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Nachgekocht: Pasta Autunno Colorato

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Oh was habe ich geflucht, was habe ich probiert und in der Küche geschwitzt. Autunno Colorato war im Herbst mein Pastahighlight schlechthin bei Vapiano und musste deshalb unbedingt nachgekocht werden. Im Original sieht Pasta Autunno Colorato so aus:

“PASTA AUTUNNO COLORATO
VON JILL ZERVAS, DUISBURG
Feines Rinderfilet und Backpflaumen mit Zwiebeln in einer
leichten Rotweinsauce mit Zimt, abgerundet mit Balsamico.
Passt besonders gut zu unseren hausgemachten Fusilli.”

Offenbar hat Jill Zervas damit nicht nur meinen Geschmack voll getroffen – einige von euch haben mir geschrieben und mich mit ihren Hinweisen und Ermutigungen bis zu dieser Version hier gebracht, vielen Dank dafür! Denn zwischendurch hatte ich das Projekt schon frustriert beiseite gelegt und Pasta Peperoncini Piccante nachgekocht. Schließlich habe ich der Autunno Colorato noch eine Chance gegeben, und siehe da: ich war auf einmal richtig zufrieden. Denn bei diesem Versuch habe ich alles ganz simpel gehalten. Die Soft-Pflaumen sind ganz geblieben (da sie kleingeschnitten zu viel

Süße abgeben) und statt Rinderfond habe ich einfach Gemüsebrühe verwendet. Herausgekommen ist eine richtig schöne Rotweinsauce mit leichtem Zimt- und Balsamicoaroma. So lange wie ich an dem Rezept herumgefeilt habe, habt ihr allerdings auch darauf warten müssen – deshalb genug der Worte, viel Spaß und guten Appetit mit meiner Version von Pasta Autunno Colorato!

für 2 Personen:

160 g Rinderlende/-filet

200 g Nudeln

10 Soft-Pflaumen

2 EL dunkler Balsamico

2 Msp. Zimt

75 ml Rotwein

40 g Rucola

1 rote Zwiebel

1 Frühlingszwiebel

140 ml Gemüsebrühe

Nudeln kochen und nicht abschrecken. Rindfleisch abwaschen, trockentupfen und in große Würfel (etwa 2 cm Kantenlänge) schneiden. Zwiebel in feine Stücke hacken, Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Rucola waschen und abtropfen lassen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne oder im Wok erhitzen und das Fleisch von jeder Seite für 45 Sekunden scharf anbraten. Herausnehmen und die Stücke in Alufolie einwickeln.

Herdtemperatur reduzieren und Zwiebeln in der Pfanne anbraten. Nach einer Minute die Softpflaumen im Ganzen dazugeben und eine weitere Minute lang anbraten. Mit dem Rotwein ablöschen. Kurz aufkochen lassen, dann die Gemüsebrühe, den Balsamico, Zimt und die Frühlingszwiebeln dazugeben. Etwa 2 Minuten sehr leise köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Stück kalter Butter abbinden. Die Nudeln möglichst heiß dazugeben und gut mit der Sauce verrühren. Auf dem Teller mit Rucola garnieren. eat it. love it.


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Vapiano für zu Hause: Das Basilikum-Experiment

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Hier ist nun der zweite Teil unseres Tests der neuen Vapiano-Produkte: Basilikum zum Selberziehen. Eine schöne Idee, wie ich finde, zumal Basilikum bei Vapiano tatsächlich auf jedem Tisch steht und ganz viel zum mediterranen Flair der Restaurants beiträgt. Ich habe mich gleich auf das Experiment eingelassen und bin jetzt gespannt, ob mein eigener Basilikum wächst. In meiner Zeit in England habe ich einmal Thai-Basilikum angepflanzt und der hat ewig gebraucht, bis er einigermaßen gewachsen war – mal sehen, ob das in Deutschland anders funktioniert. Los geht’s!

Der Basilikum* in der Tüte kostet im Restaurant 3 Euro. Erst mehrere Wochen nach Erhalt unseres Pakets sehe ich im Restaurant auf dem kleinen schwarzen Täfelchen die Beschriftung “Tütenbasilikum“. Da macht es sogar bei mir Klick -.-… man soll ihn wohl in der Papiertüte anziehen. In meiner Unwissenheit habe ich ihn in einem Topf gesät – in meinen Augen ohnehin die einzige Möglichkeit, für richtige Bewässerung zu sorgen. Aber wie dem auch sei: von der Beschriftung auf der Tüte hätte ich das nicht schließen können. Da heißt es nämlich:

Aufschneiden, Samen säen, gießen, pflegen & genießen.

So einfach ist es ja dann doch nicht.

* in Bayern benutzen wir zuweilen seltsame Artikel, siehe auch “der Butter” oder “das Teller“. ;)

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In der ungefähr 150 Gramm schweren Papier-Packung befindet sich das trockene Substrat zum Anpflanzen und ein kleines Tütchen mit ca. 20 Basilikum-Samen. Ich bin total fasziniert: da schimmern kleine goldene Körnchen in der Erde – das Ganze sieht dadurch einigermaßen wertvoll aus. Beim Öffnen der Tüte staubt es allerdings gewaltig; kein Wunder bei staubtrockener Erde und (höchstwahrscheinlich) Dünger, die einmal um die halbe Welt gereist sind, um auf meinem Tisch zu landen: die Webadresse www.eurosinosourcing.com weist nicht gerade subtil auf eine Herstellung in China hin.

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Und schon steht man vor dem ersten Problem: wie groß muss der Topf sein? Ich sage es euch: ich habe einen einfachen 8 cm hohen Pflanztopf mit 10 cm Durchmesser benutzt, der unten natürlich Löcher hat, damit überschüssiges Wasser abfließen kann. Weil er aber Löcher hat, würde das trockene Substrat sofort unten herausrieseln, also muss man zum Anpflanzen ein Stück Küchenrolle einlegen. Gesagt, getan:

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Nun kann man das Substrat einfüllen und…

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…angießen – schon ist das ganze einfacher zu handhaben, zumindest wird nichts mehr vom Winde verweht. ;) Das Wasser ganz versickern lassen, sodass die Erde gut feucht wird. Und jetzt wird gesät: die schwarzen Basilikumsamen möglichst gleichmäßig im Topf verteilen und noch einmal mit einer kleinen Menge Wasser angießen. Schon nach kurzer Zeit quellen die Samen auf und umgeben sich selbst mit einer schleimigen Hülle. Jetzt heißt es warten. Wichtig: Basilikum ist ein Lichtkeimer – ohne Sonne wird in dem Topf nichts passieren. Ein wichtiger Hinweis auch für jene, die in der Tüte aussähen: der Rand sollte nicht zu hoch sein und womöglich eher tiefer als mit der Linie angegeben, sonst kommt unter Umständen nicht genug Licht in die Tüte.

 

Und so hat es sich schließlich weiter entwickelt:

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Wir sehen: es wächst etwas! ;) Kurzum: eine nette Idee, Basilikum von Vapiano zu Hause anzubauen, auch als Geschenk. Was ich mir aber definitiv noch wünsche: mehr Infos für den Benutzer. Viele Dinge sind eben doch nicht so klar, wie man vielleicht meint.

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Vapiano: Specials im November und Dezember

Zugegeben: wir waren schon ein bisschen enttäuscht als wir gesehen haben, dass die aktuellen Specials gar nicht so aktuell sind: unsere österreichischen Nachbarn hatten sie immerhin schon im September und Oktober. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf spannende Kreationen und vielleicht können wir mit dem Blick auf die österreichische Karte sogar einen Blick in die Zukunft werfen? ;)

Oh, da ist mal wieder ein Gericht, das wir uns so gar nicht vorstellen können: weiße Bohnen, Lauch, Sellerie? Alles keine Zutaten, die wir unbedingt mit Pasta zusammenbringen. Kurzum: wir trauen uns nicht dran, aber vielleicht hat es ja von euch schon jemand probiert und mag uns in einem Kommentar etwas dazu schreiben? Wir würden uns freuen!

Pasta Faggioli, 6,25 €

“Weiße Bohnen, Karotten und Lauch in einer leichten Weißweinsauce
mit Selleriekraut. Dekoriert mit Rosmarin und Lauchzwiebeln. Mag besonders gern unsere hausgemachten Penne.”

Schokolade mit Pesto und Knoblauch an Nudeln – na „lecker“, dachte ich mir und habe mir wagemutig „Pesto e Cioccolata“ bestellt. Gleich zu Beginn quiekte ich entsetzt auf: mein Vapianist hat da nicht gerade ernsthaft eine gestückelte Knoblauchzehe in den Wok geschmissen? Oh.mein.Gott. Ich forderte ihn entsetzt dazu auf, doch bitte gleich wieder etwas davon herauszuholen. Der Rest brutzelte munter mit Kochschinkenwürfeln im Wok vor sich hin, wurde schließlich mit grünem Pesto verrührt und mit Sahne aufgegossen. Dazu die obligatorischen halbgetrockneten Tomaten und als Abschluss Schokochips in der Größe von 5-Cent-Stücken. Na „lecker“, dachte ich mir da gleich nochmal.

Doch siehe da: ich wurde überrascht. Am Anfang erwischt man hier und da noch eine ordentliche herbe Portion Schokolade, die erstaunlicherweise unheimlich gut zum Pesto passt. Gegen Ende jedoch schmeckt man sie leider kaum noch heraus, weil sie komplett schmilzt und so in der Sauce untergeht. Ebenso der Kochschinken, von dem man faktisch kaum etwas schmeckt. Vom Knoblauch dagegen  war leider immer noch mehr als genug drin, so dass ich alle paar Bissen entsetzt zusammenzuckte, weil ich schon wieder direkt auf einem der Stücke herumkaute. Zwei Stunden später bekam ich die Quittung dafür: mein Kreislauf machte schlapp und ich lag den Rest des Abends im Knoblauchdelirium auf der Couch.

Insgesamt aber ein ganz gelungenes Special, das ich aber nicht unbedingt noch einmal essen muss. Der Kochschinken ist in meinen Augen vollkommen überflüssig, stattdessen hätte ich eher noch Lust auf ein paar Pinienkerne als knusprige Komponente gehabt. So blieb doch alles ein eher weiches Einheitsgericht.

Update vom 22.11.2011: Ich finde die Idee grundsätzlich sehr spannend und hab auch unbedingt probieren müssen. Als die Pasta schließlich auf meinem Teller war, hab ich mich angeschickt, sie mit Pfeffer und ein paar Spritzern Balsamico aufzupeppen – die feine Säure gibt einen schönen Kontrast zum breiten, vollen Geschmack der Schokolade.

Pasta Pesto e Cioccolata, 8,25 €, gegessen im Vapiano München Bogenhausen

“Halbgetrocknete Tomaten, frischer Knoblauch und gewürfelter Kochschinken treffen auf eine cremige Pesto-Sahnesauce – überraschend vollendet mit dunklen Schokoladenchips.
Passt besonders gut zu unseren hausgemachten Conchiglie.”

Das klingt doch mal wieder nach einer interessanten Kombination: Lachs, Mango, Thai-Curry. Wie für mich gemacht: ich liebe Thai-Currys und in Kombination mit Pasta ist das – zumindest gedanklich – ein absoluter Traum. Aber: in Bezug auf Thai-Currys kann man mir einfach nicht viel erzählen und muss nötigenfalls mit meiner Kritik rechnen.

Da ist zunächst mal der marinierte Lachs – was ist überhaupt marinierter Lachs? Für mich schmeckt er wie Räucherlachs: klassisch bodenständig, ölig und kräftig im Geschmack. Ein guter Partner für Pasta eben. Der gibt also auch hier aromatisch den Ton an, so sehr leider, dass die anderen Zutaten untergehen: die weiche und süße Mango kommt nur dann zum Vorschein, wenn man sie bewusst herauspickt und… Moment, habe ich gerade geschrieben “andere Zutaten”? Welche anderen Zutaten? Da ist ja nicht mehr viel. Vom versprochenen Ingwer schmecke ich nichts: wenn er in der Sauce untergebracht ist, ist er zu schwach, ansonsten wurde er vielleicht vergessen.  :( Die Limette liegt in Form einer halben Scheibe oben auf und kann so eigentlich nichts beitragen (schon mal versucht, eine Limettenscheibe auszupressen?), Lauchzwiebeln und schwarzer Sesam haben einen netten optischen Wert, aber das war es dann schon. Was bleibt also?

Ein scharfes Pasta-Gericht, das deutlich nach Lachs schmeckt, aber ich könnte jetzt nicht behaupten, dass die Schärfe eindeutig vom Curry kommt. Das hätten auch einfach Chili-Schoten sein können. Wo ist der feine Kokosgeschmack, der das Thai-Curry so unverwechselbar macht? Während des Essens überlege ich noch, was fehlt, um dem Gericht den richtigen Kick zu verleihen und dann fällt es mir erst auf: an sich ist der Plan super, aber die Zutaten müssen im richtigen Verhältnis zueinander stehen! Stellt euch das mal auf der Zunge vor: ein kräftiger Lachs, der von Limettensaft perfekt ausgeglichen wird + ein scharfes Curry, das mit süßer Mango einen interessanten Gegenspieler bekommt. Was will man mehr?

Mein Vorschlag: probiert es aus, es ist interessant, aber seid nicht enttäuscht, wenn euch das Gefühl, dass etwas fehlt, nicht mehr loslässt.

Pasta Thaitaly, 10,00 €, gegessen im Vapiano München Bogenhausen

“Eine exotische Kreation mit mariniertem Lachs, frischer Mango und Lauchzwiebeln in einer roten Thai-Currysauce mit frischem Ingwer. Schwarzer Sesam und Limette vollenden das Gericht.
Liebt unsere frischen Linguine.”

Zu dieser einfachen Pizza, die schon durch ihren vergleichsweise geringen Preis positiv auffällt, gibt es nicht allzu viel zu sagen. Der Vergleich mit dem Flammkuchen ist durchaus treffend – lediglich der hefige Teig erinnert beim Essen daran, dass es tatsächlich eine Pizza ist. Reichlich Speck und rote Paprikawürfel geben eine harmonische Mischung ab und schmecken gut mit der weißen Sauce – das einzige was einfach gar nicht geht, ist der Busch glatte Petersilie oben auf: für Michi ist Petersilie kein Gewürz und er lehnt sie strikt ab. ;) So oder so: die Menge würde reichen, um zehn Teller mit dem altmodischen grünen Farbtupfer zu versehen – zu viel!

Insgesamt eine gute Pizza zu einem guten Preis – und eine schöne Abwechslung auf der Karte.

Pizza Arlecchino, 7,25 €, gegessen im Vapiano München Fünf Höfe & Bogenhausen

“Unsere Pizza „à la Flammkuchen“ belegt. Mit Salsa Bianca, Speckwürfeln, roter Paprika und Grana Padano.”

Kuchen im Glas: das ist mal was anderes. Aber leider scheint es schwer zu sein, den Kuchen auf den Punkt zu backen – saftig war meiner zumindest nicht, am Rand schon etwas zu trocken. Dennoch: die Konsistenz ist fein, der Geschmack deutlich schokoladig und nussig. Wer auf Erdnussbutter steht, wird dieses kleine Küchlein gerne essen. Das einzige was zu fehlen scheint, sowohl geschmacklich als auch optisch: die Bananen. Sogar Tina, die Bananen hasst wie die Pest (!), hat sich getraut zu probieren und kommt zu dem Schluss: es muss so wenig Banane drin sein, dass sogar sie es isst. Und das will was heißen. ;)

Tortina Americana, 3,50€, gegessen im Vapiano München Bogenhausen

“Ein saftiges Schokoladentörtchen mit Erdnussbutter, Macadamia-Nüssen und Bananen – im Glas gebacken.”

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Vapiano für zu Hause: Gewürze und Olivenöl

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Hier kommt also der erste Teil unseres Tests von “Vapiano für zu Hause”. In unserem Überblicksbeitrag haben wir uns schon einige grundlegende Fragen gestellt, die wir uns und euch gerne beantworten möchten. Wir haben uns zunächst die Gewürzdöschen und das Olivenöl von Vapiano genau angeschaut und berichten euch von unseren Eindrücken.

Die Gewürze: Was ist drin, was steht drauf?

Zu unserem Glück steht auch drauf, was drin ist und umgekehrt: vor uns stehen drei kleine Weißblech-Döschen mit Gewürzen, nämlich Olivenölgewürz (40 g), Pizzakräuter (30 g) und Chiliflocken (35 g). Die Verwendungsempfehlungen stehen auf der Vorderseite und hier findet sich auch der Name des Produkts – sie lauten im Einzelnen:

Die Chiliflocken machen Ihr Lieblingsgericht feurig pikant und geben
ihm eine unverwechselbar würzige Note.

Das Olivenölgewürz macht gutes Olivenöl zu einem köstlichen Dip.
Zum Beispiel für ein knuspriges Ciabatta.

Die Pizzakräuter geben ihrer Lieblingspizza und Antipasti das typische mediterrane Aroma von Sonne und Süden.

Und da stehen wir schon vor einem Problem: um diesen Text ganz zu lesen, muss man das Döschen um mindestens 130 Grad drehen. Gut, das macht man nicht so häufig, aber auch wenn es nur darum geht zu wissen, welche Dose man in die Hand nehmen soll, fällt einem das auf. Die Möglichkeit, den Deckel mit dem Inhalt zu beschriften, wurde leider nicht in Betracht gezogen: dort steht nur “Vapiano für zuhause”. Etwas unpraktisch also.

Auf der Rückseite finden wir den Hinweis auf den Hersteller dieser Gewürze: die Firma 1001 Gewürze aus Hamburg. Ein Blick auf deren Website verrät uns: tatsächlich, die Gewürzmischungen gibt es in dieser Form auch nicht beim Hersteller und sind “exklusiv für Vapiano” hergestellt. Bei Facebook konnten wir noch herausfinden, dass die Mischungen glutenfrei sind.

Die Chiliflocken

Da die Gewürzmischungen nicht zu jedem Gericht passen, habe ich letztens bei einer neuen Runde von Pasta Peperoncini Piccante versucht, die Chilischote durch die Chiliflocken zu ersetzen. Ein halber Teelöffel der Flocken kam für zwei Personen in den Wok und siehe da, es schmeckte nach…nichts. Nicht einmal ein Hauch von Schärfe oder Geschmack nach Chili war zu erahnen. Obwohl die Flocken ziemlich lange in der warmen Sauce durchziehen konnten. Bisher habe ich immer Chiliflocken von Fuchs verwendet, und da wäre bei einem halben Teelöffel die Sambaparty auf der Zunge losgegangen. Insofern ist der Schärfegrad der Chiliflocken nicht allzu hoch, da darf ruhig mehr ins Gericht.

Das Olivenölgewürz

Das Olivenölgewürz soll man mit Olivenöl vermischen und als Dip zu Ciabatta-Brot reichen. Dass die Zutaten einzeln gut schmecken, steht außer Frage: Ciabatta ist an sich schon lecker, Öl ist ein Geschmacksträger und Gewürze sind…würzig. Nur, was werden die Punktezähler sagen, wenn man ihnen vorschlägt, Weißbrot und Olivenöl auf einmal zu essen? ;)

Ehrlich gesagt ist mir der Punktezähler herzlich egal, wenn etwas gut ist, dann darf das auch Kalorien haben. Doch egal wie man es dreht: ich habe noch nie bei Vapiano so einen “Dip” gesehen, und das sicherlich aus gutem Grund. Ich verstehe seit Jahren nicht, wer denn ernsthaft auf die Idee kommt, trockene Gewürze in Olivenöl aufquellen zu lassen und das dann als “Dip” zu bezeichnen. Praktikabilität? Gleich Null. Dips mit Brot, Grissini oder Rohkost braucht man beim Fernsehabend, bei dem man sich dann mit seinem Ciabatta ständig über einen Teller beugen muss, damit das herabtropfende Öl nicht die Couch versaut. Und Dips braucht man bei einer Party mit Freunden im Wohnzimmer, bei der man danach erst einmal den mit Teppich samt Olivenölflecken wegschmeißen kann.

Nur weil die einzelnen Komponenten gut schmecken, heißt das für mich noch lange nicht, dass das auch für den “Dip” gilt. Es kann doch nicht wirklich der Anspruch sein, dass ich auf aufgequollenen Gewürzen mit Brot herumkaue? Wer tut denn so etwas? Getoppt wird so etwas nur noch von den trockenen Bruschettamischungen aus dem Supermarkt, die man ernsthaft statt frischen Tomaten und Zwiebeln auf geröstetes Weißbrot geben und mit Öl begießen soll.

Das Motto soll “Vapiano für zu Hause” lauten – abgesehen von der Tatsache, dass die Chiliflocken genau im Chiliöl auf dem Tisch vorkommen und das Pizzagewürz in geringen Mengen in der Pizzasauce, ist das Olivenölgewürz für mich das Produkt, das dem ganzen Konzept am eindeutigsten zuwiderläuft. Gewürzöl als Dip zu bezeichnen liegt eigentlich weit unter dem, was ich an Niveau für die Produkte erwartet hatte und hat vor allem rein gar nichts mit den Vapiano-Restaurants zu tun.

 

Die Pizzakräuter

Ich habe die Pizzakräuter auf einer Pizza ausprobiert und siehe da: es passt natürlich sehr gut. Was aber hilfreich wäre, wäre eine Dosieranleitung wie beim Olivenölgewürz, damit man zumindest ungefähr abschätzen kann, wieviel zu verwenden ist und damit der Geschmack der Gewürze optimal herauskommt. Interessant wäre das auch für die vorgeschlagene Anwendung für Antipasti. Hier braucht der Verbraucher noch mehr Information.

Der Preis…

…beträgt für alle drei Sorten je 4,90 € – ein stolzer Preis für eine relativ kleine Menge Gewürze. Alle drei Gewürze zusammen gibt es zum Preis von 13,90 €. Natürlich: die schicke Aufmachung macht schon was her. Gerade bei den Chili-Flocken darf man sich jedoch fragen, ob man die nicht anderswo günstiger bekommt. Dass wir da bei Schuhbeck fündig werden würden, hätten wir auch nicht gedacht, aber: die gleiche Menge bekämen wir selbst beim Sternekoch für 1,89 € als lose Ware.

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Das Olivenöl…

…kommt aus Spanien und fällt unter die Güteklasse “Extra Vergine” – beste Qualität also. Extra Vergine bedeutet vor allem: kalte Pressung, erste Pressung und mit extra wenig Säure. Habt ihr schon einmal ein kratziges Gefühl im Hals gehabt, wenn ihr etwas Salatdressing mit Olivenöl probiert habt? Das sollte eigentlich nicht sein (es sei denn, ihr habt es mit dem Essig übertrieben), dafür gibt’s Extra Vergine-Öl.

Nun zum Vapiano-Öl. Die Flasche sieht wirklich schick aus und passt zum Design der Gewürzdosen. Sie ist, ähnlich einer Weinflasche, am Schraubverschluss zusätzlich mit einer Folie versiegelt und hat einen ordentlichen Ausgießer, damit nichts daneben geht oder man zu viel vom Öl erwischt. Für den ultimativen Test greife ich auf Weißbrot zurück. Gutes Olivenöl schmeckt pur mit nichts anderem als frischem Brot köstlich und man schmeckt wirklich Unterschiede zwischen den Ölen. Ich gieße also etwas Öl in eine Dipschale und merke sofort, dass die Farbe sehr hellgelb, fast durchsichtig ist. Geschmacklich überzeugt mich das Öl: es ist sehr mild, hat einen außerordentlich niedrigen Säuregehalt und einen sehr ausgewogenen Olivenölgeschmack, keinesfalls aufdringlich.

Der Preis…

ist mit 7,90 € für 250 ml Olivenöl eher hoch. Damit kommen wir auf einen Literpreis von knapp unter 32 Euro. Es gibt jedoch auch ausgezeichnete Öle zu deutlich niedrigeren Preisen, bereits zwischen 20 und 30 Euro. Sicherlich blamiert man sich mit einer Flasche des Vapiano-Öls nicht, wenn man es als Geschenk Freunden zum Kochabend mitbringt oder in einen kulinarischen Geschenkkorb dazulegt. Für den Hausgebrauch muss man jedoch wirklich nicht so viel Geld ausgeben um diese Qualität in der Flasche zu bekommen.

Was man mit Olivenöl so alles machen kann, brauchen wir euch nicht zu erzählen. Aber was sich ja mit den gerade beschriebenen Produkten geradezu aufdrängt, ist die Herstellung von Chili-Öl aus Olivenöl und Chiliflocken von Vapiano. So habe ich meins hergestellt:

150 ml Olivenöl

2 gehäufte TL Chiliflocken

Die Chiliflocken in einen kleinen Topf geben und bei geringer Hitze einige Minuten erwärmen und dabei schwenken. Der Topf darf nicht zu heiß werden. Olivenöl zugeben und zehn Minuten auf kleinster Stufe ziehen lassen.

Abkühlen lassen und in eine trockene und saubere Flasche umfüllen. use it. love it.

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Rucola-Ricotta-Ravioli mit Ofentomaten

Als ich vor einigen Wochen Cornelia Poletto bei “Lanz kocht” beim Raviolimachen zusah, wusste ich, dass ich auch endlich mal wieder mein Raviolibrett aus dem Schrank holen sollte. Als ich im Bioladen so richtig frischen, knackigen Rucola bekommen habe war klar: jetzt ist Zeit für Ravioli und Rucola soll rein. Und so habe ich mich einfach mal auf gut Glück (mit der Gewissheit, dass die Kombination Rucola-Ricotta ja auch bei Vapiano klappt…) in die Küche gestellt. Ich habe mich dabei an das Rezept für Polettos Nudelteig von den Kürbisravioli bei Lanz gehalten und mal wieder meine Ofentomaten, die ihr von Pasta Peperoncini Piccante kennt, als Geschmacksgeber dazu serviert.

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Für den Anfang braucht ihr sicherlich kein Raviolibrett. Eine Nudelmaschine schon eher, denn die rollt den Nudelteig absolut gleichmäßig aus. Ich habe etwa nach dem dritten Mal Raviolimachen keine Lust mehr auf die ganze Arbeit gehabt und mir schließlich bei ebay für etwa 15 Euro ein Raviolibrett bestellt. Seitdem läuft die ganze Angelegenheit schon deutlich schneller ab. Dazu läuft während des Kochens keine Füllung mehr aus irgendwelchen geplatzten Seiten heraus und die Nudeln sehen fast zu perfekt aus, um hausgemacht zu sein.

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für zwei Personen

75 g Mehl (Type 00)

125 g Hartweizengrieß

2 Eier, Größe L

Salz

150 g Ricotta

50 g Rucola

5 EL Parmesan

30 g Butter

3 EL Pinienkerne

300 g Kirschtomaten

Das Mehl mit dem Grieß vermischen und auf ein Holzbrett geben. Eine Mulde hineindrücken und Eier und Salz dort hineingeben. Mit einer Gabel nach für nach die Eier und die Mehl-Grieß-Mischung vermischen, danach mit den Händen zu einem glatten Teig weiterkneten. Der Teig sollte nicht mehr kleben, bei Bedarf deshalb esslöffelweise Mehl hinzugeben. Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und etwa 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Ricotta in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Rucola waschen, trockentupfen und die Stielansätze entfernen. Mit dem Pürierstab pürieren und mit dem abgetropften Ricotta vermischen. Parmesan unterrühren. Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren.  Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden.

Teig in vier gleich große Stücke teilen und mit einer Nudelmaschine nach und nach bis auf Stufe 5 ausrollen. Auf eine bemehlte Unterlage legen und etwa fünf Minuten antrocknen lassen. Gegebenenfalls ein Raviolibrett mit Mehl bestäuben. Rucola-Ricotta-Mischung in einen Gefrierbeutel füllen und eine Ecke abschneiden. Entweder eine Teigbahn in das Raviolibrett legen und mit den Fingern leicht in die Mulden drücken, ansonsten eine Teigbahn gerade auf der Unterlage auslegen und kleine Kleckse der Füllung auf den Teig geben. Auf dem Raviolibrett eine zweite Teigbahn darauflegen, mit einem Nudelholz in die Form walzen und die Ravioli dadurch trennen. Ohne Raviolibrett: den Platz zwischen der Füllung mit Eiweiß bestreichen, die zweite Teigbahn darauflegen, festdrücken und mit einem Messer die Ravioli auseinanderschneiden.

Nudelwasser aufsetzen, die Ravioli je nach vorheriger Trocknungszeit etwa fünf Minuten bissfest kochen. Währenddessen in einer Pfanne ohne Fett die Pinienkerne rösten, herausnehmen und Butter in der heißen Pfanne schmelzen. Die Pinienkerne und die Ofentomaten hineingeben. Nudeln abgießen und noch heiß dazugeben und gut in der Pfanne vermischen. Mit Parmesan bestreuen und servieren. eat it. love it.rucola-ricotta-ravioli-w3


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Vapiano für zu Hause – ein Überblick

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Unser Lieblingsitaliener Vapiano weitet sein Angebot aus: nun gibt es Produkte, die man im Restaurant mit nach Hause nehmen kann, daher der schlichte Name “Vapiano für zu Hause“. Nun sind wir als Food-Blogger eingeladen worden, eben diese neuen Produkte zu testen – wir freuen uns sehr darüber und bedanken uns für das Paket! Für euch bedeutet das: ihr könnt bei We Love Pasta lesen, was wir von den Neuheiten halten und dann entscheiden, ob ihr Lust habt euch ein eigenes Bild zu machen.

In den nächsten Wochen werden wir also berichten, was es mit den Produkten auf sich hat – wer unsere Specials-Kritiken kennt, darf sich auch hier auf unser ehrliches Feedback freuen. :)

Was gibt es also Neues im Restaurant zu kaufen?

  • Da wäre zum einen eine Flasche mit spanischem Olivenöl.
  • Weiterhin ein Päckchen Basilikum zum Selberziehen
  • und drei kleine Döschen mit Gewürzen: Pizzakräuter, Olivenölgewürz und Chili-Flocken.

Schon bevor wir uns an die Arbeit machen, die Produkte zu testen, gibt es einige Dinge, die wir feststellen können; bei manchen haben wir einige Fragezeichen im Kopf, von denen wir natürlich erzählen möchten:

Alle Produkte sind im bekannten Vapiano Corporate Design aufgemacht, sprich das rote Logo, viel schwarz-weiß und hier und da ein einzelner Schriftzug in Farbe. Schick auf jeden Fall und nett anzuschauen.

  • Erste Frage zum Olivenöl: wie ist die das Preis-Leistungs-Verhältnis?
  • Erste Frage zum Basilikum: reicht eine einzeilige Anleitung (“Aufschneiden, Samen säen, gießen, pflegen & genießen.”) wirklich aus?
  • Erste Frage zu den Gewürzen: wofür kann man sie tatsächlich einsetzen?

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Schließlich gilt es noch eine ganz grundsätzliche Frage zu klären: Trifft die Bezeichung “Vapiano für zu Hause” auch tatsächlich das, was uns angeboten wird? Nehmen wir das Olivenöl: dass davon einigermaßen viel bei Vapiano zum Einsatz kommt, ist keine Frage, das passt also dahin, aber wir könnten es auch im Supermarkt kaufen, nicht wahr? Das gleiche gilt für den Basilikum: der steht an jedem Tisch und lässt sich bereitwillig bezupfen und hat einen großen Anteil an der Atmosphäre der Restaurants – Erde und Samen gibts aber auch im Gartenmarkt. Nun die Gewürze: Chili kommt frisch und in Ringen in den Wok – getrocknete Flocken haben wir da noch nie gesehen. Einziger möglicher Einsatzort, der uns in den Sinn kommt, ist das Chili-Öl, das am Tisch noch für die gewünschte Schärfe sorgen kann. Zu den Pizzakräutern können wir wenig sagen: wenn sie Bestandteil der Tomatensauce sind, dann eher dezent im Hintergrund. Zu guter Letzt das Olivenölgewürz. Was ist überhaupt Olivenölgewürz? Die Rückseite der Verpackung rät uns zum Vermischen von drei Esslöffeln Öl mit einem Teelöffel Gewürz, was wir laut der Vorderseite als Dip für Ciabattabrot nutzen können. Großes Fragezeichen.

Kurzum: wir nicht ganz sicher, ob diese Produkte schon den Mehrwert haben, den der Name unter Umständen verspricht. Tina meint dazu: “Wie toll wäre das, einfach nur die Standard-Tomaten-Sauce mit nach Hause nehmen zu können…”. Nicht zuletzt zeigen auch einige Fan-Kommentare auf Facebook, dass die Erwartungen an Produkte “für zu Hause” noch in eine andere Richtung gehen:

“Ich möchte gerne die Orangen-Chili-Sauce von Tacchino Piccante!”

“Ich hätte so gerne das Rezept für die Balsamico Salatsauce.”

“Wäre es denn nicht auch mal möglich die Zutaten von
Curry all’Anatra zu verraten?”

“Bekommt man eigentlich euer Dressing vom Insalata Cesare
auch zum Kauf?”

Ihr seht also: was die Weiterentwicklung der neuen Produktlinie angeht, gibt es eine Menge Potential. Jetzt kann Vapiano zeigen, wie es diese Möglichkeiten nutzen möchte. Unterdessen machen wir uns daran, zu prüfen, was die Produkte taugen – freut euch auf mehr Infos in den nächsten zwei Wochen!

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Nachgekocht: Pasta Peperoncini Piccante

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Aus der letzten Specialrunde bei Vapiano war ja “Autunno Colorato” mein heimlicher Favorit. Seit Wochen feile ich an dem Rezept und habe es lange Zeit nicht so hinbekommen, wie ich das wollte. Eine kleine Info für euch: inzwischen bin ich mit meiner Version von “Autunno Colorato” durchaus zufrieden, bald könnt ihr sie hier bestaunen! Dennoch habe ich zwischzeiting das Projekt  frustriert beiseite gelegt und mich an ein anderes Pasta-Special gemacht: Pasta Peperoncini Piccante, das im Original folgendermaßen klingt:

PASTA PEPERONCINI PICCANTE
VON TORSTEN AVENARIUS, WIEN, THEOBALDGASSE
Erst braten wir Pilze und Paprika an, bevor halbgetrocknete
Tomaten, Flusskrebse, Chili und Knoblauch hinzukommen.
Eine cremige Sauce mit dem bekannten »Licor Cuarenta y Tres«
und Safran rundet das Gericht ab, bevor sich Mandeln und
Rucola hinzugesellen. Passt besonders gut zu unseren
hausgemachten Campanelle.

Michis Review dazu findet ihr hier. Auch ich war schwer begeistert von der Komposition. Also habe ich mich an den Wok gestellt und kann euch nun voller Stolz meine Version der leckeren Safranpasta vorführen. Da ich jedoch so ziemlich jedes Meeresvieh nicht mag, blieben bei mir die Flusskrebse draußen.

für 2 Portionen

200 g Nudeln

30 g Champignons

30 g Austernpilze

1 rote oder gelbe Paprika

50 g milder Rucola

2 EL Mandelblättchen

1 rote Chilischote

1 Knoblauchzehe

300 g Kirschtomaten

4 cl Licor 43

125 ml Sahne

1 Messerspitze Safran

50 ml Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Ofen auf 120°C Umluft vorheizen, Tomaten waschen und halbieren.  Mit der Schnittfläche nach oben in eine ofenfeste Form setzen und mit 1/4 TL Zucker und 1/2 TL Salz gleichmäßig bestreuen. Für etwa eine Stunde im Ofen antrocknen lassen, zwischendurch wenden und umrühren, um ein Anbrennen zu vermeiden. Rucola putzen und gut abtropfen lassen.

Pilze putzen und in dünne Scheiben schneiden, Paprika waschen und in Streifen schneiden. Chilischote halbieren und ein paar Ringe (je nach persönlicher Schärfetoleranz) herunterschneiden. Knoblauch schälen und halbieren. Pilze und Paprika mit etwas Olivenöl etwa zwei Minuten bei mittlerer Hitze anbraten, Chili und Knoblauch zugeben und kurz darauf mit dem Likör ablöschen. Aufkochen lassen, Sahne und Gemüsebrühe dazugießen. Etwa fünf Minuten einköcheln lassen, dann den Safran und die ofengetrockneten Tomaten hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln kochen, abgießen, kurz abtropfen und sofort (ohne Abschrecken!) zur Sauce hinzugeben. Etwa eine Minute gut verrühren, danach auf die Teller verteilen. Rucola und Mandeln obenauf geben. eat it. love it.

Vom Licor 43 hatte ich zuvor noch nie etwas gehört und war umso erstaunter, dass ich eine Flasche davon im Supermarkt um die Ecke für 15 € aufgetrieben habe. Tatsächlich lässt sich dieses spezielle Aroma nur schwer ersetzen. Die Vanille schmeckt man ziemlich eindeutig, doch der Rest ist sehr würzig und zugleich süßlich. Ich würde euch deshalb tatsächlich empfehlen, einmal etwas in diesen Likör zu investieren. Er schmeckt nämlich auch pur sehr gut und ich überlege bereits, in welchen anderen Gerichten ich ihn einsetzen könnte. In Desserts macht er sich sicherlich auch gut…

Gerne hätte ich die halbgetrockneten Tomaten nach Nigella Lawson gemacht, die Claudia von Fool for Food gebloggt hat – leider entstand diese Kochidee zu spontan, als dass mir dafür die Zeit blieb. Deshalb habe ich es nach Gefühl, wie oben beschrieben, gemacht. Die Tomaten haben danach bereits sehr aromatisch geschmeckt, demnächst werde ich aber auf jeden Fall die Version von Claudia ausprobieren.