse. Leider ist der nicht so leicht zu bekommen – im Supermarkt habe ich ihn zumindest noch nicht gesehen. Es lohnt sich ein Blick in diverse Feinkostgeschäfte. Meinen Ricotta salata habe ich auf dem Münchner Viktualienmarkt bekommen. Bei Vapiano kommen mir am liebsten Tagliatelle auf den Teller, in diesem Rezept sind es Linguine. Normalerweise gibt es auch noch Pinienkerne dazu – ich hatte leider keine da und musste drauf verzichten.

Noch etwas: Wir merken durch Suchanfragen, dass unsere “Nachgekocht”-Rezepte bei euch sehr beliebt sind. Welche Rezepte sollen wir noch für euch entschlüsseln? Lasst es uns in einem Kommentar wissen!

Und so geht’s:

Für zwei Portionen

250 g Pasta, z.B. Linguine

ein paar Tropfen Olivenöl

1 Knoblauchzehe, feingehackt

100 g Salami, nicht zu fein

40 ml trockener Weißwein

40 ml Gemüsebrühe

30 g kalte Butter

frisch gemahlener Pfeffer

2 Handvoll Rucola

2 EL leicht geröstete Pinienkerne

Ricotta salata zum Reiben

Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, salzen und Pasta al dente garen. Unterdessen Salami in Streifen schneiden und Rucola waschen. In einem Wok das Olivenöl nur gering erhitzen und den feingehackten Knoblauch zugeben, und etwa eine Minute schwenken; aufpassen, dass er nicht dunkel und bitter wird.

Die Temperatur heraufschalten, die Salamistreifen hinzugeben und wiederum eine Minute anbraten. Mit Weißwein ablöschen, Brühe angießen und kurz aufkochen lassen, dann Herdplatte ausschalten. Kurz bevor die Pasta fertig ist, kalte Butter hinzugeben und unter stetigem Rühren die Sauce montieren. Mit Pfeffer abschmecken.

Pasta abseihen und mit in den Wok geben, einmal gut umrühren. Rucola und Pinienkerne dazu und vorsichtig vermengen. Auf Tellern anrichten und Ricotta salata darüber reiben. eat it. love it.

Salami und Rucola - eine tolle Mischung, aber der Ricotta gibt den Ton an.