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Schinken-Rucola-Creme

Diese ganze Bagelgeschichte hat mir erst gezeigt, wie gut und wie wichtig eigentlich leckere Brotaufstriche sein können. Unsere Bagels leben mitunter von der Vinaigrette, Mayonnaise oder anderen saftigen Aufstrichen, die den Belag erst perfekt abrunden. Für meinen Brunch habe ich deshalb nach einem herzhaften Aufstrich gesucht, der eine Abwechslung zu Schinkenplatte und Marmeladengläsern darstellt. Fündig wurde ich im, inzwischen vergriffenen, GU-Buch “Frühstück und Brunch“, das Originalrezept findet ihr jedoch auch Online bei der GU-Kochwebsite “Küchengötter“.

2 EL Pinienkerne

100 g Serranoschinken

100 g Rucola

250 g Ricotta

Rucola gründlich waschen und sehr gut abtropfen lassen. Gegebenenfalls auf einem Küchenhandtuch ausbreiten und restliche Feuchte abtupfen.

Pinienkerne bei geringer Hitze anrösten und beiseite stellen.Rucolastiele abschneiden und lediglich die Blätter fein hacken. Serranoschinken in feine Streifen schneiden. Abgekühlte Pinienkerne grob hacken und Ricotta in einer Schüssel cremig rühren. Gehackte Pinienkerne, Serrano und Rucola unterrühren. Je nach Salzgehalt des Schinkens mit Salz und Pfeffer würzen – mein Schinken war so aromatisch, dass ich nicht mehr zusätzlich würzen musste. eat it. love it.

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Feste feiern: Tinas Geburtstagsbrunch

Wie Michi euch ja bereits in einem Überraschungsbeitrag verkündet hat, hatte ich vor Kurzem Geburtstag. Ich liebe Geburtstage, am meisten meinen eigenen. Meine perfektionistische Ader schlägt dann grundsätzlich durch: alles soll so hübsch, so super, so toll und so lecker sein und am besten habe ich an diesem Tag alle Menschen um mich herum, die ich liebe. Da Brunchen meine Lieblingsmahlzeit schlechthin ist, habe ich mich für einen großen Geburtstagsbrunch bei mir Zuhause entschieden und neun Freunde eingeladen, mit mir in den Geburtstag zu starten.

Ein schönes Brunchbuffet zusammenzustellen ist nicht ganz einfach. Meines war mit Sicherheit auch noch nicht perfekt, dennoch war ich ziemlich zufrieden. In den nächsten Wochen erwarten euch deshalb immer wieder einmal Rezepte von meinem Buffet auf We Love Pasta (wir könnten eigentlich genauso gut We Love Breakfast heißen…). Es ist schwer einzuschätzen, wer morgens lieber süß und wer lieber salzig isst. Oder welche Sorte Schinken am besten ankommen wird. Wie viel Saft getrunken wird, wer doch lieber Kaffee hinunterschüttet oder am Prosecco hängen bleibt… und natürlich, wie die Rezepte überhaupt schmecken. Ich hatte einige Premieren bei meinem Brunch dabei, habe mich dafür jedoch auf bewährte Quellen verlassen und habe somit keinen wirklichen Misserfolg beim Vorkochen verbuchen müssen. Nach langen Überlegungen und acht Stunden Küchenarbeit am Vortag standen folgende Gerichte auf meinem Büffet:

sowie drei Sorten Marmeladen, Honig, drei Sorten Schinken, Butter, Orangensaft, rosé Traubensaft, rosé Prosecco, Wasser, 30 Semmeln und jede Menge Kaffee. Übrig geblieben sind Semmeln und etwas Schinken – alles andere war schneller weg, als ich schauen konnte.

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Frozen Yogurt

Frozen Yogurt aka “FroYo” ist wieder so ein trendiges Zeug, das vor Kurzem ins kulinarische Deutschland in Form stylischer Frozen Yogurt-Eisdielen eingefallen ist. Nach meinem eindeutigen Urteil zu Cake Pops und meiner Abneigung gegenüber Bubble Tea schien ich etwas verzweifelt: es muss doch auch sowas hippes geben, das mir schmeckt! Double Chocolate Mocca Frappucino ist so 2000er, irgendwie. Während also Michi mit einem Becher voller grünem Bubble Tea und bunten Bubbles neben mir durch die Fußgängerzone schlenderte, wurde ich am hinteren Eck des Viktualienmarkts fündig: “top it“, eine der beiden Frozen Yogurt-Eisdielen in München. Dort gibt es Schokoladeneis, Beerensorbet und eben Frozen Yogurt mit unterschiedlichen “Toppings”, also Extras, die man über das Eis streut. Ich kam, sah, schleckte und war verliebt. Und wie jedes Essen, das ich liebe, will ich das auch selbst machen können.

Schließlich wurde ich bei 101cookbooks fündig. Ein so einfaches wie offenbar gutes Rezept, das sogar einem der FroYo-Marktführer der USA, Pinkberry, Konkurrenz machen könne. Und im letzten Jahr habe ich doch eine Eismaschine geschenkt bekommen, die immer noch auf ihre Premiere wartete – dieses Rezept sah nach dem idealen Einstieg in die Welt der Gelatos, Sorbets und Semifreddos aus. Und das ist es auch.

für vier Portionen

1 kg Naturjoghurt (3,5% Fett)

100 g Zucker

Ein feines Küchensieb mit einem dünnen Küchentuch auslegen und über eine passende Schüssel hängen. Naturjoghurt in das Küchentuch geben und mit einer Klarsichtfolie abdecken. Mit einem Teller beschweren und mindestens sechs Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen – ich habe dies bereits am Vorabend gemacht.

Abgetropfte Joghurtmasse mit dem Zucker gut vermischen und nochmals für etwa eine Stunde im Kühlschrank vorkühlen. Eismaschine vorbereiten, Joghurtmasse hineingeben und 15 bis 20 Minuten cremig gefrieren lassen. Das Eis schmeckt am besten frisch, da es dann die optimale Konsistenz hat. Deshalb am besten kurz vor dem Servieren in die Eismaschine geben, ansonsten gegebenenfalls mit Backpapier bedeckt im Tiefkühlfach einfrieren.

Nun zu den Toppings. Das Eis per se schmeckt hauptsächlich erfrischend und nach Joghurt, deshalb sind ein paar Toppings nie verkehrt. Eurer Kreativität sind hier nur wenig Grenzen gesetzt – lauft einfach mit offenen Augen durch den Supermarkt und überlegt. Frozen Yogurt verhält sich sehr neutral, meiner Ansicht nach kann man hier kaum etwas falsch machen. Und wer schon einmal in einer Frozen Yogurt-Eisdiele war, weiß ohnehin, was für abgefahrene Sachen es da gibt (habt ihr schon einmal Crema di Balsamico zu Vanilleeis probiert? Schmeckt köstlich!). Dennoch ein paar Ideen für euch:

  • frische Früchte
  • Schoko-Crunch-Granola
  • Müsli
  • geröstete Mandelblättchen
  • Nüsse
  • Keksbrösel: z.B. Waffelkekse, Oreo Cookies
  • Kokosflocken
  • Karamellsauce
  • Honig
  • geschmolzene Schokolade

Ich habe für das obige Foto ein paar frische Himbeeren mit angerösteten Mandelblättchen auf das Eis gegeben und geschmolzene Schokolade in dünnen Fäden daraufgetropft. Dafür einfach ein paar Stücke Zartbitterschokolade in eine Tasse geben, diese in eine Schale mit heißem Wasser stellen und langsam schmelzen lassen. Dann mit einem Teelöffel etwas Schokolade nehmen und über das Eis tropfen – schmeckt toll und macht auch noch etwas her, weil die Schokolade sofort auf dem kalten Eis gefriert. eat it. love it.

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Review: Starbucks Cake Pops

Kleine Kuchenknödel am Stiel mit einer Hülle aus Streuseln: das sind Cake Pops, der letzte Schrei  im angloamerikanischen Raum. Und fast alles was da herkommt, landet bekanntlich irgendwann bei uns. Wir haben die Cake Pops von Starbucks für euch getestet und sind dabei mehrfach fast vom Stuhl gefallen.

Die Fakten
Ein Cake Pop bei Starbucks wiegt genau 44 Gramm. Es gibt ihn in den Sorten Mandel, Kokos und Himbeere. Die ziemlich genau golfballgroßen Bällchen sind auf einen Papierspieß gesteckt, wie man ihn vielleicht noch von kleinen Lutschern kennt. Sechs Stück finden in einer kleinen Faltschachtel Platz, bei der oben die Stiele durch einen Schlitz herausschauen.

Oh, und da ist ja schon die erste Gelegenheit für uns, vom Stuhl zu fallen: der Preis. Ein Cake Pop kostet einzeln 1,85 Euro. Etwas günstiger wird es beim Kauf von zwei oder sechs Stück, sodass ein Stück “nur noch” 1,70 bzw. 1,49 Euro kostet. Ganz schön viel für so ein kleines Bällchen am Spieß. Das sind halt doch zwischen drei und vier Euro pro 100 Gramm. Was kostet noch so viel? Richtig, Rinderfilet.

Beim Brennwert geht’s weiter. Kaum wieder auf dem Stuhl, schon gerät der wieder ins Wanken.  Auf der Website von Starbucks Deutschland gibt es zu Nährwerten zwar leider nichts zu erfahren, aber eine kurze Suche auf der internationalen Seite bringt Gewissheit: der Knödel ist eine Mini-Kalorienbombe. Wir rechnen mit 180 bis 200 Kilokalorien. Ein kleiner Vergleich: 100 Gramm der Schokosahnetorte von Coppenrath und Wiese haben 298 Kilokalorien – 100 Gramm Cake Pop über 400. Dass die Dinger klein sind, heißt also nicht, dass sie auch als leichter Snack durchgehen.

Der Geschmack
Das Himbeerbällchen sieht eigentlich echt drollig aus – es ist ein wenig kleiner als die anderen, was auf eine höhere Dichte schließen lässt, außen ist es von quietschpinkem Kristallzucker umhüllt. Klingt stark nach einem Produkt für Mädchen mit Prinzessinnen-Komplettoutfit. Ein Biss hinein, und: Enttäuschung. Was ist das? Der Knödel ist primär pappsüß und wirkt aromatisch sehr künstlich. Der Teig ist batzig, sieht nicht fertig aus und hat selbst keinen nennenswerten Geschmack. Die Zuckerkörnchen knirschen zwischen den Zähnen, was vielleicht erst mal ganz nett ist, aber dann extrem lästig (Kommentar Michi: ich mag ja auch gezuckerten Milchschaum, aber das ist ‘too much’.) Tinas Meinung fasst unseren Geschmackseindruck zusammen: “total bäh.” Die Kombination aus enttäuschendem Geschmack und der Tatsache, dass der Knödel Prinzessinnenoutfits schnell zu klein werden lässt, veranlasst uns zum Fazit:

Der Cake Pop mit Mandeln schaut absolut lecker aus: er ist umhüllt von grobem Mandelschrot und hat eine schöne Farbe. Beim ersten Zubeißen fällt er leider vom Stiel, was damit zusammenhängen könnte, dass zwischen Kauf und Verzehr ungefähr eine Stunde vergangen ist. Geschmacklich ist er jedoch hervorragend: das Mandelaroma ist natürlich und kräftig, der Teig ist fluffig und mit weiteren Nussstückchen durchsetzt. Dieser Cake Pop isst sich tatsächlich wie ein kleiner Kuchen, der auch noch gut zum Kaffee passt. Nach der Enttäuschung über den Himbeer-Cake-Pop sind wir begeistert und vergeben:
bis

Schließlich der Kokos-Knödel. Er ist gleich groß wie die Mandel-Variante, aber von Kokosflocken bedeckt . Tina stellt folgerichtig fest, dass er aussieht wie Raffaello. Er schmeckt nur ganz anders: das Aroma kommt ausschließlich von den Kokosflocken und wird durch eine ordentliche Portion Zucker gestützt. Der Geschmack erinnert Michi an das Innere von Bounty-Schokoriegeln. Wir stellen fest: eigentlich zu süß, um noch angenehm sein zu können. Der Teig ist aber auch hier fluffig und auch hier fällt das Bällchen wieder vom Stiel. Wir finden schade, dass diese Sorte so süß ist, dass man sie eigentlich gar nicht genießen kann, daher:

Der Teig ist fluffig, aber vom Stiel gefallen.

Das Fazit
Die Idee kleine Kuchen am Stiel anzubieten ist grundsätzlich super – der hohe Brennwert der Cake Pops macht aber den Wunsch nach einer kleinen Portion zum Kaffee zunichte. Geschmacklich kann nur eine der drei Sorten überzeugen und macht den hohen Preis nur umso erstaunlicher.

Bei meinem Lieblingsbäcker habe ich die Kombi immer wieder als Sandwich gegessen: hauchdünne Putenbrust, Ananas, Salat und eine Currycreme in einer großen Sesamsemmel. Das Problem war leider nur, dass die Semmel immer viel zu dick war und man dadurch vom Belag nur so ein bisschen geschmeckt hat. Kurzum: das Verhältnis Brot-Belag hat einfach nicht gestimmt.

Als ich nun Michis Tomaten-Mozzarella-Bagels probiert habe, kam mir die Idee, mein Lieblingssandwich vom Bäcker einfach in Bagelform zu bringen. Und was soll ich sagen – er ist schnell belegt, macht satt und schmeckt genau so, wie ich mir das vorgestellt hatte.

für einen Bagel:

1 Bagel

1 Blatt Salat (z.B. Lollo Rosso)

1 Scheibe Ananas aus der Dose

ca. 5 dünne Scheiben Putenbrustfilet

1 EL Mayonnaise

1/2 TL Currypulver

Bagel nach Packungsanweisung oder selbst backen. Ich halbiere, im Gegensatz zu Michi, meinen Bagel nicht vor dem Backen, da ich gerne einen weichen Kern habe – das ist allerdings Geschmackssache! Salat waschen, Ananas abtropfen lassen und etwas vom Saft auffangen.

Mayonnaise mit Currypulver und einem Spritzer Ananassaft verrühren. Bagel abkühlen lassen, halbieren und beide Hälften mit der Currymayonnaise bestreichen. Salatblatt auf die untere Bagelhälfte legen. Putenbrustscheiben zu kleinen Röllchen formen und dicht nebeneinander auf das Salatblatt legen. Schließlich Ananasscheibe auf die Putenbrust legen und mit der oberen Bagelhälfte abschließen. eat it. love it.

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Tina hat Geburtstag!

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Partysalat: Nudelsalat Hawaii

Schon im März war die gemeinsame Geburtstagsfeier von zwei lieben Freunden und wir haben dieses Jahr die Grillsaison früh eröffnet. Zu diesem Anlass hab ich nach Partysalaten recherchiert und bin auf den Nudelsalat Hawaii gestoßen, der auf unterschiedlichen Kochseiten vorgeschlagen wird. Auf der Feier kam der Nudelsalat spitzenmäßig an, weshalb ich das Rezept gerne weitergebe. Im Sommer, wo sich eigentlich ein Grillfest ans andere reihen sollte (wenn denn das Wetter mitspielt…), ist es doch schön, mal was Exotischeres dabei zu haben. Die Kombination Schinken-Ananas ist in Deutschland auf fast jeder Pizzakarte zu finden und allseits beliebt und es zeigt sich, dass sie ebenso gut mit Pasta funktioniert. So hab ich nun den Nudelsalat Hawaii gemacht:

500 g Fusilli

400 g Kochschinken

1 Zwiebel

1 Dose Ananas in Stücken

1 rote Paprika

1 großer Becher Crème fraîche

Salatcreme

Salz, Pfeffer

Essig, Zitronensaft

etwas Thai-Basilikum, fein gehackt

Es geht schon mal mit den Nudeln los: in vielen Nudelsalatrezepten steht, dass man die Nudeln abschrecken soll. Das ist zwar praktisch, wenn man schnell kalte Nudeln haben will, aber schade, da man damit auch viel gute Stärke und „Klebkraft“ wegwäscht. Außerdem nehmen warme Nudeln noch sehr viel Flüssigkeit und damit Geschmack auf. Also nicht abschrecken, abkühlen lassen!

Kochschinken in kleine Quadrate schneiden, Zwiebel fein hacken und mit etwas Öl in der Pfanne glasig anschwitzen. Schinkenstückchen dazu und kurz mitdünsten.

Ein wenig Saft aus der Ananasdose zum Ablöschen nehmen, dann Crème fraîche dazu, alles fein verrühren, salzen, pfeffern und ab über die Nudeln.

Alles mit den Ananasstücken und der kleingeschnittenen Paprika vermischen. Übrigen Ananassaft aus der Dose nach und nach zugeben, bis sich das Dressing cremig an  die Nudeln schmiegt. Mit Salatcreme, Zitronensaft und Essig sowie Salz und Pfeffer abschmecken. Wegen der süßen Ananas verträgt der Salat recht viel Essig und die Nudeln nehmen ihn gerne auf. Fein gehackten (Thai-)Basilikum vorsichtig unterheben.
eat it. love it.

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Bagel-Serie #1: Tomate-Mozzarella-Bagels

Als im Frühjahr in Bonn war, musste ich ein bisschen Zeit totschlagen. Da Mittag war und ich Hunger hatte, suchte ich nach was Essbarem. Am Bonner Bahnhof gibt es eine Filiale von Bagel Brothers – der perfekte Zwischenstopp für einen Mittagssnack. Leider gibt es die Filiale in München nicht mehr, was ich ziemlich schade finde. Bagels sind sowas Tolles. Im Rheinland bestellte ich auf jeden Fall einen Tomate-Mozzarella-Bagel, der einfach himmlisch geschmeckt hat. Was mich am meisten begeistert hat, war das Dressing, das offensichtlich hauptsächlich aus Balsamico und Olivenöl bestand. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht: auf der Website von Bagel Brothers steht als Zutat noch Mayonnaise. Aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass es nicht auch ohne geht. Hier kommt mein Rezept dazu.

Wenige Zutaten für einen einfachen Snack.

2 Bagels

2 Tomaten

1 Packung Mozzarella

Basilikum, frisch

6 EL Crema di Balsamico

6 EL Olivenöl

1 TL Aceto Balsamico

Salz, Pfeffer

Bagels halbieren und toasten, gewaschene Tomaten und Mozzarella in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Basilikumblätter abzupfen und vorsichtig waschen.

Die Crema di Balsamico in eine Schüssel geben und das Olivenöl nach und nach mit einer Gabel unterschlagen, bis sich eine feine Emulsion bildet, die zäh fließt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Da die Crema sehr süß ist, mit etwas normalem Aceto ausgleichen.

Bagelhälften mit dem Dressing bestreichen, die untere Hälfte mit Tomaten- und Mozzarellascheiben belegen und mit Basilikumblättern abschließen. Obere Hälfte drauf und genießen. eat it. love it.

Eine gute Möglichkeit für Parties: die Bagel vierteln und auf einem Teller anrichten.

Coppenrath & Wiese machte bisher vor allem durch tiefgekühlte Torten (Kommentar Tina: die wirklich gut sind!) und tiefgekühlte Semmeln (Kommentar Tina: die nicht alle so gut sind…) auf sich aufmerksam. Jetzt gibt es unter dem Namen “Kleiner Augenblick” auch noch tiefgekühlte Desserts. Tinas Herz hüpfte da ganz hoch, packt sie doch nach jedem guten Abendessen der Desserthunger, ohne große Lust, sich selbst noch um eines zu kümmern. Nach einer wochenlangen Suche in diversen Supermärkten wurde sie schließlich bei real fündig und nahm eine Packung der Sorte “Kirsch-Trüffel” mit nach Hause, um sie bei einem Kaffee mit Michi zu testen.

Aus edler Bourbon-Vanille, feinster Schokolade und saftigen Kirschen haben wir ein Dessert wie ein Gedicht gezaubert: Mit fruchtiger Kirschmousse und aromatischer Bourbon-Vanille-Sahne kombiniert
mit Schokoladenmousse-Sahne und lockerem Schokobiskuit, dekoriert mit knackigen Schokolocken.

Diese “Kleinen Augenblicke” bringen großen Genuss! Schicht für
Schicht eine pure Verlockung – Löffel für Löffel unwiderstehlich: das sind unsere Conditor-Desserts. Sie bestehen aus feinsten Früchten, frischer Sahne, lockerem Biskuit und werden liebevoll von Hand verziert. Ob als krönender Abschluss für liebe Gäste oder als
Belohnung im Alltag, mit unseren Desserts entfalten kleine Augen-
blicke große Wirkung!

Quelle: Coppenrath & Wiese

So lautet das Versprechen der Tiefkühlkonditoren und aus optischer Sicht ist dafür auch genügend Potential vorhanden. Die Gläser bestehen zwar aus Plastik, durch die asymmetrische Öffnung könnte man sie mit viel gutem Willen jedoch auch Gästen auf den Dessertteller stellen. Wie so oft entspricht das tatsächliche Äußere nicht ganz dem Produktfoto auf der Verpackung – dort stimmen eindeutig die Proportionen nicht, wir vermuten, dass das Glas einfach neben einem winzigen Espressolöffel und einer genmutierten Kirsche fotografiert wurde. Und woher genau die Bezeichnung Kirsch-Trüffel kommt, ist auch schleierhaft.

Geschmacklich weiß der “kleine Augenblick” leider nicht zu überzeugen. Die obere Schicht der Vanillecreme erinnert stark an schlechtes Vanilleeis, von der Bourbon-Vanille schmeckt man dementsprechend so gut wie nichts. Die “Kirschmousse” ist schlichtweg keine Mousse, denn daran ist nichts schaumiges oder luftig-geschlagenes. Ihre Konsistenz hat viel mehr etwas sirupartiges. Die “Schokoladenmousse-Sahne” (Kommentar Michi: Was soll das überhaupt sein?!) ist leider viel zu kurz gekommen. Auf dem Foto sieht es so aus, als würde sie den größten Teil im Glas einnehmen, stattdessen ist sie nicht einmal fingerbreit eingefüllt worden. Schade, denn die hat eigentlich ganz gut geschmeckt. Ebenso der darunterliegende Schokoladenbiskuitboden, der nicht durchgeweicht ist (Kommentar Michi: doch was hat ein Biskuitboden in einem Schichtdessert verloren?).

So richtig freuen können wir uns über das Dessert einfach nicht. Und als die Dessertbecher schließlich leer sind, fühlen wir nicht einmal das wohlige, befriedigende Gefühl einer guten Nachspeise im Bauch. (Kommentar Michi: Dieses unbefriedigende Gefühl hab ich immer noch, wenn ich daran denke…)Viel eher wird der Name “kleiner Augenblick” zum Programm: im Nu führt man sich jede Menge Kalorien zu, ohne davon auch noch glücklich zu werden. Nein, liebe Kuchenbäcker, das war wirklich nichts. Beim “Kleinen Augenblick Kirsch-Trüffel” handelt es sich viel eher um den misslungenen Versuch, eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte ins Glas zu bekommen. Dennoch lobenswert: die Idee, ein tiefgekühltes, schnell aufgetautes (bei Zimmertemperatur 30 Minuten) Dessert rauszubringen. Als “krönender Abschluss für liebe Gäste” würden wir es jedoch nicht kredenzen – das wäre durch den flachen, langweiligen Geschmack einfach zu peinlich.

Unser Fazit:

Tina: 

Michi: